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Thema: Nachportomarken

  1. #1
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Nachportomarken

    Bis 1907 wurde das Nachporto in Luxemburg von Hand auf die Poststücke aufgebracht. Danach gab es zwei Serien, die die gleiche Zeichnung, aber unterschiedliche Farben hatten. Bei dem hier vorgestellten Beleg handelt es sich um die zweite Ausgabe mit dem roten Wertzeichen. M.E. wurde auf dem Brief die Postfachgebühr verklebt. Es fehlt nämlich ein deutscher Vermerk, der auf eine Unterfrankierung hinweist.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    Hallo Lars,

    feines Stück, Glückwunsch.

    War die Postfachgebühr einheitlich 80 C., oder wurde zwischen Einschreiben und Standardpoststück unterschieden?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch
    Beatus ille, qui procul negotiis

  3. #3
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    Wofür waren die aufgeklebten 80 Pf.?
    Dies ist zuviel!
    Brief bis 500 gr !!!! = 40 Pf. ab 1.7. 1928
    Einschreiben = 30 Pf ab 1.8. 1927
    Eine Unterfrankierung bei einem Einschreiben ist fast unmöglich, da der annehmende Beamte das Porto überprüfte.

    Mit besten Grüssen BaD
    Geändert von BaD (31.10.2008 um 21:42 Uhr)

  4. #4
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Nachportomarken Luxemburg

    Der folgende Beleg sieht auf den ersten Blick ganz unkompliziert aus. Eine Marke zu 35 Centimes, ein T-Stempel, eine Nachportomarke zu 70 Centimes -> der Brief war unterfrankiert, der Fehlbetrag ist nacherhoben und der gleiche Betrag ist als Strafporto hinzugerechnet worden. Einfach!

    Der Umschlag enthielt eine Visitenkarte mit handschriftlicher Mitteilung (ein anderes Porto passt nicht). Der Umschlag wurde offen aufgegeben und von Wasserbillig nach Grevenmacher versandt (rückseitig Ankunftsstempel vom 12.1. - Grevenmacher). In Grevenmacher wurde er vom Empfänger (aus welchen Gründen auch immer) mit einer neuen Adresse versehen und wieder unfrei aufgegeben (T-Stempel). Am 13.1. erhielt er dann in Wasserbillig die Portomarke für das einfache Briefporto (ohne Strafporto) - der Umschlag ist mittlerweile wieder verschlossen.

    Wie gesagt, ich habe mir den Briefumschlag auch ein paar Minuten ansehen müssen, um darauf zu kommen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  5. #5
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Mischfrankatur 1. und 2. Ausgabe

    1932 gab es wohl noch größere Bestände an den schwarz-grünen Marken der 1. Ausgabe von 1907. Der abgebildete Brief wurde mit 2,10 Fr. Nachporto belegt. Der Hinweis (mit Bleistift geschrieben) auf dem Brief lautet "Unfrankiert dem Kasten entnommen". Das Postamt "Luxembourg-Gare" verklebte ein paar der 1 Fr.-Marken der ersten Serie und eine 10 Cent.-Marke der zweiten Serie (in rot auf grün). Mischfrankaturen von Nachportomarken kommen nicht häufig vor.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  6. #6
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    Begriffsklärung "Nachporto" und "Strafporto"

    Vor kurzem habe ich von einem erfahrenen Juror eine Notiz erhalten, in dem er die Verwendung des Begriffs "Strafporto" in meiner Sammlung als unrichtig bezeichnet und darauf hiweisst, dass die Verwendung des Begriffs "Strafporto" immer wieder zu Punktabzügen führt. In meiner Sammlung verwende ich folgenden Text "Die Nachgebühr von 10 Centimes setzte sich aus dem fehlenden Porto von 5 Centimes und einer Strafgebühr von 5 Centimes zusammen."
    Nun habe ich festgestellt, dass der Begriff "Strafporto" und "Strafgebühr" auch in diesem Forum - und auch von bekannten und erfahrenen Philatelisten - immer wieder verwendet wird. Laut Wikipedia sind die Begriffe "Nachporto", "Nachgebühr" und "Strafporto" gleichzusetzen - was wohl nicht ganz stimmt. Die Deutsche Post spricht heute von "Einziehungsentgelt".
    Bei Philasearch wird mit Stand von heute in der Beschreibung der Begriff "Nachporto" bei ca 2'500 Losen verwendet, während "Strafporto" ca. 500 Mal genutzt wird.
    Bin an der Meinung der erfahrenen Forumler interessiert.

  7. #7
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    Hallo,

    der Begriff Strafporto ist die falsche umgangssprachliche Bezeichnung für Nachgebühr.

    Die Nachgebühr umfasst neben dem Fehlbetrag auch einen Zuschlag. (vgl. u.a. auch: Wolfram Grallert, Lexikon der Philatelie)

    Gruß

    Guntram
    Gruß

    Guntram

    Gäste sind stets auf meiner HP, der Posthörnchenseite: http://posthoernchenaufdrucke.de.to/ willkommen.

  8. #8
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    Strafporto, im Volksmund noch immer Bez. für amtl. Nachgebühren

    Nachgebühr, im Volksmund noch immer Strafporto genannt, wird bei unzureichender oder gänzl. fehlender Freimachung vom Empfänger in Höhe des Mindesbetrags und einer je nach Land versch. hohen zusätzl. Gebühr erhoben; bei Annahmeverweigerung ist der Absender zur Zahlung der Nachgebühr verpflichtet. Einem Beschluß des Weltpostvereins folgend wird seit dem 1.1.1976 stets nur noch eine Nachgebühr erhoben, die dem tatsächlich fehlenden Gebührenanteil entspricht; die früheren üblichen Zuschläge entfallen seitdem. Die jeweilige Postverwaltung kann allerdings zusätzlich eine sog. Einziehungs-(Behandlungs-)Gebühr in der von ihr verfügten Höhe hinzurechnen.

    Häger - Großes Lexikon der Philatelie

    Gruß
    Dieter

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