Umfrageergebnis anzeigen: Hast Du schon mindestens einmal eine versehentlich nicht gestempelte Briefmarke oder ein Ganzsachen-

Teilnehmer
42. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, habe ich.

    33 78,57%
  • Nein, habe ich noch nie.

    9 21,43%
Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 34

Thema: Briefmarke zweiter Nutzung zugeführt?

  1. #21
    Lieber Exoten als Bund Avatar von petzlaff
    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Hameln
    Beiträge
    2.068
    Hallo Fehldruck,

    in USA waren seit jeher und sind immer noch (mit Ausnahme der vorausentwerten Postkarten der Neuzeit) Ganzsachenausschnitte als gültige Frankaturen zugelassen. Der 2 Cent Washington stammt aus der Ausgabe von 1903, gedruckt von der Hartford Manufactoring Company, Hartford Conn.

    Leider lässt sich anhand des Scan nicht die genaue Katalognummer erkennen.

    In Frage kommen

    Scott #U385 - carmine
    Scott #U386 - carmine / amber
    Scott #U387 - carmine / buff
    Scott #U389 - carmine / manila (mit Einschränkung)

    Ich vermute nach dem was ich sehen kann, dass es die Scott #U385 oder #U386 ist.

    Das Design ist im Scott als #U86 katalogisiert.

    Der Ganzsachenausschnitt wurde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit NICHT mehrfach benutzt, sonst wären Spuren von einem (vermutlich Bar-)Killer auf der Marke festzustellen, was aber nicht der Fall ist.
    Verkehrt herum eingesetzte Daten in USA-CDS Entwertungen sind hübsch anzusehen und kommen nicht sehr häufig vor - insofern ist dein Beleg ziemlich begehrenswert.
    Dazu muss man wissen, dass die Datumsklischees per Hand in den Stempel eingesetzt wurden, was durchaus schon mal kopfstehend passieren konnte.

    Springfield, Massachussetts hatte damals ca. 50.000 Einwohner. Man kann davon ausgehen, dass die nicht von einem einzigen Postamt, sondern von mehreren bedient wurden. Da in der Anschrift eine genaue Adresse fehlt, wurde hier möglicherweise davon ausgegangen, dass der Adressat zentral wohnt und von Postamt "A" zu bedienen sei ("Pub" ist die allgemein übliche Abkürzung für "Publishers", also Verlagsgesellschaft - insofern war diese Annahme durchaus plausibel: größere oder anderweitig bekannte Firmen sind in kleinen und mittelgrossen Städten halt zentral angesiedelt). Der Brief fand seinen Adressaten, denn der "Received" Stempel ist nicht postamtlich, sondern ein privater Eingangsstempel.
    Geändert von petzlaff (13.03.2010 um 14:17 Uhr)
    LG
    Stefan
    _________________________
    http://www.stjo66.de

  2. #22
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    05.2004
    Beiträge
    3.826
    Vielen Dank für die Aufklärung!
    Meine Vermutung basierte lediglich darauf, daß im Gegensatz zu anderen Ländern die Ganzsachenausschnitte erlaubten z.B. GB, nur relativ selten mal ein USA- Beleg mit Ganzsachenausschnitt zu finden ist.

    Unten zeige ich den Ganzsachenausschnitt etwas größer.

    Vielleicht liege ich ja auch bei Polen daneben und die Verwendung und der Ausschnitt aus Polen P 77 war als Frankatur zulässig?

    Fehldruck
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken    

  3. #23
    Lieber Exoten als Bund Avatar von petzlaff
    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Hameln
    Beiträge
    2.068
    Lieber Fehldruck,

    von polnischen Ganzsachen verstehe ich überhaupt nichts, aber der Scan links zeigt jetzt eindeutig eine Scott #U385 (karmin auf weißem Papier).

    ... und lass die Grinser grinsen, soviel sie wollen - mit diesem Thema sind wir endlich wieder bei der Philatelie angelangt
    LG
    Stefan
    _________________________
    http://www.stjo66.de

  4. #24
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    05.2004
    Beiträge
    3.826
    Danke für die exakte Bestimmung!

    Unten möchte ich mal meiner Meinung nach nicht zugelassene Ganzsachenfrankaturen im Deutschen Reich zeigen....einmal wohl nur wegen 6Pf zu wenig moniert?( 12 Pf Nachgebühr wurden mit Rotstift vermerkt) und einmal unerkannt -hier sogar- an das Finanzamt.

    Wie sahen die Bestimmungen im Deutschen Reich aus?
    so? Wer kann ergänzen?

    -am Anfang zugelassen
    -ab 1.10.1898 wurden die Ganzsachenausschnitte als Frankatur untersagt (nach welcher Anweisung?)
    -zwischen 1.10.22- 30.09.23 erlaubt
    -ab 31.12.1924 gemäß Verf. nr. 830 Amtsblatt Nr. 122 des Reichspostministeriums vom 31.12.1924 bis zum Schluß verboten

    Fehldruck
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken  
    Geändert von Fehldruck (13.03.2010 um 14:45 Uhr)

  5. #25
    Lieber Exoten als Bund Avatar von petzlaff
    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Hameln
    Beiträge
    2.068
    Zitat Zitat von Fehldruck Beitrag anzeigen
    und einmal unerkannt -hier sogar- an das Finanzamt.
    Die untere ist doch ok - möglicherweise sogar um 1 Pfennig überfrankiert, da die Antwortkarte durchaus als "Ortsverkehr" innerhalb (???) Bad Kissingens durchgegangen sein könnte (= 5 Pfg). Ansonsten sind 6 Pfg. für den "Fernverkehr" ok. Ist der Hindenburg denn draufgeklebt? Das kann man anhand des Scans leider nicht erkennen.

    Die obere Sendung hätte als Normalbrief im Fernverkehr 12 Pfg. an Porto gekostet - das passt auch.

    Ich denke mal, dass zu allen Zeiten die Postkunden nicht genau wussten, was laut Amtsblatt erlaubt oder nicht erlaubt war.
    Heutzutage gibt es auch noch genug Menschen, die meinen, Ganzsachenausschnitte wären zur Benutzung erlaubt, was aber seit einigen Jahren nicht mehr der Fall ist.
    Der "normale" Bürger liest keine Amtsblätter, und der normale Postbote ist/war diesbezüglich auch nicht immer sattelfest.
    Dem Finanzamt als Adressat war eine möglicherweise unerlaubte Verwendung sicherlich völlig egal - hauptsache, das Poststück wurde ohne Nachgebühr zugestellt.

    LG, Stefan
    Geändert von petzlaff (14.03.2010 um 10:06 Uhr)
    LG
    Stefan
    _________________________
    http://www.stjo66.de

  6. #26
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    05.2004
    Beiträge
    3.826
    Ja- es sind in beiden Fällen Hindenburg- Ganzsachenausschnitte.
    Ja- ich vermute auch, daß beide wahrscheinlich nicht erlaubten Ganzsachen-Verwendungen nicht wegen der Ganzsachenausschnitte moniert bzw. wahrscheinlich auch nicht erkannt wurden.

    Mit den mir vorliegenden Belegen kann ich beobachten, daß Postmitarbeiter ab und an Unterfrankierungen erkennen und monieren. Auch verwendete und nicht mehr gültige DDR-Marken, Berlin-Marken und DM-Marken wurden zum Teil von der Bundespost bzw. Deutschen Post erkannt.

    Ganzsachenausschnitte wurden hingegen offensichtlich kaum moniert bzw. vielleicht ist dies bei den Postlern nicht bekannt oder sie sehen (vielleicht sogar dienstlich veranlaßt) drüber weg.

    Auch die Sortiermaschinen in aller Welt stolpern wahrscheinlich nicht über die dickeren Ganzsachenausschnitte. Unten mal ein verwendeter Plusbrief- Auschnitt- gelaufen 2007.

    (((Frage an Sender Jerewan: Mit welcher Strafverfolgung muss ich rechnen, wenn ich ungestempelte deutsche Euro- Ganzsachenausschnitte bei ebay mit dem Zusatz frankaturgültig verkaufe....?)))

    Fehldruck
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken  
    Geändert von Fehldruck (18.03.2010 um 18:36 Uhr)

  7. #27
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
    Registriert seit
    09.2004
    Ort
    Peissenberg
    Beiträge
    1.797

    Reden Frage falsch formuliert!

    Zitat Zitat von Fehldruck Beitrag anzeigen
    .......

    (((Frage an Sender Jerewan: Mit welcher Strafverfolgung muss ich rechnen, wenn ich ungestempelte deutsche Euro- Ganzsachenausschnitte bei ebay mit dem Zusatz frankaturgültig verkaufe....?)))

    Fehldruck
    Es muss heißen: "Trifft es zu, dass der Verkauf von ungestempelten deutschen Euro- Ganzsachenausschnitten bei ebay mit dem Zusatz "frankaturgültig" strafbar ist?"

    Antwort: "Im Prinzip nein!" Die Ausschnitte können immer noch am Postschalter umgetauscht werden, wenn die Begründung plausibel ist!"

    Zum Beispiel: "Der Briefkasten war so voll, dass ich die GA zu stark zuschneiden musste, das die Nachricht nicht mehr vollständig lesbar war!

    Dann habe ich den Rest aus Datenschutzgründen weggeschnitten, und ich will jetzt eine neue GA oder eine neue Briefmarke!

  8. #28
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    05.2004
    Beiträge
    3.826
    "Antwort: "Im Prinzip nein!" Die Ausschnitte können immer noch am Postschalter umgetauscht werden, wenn die Begründung plausibel ist!"

    Angst lähmt bzw. konnte ich soweit gar nicht denken. Danke!

    Fehldruck

  9. #29
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    05.2004
    Beiträge
    3.826
    Wie bereits erwähnt, wurden nach meinen Beobachtungen ungültige Briefmarken relativ häufig durch die Bundespost/Deutsche Post erkannt.
    Hier aber nun ein 110Pf Brief incl. 10 Ostpfennige, der trotz Betuppe (Versehen kann ich bei dem wissenden Belegmacher ausschließen) durchlief.
    Das Briefzentrum 06 stempelte kopfüber am 24.6.98 nur 2 Marken. Die 10Pfennig Deutschlandmarke, die 80Pfennig Deutsche Bundespost und die 10Pfennig DDR Marke wurden (wahrscheinlich bei der Retur- Zustellung) nachträglich entwertet. Die DDR Marke blieb unerkannt oder wurde geduldet.

    Fehldruck
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken  
    Geändert von Fehldruck (19.03.2010 um 12:32 Uhr)

  10. #30
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    04.2010
    Ort
    München
    Beiträge
    1
    Ich musste leider mit NEIN stimmen, aber danke für eure Bilder, echt interessant, vor allem für mich als junger Sammler.

Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •