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      BUND DEUTSCHER
      PHILATELISTEN e.V.

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Wie wir wurden was wir sind


Als die ersten Briefmarken 1840, also vor inzwischen mehr als 150 Jahren, in England eingeführt wurden, waren sie schon bald mehr als nur Gebührenzettel zur Vorausbezahlung einer von der Post noch zu erbringenden Dienstleistung.

 

Die Erfahrungen, die mit dieser neuen Form der Bezahlung von Transportgebühren für Briefe und andere Poststücke gewonnen wurden, waren so gut, dass sich in immer rascherer Folge alle bedeutenden und eine Anzahl kleinerer Länder dazu entschlossen, Briefmarken einzuführen.

 

1849 brachte das Königreich Bayern als erster Staat in Deutschland Briefmarken an die Postschalter. Es dauerte nicht lange, bis die Briefmarke als Sammelobjekt entdeckt wurde.



Schon wenige Jahre nach ihrem Erscheinen wurden Briefmarken – zunächst noch unsystematisch – gesammelt, sortiert und eingeklebt in Büchern aufbewahrt. Man sammelte noch „die ganze Welt“, denn die Zahl der Ausgaben war noch überschaubar.

 

Gleichgesinnte schließen sich gern zusammen. Deshalb wurden die ersten Sammlervereine bereits wenige Jahre nach Ausgabe der ersten Briefmarken gegründet: z.B. Leipzig 1876, Dresden 1877 und Frankfurt 1878. Einen „Vorläufer" hatte es schon am 14. Juli 1872 in Dresden gegeben, als Dr. Alfred Moschkau den Versuch machte, die Vereine seiner Zeit zusammenzuführen.

 

Was aber 1872 noch nicht gelang, konnte Jahre später mit der Gründung eines gemeinsamen Verbandes, dem Bund Deutscher Philatelisten-Vereine, realisiert werden. Von 1897 bis 1936 kam es sogar zu einer Vereinigung mit den österreichischen Philatelisten-Vereinen.

 

Bis zum Ende des Nationalsozialismus 1945 wurde der Reichsbund der Philatelisten – wie er nun hieß – in der Organisation „Kraft durch Freude“ gleichgeschaltet. Nach dem II. Weltkrieg dauerte es bis zum 26. Oktober 1946, bis der Bund Deutscher Philatelisten (Britische Zone) als Nachfolgeorganisation des früheren Verbandes unter neuen Zeichen wieder aktiv werden konnte. Der endgültige Gesamtverband – der BDPh e.V. – wurde am 1.10.1949 in München gegründet.



Die politische Teilung bewirkte auch die Trennung der Sammler aus Ost und West. Sie konnte aber, trotz aller Zensur- und Ordnungsmaßnahmen, nicht die Kontakte zwischen den Sammlerfreunden quer über Eisernen Vorhang verhindern. Es waren die Verbände in den beiden deutschen Staaten, die die Sammler einander näher brachten. Die FIP (Fédération Internationale de Philatélie) als Weltdachverband der Philatelie ermöglichte es, die Verbindung zu erhalten, als es politisch noch wenig erwünscht war. Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 kam es zum Zusammenschluß der beiden Verbände.



Damit können die Briefmarkensammler für sich in Anspruch nehmen, zu den ersten zu gehören, die die neu gewonnene Einheit Deutschlands tatsächlich vollzogen haben. Heute (Stand:1996) hat der Bund Deutscher Philatelisten als Spitzen- und Dachverband für rund 3 Millionen deutscher Briefmarkensammler etwa 53.000 Mitglieder in ungefähr 1250 Vereinen und Arbeitsgemeinschaften. Er bietet jedem Sammler mit seinem breiten Leistungsangebot eine „philatelistische Heimat“. Als Sachwalter der Interessen aller Sammler ist er ein wichtiger und geachteter Gesprächspartner der für die Ausgabe von Briefmarken politisch Verantwortlichen (Bundesminister der Finanzen), der Deutschen Post sowie des philatelistischen Handels.

 

Quelle: Wolf J. Pelikan - Aufgebaut aus den Ruinen, 50 Jahre Bund Deutscher Philatelisten 1946-1996, Schwalmtal 1996

 

 

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