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Thema: Frachtstempel

  1. #31
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    ....von mir aus auch Frachtstempel!.....

  2. #32
    oldie
    Gast
    Zitat Zitat von 1867
    Briefmarken sind eine Sache, Ganzsachen eine andere ?
    In meinen Augen gehören die Ganzsachen ebenso zu einer Sammlung dazu,
    wie alle erreichbaren anderen "Postrelevanten" Dinge, denn die Ganzsachen
    verkörpern ebenso wie die Briefmarken gebührenpflichtige Postwertzeichen.
    Für einen "Ländersammler" werden natürlich auch die Privatpostmarken
    einen gewissen Reiz ausüben ... es kommt darauf an, wie weit die Sammlung
    fortgeschritten ist.
    Ich glaube, Du betrachtest alles - wie schon Dein Pseudonym zeigt - zu sehr aus dem Blickwinkel des "Klassikers". Was in eine Sammlung gehört, hängt wohl in erster Linie vom selbst gewählten Umfang und Rahmen des Sammelgebietes dazu. Es gibt durchaus auch Sammler, die sich "nur" für Ganzsachen und nicht auch für Briefmarken interessieren. In Berlin, München, Wien, der Schweiz und vielen anderen Ländern gibt es sogar eigene Vereine, die sich nur diesem Spezialgebiet widmen.

    Also bitte keine Dogmen aufstellen. Für den "normalen" Sammler gibt es keine ex-cathedra-Entscheidungen. Und wer ausstellen will, der muß sich eben wie im Sport nach den vorgegebenen Regeln richten. Hier liegt m.E. der Unterschied zwischen "Sammler" und "Aussteller".

    Zitat Zitat von 1867

    Die Beschäftigung mit Gebührenquittungen ist eigentlich schon recht
    abartig
    Das hatten wir doch schon einmal "vor 1000 Jahren". Alles was nicht in das vorgegebene Klischee paßt, wird als "entartet" qualifiziert.


    Das Anlegen einer Sammlung - gleich auf welchem Gebiet (es müssen ja nicht nur Brief- und Fiskalmarken bzw. Ganzsachen oder Kaffeerahmdeckli sein, es gibt ja z.B. auch die moderne und alte Kunst in ihren vielfältigsten Gestaltungsformen, Oldtimer oder auch Käse- oder Bananenetiketten) - ist immer eine von vielen Faktoren abhängige ganz private Entscheidung des jeweiligen Sammlers. Schließlich soll eine Sammlung Spaß machen und man soll sich dabei weder eingeengt noch unter Druck oder Zwang gesetzt fühlen.

    Wer nur nach dem Wiederverkaufswert schielt, ist in meinen Augen kein Sammler, sondern ein Anleger und/oder Spekulant.

    Das mag vielleicht provozierend klingen. Aber m.E. müssen wir in der Philatelie wieder weg vom Wert- bzw. Gewinndenken und den Spaß an der Sache in den Vordergrund stellen. Andere Freizeitbeschäftigungen kosten auch Geld, machen Spaß, bringen aber am Ende keinen Wiedererlös. Also lassen wir bitte die Kirche im Dorf.

    PS: Als Postgeschichtler pflege ich schon lange den berühmten "Blick über den Gartenzaun".

  3. #33
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    Alles sehr interessante Beiträge, die mich zu folgender Frage gebracht haben:
    Wenn jetzt schon angedacht wird, Fiskalmarken und Frachtpostmarken als erweitertes Gebiet der Philatelie zu betrachten, könnte man ja in Zukunft auch mal darüber nachdenken, ob die Gebührenmarken, die in jedem Reisepass kleben,
    auch sammelwürdig sind
    Die gibts auch weltweit - oder ?

  4. #34
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    @Paladin

    Da braucht man gar nicht extra darüber nachdenken - auch diese Gebührenmarken werden schon lange gesammelt, gehandelt, katalogiesiert!

    In GB aber vor allem in den USA sind Gebührenmarken nahezu gleichwertige Sammelstücke wie Briefmarken! Aber auch hier gibt es genügend Sammler dafür! Ich suche z.B. auch aus meinen Sammelgebieten die Fiskalmarken!

  5. #35
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Reden Man hat darüber nachgedacht!

    Zitat Zitat von Paladin
    Wenn jetzt schon angedacht wird, Fiskalmarken und Frachtpostmarken als erweitertes Gebiet der Philatelie zu betrachten, könnte man ja in Zukunft auch mal darüber nachdenken, ob die Gebührenmarken, die in jedem Reisepass kleben, auch sammelwürdig sind
    Die gibts auch weltweit - oder ?
    A) Wieso erweitert! Diese Marken sind ein Gebiet der Philatelie!
    B) Du wirst lachen! Die werden gesammelt! Vielleicht äussert sich Ralph Ebner dazu! Soviel ich weiß gibt es dafür Kataloge bei der ArGe Fiskalphilatelie.

  6. #36
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    Das kommt nur auf die Betrachtungsweise an.

    Ich würde die Philatelie strenger- eben als Postwertzeichenkunde sehen, wobei diese Kunde schon weite Spielräume und Deutungen zuläßt.

    Philos-der freund und atelia- die Gebührenfreiheit
    Sieht man das Wort Philatelie rein nach seinem griechischen Ursprung, ist es noch weiter gefaßt- die Gebührenvorentrichtungskunde (postalisch,steuerlich,beförderungstechnisch usw.).

    Mir sind aber auch Philatelie-Vereinsmitglieder willkommen, die Ansichtskarten,Beitragsmarken,alte Dokumente,Notgeldscheine usw. sammeln.
    Die Definition des Einzelnen ist mir egal. Ich freue mich auf interessanten Gesprächsstoff und hoffe, daß ich eventuell schöne Briefmarken im Tausch für meine Mitgliedsmarken erhalten kann.

    In diesem Sinne wünsche ich allen einen Guten Morgen!

    Fehldruck

  7. #37
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    Man lernt nie aus !!!

  8. #38
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    wär ja sonst auch langweilig.

  9. #39
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    Fiskalphilatelie

    Nachdem ich mit einigermaßen Erstaunen so einge Beiträge im Forum gelesen habe, frage ich mich wirklich wie ich mit dem Vorstellen der Fiskalphilatelie anfangen soll. Sicher ist, daß es ein viel zu umfangreiches Gebiet ist, um in einem Forenbereich mal eben andiskutiert zu werden.
    Als die Philatelie am Anfang stand, beachtete man alle Gebührenzetel gleichermaßen. In Engalnd trugen die Marken sogar die Aufschrift "Postage and Revenue" und es dauerte einige Zeit bis die Sammler sich mehr dem postalischen zuwendeten und es ist gar nicht so lange her, dass völlig zu recht die Vorphilatelie als vollwertig dazu aufgenommen wurde.
    Genauso wie der Begriff Postgeschichte viel mehr beinhaltet, als das was man heute darunter sammelt, umfasst der Begriff Philatelie alle Steuer- und Gebührenzettel, für die es eine offizielle Regelung und einen Tarif gegeben hat. Postwertzeichen sind genaugenommen nur eine Teilmenge. Zugegeben, populärer und bekannter und erforschter.
    Gebührenmarken sind allein durch den internen Gebrauch oft sehr schwer sammelbar gewesen und kamen oft erst Jahrzehnte später an die Sammlerschaft. Ungebraucht stand das Sammeln von Fiskalwertzeichen sogar teilweise unter Strafe, da so Dokumente erst im nachhinein mit sog. Sammlerbeständen valutiert werden konnten.Die Nomialen vieler Steuermarken lagen derart hoch, dass sie unerschwinglich waren und sind. Engalnd ist heute bei 1 Mio Pfund Sterling.
    Kein Wunder also, dass sich das Gro der Sammler, die eben möglichst vollständig sammlen wollten, sich von diesem Gebiet abgewendet hat.

    Ich kann nur alle einladen, die Mut zur Lücke bekennen, sich diesen faszinierneden Gebieten zuzuwenden. Man hat schnell kaum vergleichbare Sammlungen. Meine eigenen Studien von:
    Krankenscheingebührenmarken, Tabakbanderolen, Zucker- und Schaumweinsteuermarken, Wechseln vor allem aber Kalender- und Spielkarten und nicht zuletzt der Biersteuermarken (Anfang mit 17..) und Hutsteuer
    haben viele - zunächst Skeptiker - überzeugt.

    Ich selbst liebe aber vor allem die Dokumentensteuer mit den Vorläufern den Signetten. Ich zitiere einen Freund: Geschichte pur!

    Eben für jeden nach seinem Geschmack eine eigenes Verzählstück zum Zusammentragen und Präsentieren.
    Arge Fiskalphilatelie

    Ralph Ebner

  10. #40
    womo
    Gast

    Blinzeln

    Aber immer noch tun wir uns, nur in deutschland schwer, mit dem Bedarfsammeln! (Zitat: Ja alles nur Bedarf!)
    Die meisten merken dabei gar nicht, wie sich das Sammeln und Forschen, damit auch der markt verschiebt und auf zu neuen ufern schon vorgibt!

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