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Thema: Aufbau einer Prüfsammlung Luxemburg

  1. #1
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Aufbau einer Prüfsammlung Luxemburg

    Seit etwa zwei Jahren bin ich dabei, eine Prüfsammlung für Luxemburg von 1852 - 1940 zusammenzustellen. Dabei ist mir aufgefallen, dass eine Prüfsammlung ganz andere Kriterien erfüllen muss, wie eine "normale" Länder- oder Ausstellungssammlung.

    Die Marken zu bekommen, ist die eine Sache, aber viel wichtiger ist m.E. die Stempelvergleichssammlung. Dabei geht es nicht unbedingt darum, jeden seltenen Stempel zu haben, sondern die häufigen Stempel durch möglichst viele Abschläge zu dokumentieren. Das hängt damit zusammen, dass die Stempel der grossen Postämter häufiger gefälscht wurden, als die der kleinen Relais.

    Neben den echten Stempel sind die Falschstempel eine grosse Herausforderung. Bei Internetangeboten werde ich oft fündig. Der Stempel Luxembourg-Ville VII auf einem Haarlemer Neudruck ist so ein Beispiel. Echt gestempelt kommt die Marke nicht vor, der Abschlag selbst ist extrem sauber. Das kenne ich von echten Stempeln nicht.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  2. #2
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Hallo Lars!

    Und was heißt das sonst konkret… ?
    Möchtest du BP-Prüfer für Luxemburgische Marken werden?

    Glücklich ist, wer genug „Kleingeld“ hat und von einem Altprüfer sein Material übernehmen kann…
    Ich habe mal Stempelsammlung erworben.....

    Gruß – Jurek

  3. #3
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Zitat Zitat von Jurek Beitrag anzeigen
    Möchtest du BP-Prüfer für Luxemburgische Marken werden? Glücklich ist, wer genug „Kleingeld“ hat und von einem Altprüfer sein Material übernehmen kann…
    Ich habe mal Stempelsammlung erworben.....[/i]
    @jurek:

    Ja, aber nur für den genannten Zeitraum. Ich habe teile einer Prüfsammlung, das reicht bei weitem nicht. Die Hauptquelle für meine Stempel sind 20.000 lose Marken aus 1890 - 1940, die ich für 120$ bei eBay geschossen habe. Da steckt das "Geld" im sortieren. Dazu noch sehr viele Ganzsachen, die ich z.T. von einem Sammlerfreund zur Verfügung gestellt bekommen habe.

    Da mich qualitativ hochwertige Marken für die Prüfsammlung nicht interessieren, ist das preislich alles zu stemmen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  4. #4
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Wau! Dann Hochachtung! Ein tolles Unterfangen, zu dem ich dir das Beste Wünsche!!
    Das ist sehr viel Arbeit, aber es ist machbar (auch mit Unterstützung).

    Aber ich werde dir nie welche Marken zu prüfen schicken, ich tue weder sammeln noch habe welche aus Luxemburg!

    Gruß!

  5. #5
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    Prüfsammlung

    Hallo Deckelmouk,

    viel Erfolg beim Aufbau einer solchen Sammlung

    Eine Frage: passt du dabei auch auf die zeitliche Abnutzung der verschiedenen Stempel auf?
    Auf diese Art und Weise kann man ja die Rückdatierungen echter Stempel feststellen.
    Vorsicht ist geboten bei folgenden Einkreisabstempelungen, wo mir Rückdatierungen aufgefallen sind: Bettingen, Echternach, Luxemburg (deutsch, ohne Stern), Oetringen und Rümelingen
    Leider ist mir dies nach Besitz einiger Marken erst aufgefallen und habe dem entsprechend Lehrgeld bezahlt.
    Sind ihnen weitere Rückdatierungen dieses Stempeltypes aufgefallen? Wenn ja, dies würde mich sehr interessieren.

    Philatelistische Grüsse

    Olilux

  6. #6
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Olilux,

    die Stempeldatenbank ist eine meiner "Hauptbaustellen". Ich habe bereits gute Zeitreihen (jahres- bzw. monatsweise) von vielen der gebräuchlichsten Stempel, inklusive der üblichen Rahmenbrüche bei Type 33 und Type 34, dazu Zeitreihen mit Type 32 und ihren Abnutzungserscheinungen. Die angesprochenen Stempel werden z.T. nur schwer prüfbar sein, da bin ich dankbar für Vergleichsmaterial.

    Für den 24.05. bereite ich gerade eine Präsentation im "Foyer de la Philatelie" vor, in der ich versuche, möglichst viele Falschstempel zu präsentieren. Die Präsentation stelle ich danach ins Forum.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  7. #7
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @ulli:

    Das ist die grosse Preisfrage. Ich halte den Stempel Oetringen für nicht prüfbar. Gerade auf der 40 Centimes Lokalausgabe erscheint er einfach zu oft.

    Noch ein Beispiel mit der 40 Centimes, allerdings mit grossem Zweikreisstempel "CAP" und Rückdatierung. Da soll mir keiner was von "Gefälligkeit" erzählen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  8. #8
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @olilux + @ulli:

    Sollen wir für falsche/nicht prüfbare/zweifelhafte Einkreis- und Zweikreisstempel einen eigenen Thread starten?

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  9. #9
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    Zitat Zitat von deckelmouk Beitrag anzeigen
    Sollen wir für falsche/nicht prüfbare/zweifelhafte Einkreis- und Zweikreisstempel einen eigenen Thread starten?
    Gute Idee .

    Ich würde mir aber für die Begriffe „nicht prüfbar“ und „zweifelhaft“ klare Regeln wünschen. Der Threat wäre viel zu wichtig um ihn zu verwässern, zumal es ja (noch ) keinen BDPh - Prüfer gibt.

    Ich habe zum Beispiel mit der Einstufung des Stempels OETRINGEN als nicht prüfbar meine Probleme. Zugegebenermaßen tauchen die Stempel von RÜMELINGEN und OETRINGEN gerade bei den echt gebraucht knappen Mi - Nr. 35 und 36 sehr häufig auf. Um Euch weitere Argumente zu liefern: Die ebenfalls gebraucht seltene Mi.-Nr. 28 war wegen des dunklen Farbtons für Gefälligkeitsentwertungen wahrscheinlich nicht so geeignet und kommt deswegen etwas seltener vor.

    Aber im Ernst:
    Die Einkreisstempel von OETRINGEN, RÜMELINGEN, ECHTERNACH, LUXEMBURG etc gibt es ohne Zweifel echt gebraucht. Und jetzt? Gilt die Einstufung der Stempel als nicht prüfbar nur für die besagten 3 Werte oder gilt es für alle losen Marken und Briefstücke, also auch für „billige“ 10 Centimes - Werte?

    Wollen wir Marken (für die Sammler vielleicht viel Geld gezahlt haben) diskreditieren, nur weil wir (wenngleich auch zu Recht) den Eindruck haben, bestimmte Stempelabschläge kommen auf bestimmten Markenausgaben auffallend häufig vor? Gerichtsfest ist das sicher nicht, muss es aber wohl auch nicht. Hinnehmbar wäre für mich ein Urteil wie „Eine Gefälligkeitsentwertung kann nicht ausgeschlossen werden“ – das wäre jedoch eine bloße Worthülse, denn bei welcher Marke kann eine Gefälligkeitsentwertung definitiv ausschließen? (Nein, ich bin kein Jurist )

    Ich denke sogar, dass ich mit dieser Ansicht nicht ganz allein stehe. Denn wie ich bereits gesagt habe: Der Eckrand der 40 Centimes ist „Demuth-geprüft“. Ich habe Herrn Demuth als einen sehr sorgfältigen, restriktiven Prüfer kennen gelernt, der keine fahrlässigen Urteile abgab. Meine Vermutung: Marke echt, Stempeldatum innerhalb der Verwendungszeit, Stempelfarbe zeitgemäß, ergo Schlußfolgerung: ECHT. Ich weiß zwar nicht, ob Herr Demuth als Alterspräsident moch am Rande von FSPL-Veranstaltungen zugegen ist – jedenfalls könnte man den Versuch unternehmen, ihn zu seiner Philosophie zu „interviewen“.

    Anders sehe ich es bei den gezeigten Marken mit nachweislich rückdatierten Stempeln (weil die Marken noch nicht erschienen waren oder die Stempeltype noch gar nicht existierte): Hier ist der Beweis erbracht, dass die Stempel für Manipulationen verwendet wurden. So ist beispielsweise diese (es gab mehrere) Zweikreis-Type von CAP für mich „verbrannt“, sie ist auf allen Markenausgaben definitiv unprüfbar. Eine Ausnahme würde ich allenfalls dort zulassen, wo man aufgrund von untrüglichen Merkmalen (wie z.B. Brüche im Stempelbild Zeiträume eingrenzen kann).

    Also – langer Rede, kurzer Sinn (eigentlich wollte ich nicht so viel schreiben, aber das Thema ist mir zu wichtig):

    Mein Vorschlag:

    Rubrik 1: Falschstempel wie z.B. die „Brüsseler Funde“ etc
    Rubrik 2: Stempel, die nachweislich für Manipulationen genutzt worden sind und daher nicht mehr prüfbar sind

    Unter zweifelhaften Stempeln kann ich mir nichts und alles vorstellen. Irgend einen Definitionsvorschlag?

    Ach ja – noch eine (vorerst) letzte Bemerkung: Ich könnte mich mit dem Gedanken anfreunden, wenn das ganze irgendwie und irgendwann in einer (kleinen aber feinen) Datenbank landet und gepflegt wird. Über Arbeitsaufteilung wird zu reden sein

    Gruß

    Ulli

  10. #10
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Ulli,

    wie wäre es mit einer vorurteilsfreien Sammlung der besagten Stempel? Dann können wir uns mal ansehen, wie Abschläge bei zweifelsfrei echten bzw. bei kritischen Stücken aussehen. Eventuell lässt sich über die Abnutzung der Stempel feststellen, ob und was nachgestempelt wurde.

    Herr Demuth ist mittlerweile fast erblindet und ins Altersheim gezogen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

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