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Thema: Werterhaltend Sammeln

  1. #1
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Werterhaltend Sammeln

    In vielen Threads und Foren wird das Thema Katalogwerte heiss diskutiert. Dabei prallen unterschiedliche Meinungen aufeinander. Der eine hält den Katalog für eine Preisliste, der andere nur für eine Aufzählung. Beide haben recht - mit Einschränkungen.

    Ich kenne keinen Weg, wie man garantiert mit Briefmarken Geld verdient. Ich kenne nur die Wege, wie man garantiert eine Menge Geld drauflegt.

    Da ich kürzlich eine Sammlung verkauft habe, möchte ich ein paar Gedanken zu dem Thema äussern:

    1. Was man hineinsteckt, das bekommt man heraus - naja, nicht ganz. Aber bekannte Stücke, die man über Auktionen gekauft hat und deren Rechnung man besitzt, helfen bei der Wertbestimmung. Wer nur in der 1-Euro-Kiste gruschtelt, der wird auch nie mehr als ein paar Cent zurückbekommen.

    2. Exotisches Sammelgebiet vs. breites Sammelgebiet: Ist man der einzige Sammler, dann wird es mit dem Verkaufen schwierig. Sprechen die Marken oder Belege unterschiedliche Sammler oder Sammlergruppen an, dann hilft das beim Verkauf.

    3. Wo ist der Preistrend? Wie bei anderen "Investitionen" sollte man wissen, ob man preislich oben oder unten eintritt. Man darf sich ruhig mal von einigen Stücken trennen, wenn man meint, dass die Preise gut sind. Einer Mode sollte man nie hinterher rennen. Auch nicht das Sammeln eines Gebietes anfangen, weil es "schick" erscheint.

    4. Ausstellen: Wer eine gute Gold-/FIP-Ausstellungssammlung sein eigen nennt, hat beim Verkauf immer einen Vorteil - die Stücke sind in der Fachwelt bekannt.

    5. Forschung: Man muss keinen eigenen Katalog oder ein eigenes Handbuch schreiben, aber es hilft. Es hilft dabei, Werte fest zu setzen und andere Sammler für das Gebiet zu begeistern.

    6. Qualität: Bei Forschungssammlungen ist das oft ein Spagat - nehme ich ein seltenes Stück mit, um es zu dokumentieren oder warte ich auf etwas besseres? Fakt ist, dass qualitativ hochwertige Stücke die Regel in der Sammlung sein sollten.

    Eine Garantie für einen Gewinn (oder ein "Null auf Null") gibt es nicht. In erster Linie steht der Spass am Sammeln und an der Forschung. Aber man muss nicht zwangsweise drauflegen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    Geändert von Lars Böttger (28.05.2008 um 22:07 Uhr)

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von 1867
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    Kaum zu glauben, jedoch habe ich eine Gegenfrage;
    Ist es besser eine Sammlung aufzulösen (bessere Einzelszücke daraus zu
    entziehen) oder bietet man sie als komplett - Angebot an?
    Was nützt mir als Verkäufer eine Sammlung der jegliche Spitzen entnommen
    wurden?
    ... Literatur spricht viele Bände ...

  3. #3
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    Wie Du es schon richtig sagst: eine Sammlung ohne Spitzen erzielt keine hohen Verkaufspreise. Ich kaufe häufiger solche Alben oder Dubletten - und bekomme die fast hinterhergeworfen.

    Auch wenn Du als ganzes verkaufst, werden sich die Käufer nur die ersten Seiten anschauen - und den Rest gibst Du sowieso "dazu".

    Der Einzelverkauf ist besser, weil nicht alle Leute das Geld haben, mal eben 1000 € auf den Tisch zu legen - aber viele können sich kleinere Posten leisten, eben erst recht bei Spitzen.

    Es hängt davon ab, welche Qualität Du hast. Wenn Deine Spitzen minderwertig sind, dann wirst Du dafür natürlich auch kein Geld bekommen.

    Also: bei einem Komplettverkauf fallen die übrigen Marken wertemässig eh unter den Tisch (die sind also sowieso nur Beigabe) - und Du hast weniger Käufer, die bei dem Angebot preislich überhaupt mithalten könne.

    Wenn ich manchmal sehe, dass eine ganze Regalwand für knapp über 1000 € weggeht, dann kommen mir die Tränen. Und ich spare gerade Geld an, um da auch einmal mitbieten zu können

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von 1867
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    Wenn du mir eines glauben kannst:
    Dir werden die Augenklappen in meinen Alben nicht herunter fallen.
    Bis zu letzten Seite!
    Aber ich habe es schon erlebt, wo ganze Prüfsammlungen verkauft und
    auseinandergpflückt wurden, wo ich vorher ein komplett Preis klargemacht
    hatte, hinterher brachten sie weniger. Dumm gelaufen - für die Verkäufer.
    Für mich als Käufer in dem Moment nicht, denn ich hatte genau was ich
    wollte. Es ist echt unklar.
    ... Literatur spricht viele Bände ...

  5. #5
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    Hängt manchmal auch davon ab, wer gerade was sucht oder wieviel Geld zur Verfügung steht.

    Und es hängt natürlich auch vom Sammelgebiet ab. Ich habe da jetzt mal wieder an BRD oder Berlin gedacht. Alles, was ich da an größeren Zusammenstellungen kaufe, bekomme ich viel preiswerter als die Einzelpositionen.

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Sterntaler
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    @ Hajo
    Denkst Du da an bestimmte?
    LG
    Sterntaler

  7. #7
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Zitat Zitat von deckelmouk Beitrag anzeigen
    I
    2. Exotisches Sammelgebiet vs. breites Sammelgebiet: Ist man der einzige Sammler, dann wird es mit dem Verkaufen schwierig. Sprechen die Marken oder Belege unterschiedliche Sammler oder Sammlergruppen an, dann hilft das beim Verkauf.
    Ich sammle mehr oder weniger sehr exotische Gebiete, leidfer ist es agber so dass es neben mir noch eine Handvoll andere Sammler gibt und wir um das zeugs immer kämpfen, die preise sind daher of recht hoch..., umindest für seltenere Stücke.
    Es dürfte kaum einen Geben der für ein gebiet der einzige Sammler ist..., manche Exoten sind aber beliebter. Mich reizt schon lange eine Postgeschichtliche Sammlung der Galapagos Inseln...

    Aich das Sammelinteresse ändert sich..., Saudi Arabien war mal hoch im Kurs, derzeit kaum Verkäuflich..., aber bei AD ist das nicht anders. Auch gewönhliche Briefe voj Tibet waren schon mal teurer..., dafür gehen die seltenen Portostufen von Tibet steil nach oben..., der Trend der Spezialisierung macht Normalmarken billiger, Spezialitäten dafür werden teurer...

    Und wie heißt es so schön, azyklisch sammeln, d.H. das sammeln was gerade billig ist..., man kann ja den Markt verfolgen. Ist ähnlich wie Aktienspekulationen...
    Mitglied bei:
    BDPh, APS, RPSL (FRSPL), SG-Lateinamerika, FG Indien, AROS, NTPSC, ONEPS, COPAPHIL etc...

    Sammelgebiete:

  8. #8
    Registrierter Benutzer
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    Manche Leute verkaufen z. B. Wohlfahrtssätze einzeln, andere den ganzen Jahrgang. Im Jahrgang sind dann, je nach Jahr, manchmal drei bis vier Wohlfahrtssätze drin - und der kostet mich weniger als die Einzelsätze plus ich bekomme die anderen Marken auch noch dazu.

    Gut, das war nicht gerade ein "Spitzenvergleich" () - aber ich beobachte auch Auktionen, wo jemand eine ganze Sammlung verkauft in postfrisch oder gestempelt, und wenn man sich das rausrechnet, deckt der Verkaufswert vielleicht gerade die Spitzen ab - der Rest geht so mit.

    Also wenn man eine komplette Sammlung verkaufen will, dann müßte man tatsächlich alle Seiten komplett einscannen und einstellen, damit jemand auch den Wert der Nicht-Spitzen erkennen kann.

  9. #9
    Vereinsmitglied Avatar von Cophila
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    Welche Briefmarken haben

    einen fundamentalen Wert

    Das ist doch hier die eigentliche Frage. Also angenommen, da kommt jemand und möchte einen Kredit. Als Sicherheit kann er (Sammler-)Briefmarken, philatelistische Belege, anbieten. Welche kommen nun dafür überhaupt in Frage

    Auf jeden Fall:

    Bundesrepublik Deutschland komplett postfrisch, incl. gepr. Posthornsatz.
    Bundesrepublik Deutschland Posthornsatz geprüft.
    Berlin West komplett postfrisch.
    Deutsches Reich Nr. 1 - 38 ** oder * oder gestempelt, teils geprüft.
    Deutsche Kolonien, teils geprüft.
    Altdeutschland, teils geprüft.

    Der Rest besitzt "Liebhaberwert".
    Mit freundlichen Grüßen

  10. #10
    Homo philatelicus hisp. Avatar von buzones
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    Der Rest besitzt "Liebhaberwert".
    *provokationsmodusan*

    Mit "Rest" meinst du in diesem Falle ja wohl alles, was nicht in dein germanozentrische Philaweltbild passt? Sancta Simplicitas, bitte für uns!

    Aber gut zu wissen, dass zumindest in deiner Welt der postfrische Posthornsatz noch einen realen und nicht nur einen "Liebhaberwert" repräsentiert.

    *provokationsmodusaus*

    Beste Philagrüße
    Ralf


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