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Thema: Frachtstempel

  1. #21
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Reden Wieso Hysterie?? Das ist Leidenschaft!!!

    Zitat Zitat von claus wentz
    So ganz verstehe ich die "Hysterie" bezüglich der Frachtmarken nicht. Es ist doch klipp und klar gesagt worden, daß es sich NICHT um Briefmarken, sondern um fiskalische Marken handelt. Deshalb ist ein Vergleich mit der dem Schwarzen Einser, als würden Äpfel mit Birnen verglichen.
    Unsere Verbandszeitschrift heißt philatelie. Philatelie steht für "Liebe zu Gebührenzettel" (frei übersetzt). Ergo sind ist Fiskalmarken, Frachtmarken usw. ebensolche Gebührenzettel wie Briefmarken.
    Nur: Briefmarken haben per se ein größeres, sprich weltweites Verbreitungsgebiet und dadurch eine ungleich höhere Auflage, da die Beförderung jeder auch noch so unwichtigen Mitteilung von Hinz und Kunz an Maier und Müller gebührenpflichtig war und ist. Die übrigen Gebührenmarken wurden im allgemeinen nur auf spezielle Urkunden aufgeklebt und schlummer(te)n in Akten und Archiven.
    Eisenbahnmarken kam eine ähnliche Funktion wie den Briefmarken zu: Das zu befördende Gut war eben etwas schwerer und die Gebührenmarken klebte man auf Frachtbriefe. Bei Paketen war es ja ähnlich; die Paketkarte verblieb bei der Post!
    Zudem unterscheidet sich das Sammeln von Eisenbahnmarken und Frachtstempeln in einem weiteren wesentlichen Punkt vom Sammeln von Briefmarken und Belegen. "Philatelistische" Phantasiebelege wie Numisbriefe etc. wird man hier nicht finden.
    Hier wird reiner Bedarf gesammelt!

  2. #22
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    "Philos A Telos"

    @abrixas: [klugscheissermodus/an] Meines Wissens lautet eine mögliche Übersetzung aus dem griechischen "Freund des Anti-Zieles", oder umgangssprachlich: Als Philatelist verfolge ich ein Hobby, dass mich niemals zum Ziel bringen wird. Das Ziel ist dabei, alle Marken der Welt zu besitzen.[klugscheissermodus/aus]

    Der Vergleich von Fiskalmarken und Briefmarken ist nur auf einer sehr eingeschränkten Ebene möglich. Eine Steuer hat mit dem Entgelt für eine Beförderungsleistung nicht viel zu tun.

    Fiskalmarken sind mit Sicherheit ein unterschätztes Gebiet und in anderen Ländern deutlich populärer. Die NPB-Bestände sind bei Bennett wohl "weggerissen" worden.

    Die Katalogisierung von Frachtmarken in Briefmarkenkatalogen ist ein Streitthema, da hier ebenfalls ein Entgelt für eine Beförderungsleistung vorliegt. Ich würde mich nicht gegen eine Aufnahme in den Michel wehren.

    Ob Deine Marken aus Nr. 8 selten sind oder nicht, spielt für den Preis keine Rolle, wenn keiner ausser Dir sie sammelt...

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  3. #23
    oldie
    Gast
    Zitat Zitat von deckelmouk
    ......
    Der Vergleich von Fiskalmarken und Briefmarken ist nur auf einer sehr eingeschränkten Ebene möglich. Eine Steuer hat mit dem Entgelt für eine Beförderungsleistung nicht viel zu tun.

    Fiskalmarken sind mit Sicherheit ein unterschätztes Gebiet und in anderen Ländern deutlich populärer. Die NPB-Bestände sind bei Bennett wohl "weggerissen" worden.

    Die Katalogisierung von Frachtmarken in Briefmarkenkatalogen ist ein Streitthema, da hier ebenfalls ein Entgelt für eine Beförderungsleistung vorliegt. Ich würde mich nicht gegen eine Aufnahme in den Michel wehren.

    Wo liegt eigentlich das Problem? Die Frachtstempelmarken werden auf Frachtbriefen verklebt, die eigentlich bei der Post den fallweise mit Marken frankierten (und oft auch mit eingedruckten und/oder aufgeklebten Fiskalmarken vrsehenen) Paketkarten, Postbegleitadressen o.ä. entsprechen.

    Auch die belgischen Eisenbahnmarken werden nur auf den Begleitpapieren verwendet, die gleichartigen schweizerischen sind ebenso wie die Ausgaben anderer Länder in den entsprechenden nationalen Katalogen erfaßt. Das hängt wohl nur von den nationalen Sammelgeboten (vielleicht auch von den verfügbaren bzw. "auf Halde liegenden") Beständen ab?

    Was haben z.B.eigentlich die alten österreichischen und ungarischen Zeitungsstempelmarken in den Katalogen zu suchen? Diese dienten ebenfalls zur Entrichtung einer fiskalischen Gebühr, wurden fallweise mit Poststempeln, fallweise aber mit Stempeln fiskalischer Dienststellen entwertet (auch eine Entwertung durch den Zeitungsdruck kommt vor).

    Und schließlich: Die hohe FIP hat die Fiskalmarken als eigene Klasse anerkannt.Das nocht nicht alle Gebiete der Fiskalphilatelie aufgearbeitet sind, liegt nur an den Sammlern dieses Gebietes selbst.

  4. #24
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    Na, da hab´ ich aber ein ganz schön nachhaltiges Thema angebrochen :-)

    Bin schon gespannt wie das weiterläuft....die österr. Telegraphenmarken sollten auch noch erwähnt sein....kommen auch im Michel vor.

  5. #25
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    Frachtstempelmarken als "Briefmarkenersatz"

    Hallo allerseits,

    die Abbildung unten veranschaulicht, dass Frachtstempelmarken durchaus in die Philatelie gehören- zumindestens wenn sie wie hier als Briefmarkenersatz zu Zeiten der Inflation in Deutschland Verwendung fanden. In den 30ér Jahren waren etwa 60 Belege mit Frachtstempel- bzw. Steuermarken anstelle von Briefmarken bekannt, seitdem sind sicher noch etliche dazugekommen.
    Die Abbildung ziert die Titelseite der Inflaberichte aus dem Juni 2002, vom Beleg selbst kann ich auch nur träumen

    Gruß Micha
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken  

  6. #26
    oldie
    Gast
    Zitat Zitat von mn-
    Na, da hab´ ich aber ein ganz schön nachhaltiges Thema angebrochen :-)

    Bin schon gespannt wie das weiterläuft....die österr. Telegraphenmarken sollten auch noch erwähnt sein....kommen auch im Michel vor.

    Telegraphenmarken sind keine (alt-)österreichiche Spezialität, diese kommen in vielen Ländern vor. Trotzdem kommen diese im Normalfall nur auf Telegramm-Aufgabeformularen und nicht auf Briefen vor.

    Ich glaube, bei so manchen dieser "Nicht-Briefmarken" haben sich früher Postverwaltungen und Händler ein kleines Zubrot verdient, und so werden diese jetzt von Katalog zu Katalog weitergeschleppt. Auch der Michel führt ja verschiedene Katalogisierungen, die in der Zeit des 3. Reiches erfolgten, unverändert fort.

  7. #27
    Extra Bavariam nulla vita Avatar von abrixas
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    Daumen hoch Hoch interessant!

    Zitat Zitat von Micha
    ..... vom Beleg selbst kann ich auch nur träumen
    Seufz! Ich auch!

    @Micha
    Danke für diesen Beitrag und den Scan! Das war für mich etwas völlig Neues!


  8. #28
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    Briefmarken sind eine Sache, Ganzsachen eine andere ?
    In meinen Augen gehören die Ganzsachen ebenso zu einer Sammlung dazu,
    wie alle erreichbaren anderen "Postrelevanten" Dinge, denn die Ganzsachen
    verkörpern ebenso wie die Briefmarken gebührenpflichtige Postwertzeichen.
    Für einen "Ländersammler" werden natürlich auch die Privatpostmarken
    einen gewissen Reiz ausüben ... es kommt darauf an, wie weit die Sammlung
    fortgeschritten ist.
    Denn die Erweiterung eines Sammelgebietes wird sicher nur dann vollzogen,
    wenn der Reiz des Erreichbaren dahin ist. D.h. man ist komplett oder die
    fehlenden Stücke sind so teuer bzw. selten, dass man sie voraussichtlich
    niemals bekommen wird ... oder später mal ....... hihihi ---
    Daher wird die Sammlung um anderweitige Gebiete ergänzt. Dazu gehören
    dann eben Fiskal- und Steuermarken, Gebührenzettel und sonstige Erfindungen
    der Post/Privatinstitutionen.
    Interessant ist so etwas auf jeden Fall, aber hier Preise fest zu legen, ist m.E.
    nicht möglich. Da einerseits die Interessentengruppe gänzlich unbekannt und
    somit unübersehbar ist und andererseits ein damit verbundener Markt kaum
    existieren dürfte.
    Ich würde empfehlen, die Käufer solcher Marken bei Ebay zu kontaktieren, um
    erst einmal gleichgesinnte Interessenkreise zu erschließen.
    Das dies mit einer sich ständig erhöhenden Fachkenntniss einhergeht, darf
    kaum bezweifelt werden. Denn erst der Erfahrungsaustausch bringt die
    vorhandenen Erkenntnisse auf einen Punkt. Geheimniskrämerei wie es so viele
    tun, ist eher der falsche Weg, denn dann machen alle den gleichen Fehler.

    Die Sache als ein vernachlässigtes Sammelgebiet anzusehen, halte ich für sehr
    gewagt. Die Beschäftigung mit Gebührenquittungen ist eigentlich schon recht
    abartig aber hier bis ins kleinste Detail zu gehen, ist Sache der Spezis.
    Dazu noch die Ganzsachen ... Postanweisungen, Telegraphenquittungen ....
    Schon sehr speziell.
    Alles andere bleibt dann dem noch spezielleren überlassen.
    Sicher wird es auch Sammler geben, die sich nur auf letzteres spezialisieren.
    Aber nicht vergessen werden darf dabei, die Relevanz.
    Welchen Prozentsatz des geschäftlichen Betriebes der damaligen
    Postanstalten geben sie wieder?
    Sie sollten nicht vergessen werden ... denn irgendwie gehören sie ja auch
    noch mit dazu, soviel ist Fakt.
    Ich freue mich immer wieder, solchen "Exoten" zu begegnen und ich staune
    auch jedesmal über den Fleiß eine solche Sammlung zusammen zu tragen.
    Letztendlich sagt sie über den tatsächlichen Postverkehr der damaligen Zeit
    aber nur sehr wenig (einen kleinen %Satz) aus.
    .....

    ... Literatur spricht viele Bände ...

  9. #29
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    @1867 Lange Rede kurzer Sinn: Jeder/Jede soll doch das sammeln, was ihm/ihr Spass macht. Oder habe ich das falsch verstanden

    Gruß

    lickle

  10. #30
    Registrierter Benutzer Avatar von 1867
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    nö , haste völlig richtig verstanden ....

    ... Literatur spricht viele Bände ...

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