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Thema: Doppeldruck Fragen- ohne Ende ....

  1. #1
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    Doppeldruck Fragen- ohne Ende ....

    Guten Abend!

    Nachdem der curtis den Zahnfehler im Getriebe beseitigt hat, kann ich nun endlich meine Fragen loswerden. Ein Dank dem curtis!

    Gemäß Lexikon der Philatelie/Grallert deckt sich ein Doppeldruck in der Regel nicht. Ich habe eine Bund Michel 985 gestempelt gefunden, bei der die Schrift deutlich dicker ist. Zudem ist das Schwarz kräftiger und glänzt sogar. Eine Dopplung kann ich auch mit 10 fach Vergrößerung nicht erkennen. Ist das nur ein kräftiger Farbauftrag oder ein Regelverstoß (ziemlich exakt deckender Doppeldruck)?

    Ich habe mehrere Bund-Doppeldrucke (sehr sauber als Dopplung erkennbar) in meiner Sammlung gefunden. Diese möchte ich nun "Schlegeln" lassen. Wird da das DD dem Prüfzeichen nachgestellt (handhabt das jeder Prüfer so?)? Und danach kommen dann die römischen Ziffern für verschiedenen Doppeldrucke ( siehe Bund Michel 976) ?

    Wie würdet Ihr vorgehen, bei nicht (bzw. noch nicht) im Michel erwähnten Doppeldrucken? Werden diese auch durch Herrn Schlegel geprüft bzw. wäre ein Vorlage bei Michel empfehlenswert (vorher-nachher?)?

    Danke für die Aufmerksamkeit !
    und den Antworten freudig entgegensehend - Euer Fehldruck

  2. #2
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    Soweit ich weiß werden Doppeldrucke im Offsetdruck neuerdings nicht mehr "geschlegelt", weil ein Doppeldruck (also wirklich zweimaliges Drucken) garnicht mehr möglich ist, sondern nur z.B. durch ein flatternde Papierbahn entstehen kann. Wird dann auch nicht als Doppeldruck, sondern als Doppelbilddruck bezeichnet.
    Gruß Dietmar

  3. #3
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    Dietmar, mich würde interessieren, ab wann (Mi Nr.) der Offsetdruck keinen Doppeldruck mehr zuließ. Im Michel gibt es doch etliche Bund Doppeldrucke die im Offsetverfahren entstanden sind. Fragen über Fragen...

  4. #4
    ATM-Fuzzi
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    Lächeln Doppeldruck-Doppelbilddruck

    Hallo Fehldruck

    Wenn Du die Erläuterungen zum Michel-Katalog (vorne im Katalog abgedruckt) liest, da steht alles was wissenswert ist geschrieben.
    Ein Doppeldruck entsteht, wenn ein Druckbogen zweimal die Druckmaschine durchläuft. Beim Offset ist dieses spätestens mit Einführung des Druckes von der (Papier-) Rolle oder aber mit gesteigerter Kontrolle der Maschine nichr mehr möglich. Ergo: Fast alles ist ein Doppelbilddruck. Vielleicht, daß ganz frühe Offsetdrucke auch echte DD sind. Auch wenn im Michel steht: DD=Doppeldruck heißt das noch nicht, daß es sich um einen "echten" DD handelt.
    Seit 1992 werden DD aus dem Offsetdruck nicht mehr geprüft und auch nicht mehr neu in den Michelkatalog aufgenommen. Das muß aber ja keinen Einfluß darauf haben, ob man so etwas sammelt oder nicht. Nur sollte man selbst schon unterscheiden können, ob ein DD, ein Doppelbilddruck oder ein Schmitzdruck vor einem liegt.

    Mit Sammlergruß Ralf Ahlers

  5. #5
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    Danke ATM Fuzzi !

    Man muß nur lesen können und viel wichtiger: wissen wo es steht.

    Ich fasse nochmal das Gelernte zusammen:

    1.Es gibt im Offsetdruck neben dem Doppeldruck auch den Doppelbilddruck.
    2.Doppelbilddrucke werden seit 1992 (also alle Doppelbilddrucke vor und nach 1992) nicht mehr geprüft und auch nicht mehr neu in den Michel aufgenommen.
    3.Doppelbilddrucke wurden nur anerkannt, wenn sich die Kontur deutlich absetzt.

    Daraus ergeben sich für mich folgende Fragen:

    1.Kann man Doppeldruck und Doppelbilddruck überhaupt unterscheiden? Hier meine ich nicht die Entstehung- sondern die Optik auf der Marke. Doppeldrucke müßten doch gemäß Michel-Aussage immernoch geprüft werden und eventuell auch Neue in den Michel aufgenommen werden. (Zumal ich auch die Aussage im Michel -Katalog/Einführung/Zufälligkeiten nicht verstehe: Doppelbilddrucke sind nicht katalogwürdig- heißt das nun, daß alle aufgeführten Doppeldrucke vor 1992 wahre Doppeldrucke sind und danach nicht mehr???)
    2.Wie kann man Schmitzdrucke von Doppeldrucken(bzw. Doppelbilddrucken) unterscheiden? Gibt es diese Schmitzdrucke überhaupt bei Bund-Marken?

    Kann da jemand mit einem Scan dienen?

    Danke vorab für die Mühe-Fehldruck

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Michael
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    Schmitzdrucke

    Die meisten Schmitzdrucke sind leicht daran zu erkennen, dass die Doppelkontur nicht überall gleichmäßig auf der Marke ist. Meistens sogar nur auf Teilen der Marken überhaupt erkennbar ist.

  7. #7
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    Danke Michael,

    da werde ich mal alle vermeintlichen Doppeldrucke/Doppelbilddrucke überprüfen.

    Kann es zudem sein, daß die Schmitzdrucke gemäß dem bereits zitierten Lexikon der Philatelie/Grallert nur an Bogenrandstücken auftreten?

    Wie bereits erwähnt wäre es wirklich mal schön, wenn man alle drei Arten mal gegenübergestellt sehen könnte. (schmitzdruck-Doppelbilddruck-Doppeldruck) Der Unterschied Doppeldruck-Doppelbilddruck ist mir optisch immernoch unklar.

    Fehldruck

  8. #8
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    Schmitzdruck

    Ich habe mal in meinen Beständen geforscht und hoffe, dass es in den Bildern halbwegs erkennbar ist.

    Erstmal ein Schmitzdruck der Bund MiNr 545. Im Schriftzug "Adveniat" ist ein Kontur zu erkennen. Sie wirkt allerdings eher wie eine Verschmierung, als wie eine doppelter Schriftzug.

    Diese Kontur ist in "Deutsche Bundespost" deutlich schwächer ausgeprägt, bis gar nicht mehr erkennbar.
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  9. #9
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    Wenn ich mir die Abbildung jetzt nach dem Upload ansehe, so erkennt man tatsächlich nicht viel. Vielleicht hat noch jemand ein besseres Beispiel?

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von Michael
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    Doppelbilddruck

    In der Bund MiNr. 1367 unten sind die Farben Blau und Schwarz doppelt gedruckt.
    Der blaue Schriftzug "Europa" erscheint als zweite Kontur etwas versetzt.
    Auf die selbe Weise ist er in der blauen Jahreszahl 1988, also an anderer (entfernter) Stelle auf der Marke versetzt.

    Einen echten Doppeldruck kann ich leider nicht zeigen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken  

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