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Thema: Aus dem Briefkasten ....

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von DiDi
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    Aus dem Briefkasten ....

    .... kam sicherlich auch diese Karte aus dem Senegal. Am 7.4.1902 in Faticx abgeschickt war sie am 27.4. des gleichen Jahres in REDANGE-sur-Attert im Großherzogtum. Als Leitweg wurde par Longwy gefordert. Longwy ist eine ostfranzösische Grenzstadt.

    Eine Karte aus meiner Sammlung Exoten und Andere, mit Belegen die nach Luxemburg gesandt wurden.
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  2. #2
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Peking - China

    Incoming Mail nach Luxemburg ist, abgesehen von Belgien und Deutschland, nicht häufig. Die Post aus Asien um 1900 ist in der Regel den aktiven Philatelisten und Postkartensammlern zu verdanken. Die Karte wurde in Peking mit der französischen Post versandt, zum UPU-Tarif von 10 Centimes.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  3. #3
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    Aus dem Briefkasten ....

    .... ist dieser Faltbrief sicherlich nicht.

    Am 19. Juli 1844 über den Postschalter eingeliefert, wurde er in Genua und Paris austaxiert.
    Genua gehörte ab 1815 bis zur Einigung Italiens 1861 zum Königreich Sardinien.
    Der Brief ist nach Enscherange im Canton Wiltz ... Belgique adressiert.
    Auch heute noch wissen einige Leute nicht wo Luxemburg liegt.
    Der Vermerk par Paris, der blaue Transitstempel PARIS vom 16. Juli, der rote Rayonstempel R·4 und der rückseitig abgeschlagene grüne Grenzübergangsstempel FRANCE PAR QUIEVERAIN (v.d. Linden Nr. 1386) belegt den Leitweg. Ankunftstempel WILTZ (Typ 04) vom 19. Juli 1844.
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  4. #4
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    Aus dem Briefkasten ....

    .... werden wohl kaum Dienstbriefe stammen. Der hier vorgestellte Beleg von der Pflanzenschutzstation der Landwirtschaftsabteilung der Luxemburger Regierung, mit Brückenstempel Luxembourg-Ville III (Typ 34) vom 11.4.1938 nach Belgien,ist mit 70 C. portogerecht frankiert.
    Kleinere Dienststellen waren generell nicht mit Marken versorgt. Die Sendungen wurden deshalb, mit dem Dienstsiegel und einem Stempel S. P. (für Service Public [Staatsdienst]) versehen, der Post übergeben und von dieser mit Dienstmarken frankiert.
    Der Brief ging an den Internationalen Ausschuss für Studien zur Kartoffelkäfer-Bekämpfung in Brüssel.
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  5. #5
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    Aus dem Briefkasten ....

    ... kam aber nun bestimmt diese Ganzsachen-Postkarte aus dem Jahre 1912. In LOKVE, im kroatische Teil der ehemaligen österr.-ungarischen Doppelmonarchie gelegen, wurde die Karte mit Nachporto belegt und dann wegen Porto-Taxe in DIEKIRCH verweigert. Die am 18.2,1912 schon mit einer Luxemburger Nachportomarke versehene Karte wurde deshalb mit dem roten Ovalstempel Déboursé (entlastet) versehen und ging zurück nach LOKVE.
    Dort wurden die geschuldeten 10 Filler mittels ungarischer Nachportomarke verklebt, am 27. Februar entwertet und der Betrag vom Absender eingezogen.

    Eine schöne Nachporto-Mischfrankatur zweier Länder.

    Gruß
    DiDi
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  6. #6
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    Retour - Luxembourg Deboursé

    @didi:

    Klasse Karte! Sowas hab ich noch nicht gesehen. Ich bin schon froh, dass ich den ein oder anderen nachtaxierten Brief mit Deboursé-Stempel habe (kann ich an einer Hand abzählen).

    Diese Postkarte wurde als Drucksache verschickt. Der Vermerk "Imprimé" fehlte, die Karte wurde mit 10 Centimes (3 Cent. Manko + 5 Cent. Strafe + 2 Cent. Aufrundung) taxiert. Der Schüler verweigerte die Annahme: "Refusé pour cause de la tax" und die Karte ging zurück. Die Nachgebühr wurde entlastet.

    Die Karte hatte ich schon einmal gezeigt, sie passt aber m.E. schön zu dem vorherigen Exemplar.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  7. #7
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    Nachporto

    Lieber Lars,

    bei Deiner Karte kann ich den Déboursé-Stempel nicht nachvollziehen.

    Warum nicht?

    Die ersten Luxemburger Nachportomarken wurden erst rund eine Woche später, am 15. Juni 1907, ausgegeben. Der Briefträger konnte als noch keine Tax-Marke verkleben – deren Belastung er dann (bei Nichtannahme der Sendung) zurück erhielt.

    Wie da jetzt das Abrechnungsverfahren lief, müssten wir noch herausfinden.

    Gruß

    DiDi

  8. #8
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    Nachporto II

    Erst lesen – dann schreiben!

    Bei Poos, Seite 403, ist zu lesen:

    "Vor dem Bestehen dieser (timbre-taxe) Marken musste der Taxbetrag als Bareinnahme in der Buchführung verrechnet werden."

    Nach Verweigerung der Zahlung musste also dieser Betrag mit Déboursé wieder dem Briefträger erstattet werden.

    Pardon

    DiDi

  9. #9
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    "Vorphilatelie"

    .... kam dieser austaxierte Faltbrief vom 3.1.1841 mit zweizeiligem Langstempel BREKERFELD sicher nicht. Die Ortschaft (heute Breckerfeld) liegt im ehemaligen Fürstentum Lippe-Detmold, wo die Taxis-Post bis zur Übernahme durch Preußen (1867) den Postdienst besorgte.

    Gruß

    DiDi
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  10. #10
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    Aus dem Briefkasten

    .... ist auch dieser R-Brief vom 31. Juli 1906 der französischen Post in China, mit Abgangstempel Shanghai nicht. Die französische Post unterhielt von 1867 bis zum 31. Dezember 1922 eigene Postämter in China, mit eigenen Markenausgaben ab 1894. Rückseitig ist ein (leider nicht komplett lesbarer) achteckiger Paqueboot-Stempel und der Ankunftstempel Luxembourg Ville V (Typ 33.01) vom 5.9.1906 abgeschlagen. Die Portorichtigkeit des mit 1 Fr. frankierten Briefes kann ich leider nicht kontrollieren. Wer kann helfen?

    Gruß
    DiDi
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