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Thema: Aufbau einer Prüfsammlung Luxemburg

  1. #21
    Registrierter Benutzer Avatar von olikli
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    Für mich als Sammler ist die Prüfung nicht wichtig. Wenn ich mir aufgrund meiner Kenntnisse sicher sein kann, welche Farbe eine Marke hat, muß ich sie nicht zum Prüfen schicken. Da ich selbst Postgeschichte sammle, sind die Marken auf den Belegen sowieso eher nebensächlich.

    Ganz anders sieht es da aber beim Verkauf aus. Was hilft es, wenn ich dem Käufer bei Ebay oder dem Auktionshaus sage: "Ich bin sicher, daß es die teure Farbe ist, weil ich eine Farbreihe habe"? Aus Sicht des Käufers kann das jeder behaupten. Da zählt am Ende nur der Stempel hintendrauf oder das Attest.

    Viele Grüße,
    Oliver

  2. #22
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    Zitat Zitat von olikli Beitrag anzeigen
    Ganz anders sieht es da aber beim Verkauf aus. Was hilft es, wenn ich dem Käufer bei Ebay oder dem Auktionshaus sage: "Ich bin sicher, daß es die teure Farbe ist, weil ich eine Farbreihe habe"? Aus Sicht des Käufers kann das jeder behaupten. Da zählt am Ende nur der Stempel hintendrauf oder das Attest.

    Viele Grüße,
    Oliver
    Wer Farben sammelt und sie nicht selber differenzieren kann, sollte es bleiben lassen, denn er sammelt in Wirklichkeit nur Prüfzeichen. Es gibt einige Sammelgebiete, die für meinen Geschmack zu überdiffernziert sind und wiederum andere Gebiete, die man ohne Probleme weiter differnzieren könnte.

    Gruß

    wuerttemberger

  3. #23
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Oliver,

    bei Luxemburg ist die Farbenmanie nicht besonders ausgeprägt. Nur die ersten beiden Marken haben bis zu 10 katalognotierte Farben: Grau, grauschwarz, grau, silbergrau... Danach wird es deutlich ruhiger. Verstehe mich nicht falsch, ich trau mir durchaus zu, die Farben zu identifizieren. Aber ich mir persönlich ist die Farbenprüferei zu unwissenschaftlich.

    Ein Prüfer muss zu 100% sicher sein, dass es eine bestimmte Farbe ist. Aus von @olilux genannten Gründen halte ich das für sehr gefährlich. Formulieren kann man das m.E. folgendermassen: Marke echt, einwandfrei, ich bin der Meinung, dass es sich um die Farbe xy handelt - andererseits kann man das so wahrscheinlich nicht in ein Attest oder einen Befund schreiben.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  4. #24
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Gab es nicht kürzlich eine Änderung der Prüfordnung bezüglich der Farben?

    Ich meine mich zu erinnern, dass grundsätzlich keine Farben mehr gepüft werden - es erfolgt nur noch eine Farbbestimmung.

  5. #25
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    Meiner Auffassung nach haben alle Beteiligten irgendwie recht und und auch wieder nicht.

    Zu Recht weist Olikli beispielsweise darauf hin, dass innerhalb eines Bogens unterschiedliche Farbtöne auftauchen können. Dies betrifft allerdings ausschließlich die sog. Lokalausgabe von 1875, die unter recht primitiven Bedingungen bei Fa. Brück in Luxemburg gedruckt wurde. Von daher verbietet es sich von vornherein, hier überhaupt den Versuch unternehmen zu wollen, Farbzuordnungen vorzunehmen.

    Bei sämtliche anderen Wappenausgaben jedoch, deren Druck für damalige Verhältnisse durchaus als hochwertig bezeichnet werden kann (Fa. Naumann, Frankfurt und Fa. Enschede, Haarlem/NL), können Farben bis auf ganz wenige Ausnahmen (Mi.-Nr. 13) konkreten Auflagen/Lieferungen zugeordnet werden. Verschließt man sich den Farben, verschließt man sich zwangsläufig auch der Zuordnung von Marken zu bestimmten Auflagen. Sind das am Rande nicht auch irgendwie postgeschichtliche Aspekte?

    Weiterhin: Die gefährlichsten Verfälschungen finden eigentlich zwischen der ungezähnten und der durchstochenen Ausgabe statt ( Mi.-Nr. 11/23a und Nr. 7/18 der frühen Auflage in rosa). Hier wäre es fast fahrlässig, Farbzuordnungen gänzlich außer acht zu lassen.

    Im übrigen: Problemlose Farbbestimmungen funktionieren selbst bei den Nr. 1 und 2, die über die Farben konkret den zahlreichen Auflagen zugeordnet werden können. Allerdings will ich auch nicht verschweigen, dass es eine Menge Zeit und auch ein wenig Geld gekostet hat, das notwendige Vergleichsmaterial (mit freundlicher Prüfunterstützung von Herrn Demuth) zusammenzutragen.

    Losgelöst von Lars´ angedachtem künftigen Umfang der Prüftätigkeit: Soweit Farben untrügliches Merkmal für bestimmte Auflagen und ebenso untrügliches Merkmal zur Abgrenzung von anderen Auflagen oder verfälschten Marken sind, sollte man sich Ihnen nach meiner Auffassung intensiv widmen. Jedenfalls hat es mir dabei sehr geholfen, wenn ich heute mir einbilde (ich hoffe, das klingt nicht überheblich), nach 25jähriger Beschäftigung mit Luxemburger Klassik keinen Prüfer mehr zu benötigen.

    Gruß

    Ulli

  6. #26
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @ulli:

    Ich verschliesse mich nicht den Farben, halte sie aber nicht für ein notwendiges Kriterium für eine Echtheitsprüfung. Bei den von Dir angesprochenen beiden Marken würde ich zuerst das Papier untersuchen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  7. #27
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    Ich weiß - Du meinst Badetag, oder? Okay, wenn man dazu die Zeit und die Möglichkeit hat (und im Rahmen von Prüfsendungen hat man die wohl).

    Ulli

  8. #28
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Ulli,

    grundsätzlich hilft die Kenntniss der Farben beim Prüfen. D.h. wenn ich weiss, wann welche Farbe erstmals im Einsatz war, kann mir das bei Falschstempeln bzw. manipulierten Belegen helfen. Eine graue Farbe bei Mi. 1 auf einem Brief von 1852 muss einen misstrauisch machen.

    Ansonsten war der Briefträger heute sehr nett zu mir:

    1. Handschriftliche Entwertung "Ettelbrück" auf Mi. 21
    2. Inlandsretourpostkarte mit rotem "Deboursé"-Stempel

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  9. #29
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    @Lars

    Schöne Teile, insbesondere die Mi.-Nr. 21 (ich hatte anfangs bei Ebay mitgeboten, die Beschädigung hat mich aber dann zum Rückzug verleitet). Interessant wären die Gründe für die handschriftliche Entwertung. Eine Stempelbeschädigung/-Reparatur halte ich für unwahrscheinlich, weil zu diesem Zeitpunkt noch 2 Stempel (Typ 05 und 31) im Einsatz waren.

    Anders bei der anliegenden Karte: Hier scheint mir die Begründung für die handschriftliche Entwertung recht eindeutig. Heiderscheid besaß 1920 lediglich eine Paketpostagentur und durfte zu dieser Zeit außer auf Paketen, postamtlichen Mitteilungen und Quittungen für den Kauf von Briefmarken keine Marken oder Karten entwerten. Die Karte hätte daher beim nächstgelegenen Hilfs-, Neben- oder normalen Postamt entwertet werden müssen. Da die Karte aber vor Erreichen einer entsprechenden Posteinrichtung noch während des Postganges in einem anderen Ortsteil von Heiderscheid wieder zuzustellen war, wurde die Karte durch den Briefträger handschriftlich entwertet.

    Gruß

    Ulli
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  10. #30
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Brückenbarrenstempel Esch-Sur-Alzette V

    Als Ergänzung meiner Einschreibebrief- und Stempelsammlung hatte ich dieses schöne Einschreiben aus Esch in Essen mitgenommen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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