Umfrageergebnis anzeigen: Beeinflusst ein Prüfer/Experte die Preisentwicklung eines Sammelgebietes?

Teilnehmer
17. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Prüfer/Experten führen zu steigenden/stabilen Preisen

    15 88,24%
  • Prüfer/Experten führen zu tendenziell fallenden Preisen

    0 0%
  • Prüfer/Experten haben keinen Einfluss auf das Preisniveau eines Sammelgebietes

    2 11,76%
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Ergebnis 1 bis 10 von 12

Thema: Preisentwicklung von Sammelgebieten mit/ohne Experten/Prüfer

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Preisentwicklung von Sammelgebieten mit/ohne Experten/Prüfer

    Ich habe den Eindruck, daß vorhandene Prüfer Preise nicht nur stabilisieren sondern indirekt erhöhen. Bei den Lokalausgaben nach 1945 kann man dies meiner Meinung nach sehr gut beobachten. Meiner Meinung nach gibt es sogar preisliche Katalogzuschläge, wenn bestimmte Prüfer prüfen.

    Werde auf jeden Fall mal Luxemburg günstig einkaufen...

    Fehldruck

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von heku
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    Als Anfänger stehe ich den ungeprüften Inselpost-Marken hilflos gegenüber. Gäbe es hier seit längerem keinen Prüfer, ich hätte dieses Gebiet nie angefangen.

    So, Marke mit neuerem BPP-Papier versehen, traue ich mich auch schon mal eine größere Summe zu investieren.

    Viele Grüße
    Hermann
    Ich ärgere mich nicht über das, was mir fehlt. Ich freue mich über die Marken, die ich besitze.

  3. #3
    Armenien, Batum Avatar von brfmhby
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    Interessante Frage. Auf jeden Fall ist es schlecht für ein Sammelgebiet, wenn es keinen Prüfer gibt. Vor allem höher notierte, fälschungsgefährdete Werte sind dann ein Problem. Manch potentieller Sammler wendet sich ab oder kommt erst gar nicht. Weniger Käufer, weniger Nachfrage. Und wie sollen Händler Topstücke ohne anerkannte Zertifikate für viel Geld verkaufen? Bei 5 Euro habe ich schnell Vertrauen, bei 5000 Euro möchte ich schon mehr Sicherheit.
    Oft ist es auch einfach eine nützliche Hilfestellung, wenn man "schwierige" Werte prüfen lassen kann. So lernt man schnell dazu. Alleine ist eine größere Herausforderung - womit ich wieder bei oben genannten Problem bin.

    Andersherum funktioniert es allerdings auch. Die ukrainischen Tridentaufdrucke sind vom Verband quasi zum Nulltarif geprüft und signiert worden. Das hat maßgeblich dazu beigetragen, das die Katalogwerte in den Keller gegangen sind. Es gab einfach keine teuren Spitzen...
    Vielleicht lag es auch an der Menge der Ausgaben. Bei schwierigen Gebieten wie z.b. Helgoland sind viele bereits mit 28 Ausgaben ordentlich ausgelastet
    "Wir beide, wir haben Humor: Sie in der Praxis, ich in der Theorie."

  4. #4
    Deutschland 1933 - 1949 Avatar von Kontrollratjunkie
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    Zitat Zitat von brfmhby Beitrag anzeigen
    Interessante Frage. Auf jeden Fall ist es schlecht für ein Sammelgebiet, wenn es keinen Prüfer gibt. Vor allem höher notierte, fälschungsgefährdete Werte sind dann ein Problem. Manch potentieller Sammler wendet sich ab oder kommt erst gar nicht. Weniger Käufer, weniger Nachfrage. Und wie sollen Händler Topstücke ohne anerkannte Zertifikate für viel Geld verkaufen? Bei 5 Euro habe ich schnell Vertrauen, bei 5000 Euro möchte ich schon mehr Sicherheit.
    Oft ist es auch einfach eine nützliche Hilfestellung, wenn man "schwierige" Werte prüfen lassen kann. So lernt man schnell dazu. Alleine ist eine größere Herausforderung....................
    Eine sehr interessante Frage. Ich denke auch, daß es ein Sammelgebiet, welches (zur Zeit) auf einen Verbandsprüfer verzichten muß, auf dem Markt und im Ansehen der Sammler erheblich schwerer hat.
    Nicht jeder kann die schwierigen Stücke seines Gebietes selber prüfen und selbst die Gewissheit, einen erfahrenen Experten zur Not befragen zu können, beruhigt doch ungemein.

    Zu dieser Frage kannst Du ja einmal die Freunde der Saar - Philatelie ab 1947 befragen. Die haben derzeit auch niemanden, der ihnen aktuelle Atteste ausstellen könnte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man momentan gutes Geld für Block 1 und 2 gestempelt oder den Urdrucksatz ohne aktuelle Prüfung erhalten kann.

    Gruß
    KJ

  5. #5
    D 45/49, Eire, RhB, Dernb Avatar von ralph
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    Gibt es keinen Prüfer ist es gerade für Anfänger schwer, an sicherlich echtes Vergleichsmaterial zu kommen. Dies drückt die Nachfrage und damit die Preise. Weiterhin können sich Fälscher ermutigt fühlen, da ja eine zeitnahe Überprüfung nicht möglich ist.

    PS: Kann mir jemand den Unterschied zwischen den beiden anderen Antwortmöglichkeiten erklären?
    Viele Grüße aus Berlin, Ralph

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    hallo ralph,

    die beiden letzten fragen stellen auch für mich nur eine dar ...

    prinzipiell ist es immer von vorteil, wenn es viel wissen bei einem sammelgebiet gibt. ob es prüfer, gute literatur oder eine starke arge gibt - alles trägt zum werterhalt bei. coinzidieren alle drei, dann ist es um das sammelgebiet sehr gut bestellt.

    insorfern ist die frage unbedingt zu bejahren.

    liebe grüsse von bayern klassisch
    Beatus ille, qui procul negotiis

  7. #7
    Oberschl., DR, Privatpost Avatar von Pete
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    Zitat Zitat von ralph Beitrag anzeigen

    ...

    PS: Kann mir jemand den Unterschied zwischen den beiden anderen Antwortmöglichkeiten erklären?
    Ich sehe einen kleinen (sprachlichen) Unterschied:

    "Nein, es ist für das Preisniveau egal, ob es einen Prüfer gibt"
    -> Es muss nicht unbedingt ein Prüfer für das betreffende Gebiet vorhanden sein; die Preisentwicklung agiert unabhängig davon.

    "Das Preisniveau entwickelt sich unabhängig von Prüfern"
    -> Es ist ein Prüfer für das betreffende Gebiet vorhanden; die Preisentwicklung agiert unabhängig davon.

    In beiden Fällen hat aber der Prüfer bzw. dessen (Nicht-)Vorhandensein keinerlei (indirekten) Einfluss auf die Preisentwicklung.

    Vielleicht kann @deckelmouk mehr dazu sagen, worauf er mit der von ihm gestarteten Umfrage in den beiden Punkten hinaus wollte ;-)

    Gruß
    Pete

  8. #8
    Lieber Exoten als Bund Avatar von petzlaff
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    Mit Verlaub halte ich die Fragestellung tendeziell für suggestiv.
    Hier wird zumindest bei Antwort 1 im Umkehrschluss die Nichtexistenz eines Prüfers für das Sinken von Preisen (eine Horrorvorstellung für viele Sammler) verantwortlich gemacht. Die drei möglichen Antworten stellen keine wirklichen Alternativen dar, da meines Erachtens im Kontext unterschiedliche Sammelgebiete auch unterschiedlich gewertet werden müssen.

    Ich denke, Lars hat es sicherlich gut gemeint, aber empirischen Wert und statische Relevanz hat diese Umfrage nicht, sondern bricht von vornherein eigentlich nur eine Lanze für den Prüferstand und suggeriert Sammelgebiete ohne Prüfer als minderwertig.
    Geändert von petzlaff (15.01.2010 um 09:43 Uhr)
    LG
    Stefan
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  9. #9
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Das Gegenteil von "gut" ist nicht "schlecht" sondern "gut gemeint"

    Hallo Stefan,

    meine Beobachtung ist, dass fälschungsgefährdete Sammelgebiete ohne Prüfbegleitung drastisch im Preis sinken. Ich möchte nur herausfinden, ob ich mit diesem Eindruck alleine dastehe.

    Das ist eine Aussage, die erst einmal unabhängig vom Prüferstand ist. Sammelgebiete ohne Prüfer sind nicht minderwertig! Wer behauptet denn sowas? Es ist nur ungemein hilfreich, wenn eine anerkannte Autorität (ich vermeide bewusst den Begriff "Prüfer") für ein schwieriges Gebiet existiert. Gerade als Anfänger benötige ich Unterstützung, wenn ich mich auf ein schwieriges Gebiet werfe. Das kann auch ein Sammler oder eine ArGe sein - nur ohne die Unterstützung ist das Risiko hoch, dass ich Fälschungen erwerbe. Entweder fange ich erst gar nicht an oder kaufe entsprechend billig.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  10. #10
    Lieber Exoten als Bund Avatar von petzlaff
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    Zitat Zitat von deckelmouk Beitrag anzeigen
    nur ohne die Unterstützung ist das Risiko hoch, dass ich Fälschungen erwerbe. Entweder fange ich erst gar nicht an oder kaufe entsprechend billig.
    Lieber Lars, da hast du uneingeschränkt Recht - bitte sieh es mir nach - meine zugegebenermaßen eventuell als provokativ empfundene Anmerkung war überhaupt nicht böse und auch nicht provokativ gemeint. Lediglich die Fragestellung ist geeignet, die erste mögliche Antwort als einen "erwünschten Favoriten" darzustellen
    LG
    Stefan
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