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Thema: Luxemburg und die Post im ersten Weltkrieg

  1. #11
    Heimatsammler + Luxemburg Avatar von heku49
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    Hallo Lars,
    hier noch ein Beleg ohne Zensurstempel vom 26.4.1915 von Mersch als Einschreiben nach Köln. Die Adresse existiert in Köln, ist heute Sitz der Deutschen Bank. Portostufe kann ich mir noch nicht erklären. Vom Brief ist leider nur die Briefhüllenvorderseite erhalten.
    Gruß Helmut
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  2. #12
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Helmut,

    mit diesen Überdruckmarken wurde wild spekuliert. Die Portostufe war für Pakete nach Deutschland gedacht, sie findet sich im wesentlichen auf überfrankierten Briefen an Sammler und Händler. Oft sind diese Briefe nicht in Trier zensiert worden, haben aber Ankunftsstempel.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  3. #13
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    Doppelzensur Trier - Elsass

    Der Brief ging 1918 von der mit deutschem Kapital gegründeten und mit dem Notenbankprivileg ausgestatteten Internationalen Bank nach Strassburg. Neben dem üblichen Doppelkreiszensurstempel von Trier befindet sich ein Abschlag der Postkontrolle Strassburg auf dem Brief. Briefe und Karten aus dem Elsass nach Luxemburg habe ich öfters gezeigt, das ist m.W. der erste Beleg aus Luxemburg. Und das mit recht sauberen Abschlägen, was damals nicht immer üblich war...

    Die Zusage für die "Luxphila" Ende September in Marche-en-Farenne habe ich erhalten. Der Beleg findet seinen Platz in einem der sechs Rahmen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  4. #14
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Frankierte Feldpost

    Wie man am Briefstempel und an der z.T. überklebten Absenderangabe erkennen kann, war der Absender Pionier im der 28. Landsturm-Pionier-Park(?), Rakischki (liegt in Litauen, war er auf Heimaturlaub?). Damit hätte er innerhalb Deutschlands die Karte ohne Frankierung versenden können. Da aber Luxemburg die deutsche Feldpostregelung nicht anerkannte, hat er mit 5 Pfg. frankiert. Das ist die zweite Karte, die ich voll frankiert von einem Soldanten nach Luxemburg finde.

    Die Karte durchlief die zivile Postkontrolle in Strassburg und die Auslandszensur in Trier. Der Bahnpoststempel Strassburg - Westhofen dürfte von einer kleinen Nebenstrecke stammen: http://www.pkjs.de/bahn/Kursbuch1944...il4-baden.html - leider nicht sauber abgeschlagen.

    Was mich an der Karte am meissten fasziniert sind die drei Abklebungen, zwei auf der Vorderseite (u.a. Absenderangabe) und der Rückseite (Ortsangabe). War das (Selbst-)Zensur?

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  5. #15
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    Deutsche Feldpost + Luxemburger Post

    Bei dem Sammelgebiet gibt es immer wieder Überraschungen: Bisher kannte ich nur Briefe und Postkarten, die entweder mit Deutscher Feldpost oder mit luxemburger Post spediert wurden. Diese Postkarte vom 08.08.1914 wurde bei der Luxemburger Post abgegeben, die dann die Karte an die Feldpoststation der 16. Division weiterleitete.

    Das Thema Dt. Feldpost und luxemburger Post ist deutlich vielschichtiger, als ich ursprünglich angenommen hatte. Ich ging davon aus, dass nur in den ersten Kriegstagen Feldpost portofrei durch die luxemburger Post befördert wurde. Eine Feldpostkarte ohne Nachtaxierung aus 1917 hat diese Theorie ins Wanken gebracht. Ebenso eine frankierte Feldpostkarte aus 1915, die ohne Trierer Postzensur nach Deutschland befördert wurde - die fehlende Zensur lässt sich durch die Weiterleitung über die Feldpost erklären.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  6. #16
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Deutsche Feldpost mit Luxemburger Post

    Sowas sollte es nicht geben: Deutsche Feldpostkarte, die voll frankiert ist und bei der Luxemburger Post aufgegeben wurde... Feldpost wurde bei der Auslandszensurstelle Trier in der Regel nicht zensiert, darum fehlt der Stempel hier.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  7. #17
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    Exponats-CD

    Mittlerweile ist das Exponat für die "Luxphila" in Marche/Belgien fertig. Wer eine französischsprachige CD mit 90 Seiten zu dem Thema haben möchte, der schicke mir bitte eine PN. Feedback wäre klasse, ist aber kein muss. Ca. 30% der Belege hab ich im Vergleich zu Sindelfingen ausgetauscht bzw. neu dazu genommen.

    Beste Ausstellergrüsse!

    Lars

  8. #18
    Registrierter Benutzer Avatar von DiDi
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    Aus dem Briefkasten ...

    .... wahrscheinlich nicht, aber wer kann den sagen, warum der Briefverkehr der Kriegsgefangenen nach Luxemburg verboten war?

    Besten Gruß von
    DiDi
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  9. #19
    Württemberg
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    Mit dem Feldposterlass 143b kann ich aushelfen. Da steht aber leider auch nicht mehr drin.

    Name:  fp143.jpg
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    Gruß

    wuerttemberger

    PS. Der Erlass ist vom 11. März 1915

  10. #20
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    @didi:

    Meine Vermutung: Luxemburg war neutrales Ausland und unterstand nicht der Kontrolle durch das Deutsche Reich.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

    P.S. Sehr schönes Stück! Würde sich hervorragend in meiner Sammlung machen

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