Seite 4 von 6 ErsteErste ... 23456 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 56

Thema: Was macht eigentlich der "Markt" ?

  1. #31
    www.Briefmarken-Museum.de Avatar von Wanderer
    Registriert seit
    06.2007
    Ort
    Bad Harzburg
    Beiträge
    1.921
    Moin Dirk, es gibt langjährig seriöse Versandhändler wie Sieger Verlag http://www.briefmarken-sieger.de/ die früher mit gedruckten Werbe-Katalogen arbeiteten und Abo Kunden suchten. Da war in der gedruckten Werbebroschüre schon vor Jahren eine alphabetische Länder-Liste mit den quartalsmäßigen Daten des Neuheiten Kosten und Kurzeinschätzung des Sammelgebietes drin. Da konnteste die Emissionspolitik und Einschätzung der dir entstehenden Jahres-Kosten im Vergleich vornehmen.

    Man will die Marken ja auch irgendwo ablegen, wegsortieren, archivieren .... also die Folgekosten für entspreche Alben, Steckalben oder Vordruckalben sind bei den unangemessen hohen Jahresstückzahl grenzwertig.

    Gerade die vollständig gefüllten Vordruckalben nach 1960 sind in traditionellen Auktionshäusern - ganze Erbmassen (!) billigst zu haben. Diese vielen Kilos im Bananenkarton präsentiert ..... also wer wühlen mag ..... der kommt da auf seine Kosten, die Erben die Liquidieren dagegen eher selten.

    Quantität geht bzw. ging ja bei einigen Sammlern schon vor Jahren vor Qualität.
    Mit Sammlergruß & Glückauf
    Jochen

    Besucht doch mein Briefmarken-Museum

  2. #32
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    08.2014
    Ort
    Münsterland
    Beiträge
    24
    Zitat Zitat von Wanderer Beitrag anzeigen
    Gerade die vollständig gefüllten Vordruckalben nach 1960 sind in traditionellen Auktionshäusern - ganze Erbmassen (!) billigst zu haben. Diese vielen Kilos im Bananenkarton präsentiert ..... also wer wühlen mag ..... der kommt da auf seine Kosten, die Erben die Liquidieren dagegen eher selten.

    Quantität geht bzw. ging ja bei einigen Sammlern schon vor Jahren vor Qualität.
    Auch wenn das jetzt einigen vielleicht "aufstößt", aber gerade diese Mengen an Material, die es Dank Ebay und Co. mittlerweile für wenig Geld am Markt gibt, kommt meiner Passion sehr entgegen:
    Ich kann mich wunderbar entspannen, wenn ich einen Karton mit Briefmarken u.ä. vor mir habe und den "durchwühlen" kann, und "Dank" dem Preisverfall kann ich dem heute eher fröhnen als vor 20 Jahren (da fing meine Briefmarken-Pause an).

    Natürlich sehe ich auch die Entwicklung am Markt mit wachen Augen. Das kleine Händler heute kaum noch eine Chance haben, sollte spätestens seit ebay und Co niemanden mehr verwundern. Ist der selbe Grund, warum die ganzen Kaufhausketten aus den Innenstädten verschwinden. Gegen die "Lagerhaltungsmöglichkeiten" des Internets kommt man einfach nicht an. Wenn ich überlege, welche Bezugsquellen ich damals hatte (örtlicher Händler und Post, beide mit begrenztem Angebot) und welche Möglichkeiten ich heute habe, also da möchte ich die "modernen" Zeiten nicht mehr missen.

    Naja, hat halt alles seine Vor- und Nachteile.

  3. #33
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    10.2011
    Beiträge
    488
    Leider wird das Sammler-Hobby immer nur mit dem Rendite-Vorsatz gesehen.
    Nun ich denke, die Meisten von uns haben einen beruflichen Haupterwerbs-Kanal.

    Unsereins macht die BM-Sammelei schon gut 55 Jahre & es hat mir immer viel Freude gemacht.
    Freilich habe ich mich auf Anraten guter Insider (Jabs...) mich vor knapp 20 Jahren der ganzen Welt zugewand- motivmässig.
    Damit ist man (mehr) als ausgelastet- bpw. mit Tauschkontakten, inhaltlichen Aspekten & auch den Bewertungen.
    ...und siehe da, es hat sich "gelohnt", während die dt. Sammelgebiete im günstigsten Fall stagnieren.
    Von der Fälschungsproblematik ´mal ganz abgesehen,
    oder auch die "banale" Frage": ist das denn das alles offiziell postverausgabt, resp. war eine zeitgerechte
    Verwendung überhaupt möglich.
    Daher sollte man durchaus mit guten Ausgaben international in postfrisch/ * ( vor ´45)
    liebäugeln.

  4. #34
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    11.2016
    Beiträge
    59
    [QUOTE=sammelhamster;100461]Hallo katze52,


    Ich bin auch beim Sammelgebiet Bund auf den sehr kostspieligen Zug der Kleinbogen aufgesprungen - na ja, nachdem diese anfangs im Michel noch komplett ignoriert wurden, werden sie jetzt wenigstens gelistet - und hoffe, dass hier vielleicht eine Wertsteigerung noch eintritt, da ich annehme, dass die meisten Bogen zertrennt werden. Außerdem sind einige der Bogen als Ganzes doch attraktiver gestaltet, was zwar nichts über deren Wert aussagen soll, aber mir von der Optik her Freude macht. Wertsteigernd scheinen mir hier aber doch die Kleinbogen aus den Dauerserien.

    _______________

    Hallo, genau im Sammelgebiet BUND liegt meines Erachtens das Problem.

    Das waren früher die Massen der Sammler, die die Messen bevölkert haben und gleichzeitig das Fundament,
    aus dem sich die fortgeschrittenen und die Spezialsammler gespeist haben. Angefangen hat fast jeder irgendwie
    mit Bund Marken.

    Aber dann hat die Post meines Erachtens zwei geradezu dilettantische Managementfehler gemacht:

    1. Man hat damals die DM-Marken nicht mehr umgetauscht und damit praktisch wertlos gemacht.
    Eine ganze Sammlergeneration, die 30 Jahre lang brav ihre Abonnements bezogen hat und
    heute gerade mal 1 oder 2 Euro für einen kompletten Jahrgang bekommt, der ist für die
    Philatelie wohl ein für allemal verloren, und es dürfte wohl eine weitere Generation dauern,
    bis das wieder vergessen ist.

    2. Man kann alle Briefmarken zeitlich unbegrenzt in Weiden kaufen.
    Tja, Sammlergegenstände, die der Hersteller zeitlich unbegrenzt anbietet,
    sind keine Sammlergegenstände mehr.

    Wozu sollte man Briefmarken in den Schrank stellen, die man auch in 10 oder 20 Jahren
    noch bestellen kann?

    In der Phantasie der Sammler müssen Wertsteigerungen zumindest
    theoretisch möglich sein. Wenn man diese Phantasie vollständig wegnimmt, dann
    stirbt das Sammelgebiet - langsam, aber mit absoluter Sicherheit.

    Ich erinnere mich noch gut, wie man vor ein paar Jahrzehnten noch mit Spannung
    die Auflagenzahlen der letzten Jugendmarken erwartete. Sind es wieder rund 5 Mio.
    oder vielleicht nur 4 Mio oder gar darunter?

    Oder wie sich 1979 beim ersten Zehnerbogen TdM Schlangen vor den Postämtern bildeten
    und die hinteren in der Reihe schon unruhig wurden, weil die ausverkauft sein könnten,
    bevor man an die Reihe kam.

    Heute dürften die letzten Sport- und Jugendmarken wohl unter 1 Mio liegen und keinen
    interessiert es. Es fehlt eben eine ganze Generation früherer Bund-Sammler.

    Das hast Du gut gemacht liebe Postphilatelie!

  5. #35
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    02.2011
    Beiträge
    670
    Hallo Anka,

    kann es sein, dass du in deinem Beitrag den Spekulanten mit dem Sammler verwechselt hast? Was du beschreibst, hat für mich persönlich überhaupt nichts mit sammeln gemein.

    Viele Grüße

    Marko

  6. #36
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    11.2016
    Beiträge
    59
    Hallo Briefmarkenkontor.

    Kann es sein, dass Du etwa eine Million früherer Bundsammler als Spekulanten bezeichnest.

    Der Wert, den Sammlergegenstände haben oder vielleicht bekommen, ist nicht die einzige,
    aber eine ganz wichtige Motivation für jede Sammeltätigkeit.

    Früher hat jeder Sammler, wenn er sich den neuen Michel geholt hat, als allererstes
    geschaut wie hoch der Wert des Posthornsatzes diesmal gestiegen ist, auch wenn er selbst gar keinen hatte.
    Weil das war das Marktbarometer für das ganze Sammelgebiet.

    Und es liegt in der Natur des Sammelns, möglichst viele Dinge zu besitzen, die möglichst wenige
    andere haben können. Und da muß man sich zwangsläufig mit Preisen auseinandersetzen
    - den derzeitigen und den zukünftigen. Denn zuerst muß man diese Dinge kaufen und irgendwann
    will sie auch wieder jemand verkaufen. Wenn man es nicht selbst will, dann denkt man eben an seine
    Erben.

    Wenn es nur um die Freude an bunten Bildchen ginge, dann könnte man die auch aus bunten Zeitschriften
    ausschneiden. Die sind dann genauso schön wie Briefmarken - häufig schöner.

    Und natürlich überlegen sich auch die Puristen der edlen Philatelie, die niemals an Geld
    denken sondern nur die reine Freude am Sammeln haben, genau dieses:

    Soll ich diese Marke jetzt zu diesem Preis kaufen? Ist sie mir das wert?
    Oder soll ich noch warten, vielleicht bekomme ich sie irgendwo noch billiger?
    Ich könnte ja dafür das andere Sammelgebiet verkaufen, weil mich das jetzt
    nicht mehr so interessiert - und was könnte ich dafür wohl bekommen?

    Genau solche Sachen überlegen sich auch die edlen Philatelisten, denen es nur um die
    reine Freude am Sammeln geht .............. sie sagens nur nicht!!!

  7. #37
    Registrierter Benutzer Avatar von Radio Philatelica
    Registriert seit
    11.2012
    Ort
    Aargau - Schweiz
    Beiträge
    683
    Die Werthaltigkeit des Sammelguts spielt immer eine Rolle. Hier ist sicher ein Problem der heutigen Philatelie - bzw. der Philatelie mindestens der letzten 50 Jahre: Sammler wurde als billige Kreditgeber angesehen und dann hat man ihnen den Kredit gekündigt, ohne dass sie es richtig gemerkt haben. Das frustet natürlich und hat sich sicher negativ auf die Philatelie als Breitenhobby ausgewirkt.

  8. #38
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    12.2008
    Beiträge
    196
    Ist die Sache mit dem Umtausch von DM Marken eigentlich ausgeurteilt?
    Könnte es da noch einen winzigen Hoffnungsschimmer geben?

  9. #39
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    11.2016
    Beiträge
    59
    Nix Hoffnungsschimmer - der BGH hat letztinstanzlich entschieden.

    Ich hab dazu auch eine persönliche Meinung - aber das interessiert ja keine alte Sau *LOL*

  10. #40
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    02.2011
    Beiträge
    670
    Zitat Zitat von anka Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass Du etwa eine Million früherer Bundsammler als Spekulanten bezeichnest.
    Ich halte den Ansatz, Briefmarken unter dem Gesichtspunkt künftiger Wertsteigerungen zu horten für falsch. Eine Briefmarke ist keine Aktie des kleinen Mannes, sondern ein Gebührennachweis in Millionen- bis Milliardenauflage.

    Dieser Ansatz und das zwangsläufige Platzen der Spekulationsblase hat Sammler gekostet.


    Zitat Zitat von anka Beitrag anzeigen
    Der Wert, den Sammlergegenstände haben oder vielleicht bekommen, ist nicht die einzige,
    aber eine ganz wichtige Motivation für jede Sammeltätigkeit.
    Sicher hat eine große Anzahl heutiger Sammler unsere Hobby in Kindertagen begonnen. Was weis man in diesem Alter von Wert? Haben sich nicht vielmehr viele Sammler mit falschen Versprechen dazu verlocken lassen, unkritisch zu sammeln?

    Zitat Zitat von anka Beitrag anzeigen
    Früher hat jeder Sammler, wenn er sich den neuen Michel geholt hat, als allererstes
    geschaut wie hoch der Wert des Posthornsatzes diesmal gestiegen ist, auch wenn er selbst gar keinen hatte.
    Weil das war das Marktbarometer für das ganze Sammelgebiet.
    Hierzu kann ich nichts sagen. Erstens kenne ich nicht jeden Sammler, zweitens spielte das Sammelgebiet und der Michel bei uns in der DDR nicht die zentrale Rolle.

    Zitat Zitat von anka Beitrag anzeigen
    Und es liegt in der Natur des Sammelns, möglichst viele Dinge zu besitzen, die möglichst wenige
    andere haben können. Und da muß man sich zwangsläufig mit Preisen auseinandersetzen
    - den derzeitigen und den zukünftigen. Denn zuerst muß man diese Dinge kaufen und irgendwann
    will sie auch wieder jemand verkaufen. Wenn man es nicht selbst will, dann denkt man eben an seine
    Erben.
    Bei Sammeln verfolge ich einen anderen Ansatz. Ich will nicht möglichst die Dinge besitzen, die andere nicht haben, sondern ich suche gezielt Dinge, die mir zur Vervollständigung meines Zieles noch fehlen. Und ja, diese muss ich bezahlen. Dabei bin ich gerne bereit, hohe Preise zu zahlen. Wohl wissend, dass dieses investierte Geld für mein Hobby nicht wieder erzielbar ist.

    Zitat Zitat von anka Beitrag anzeigen
    Soll ich diese Marke jetzt zu diesem Preis kaufen? Ist sie mir das wert?
    Oder soll ich noch warten, vielleicht bekomme ich sie irgendwo noch billiger?
    Vielleicht riskierst du mal einen Blick über den Tellerrand Sammelgebiet Bundesrepublik Deutschland und verfolgst klassische oder Internetauktionen. Schnell wirst du feststellen, das der Preis oft nicht das ausschlagende Argument ist. Und nein, ich warte nicht, ob ich etwas irgendwann mal billiger kriege. Für Spitzenqualität zahle ich hohe Preise, so sie denn überhaupt einmal angeboten wird.

Seite 4 von 6 ErsteErste ... 23456 LetzteLetzte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •