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Thema: Luxemburg und die Post im ersten Weltkrieg

  1. #31
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @bad:

    Vielen Dank für Deine Erklärung! Weisst Du auch, wann man nach Kopenhagen und wann man an das Rote Kreuz in Genf geschrieben hat?

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  2. #32
    Heimatsammler Trier Avatar von rolfnr
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    zum Stempel F.a.

    Hallo Lars

    Die Aussagen von Fenzel und Bad kann ich bestätigen. In meiner Dir vorliegenden Übersicht "Zensurstempel Trier" ist es noch falsch dargestellt (Quelle: "Wolter, Postzensur S. 68/69: F.a. = Fristgemäße Abfertigung).

    Nach Rücksprache mit dem Leiter der Arge Zensurpost habe ich die Erklärung in meiner Übersicht geändert. Es heißt jetzt:

    Zum Zusatz „FA“:
    Im Briefverkehr der Kriegsgefangenen war mit Erlass vom 11. November 1914 geregelt, dass aus Gründen der Sicherheit die Absendung der Briefe der Kriegsgefangenen erst 10 Tage, nachdem sie geschrieben sind, erfolgen sollte. Die Überwachung dieser vorgegebenen Frist war allerdings in der Praxis aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich. Daher folgte am 11. Januar 1915 ein Befehl des Kriegsministeriums, die Kriegsgefangenenpost vor der Weitergabe mit einem Stempel zu versehen, der den Ablauf der zehntägigen Frist sofort erkennen ließ. In diesem Stempel musste der Vermerk F.A. enthalten sein. F.A. bedeutet: „Frist abgelaufen“.

    Die Kriegsgefangenenpost wurde oft mit einem zusätzlichen Stempel „Abs + Datum“ (1917/1918) versehen. Er diente als Hinweis, wann die Frist von 10 Tagen abgelaufen ist.



    Viele Grüße
    Rolf
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    Geändert von rolfnr (05.11.2008 um 16:37 Uhr) Grund: Ergänzung
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    Schon die Römer haben hier gut gelebt!

  3. #33
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    @rolfnr + @bad:

    Vielen Dank für Eure Erklärungen!

    @all:

    Den folgenden Brief hab ich gestern bekommen. Vorderseitig Maschinenstempel von New York vom 24.10.1916 und Zensurstempel von Trier, rückseitig die Reste eines englischen Verschlussbandes, ein Kontrollstempel von Trier mit Datum 25.11.1916, Ankunftsstempel von Luxemburg vom 26.11.1916. Zeitlich passt das wunderbar zusammen. Allerdings liegt der Kontrollstempel unter dem englischen Verschlussband. Andererseits ist das Trierer Verschlussband wieder über dem englischen...

    Meine Frage: Möglich ist diese Doppelzensur auf jeden Fall, aber wie fand der Briefaustausch statt? Möglich wäre dieser über das neutrale Holland gewesen. Sind ähnliche Briefe nach Deutschland bekannt? Ich habe Belege von und nach den USA, aber keine, die zweimal zensiert wurden.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  4. #34
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    Fehlende Postzensur

    So langsam kristallisiert sich ein klareres Bild heraus: Bis Ende September 1914 fand keine zentralisierte Postzensur von Briefen und Postkarten in Deutschland statt. Danach unterblieb die Zensur m.E. nur versehentlich. Angehängt habe ich eine Karte von September 1914 (wie üblich ohne Zensur), und eine Karte aus Bayern vom Juli 1916 (versehentlich unzensiert geblieben).

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  5. #35
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    Neues Spätdatum

    Nach längerer Zeit kann ich ein Verwendungsdatum eines Trier Zensurstempels um fast einen Monat verschieben. Der Stempel war zwei Monate im Einsatz, hat sich aber nicht bewährt. Das kann man unschwer am sehr schlechten Abschlag erkennen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  6. #36
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    Kriegsgefangenenpost nach Luxemburg 1915

    Kriegsgefangenensendungen aus Frankreich nach Luxemburg waren mir bisher nicht bekannt. Ich kenne mittlerweile zwei Briefe, die den umgekehrten Weg genommen haben (allerdings nicht an kriegsgefangene Soldaten). Die Portofreiheit wurde akzeptiert, obwohl Luxemburg keine Kriegspartei war und in der Regel Feldpost nachtaxierte.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  7. #37
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    Wertbrief - Devisenkontrolle?

    Auch die Sammlung über den 1. Weltkrieg und seine Nachwehen geht voran. Diesen Wertbrief aus Hamburg habe ich heute bekommen. Leider ist der violette Stempel auf der Rückseite nur schwach abgeschlagen. Meine Vermutung ist: "Postüberwachungsstelle Frankfurt am Main" - kann das jemand bestätigen und mir über den Stempel selbst etwas mehr erzählen? Das wäre klasse!

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  8. #38
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    Dieser Einschreibe-Brief ging bis zur Überwachungsstelle Trier, dann fehlen weitere Stempel.
    Hat man die in Haida vergessen, oder gab es einen Grund ihn nicht weiter zu befördern.

    Mit besten Grüßen BaD
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    Geändert von BaD (16.04.2009 um 12:39 Uhr)

  9. #39
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    @bad:

    M.E. ging der Brief durch. Sonst wären entsprechende Stempel darauf, die Trier bei Sendungen, die zurückliefen, angebracht hat.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  10. #40
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    P.K. Metz auf frankierter Feldpost

    Zwei Besonderheiten auf einem unscheinbaren Beleg:

    1. Frankierte Feldpost (in der Regel wurde Feldpost unfrankiert versandt)
    2. Kein Zensurstempel von Trier - Trier hat Anfang Dezember 1914 mit der Zensur der Auslandspost angefangen. Es finden sich ab und zu Belege aus Metz und Diedenhofen, die nur die Inlandspostkontrolle durchlaufen haben.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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