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Thema: Belgisch Kongo - LIKASI..

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von roteratte48
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    Belgisch Kongo - LIKASI..

    ..vielleicht bissle albern - aber ich hab mich an dem Ding festgebissen. Vielleicht haben wir einen Spezialisten zu Belgisch Kongo hier..?
    Die unten abgebildete Ganzsachen AK trägt auf dem Wertstempel einen hs. Vermerk - was könnte er bedeuten? Sie wurde als "imprimé" (Drucksache) verschickt - gab es eine Regelung ähnlich DR, dass Karten mit Anschrift und max. 3 oder 5 Worten Text als Drucksache verschickt werden konnten? Wäre das Drucksachenporto mit 20 centimes portogerecht? Und letztens - gab es damals (1922) überhaupt einen Stempel LIKASI - das heutige Likasi hiess (..laut google) bis 1966 Jadotville??
    Alles nicht wirklich wichtig bei 'nem 1 EUR Ansichtskärtchen.. aber ich würds halt gern wissen.. )
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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Mathias2007
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    Mich haben einige Sammler auf deine Frage aufmerksam gemacht. Nun würde ich dir gerne weiterhelfen, aber leider habe ich bisher nur die Tariftabellen ab 1941 ergattern können, die natürlich für deine AK nicht zutreffen. So ein echter Experte bin ich leider noch nicht, meine Sammlung ist auch noch im Aufbau bzw. meine Literatur noch nicht so umfangreich, wie ich es mir selbst oftmals wünsche. Die erste Abstempelung mit Likasi ist mir übrigens aus den Jahr 1926 bekannt. Ob die echt ist oder deine, ist für mich leider nicht zu lösen. Da meine Unterlagen noch nicht so weit zurückreichen.

    Spekulativerweise könnte ich mir aber vorstellen, dass zumindest die Frankatur richtig sein könnte.
    Suche: Belgisch-Kongo / Katanga / Belgien 1945 - 2001 / Belgien Freimarken "Vögel"

  3. #3
    Müllschlucker
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    Geduld bringt Rosen

    @ roteratte48:


    Ich kann Dich verstehen, mir geht es oft bei Belegen ähnlich. Aber das erweitert eben den Horizont (wenn es auh oft dann unter "nutzloses Wissen" fällt).

    Wichtig: Beim googeln nicht immer gleich nach dem ersten Fund aussteigen!

    Suche auf http://www.lachambre.be/FLWB/PDF/49/1866/49K1866002.pdf nach Lukasi! Den Namen scheint es auch schon früher unter der belgischen Kolonialverwaltung gegeben zu haben.

    Ich bin hier nach dem zweiten Fund augestiegen. Aber vielleicht bringt googeln zu LIKASI noch mehr...


    Geduld bringt Rosen.

    Übrigens: ich bin kein Sammler von Beglisch Congo und seinen Nachfolgestaaten. An echten (nichtphilatelistischen Bedarfsbriefen) aus Katanga kann ich allerdings nicht immer vorübergehen...

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von roteratte48
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    @Mathias und @Müllschlucker - Danke an Euch beide für Eure Mühe!

    @Mathias - schön zu hören, dass Du einen Stempel LIKASI 1926 nachweisen kannst - zumindest lässt das hoffen, dass in Jadotville (..auch Jadotstat) schon vor der offiziellen Umbenennung in LIKASI 1966 ein solcher Stempel verwendet worden sein könnte..
    @Müllschlucker - es ist weder ein Sammelgebiet von mir noch brauche ich die Informationen - irgendwann geht das Dingens mal zu ibähh.. aber Du hast recht.. es ist der Drang nach unnützem Wissen.. und wenn man sich mal festbeisst, isset wie mit einer kleinen Melodie, die einem nicht aus dem Kopf geht..tztztz..
    Auf Deiner PDF-Seite findet sich auch nix zu LIKASI.. ausser dem Hinweis (..wie bereits bekannt), dass es bis 1966 Jadotville hiess *motz* Naja - Mund abwischen und weitersuchen.. man hat ja sonst nix zu tun..

  5. #5
    Müllschlucker
    Gast
    Zitat Zitat von roteratte48 Beitrag anzeigen
    @Mathias und @Müllschlucker - Danke an Euch beide für Eure Mühe!

    @Mathias - schön zu hören, dass Du einen Stempel LIKASI 1926 nachweisen kannst - zumindest lässt das hoffen, dass in Jadotville (..auch Jadotstat) schon vor der offiziellen Umbenennung in LIKASI 1966 ein solcher Stempel verwendet worden sein könnte..
    @Müllschlucker - es ist weder ein Sammelgebiet von mir noch brauche ich die Informationen - irgendwann geht das Dingens mal zu ibähh.. aber Du hast recht.. es ist der Drang nach unnützem Wissen.. und wenn man sich mal festbeisst, isset wie mit einer kleinen Melodie, die einem nicht aus dem Kopf geht..tztztz..
    Auf Deiner PDF-Seite findet sich auch nix zu LIKASI.. ausser dem Hinweis (..wie bereits bekannt), dass es bis 1966 Jadotville hiess *motz* Naja - Mund abwischen und weitersuchen.. man hat ja sonst nix zu tun..

    Gib mal auf dieser Seite als Suche "Likasi" ein: da findest Du ältere Erwähnungen.

    eine Vermutung: Likasi war und ist der einheimische Name, Jadotville (..auch Jadotstat) der von den Belgiern dieser Stadt verpaßte Name (französisch und flämisch). Vermutlich nach irgendeiner belgischen Persönlichkeit (so wie Leopoldville nach dem damaligen belgischen König).

  6. #6
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Man sollte immer erst mal bei Wikipedia nachschlagen...

    ...oder auf der französischen Wikipedia.
    ...oder auch mal hier, einer belgischen Seite zu Likasi

    @Müllschlucker
    Die Erwähnung im PDF hat, soweit meine verstaubten Französischkenntisse noch reichen, die Bedeutung: geboren in Jadotville (heute Likasi)
    (Congo) am 6.Oktober 1936.

    Aleks
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  7. #7
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    und noch ein Paar Fundstellen:
    im Mineralienatlas
    oder in der Encyclopedia Britannica

    Die Stadt wurde erst 1917 von den Belgiern gegründet. Da wäre es schon komisch, wenn sie vor 1966 schon Likasi genannt wurde. Es wäre daher schon interessant, wieso es dann davor Stempel mit diesem Namen geben kann. Vielleicht hat ja auch jemand Informationen über den Typ des Stempels. Wurde diese Art zu dieser Zeit in der Gegend genutzt?

    Aleks
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von roteratte48
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    Danke an Aleks für die zusätzlichen Quellen! Wie Mathias in Beitrag 2 sagt, ist ihm ein Stempel LIKASI aus 1926 bekannt - vielleicht kommt noch was. Einen interessanten Hinweis zum Text der Karte habe ich per PM bekommen - er könnte auf ein AK-Tauschsystem der damaligen Zeit hindeuten. Nach wie vor mein Hauptproblem - der korrekte Portosatz für AK resp. für Drucksache Belg.Kongo nach Frankreich
    Zum PDF-link von Müllschlucker - Likasi ist darin 4 oder 5 mal erwähnt - immer aber, wie aleks schon sagt, mit dem Bezug auf Jadotville, heute Likasi..
    Geändert von roteratte48 (26.05.2008 um 22:27 Uhr)

  9. #9
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    Hallo roteratte48,

    ich weiss ja nicht ob noch jemand hier hineinguckt.
    Aber trotzdem meine Antwort.

    In einer philatelistischen Publikation von 1931 stehen die in Belgisch-Kongo zwischen 1886 und 1930 eröffneten Postämter.
    Eines davon ist Likasi, eröffnet am 25.9.1918.
    Jadotville ist nicht erwähnt. Den Namen gab es demnach 1930 noch nicht.
    Quelle: Cock, Le Congo Belge et ses marques postales, 1931.

    Das Gleiche steht in einer Publikation von 1989 über die Kreisstempel von 23 mm von 1886 bis 1920.
    Quelle: Cercle Paul de SMETH, No 175 Mai 1989 und 177 Septembre 1989: Freney, Les cachets circulaires de 23 mm et la pénétration postale.
    Cercle Paul de SMETH ist (war?) ein Briefmarkensammlerverein in Brüssel, in dem ich damals Mitglied war.

    Wolfgang.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Strobel Beitrag anzeigen
    Hallo roteratte48,

    ich weiss ja nicht ob noch jemand hier hineinguckt.
    Aber trotzdem meine Antwort.

    In einer philatelistischen Publikation von 1931 stehen die in Belgisch-Kongo zwischen 1886 und 1930 eröffneten Postämter.
    Eines davon ist Likasi, eröffnet am 25.9.1918.
    Jadotville ist nicht erwähnt. Den Namen gab es demnach 1930 noch nicht.
    Quelle: Cock, Le Congo Belge et ses marques postales, 1931.

    Das Gleiche steht in einer Publikation von 1989 über die Kreisstempel von 23 mm von 1886 bis 1920.
    Quelle: Cercle Paul de SMETH, No 175 Mai 1989 und 177 Septembre 1989: Freney, Les cachets circulaires de 23 mm et la pénétration postale.
    Cercle Paul de SMETH ist (war?) ein Briefmarkensammlerverein in Brüssel, in dem ich damals Mitglied war.

    Wolfgang.
    Likasi ist ein alter Bergbauort in Katanga und vor allem dadurch bekannt geworden, dass die USA aus der dortigen Uranmine den Rohstoff für die beiden Hiroshima- und Nagasaki-Bomben bezogen. Likasi wurde von 1943 bis 1966 in Jadotville (flämisch Jadotstad) nach einem belgischen Bergbauingenieur umbenannt.

    Die betreffende Karte wurde in einer Art Kettenbriefsystem an andere Ansichtskartensammler verschickt. Typisch für solche Sammelvereine ist die Frankatur auf der Bildseite.

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