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Thema: Luxemburg und die Post im ersten Weltkrieg

  1. #21
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    "Adressat eingerückt zum Militär"

    Dieser Brief passt in zwei meiner Exponate: Retourbriefe und Besetzungszeit WKI. Gemäss rückseitigem Vermerk war der Adressat zum Militär eingezogen worden. Seine Frau hat die Annahme verweigert und der Brief ging wieder zurück.

    Interessant ist die Darstellung der Frankatur. Es wurden zwei wertgleiche Portostufen der Marie-Adelheid und der vorherigen Willhelm-Ausgabe verwendet. Einmal 25 Centimes für das Briefporto, einmal 25 Centimes für die Einschreibegebühr.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  2. #22
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    Dieser Umschlag ist ja mal was ganz Besonderes!

    Wenn ich die Adresse richtig deute, geht der Brief an

    Herrn Friedrich Nahgel (?)
    Bankbeamter
    Prag
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    Österreich

    Prag, was heute zur tschechischen Republik gehört, gehörte damals zu Böhmen (die tschechische Republik wurde erst 1918 gegründet - der Brief stammt von 1915). Böhmen gehörte zur KuK Monarchie (wenn ich mich richtig erinnere).

    Was ich nicht verstehe ist: wie wusste die Post die Adresse des Absenders - ich kann keine finden? Ich sehe "Manternach prof (?)" auf der Rückseite - ist das der Name des Absenders? Denn um das Dorf kann es sich kaum handeln, der Brief wurde in Esch abgestempelt!

  3. #23
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    Zitat Zitat von pasbal Beitrag anzeigen
    Was ich nicht verstehe ist: wie wusste die Post die Adresse des Absenders - ich kann keine finden? Ich sehe "Manternach prof (?)" auf der Rückseite - ist das der Name des Absenders? Denn um das Dorf kann es sich kaum handeln, der Brief wurde in Esch abgestempelt!
    Salut Pascal,

    es handelt sich um ein Einschreiben. Vermutlich musste der Postbeamte in Esch nur auf dem Einlieferungszettel nachsehen. Ich gehe davon aus, dass die Adresse notiert wurde. Ansonsten bleibt nur die Öffnung des Briefes. Wobei ich die Leistungsfähigkeit der Beamten bewundern muss, die selbst bei Postkarten noch Adressen ermitteln konnten. Beispiele folgen...

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  4. #24
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Kriegsgefangenensendung nach Luxemburg 1915

    Der Schwiegervater eines Luxemburgers schrieb 1915 einen Brief und eine Karte aus deutscher Gefangenschaft. Interessanterweise ist keine Auslandszensur zu sehen, nur das Lager hat sich "verewigt".

    Ich bin froh, diese Stücke bekommen zu haben. Dass es sie gibt, war mir bewusst. Aber auch die Seltenheit im Verhältnis zu privater oder Feldpost. Selbst Briefe an die Rote-Kreuz-Auskunftsstelle in der Schweiz sind deutlich häufiger.

    Nachdem ich bei der "Luxphila" in Marche-en-Famenne eine Goldmedaille bekommen habe, werde ich nächstes Jahr in Luxemburg national Ausstellen und hoffe, mich damit für FIP/FEPA-Ausstellungen zu qualifizieren. Falls es zeitlich hinhaut, melde ich mich auch für die Rang-2-Ausstellung im September 2009 in Soest an.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  5. #25
    Württemberg
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    @deckelmouk

    Die Zensurstelle im Kriegsgefangenenlager hat die Sendungen schon ausreichend zensiert. Diese Sendungen wurden normalerweise nicht mehr von den Auslandsstellen behandelt. Eine KGF-Sendung mit einer weiteren Zensur wäre schon außergewöhnlich.

    Gruß

    wuerttemberger

  6. #26
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    Hallo Lars, sehr schöne Belege, aber württemberger bemerkt m.E. zu Recht, daß eine weitere Zensur nicht üblich war. Habe ähnliche Belege von Nürnberg nach Frankreich. Auf beiden Briefen findet sich die Abkürzung F.a. Kannst du sie erklären? Gruß H.

  7. #27
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @wuerttemberger:

    Herzlichen Dank für die Auskunft! Es würde mich aber auch nicht wundern, noch Kriegsgefangenenpost mit Zensurstempel von Trier zu sehen...

    Noch etwas zum Kucken:

    Zwei Retourbelege: Einmal eine Ansichtskarte, die von der Postkontrolle Cleve durchgewunken und dann doch zurückgewiesen wurde, dann ein Brief, der verschlossen aufgeliefert wurde und von der Zensurstelle Trier ebenfalls zurückging. Der Trierer Stempel ist bisher nur einmal dokumentiert.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  8. #28
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    "Fristgemässe Abfertigung"

    @fenzel:

    Nach meinen Unterlagen bedeutet der Stempel "F.A.", dass die Post gemäss den Genfer Konventionen zügig weitergeleitet wurde.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  9. #29
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    Hallo Lars, nach meinen Kenntnissen bedeutet F.a. "Frist abgelaufen", d.h. der Brief wurde erst zurückgehalten, bis irgendwelche vermeindlichen kriegsentscheidenden Hinweise aufgrund der Zeitverzögerung wertlos geworden sein sollten, dann erst freigegeben. Habe meine Informationen aber nur aus mündlicher Quelle (Horst Geiger, INFLA Berlin) Gruß Herbert

  10. #30
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    !0 Tage war die Frist zwischen schreiben und absenden durch die Prüfstelle des Lagers, dann erhielt der Beleg den Stempel " Frist abgelaufen "

    Mit besten Grüßen BaD
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