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Thema: Literatur der Poststempelgilde e.V.

  1. #1
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    Idee Literatur der Poststempelgilde e.V.

    Wenn man vom Crüsemann, Dr. Schultz, Schriever oder Riemer spricht, Stempel nach Dr. Anderson bezeichnet oder Gelegenheitsstempel nach Bochmann katalogisiert werden, so ist von international bekannten Standardwerken - verfasst von Gilde-Autoren - die Rede.

    Aber auch weitere bekannte Autoren wie z. B. Renny Horst Hagel, Karl Heimann, Paul-Jürgen Hueske, Dr. Walter Kohlhaas, Inge Riese, Alfred Meschenmoser , Rolf Ritter, Lothar und Jan Thieme, K.W. Schleicher, Peter Griese und Manfred Althen haben ihre Forschungsergebnisse in der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde veröffentlicht. Diese Schriftenreihe umfasst bisher über 175 Werke.

    Einen genauen Überblick erhalten Sie, wenn Sie gegen Rückporto die aktuelle Literaturliste der Poststempelgilde bei:

    Literaturstelle der Poststempelgilde e.V.
    H.-J. Naumann,
    Grabbeweg 36a, 59494 Soest
    anfordern oder im Internet unter www.poststempelgilde.de nachschauen.
    Geändert von JottZett (19.11.2010 um 19:08 Uhr)

  2. #2
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    Ausrufezeichen Neuausgabe: Peter Griese Poststellen-Stempel 1928 - 1988

    Peter Griese: Poststellen-Stempel 1928 – 1988
    Poststellen- Stempel der Reichspost, der Besatzungszonen, der Bundespost und der Deutschen Post – Landverkraftung – Geschichte – Handbuch – Typenübersicht

    Band 175 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde, Format DIN A 5 broschiert, 390 Seiten, 952 s/w Abbildungen
    zu bestellen bei: H.-J. Naumann, Grabbeweg 36a, 59494 Soest oder www.poststempelgilde.de

    Mit der Neustrukturierung der Reichspost 1928 wurde gleichzeitig die Neuorganisation des Landpostwesens, einhergehend mit der Einführung der Landpostverkraftung, durchgeführt. Dieses neue Leistungsangebot der Reichspost wurde positiv von der Bevölkerung angenommen und entwickelte sich innerhalb eines kurzen Zeitraums sehr rasant. Landkraftwagen fuhren jetzt auf festen Rundkursen, ausgehend von einem Leitpostamt, Landorte ab, um dort in den neu eingerichteten Postanstalten – den Poststellen - einen regelmäßigen Postaustausch durchzuführen. Diese Poststellen verwendeten zunächst Gummistempel mit der Inschrift „Ortsname/Leitpostamt Land“ und wurden neben den Wertzeichen abgeschlagen. Eine Entwertung der PWZ erfolgte erst im Leitpostamt mit den dort befindlichen Stahlstempeln. Ab 1933 wurden die Inschriften der Poststellen-Stempel geändert. Das hatte zur Folge, dass es neben weiteren Änderungen und Ergänzungen bis in die bundesrepublikanische Zeit eine Vielzahl von Stempeln gab, die, postalisch notwendig, aber zugleich auch ein neues und umfangreiches Sammelgebiet darstellen. Eine Übersicht über den Variantenreichtum dieser nicht genormten Poststellen-Stempel aufzuführen, ist Bestreben dieser Arbeit. Zusätzlich angereichert mit postgeschichtlichen Informationen, Beispielen der Landverkraftung und differenzierter Erweiterung der Formenbeschreibung nach Dr. Anderson.
    Das Buch ist gegliedert nach den unterschiedlichen Zeiträumen, behandelt genauso die Einführung der Postleitgebietszuordnung und der Postleitzahl im Stempelbild sowie der Aptierungen nach Kriegsende sowohl auf westdeutschem und ostdeutschem Gebiet. Ein 10seitiges, zweispaltiges Ortsverzeichnis und die Gesamtseitenzahl verdeutlichen den enormen Umfang dieser Arbeit.
    Peter Griese stellt mit dieser Arbeit der philatelistischen Sammlerwelt endlich das lange erwartete Standartwerk zu diesem Sammelgebiet zur Verfügung.
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    Geändert von JottZett (19.11.2010 um 19:05 Uhr)

  3. #3
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    Ausrufezeichen Neuausgabe: Manfred Althen Die Landespost in Rumänien 1917-1918 und ihre Postanstalten

    Manfred Althen: Die Landespost in Rumänien 1917-1918 und ihre Postanstalten – Verzeichnis und Lokalisierung

    143 Seiten DIN A 5 broschiert, 65 Abb., 21 postalische Landkarten. Erschienen als Band 176 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde.
    Bezug bei: H.-J. Naumann, Grabbeweg 36a, 59494 Soest oder www.poststempelgilde.de

    Vorliegende Arbeit stellt eine Art Lebenswerk philatelistischer Forschung dar: In Jahr-zehnten konnte der Autor eine Spezialsammlung aufbauen und viel Wissen um dieses Gebiet erwerben, das er nun unter dem Titel „Die Landespost in Rumänien 1917-1918 und ihre Postanstalten“ niedergeschrieben und dargestellt hat. Nach einer kurzen Einleitung beschreibt er den Landespostverkehr im Gebiet der Militärverwaltung in Rumänien nach den postalisch wich¬tigen Zeiträumen bis 31.12.1917, bis 28.2.1918 und schließlich ab dem 1.3.1918. Der Verfasser zeigt die Änderungen im Landespostverkehr auf, geht dabei auch auf das Verhältnis zu den österreichisch-ungarischen Truppen ein und unterstreicht seine Darstellungen reichlich mit bisher unveröffentlichten amtlichen Dokumenten. Ein Kapitel über die Zensurstellen nach neuestem Forschungsstand schließt sich an.

    Großer Raum ist den Postorten, ihrer Zuordnung und Lokalisierung in einem bislang einzigartigen Postortsverzeichnis mit zahlreichen Landkarten aller Postdistrikte gewidmet. Erstmals wird auf Posthilfsstellen hingewiesen und deren Existenz auch mit Belegen dokumentiert. Bahnposten sind genauso Themen wie Bankenpost, Postverkehr mit dem Deutschen Reich, anderen besetzten Gebieten, dem neutralen Ausland u. v. m. – und das natürlich alles im gesamten Laufe des betrachteten Zeitraums. Ausführliche Aufstellungen der Gebühren in den verschiedenen Bereichen des zivilen Postverkehrs, für Privattelegramme, der Feldpost sowie der Stempelsteuer – hier erstmals nachgewiesen auch für Ortspost – lassen kaum noch Fragen für Briefe- und Belegesammler offen.

    Das abschließende Kapitel „Anlagen“ mit einem umfassenden Quellennachweis der amtlichen Verordnungen und Erlasse, der historischen und philatelistischen Fachliteratur sowie der verwendeten Landkarten unterstreichen die Authentizität der gesamten Abhandlung.
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    Geändert von JottZett (19.11.2010 um 19:05 Uhr)

  4. #4
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    hallo

    gibt es evtl eine neuere auflage des heftes 73 von 2001 "Die Postzensur ... nach dem 2. Weltkrieg" ??

    sammle zensurbelege aus der ddr und mich würden dabei nummern-zuordnungen sowie verwendungsdauer interessieren

    biete selbstverständlich - die im rahmen meiner paar belege möglichen - "zuarbeiten" an

    danke für infos :-)

  5. #5
    Stempelsammler Avatar von Jürgen Witkowski
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    @ mister x

    Die Riemer-Ausgabe von 2001 ist noch immer unverändert. Eventuell ist von der ARGE Zensurpost neuere Literatur erschienen. Die Kontaktdaten findest Du in der ArGen-Datenbank:

    http://www.bdph.de/index.php?id=256
    Ohne Stempelkunde - keine Philatelie! Poststempelgilde

  6. #6
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    Literatur der Poststempelgilde erfolgreich

    Die Poststempelgilde beteiligte sich mit einigen Werken aus ihrer Literaturreihe an der Rhein-Ruhr-Posta '09 , Landesverbandsausstellung im Rang 2, die vom 18. bis 20.9.2009 in Soest, zeitgleich mit dem 110. Deutschen Philatelistentag in Bad Sassendorf durchgeführt wurde.
    Ausgestellt und prämiert wurden die Bände:

    - 175 Peter Griese: Poststellen-Stempel 1928-1988 mit Gold + Ehrenpreis;
    - 174 Kohlhaas/Riese: Die Bandstempelmaschine von KRAG und SYLBE mit Gold und Ehrenpreis;
    - 172 Rolf Ritter: Rückbriefe und postalische Hinweiszettel mit Silber;
    - 171 Lothar und Jan Thieme: Postgebührenablösung - Pauschalentrichutng der Porto- und Gebührenbeträge der Dienstpost mit Gold;
    - 170 K.W. Schleicher: Erste Sendungskennzeichnungen mit Poststempeln in Europa und Deutschland mit Silber und
    - 169 Paul-Jürgen Hueske: Berliner Stadtrohrpost von 1933 bis 1945 mit Vermeil ausgezeichnet.

    Zusätzlich wurden noch die Gildebriefe der Jahrgänge 2007/2008 ausgestellt, die mit Gold mit Ehrenpreis bewertet wurden.

    Mein Glückwunsch und mein Dank gilt den Autoren, die der Poststempelgilde und der gesamten philatelistischen Welt diese hervorragenden Werke zur Verfügung gestellt haben.

    Alles angesprochenen Werke können noch bei der Poststempelgilde unter http://www.poststempelgilde.de/shop.html bestellt werden.

    Jürgen Zalaszewski
    Vorsitzender der Poststempelgilde
    Ohne Stempelkunde - keine Philatelie! http://www.poststempelgilde.de

  7. #7
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    Neuausgabe Rolf Ritter und Jürgen Witkowski: GROSS- und Kleinschreibung der Ortsnamen bzw. Streckenangaben

    GROSS- und Kleinschreibung der Ortsnamen bzw. Streckenangabenvon Rolf Ritter (†) und Jürgen Witkowski, erschienen als Band 178 in der „Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V.“, Format: DIN A 5, broschiert, 44 Seiten, 28 Abb. s/w, Verkaufspreis: 5,00 €; für Mitglieder der Poststempelgilde und Mitglieder des Bücherrings (Infla Berlin und Neues Hand-buch der Briefmarkenkunde) 4,00 €, alle zzgl. Versandkosten. Zu beziehen bei: H.-J. Naumann, Grabbeweg 36a, 59494 Soest oder über www.poststempelgilde.de/shop.html.

    Mal etwas anderes sammeln, Stempel sammeln! Nach dem Motto des kürzlich verstorbenen Philatelisten Rolf Ritter hat die Poststempelgilde einen kleinen Katalog aufgelegt, der sich auf eine Artikelreihe von ihm bezieht, die vor einigen Jahren im Rundbrief der Poststempelgilde, dem Gildebrief, veröffentlicht wurden. Darin stellte Ritter die Poststempel vor, die bei der Schreibweise des Ortsnamen und den Streckenangaben bei Bahnpost-Stempeln einen großen An-fangsbuchstaben und die weitere Schreibweise in Kleinbuchstaben aufweisen. Ein Umstand, der bei der Masse der verwendeten Poststempel nicht so häufig vorkommt. Zumeist handelte es sich um Orte, die in Ihrem Namen den Buchstaben „ß“ enthielten. Dafür gab es keinen entsprechenden Großbuchstaben. Allerdings fand er auch genügend Beispiele bei Orten, die in ihrer Schreibweise diesen Buchstaben nicht vorweisen konnten, wie z.B. Aachen, Berlin, Frankfurt usw.
    Damit machte er viele Stempelsammler auf dieses kleine Gebiet aufmerksam, dass man seiner Meinung nach mit einem geringen finanziellen Aufwand auch heute noch betreiben kann. Die vielen Zuschriften und Nachmeldungen der vergangenen Jahre gaben ihm recht.
    Es war nur eine Frage der Zeit, wann die Aufstellungen von Rolf Ritter ergänzt und berichtigt werden musste. Jürgen Witkowski hat sich dieser Aufgabe angenommen, die verschiedenen Nachmeldungen zusammen getragen, eigene Recherchen außerhalb der Poststempelgilde angestellt und eine überarbeitete Version in Form dieses kleinen Kataloges vorgelegt.
    Möge mit dieser kleinen Schrift das Interesse bei den Sammlern geweckt werden, auch mal abseits der üblichen Sammelgebiete ein neues Thema zu entdecken. Die Mitglieder der Poststempelgilde konnten sich zusätzlich freuen, wurde ihnen dieser Band 178 der Neuen Schriftenreihe der Post-stempelgilde doch als kostenlose Jahresgabe überreicht. (JZ)
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    Geändert von JottZett (19.11.2010 um 19:03 Uhr)
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  8. #8
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    Neuausgabe: Julius Bochmann: Katalog der deutschen Gelegenheitsstempel – Maschinen-Serienstempel SBZ / DDR 1946 bis 1990

    Julius Bochmann: Katalog der deutschen Gelegenheitsstempel – Maschinen-Serienstempel SBZ / DDR 1946 bis 1990, ergänzt und bearbeitet von Helmut Oeleker

    Erschienen als Band 173 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V., DIN A 5, broschiert, 144 Seiten, ca. 500 Abb. s/w. Preis: 15,00 Euro für Nichtmitglieder, 12,00 Euro für Mitglieder der Poststempelgilde und des Bücherrings (Infla Berlin und Neues Handbuch der Briefmarkenkunde), alles zuzüglich Versandkosten. Bezugsadresse: H.-J. Naumann, Grabbeweg 36a, 59494 Soest oder www.poststempelgilde.de/shop.html

    Der Bochmann geht weiter! Nach Jahren des Stillstandes können wir mit dem vorliegenden Band 173 eine komplette Neubearbeitung, Ergänzung und Berichtigung der Maschinen-Serienstempel der SBZ und der DDR von 1946 bis 1990 vorlegen. Ergänzt und berichtigt wurden die bereits in früheren Ausgaben des Bochmann-Kataloges veröffentlichten Maschinen-Serienstempel der SBZ und der DDR von 1946 bis 1973, neubearbeitet und erfasst wurden alle Stempel ab 1974 bis zur Wiedervereinigung 1990. Nun liegen alle Serienstempel von 1946 bis 1990 der SBZ und der DDR in einem Band und in einer fortlaufenden Nummerierung vor.
    Helmut Oeleker hat in Abweichung von den früheren Bochmann-Ausgaben jetzt zu jedem Stempel die Verwendungsorte und Betriebsarten aufgeführt, jedes Stempelklischee abgebildet und geht dabei auch auf Besonderheiten und Unterschiede in den Stempeln ein. Neben Katalogpreisen in Euro wird dieser Band um verschiedene Aufstellungen ergänzt, die das Werk zu einem einmaligen und umfassenden Nachschlagewerk machen. Es handelt sich um folgende Aufstellungen:
    • Alphabetisches Verzeichnis aller Postorte, in denen diese Stempel zum Einsatz kamen.
    • Eine alphabetische Auflistung der Stempeltexte mit Gegenüberstellung der Neu- und Altnummerierung.
    • Eine Übersicht der Stempel, die bereits vor 1945 in Gebrauch waren und von der Deutschen Post ab 1946 weiter verwendet wurden.
    • Eine Übersicht der ortsbezogenen Maschinenstempel, die in Verbindung mit Maschinen-Serienstempel vorkommen können.
    Mit diesem Katalog ist es ein leichtes, seine Sammlung zu katalogisieren und gezielt zu vervollständigen, denn viele Stempel wird man noch in den Kisten und Kästen der Händler und Sammlerfreunde recht günstig finden können. Allerdings wird man nach Studium des Kataloges auch feststellen, dass es bei verschiedenen Stempeln Überraschungen gibt, die sich im erhöhten Katalogpreis niederschlagen. Neben dem reinen Stempelsammler dürften auch die Thematik-Sammler auf Ihre Kosten kommen, ist es doch anhand der vielen Stempel-Abbildungen möglich, eine schnelle Zuordnung zu seinem Thema vorzunehmen.
    Welche immense, akribische und zeitintensive Arbeit Helmut Oeleker geleistet hat kann man auch an der Aufstellung der vielen Mitarbeiter ablesen, die zum Gelingen dieses Kataloges beigetragen haben. 20 Jahre nach Abschluss des Sammelgebietes DDR liegt nun mit diesem Band das aktuellste und umfassendste Forschungsergebnis zu diesem Sammelgebiet vor.
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    Geändert von JottZett (05.06.2010 um 13:23 Uhr)
    Ohne Stempelkunde - keine Philatelie! http://www.poststempelgilde.de

  9. #9
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    Ausrufezeichen Neuausgabe: Janusz Mozdzan: Postgeschichte des Konzentrationslagers Lublin - Majdanek


    Janusz Mozdzan: Postgeschichte des Konzentrationslagers Lublin – Majdanek – Über das Lager, Briefe und Menschen
    Historia Poczty Obozu Koncentracyjnego na Majdanku - O obozie, ludziach i listach

    Erschienen als Band 180 in der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V., Format B 5, Hardcover, 208 Seiten, über 100 Abbildungen in s/w und Farbe, Text in Deutsch und Polnisch sowie mit einer umfangreichen englischen Zusammenfassung, Anhänge mit Dokumenten, Querverweisen und einem umfassenden Literaturverzeichnis. Das Druckerzeugnis wurde durch die Kompensation von CO2 durch anerkannte Klimaschutzprojekte klimaneutral gestellt. Zertifiziert durch Preis: 30,00 €, Mitglieder der Poststempelgilde und Mitglieder des Bücherrings zahlen 24,00 €, alle Preise zuzüglich Versandkosten. Zu bestellen bei: Hans-Joachim Naumann, Grabbeweg 36a, 59494 Soest oder unter www.poststempelgilde.de.

    Im Mai 2010 jährte sich das Ende des von Nazi-Deutschland angezettelten II. Weltkriegs. Der Krieg brachte den Völkern unter der deutschen Herrschaft unermessliche Gräuel, Leid und Unglück. Der Terror war überall und insbesondere in Konzentrationslagern und Ghettos.
    Und da erscheint, 65 Jahre danach ein Buch über die Postgeschichte des Konzentrationslagers Lublin Majdanek. Das Konzentrations¬lager im Osten vom besetzten Polen, «Generalgouvernement», war eines der grausamsten Lager: Kriegsgefangenenlager für sowjetische Gefangenen, Konzentrationslager für Regime Gegner, Umsiedlungslager für die vertriebene polnische Landbevölkerung und Vernichtungslager für Juden zugleich. Das Buch erzählt die Postgeschichte des Lagers. Bei einem oder anderen zeitgeschichtlich interessierten Leser mag eine Frage aufkommen: Briefe aus Konzentrationslagern? War das wichtig im Alltag der Häftlinge, im ständigen Kampf ums Überleben und der Angst vor der nächsten Stunde?
    Ja, es war wichtig – wichtig für Häftlinge, Briefe waren der einzige Kontakt mit Ihren Familien. Es war wichtig für die Familien – Briefe waren das einzige Zeichen, dass ihre Angehörigen am Leben sind.
    Der Autor, Janusz Mozdzan, kein unbekannter auf dem Gebiet der postge-schichtlichen Forschung der Konzentrationslager, hat dem Buch einen Untertitel gegeben: „Über das Lager, Briefe und Menschen“ – in dem Untertitel. Er erzählt – mittels der Briefe der Häftlinge - die Postgeschichte aber auch schlicht die Geschichte des Konzentrationslagers bei Lublin. Immer wieder tauchen seine Leitfiguren auf: der Pole Adam Panasiewicz, vor dem Krieg Mitarbeiter der Polnischen Post in Warschau und im Lager Mitglied des „Kommandos Poststelle“, der Post im Lager, der polnische Prinz Mikolaj Krzysztof Radziwill, den die SS in Konzentrationslager brachte, weil er die polnischen Professoren der Jagiellonski Universität in Krakau in sein Landsitz einlud. Der Hintergrund: Die SS verhaftete im November 1939 Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter der Krakauer Universität und der Akademie für Bergbau und Hüttenwesen und brachte sie ins Konzentrationslager Sachsenhausen. Erst nach massiven Protesten aus der ganzen Welt wurden sie aus der Haft entlassen. Es tritt im Buch der junge Norweger Erling Bauck auf: Sein Verbrechen war, dass er der SS den Aufenthaltsort seines Vaters, Trygve Bauck, Kapitän der norwegischen Armee, nicht verraten wollte – Trygve Bauck ist die Flucht nach Schweden gelungen. Es tritt ein deutscher Häftling auf: Ein Arzt aus Würzburg, Otto Hett. Hett, praktizierender Katholik, hat sich nach Rom gewandt und beklagte, dass er aus politischen Gründen, nicht gerade Gegner, aber keineswegs Sympathisant der Nationalsozialisten, Schwierigkeiten hat, seinen Beruf auszuüben. Da er Arzt war, wurde er aus dem Konzentrationslager Dachau nach Majdanek gebracht, er wurde für den Aufbau des Lagers gebraucht. Adam Panasiewicz ist die Flucht vom Evakuationsmarsch aus Majdanek gelungen. Prinz Radziwill wurde nach Groß-Rosen und Mauthausen gebracht, dort wurde er von den Amerikanern befreit. Erling Bauck kam nach Auschwitz und weiter nach Mauthausen, dort hat ihn das Schwedische Rote Kreuz freibekommen. Otto Hett wurde auf dem Evakuationsmarsch aus Lublin von der SS erschossen – Hett wurde gerade 31 Jahre jung.
    Dieser Zugang zu der Postgeschichte des Lagers, sonst Domäne von einer Szene von Philatelisten, die sich mit der Postgeschichte befassen, schafft, das das Buch für einen zeitgeschichtlich interessierten Leser lesenswert ist. Das ist das Neue an dem Buch.
    Neu ist der Anspruch der Poststempelgilde und des Autors, Leser sowohl in Deutschland als auch in Polen zu erreichen. Das Buch erschien bilingual, in Deutsch und Polnisch. Eine Zusammenfassung in Englisch vermittelt das Wichtigste für englischsprachige Leser.
    Inhaltlich zeichnet sich das Buch durch eine solide Recherche: Der Autor forschte im Staatlichen Museum Majdanek in Lublin und trug wichtige Dokumente aus deutschen und polnischen Archiven zusammen.
    Das Konzentrationslager Majdanek war zwar die schlimmste, aber nicht die einzige Terrorstätte in Lublin. Separate Kapitel widmet der Autor der Postgeschichte des Lubliner Ghettos und dem Nazi-Gefängnis im Lubliner Schloss.
    Der Autor zeigt uns Philatelisten, dass hinter den von uns so gesuchten postalischen Belegen und Marken manchmal mehr steckt als nur eine Katalognummer oder ein seltenes Stück, welches die Lücke in der Sammlung füllen soll. Seine Botschaft ist: Briefe sind Zeichen der Zeit, hinter jedem dieser Briefe steckt ein – oft tragisches – menschliches Schicksal.
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  10. #10
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    Ausrufezeichen Neuerscheinung: Jürgen Zalaszewski (Bearbeiter): Die Sammlung von Hans Strömer: Formblatt C 26 – Klebezettel für weiter zu sendende Paketsendungen.

    Jürgen Zalaszewski (Bearbeiter): Die Sammlung von Hans Strömer: Formblatt C 26 – Klebezettel für weiter zu sendende Paketsendungen.
    Erschienen als Band 182 in der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V., DIN A 5, broschiert, 78 Seiten, ca. 74 Abb. s/w. Preis: 7,50 € für Nichtmitglieder, 6,00 € für Mitglieder der Poststempelgilde und des Bücherrings (Infla Berlin und Neues Handbuch der Briefmarkenkunde) alles zuzüglich Versandkosten. Bezugsadresse: H.-J. Naumann, Grabbeweg 36a, 59494 Soest oder www.poststempelgilde.de/shop

    Unser verstorbenes Gildemitglied Rolf Ritter war immer für Überraschungen gut. Dieser bekannte Philatelist überraschte einmal mit der Aussage, dass ihn „Briefmarken eigentlich nicht interessieren“. Er legte sein Augenmerk hauptsächlich auf Dinge, die nicht in den ausgetretenen Pfaden der Philatelie zu finden waren.
    Ortsstempele mit Gross- und Kleinschreibung, Stempel von Truppenübungsplätzen, Rohrpostformulare der Reichsmarine, Nachnahmen, Retourbrief mit möglichst vielen Durchgangstempeln, Klebezetteln und sonstigen Vermerken, die auf eine intensive Bearbeitung durch die Post hinweisen – diese Dinge, um nur einige zu nennen, interessierten ihn. Eine stille Liebe pflegte er auch für Formulare aus dem Postalltag, die zumeist unter Philatelisten wenig oder überhaupt nicht bekannt waren. So erwarb er in den 50er bzw. 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Sammlung eines Philatelisten aus Ost-Berlin, Hans Strömer, der sich dem „Formblatt C 26 zur Gebührenerhebung für weiter zu sendende Pakete“ verschrieben hatte. Hier befasste sich ein Sammler ausgiebig mit dem angesprochenen Formblatt, von dem die wenigsten bislang etwas gehört haben dürften.
    Diese Sammlung überlebte Hans Strömer und Rolf Ritter, der sie zuletzt in all den Jahren gehütet hatte. Damit diese Sammlung und das darin enthaltenen Wissen und die Erkenntnisse nicht ganz aus der Philatelie verschwinden, haben wir uns entschlossen diese in der vorliegenden Form zu publizieren und unseren Lesern zu präsentieren.
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