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Thema: Privat Stampit

  1. #1
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    Privat Stampit

    Den Artikel unten habe ich im Heise-Ticker gelesen. Damit ist es wohl amtlich, daß noch weniger Marken privat verbraucht werden, oder?

    Home-Stamping oder Briefmarken selbst gemacht!

    Besonders ärgerlich war schon immer der Gang zum Briefmarkenautomaten bei Dunkelheit, Schneetreiben und vor allen Dingen, wenn man das Ganze wegen Eilbedürftigkeit nicht auf den nächsten Tag verschieben konnte. Die Home-Version der eigentlich Geschäftskunden vorbehaltenen Stampit-Software der Deutschen Post verspricht Abhilfe mit selbstgedruckten Briefmarken.
    Was bisher wegen der hohen Grundkosten (einmalig etwa 80 Euro und monatlich 2,30 Euro) nur bei erheblichem Portodurchsatz profitabel war, ist nun auch für Privatmenschen erschwinglich geworden: Für die mit der Stampit-Home-Software und einem Tintenstrahl- oder Laserdrucker selbstgemachte Briefmarke benötigt man einen Internetzugang und einen Account bei der Deutschen Post. Diesen bekommt man ab dem 10.5.2004 über www.deutschepost.de/efiliale. Die Home-Version kostet einmalig nur noch 14,50 Euro; darin ist bereits ein 5-Euro-Portoguthaben enthalten und es fallen keine monatlichen Kosten an.
    Nach der Installation eröffnet man eine passwortgeschützte Portokasse bei der Post, aufgefüllt wird sie per Lastschriftverfahren. Die eigentlich Briefmarke besteht aus einem 15 mm mal 15 mm großen Punktemuster in Matrix-Codierung. Darin stecken der Absender, der Empfänger, das Datum und der Briefmarken-Wert. Nach Angaben der Post sind diese Daten automatenlesbar und werden zentral verwaltet, so dass Fälschungen sofort auffallen.
    Die Briefmarken können auf Etiketten, Briefumschläge oder auch direkt in Microsoft Word und Star Office in den Anschriftenbereich gedruckt werden. Die Business-Version von Stampit soll aber mit neuen Merkmalen (Netzwerk, Online-Portorückerstattung, Werbeaufdrucke) weiter gepflegt und vermarktet werden.
    Bleibt zu hoffen, dass die Programm-Entwickler endlich eine universelle Positionierung von Adressfeld und Absender auf einer beliebigen Vorlage hinbekommen.
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  2. #2
    Danzig und T+T Avatar von Hangover
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    Ich zitiere der besseren Auffaeligkeit nochmal:

    "Die eigentlich Briefmarke besteht aus einem 15 mm mal 15 mm großen Punktemuster in Matrix-Codierung. Darin stecken der Absender, der Empfänger, das Datum und der Briefmarken-Wert."

    Absender, Empfaenger, Datum. Zentrale Datenverwaltung. Hier wird also das Postgeheimnis gezielt ausgehoehlt (zumal eine Echtheitspruefung mit weniger Daten auskaeme). Dass es vielleicht irgendwann keine Briefmarken mehr im Privatbereich gibt, ist da das kleinere Uebel.

    -Hangover

  3. #3
    Deutsches Reich - Sammler Avatar von SvenKadettC
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    Also dann bräuchte ich ja gar nix mehr per Hand auf den Brief schreiben - achne, dann kann der Postbote das ja nicht lesen :-)
    Gebe gerne Auskunft über Feldpostnummern des Deutschen Reiches.
    Suche übrigens auch alles über den Opel Kadett C zur Erweiterung meiner Homepage (www.kadettc.de)!

  4. #4
    Greenhorn
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    Original geschrieben von Hangover
    Ich zitiere der besseren Auffaeligkeit nochmal:

    "Die eigentlich Briefmarke besteht aus einem 15 mm mal 15 mm großen Punktemuster in Matrix-Codierung. Darin stecken der Absender, der Empfänger, das Datum und der Briefmarken-Wert."

    Absender, Empfaenger, Datum. Zentrale Datenverwaltung. Hier wird also das Postgeheimnis gezielt ausgehoehlt (zumal eine Echtheitspruefung mit weniger Daten auskaeme). Dass es vielleicht irgendwann keine Briefmarken mehr im Privatbereich gibt, ist da das kleinere Uebel.

    -Hangover
    das sind doch alles dinge, die eh auf einem brief stehen egal ob stampit oder nicht. naja, der absender ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber der ist ja eh bekannt, da die software und die damit verbundene zahlung ja jemanden zugeordnet werden muß.

  5. #5
    Danzig und T+T Avatar von Hangover
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    Es macht aber einen Unterschied, ob diese Information in Handschrift irgendwo draufsteht (und in dem Moment nicht mehr zugreifbar ist, wo der Brief seinen Empfaenger erreicht hat), oder in einem zentralen Rechner gespeichert ist (und das fuer x Jahre bleibt). Es geht naemlich immer noch niemanden in diesem Land an, wem ich Briefe schreibe, oder von wem ich welche bekomme. Dem laufen solche "Innovationen" zuwider. Ob eine elektronische Frankatur gueltig ist, kann man technisch auch anders bestimmen. Dafuer muss man diese Informationen nicht sonstwo speichern. Den Missbrauch dieser gespeicherten Daten wird es dann geben, sobald es politisch opportun ist...

    -Hangover

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Michael
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    Privater Markenverbrauch

    Es mag wohl stimmen, dass der private Markenverbrauch durch diese Möglichkeit weiter zurück geht. Aber spielt das überhaupt eine Rolle? Im Postaufkommen spielt der private Markenverbrauch doch sowieso nur noch eine untergeordnete Rolle. Jetzt gibt es eine Variante mehr, wie Briefe frei gemacht werden können, was ja auch ein spannendes Philateliethema ist!

    Wer wird Stampit privat nutzen? Wohl kaum die Briefmarkensammler, denn die identifizieren sich doch noch eher mit ihrem Sammelobjekt und suchen das Besondere in der Freimachung. Es geht ihnen nicht um "Effizienz-Steigerungen", die mit dem neuen Angebot möglich sein mögen.

  7. #7
    Greenhorn
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    womit wir wieder beim thema wären: die post interessiert sich (unternehmenspolitisch sinvollerweise) einen feuchten kehricht um philatelisten. mich würden in dem zusammenhang echt mal konkrete zahlen interessieren wie viel promille oder wahrscheinlich eher ppm (parts per million) des umsatzes der dpag durch die philatelie zustande kommt. die post ist nicht an ästhetischer freimachung von briefen, sondern an gewinnoptimierung und aktienwertsteigerung interessiert. und das ist natürlich auch als ag absolut von oberster priorität.

    und ich glaube auch nicht, daß wir als philatelisten ansprüche stellen dürfen. die briefmarken wurden nicht für unsere zwecke erfunden, sondern durch uns zweckentfremdet. meiner meinung ist deshalb eine forderungshaltung unsererseits nach schönen briefmarken ungerechtfertigt.

    aber ich glaube das artet viel zu sehr in eine grundsatzdiskussion aus ;-)

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