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Thema: Antwortkarten

  1. #1
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Antwortkarten

    Eine meiner Meinung nach sehr interessanter Teil der internationalen Postgeschichte sind verwendete Antwortteile von Antwortkarten. Ich würde mich freuen, wenn auch andere aus Ihren Sammelgebieten solche Stücke zeigen könnten.
    Ich möchte diesen Thread mit zwei Stücken aus Ostafrika eröffnen:

    1.) DOA P4A aus Berlin zurück nach Tanga

    Name:  DOA P04A DR Front klein.jpg
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    DOA P4 10 Pfennig mit einzeiligem Aufdruck des Verkaufspreises 5 PESA gebraucht am 8.10.96 in Berlin S.W. nach Tanga/Deutsch Ostafrika. Transitstempel Dar-es-Salaam 27.10.96. Die Karte zeigt mit 10 Pf korrekt das bis zum 1.5.99 zwischen den Kolonien und dem Deutschen Reich geltende Auslandsporto.


    2.) Deutsches Reich P31A mit Zusatzfrankatur 46 von Dar-es-Salaam zurück nach Köln

    Name:  DR P31A Front klein.jpg
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    Deutsches Reich P31A mit 5 Pf Zusatzfrankatur Nr. 46 gebraucht am 23.2.99 von Dar-es-Salaam nach Köln (Ankunftstempel: Cöln 20.3.99). Da die P31 mit 5 Pf den Inlandstarif zeigte wurde mit einer 5 Pf Krone & Adler die Karte offensichtlich schon in Deutschland auf den noch bis zum 30.4.99 geltenden Auslandstarif auffrankiert. Die Karte dürfte über Zanzibar und dort am 25.2. mit dem DOAL Dampfer Herzog nach Europa befördert worden sein.
    Geändert von Harald Krieg (05.01.2012 um 07:39 Uhr)

  2. #2
    Heimatsammler + Luxemburg Avatar von heku49
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    Hier eine Antwortkarte am 22.5.1885 als Ortskarte verwendet.

    Gruß Helmut
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  3. #3
    Heimatsammler + Luxemburg Avatar von heku49
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    Und hier noch eine Karte im Auslandsverkehr am 17.10.1896 von Luxemburg nach Berlin verwendet.

    Gruß Helmut
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  4. #4
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    @heku49

    Auch zwei sehr interessante Belege. Die Karte nach Berlin zeigt das Schicksal vieler Frage/Antwort-Doppelkarten - sie wurden getrennt und entgegen der vorgesehenen Verwendung beide Teile jeweils als gewöhnliche Postkarte verwendet.

  5. #5
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Heute möchte ich zwei etwas neuere Stücke vorstellen.

    Antwortteil einer Karte aus Kenya, Tanganyika & Uganda bedarfsmässig am 28.11.36 von München zurück nach Tanga/Tanganyika verwendet. Über den Stempel dürfte sich allerdings der Empfänger - ein deutscher Jude - wohl weniger gefreut haben.



    Den umgekehrten Weg ging die zweite Karte. Der Antwortteil dieser Hindenburg-Antwortkarte ging am 30.12.37 von Moshi/Tanganyika nach Essen.


  6. #6
    Infla Ganzsachen Avatar von dab
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    Saarland als Ausland

    Es sieht so aus als wäre diese Ganzsache unnötigerweise im Inland benutzt worden. Aber Dudweiler liegt im Saarland, das war zu der Zeit gerade zum Ausland geworden. Die deutschen Marken hatten nur gültigkeit auf Antwortpostkarten des Weltpostvereins.
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  7. #7
    Infla Ganzsachen Avatar von dab
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    Zum Thema Antwortpostkarten der folgende Beleg:
    Hier wurde eine normale Antwortpostkarte benutzt, Diese war zudem völlig unterfrankiert. Der dänische Beamte kreiste die Marken ein und stempelte Porto. Der deutsche Postbeamte erkannte die Frankatur an. Und verlangte den Betrag von 2,40 Mark. Das war nur fast richtig, da der Portosatz inschwischen auf 3,50M gestiegen war.
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  8. #8
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    @dab

    Interessante Stücke! Bei Deinem zweiten Stück hat der deutsche Postler den vermeintlichen Fehler seines dänischen Kollegen korrigiert und die Frankatur anerkannt. Die RM 2.40 Nachporto sind wohl nur der reine Fehlbetrag wegen der gestiegenen Portokosten.

  9. #9
    Infla Ganzsachen Avatar von dab
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    @saeckingen
    Wäre eine Möglichkeit, aber falsch weil bei Unterfrankatur aus dem Ausland der 1,5-fache Betrag der Differnz bezahlt werden muss, mindestens aber das gültige Porto (laut Infla Bibliothek). Das wären also 3,50 gewesen.

    Meine Vermutung ist, dass der deutsche Beamte den neuen Auslandportosatz nicht kannte, und daher den alten benutzt hat. Dafür würde auch die Bemerkung 765 im Postnachrichtenblatt 64/1922 sprechen, in der nochmals darauf hingewiesen wird, die Auslandportosätze zu kennen.

    Die seltsame Frankatur von 1,10 kann übrigens durch einen Kommunikationsfehler entstandensein, da die Portoerhöhung genau 1,10 betrug.

    dab

  10. #10
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    @dab

    Ich könnte mir vorstellen, dass bei rücklaufenden Antwortkarten ein anderes Verfahren galt, als bei gewöhnlicher unterfrankierter Post. Zum Zeitpunkt des Absendens der Karte in Deutschland kann ja keiner wissen ob und wie das Porto steigen wird - vor allem während einer Inflation. Der Absender im Ausland wie die ausländische Postverwaltung können die deutschan Portosätze auch nicht kennen. Daher könnte es eigentlich passen, dass nur der Fehlbetrag ohne einen "Strafzuschlag" nacherhoben wird.

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