Die Arbeitsgemeinschaft "Deutsche Notmaßnahmen ab 1945 e.V." ist ein Zusammenschluß von zurzeit ca. 300 Sammlern mit dem Ziel, die postalischen Notmaßnahmen in Deutschland zu erfassen, zu erforschen und deren Bezug zu den einschlägigen Dienstvorschriften, Verfügungen, Erlassen und historischen Gegebenheiten herzustellen. Zu den von ihr bearbeiteten Themenschwerpunkten gehören

  • Gebühr bezahlt (Barfreimachungen)
  • Lokalausgaben
  • Notganzsachen
  • Notstempel (Ortsnotstempel)
  • Sächsische Schwärzungen
  • Währungsreform 1948
  • Postkrieg ab 1948


Dieser Forumsauftritt soll Ihnen einen Einblick über die Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft vermitteln und vielleicht Lust machen, sich selbst mit diesem spannenden und hochinteressanten Sammelgebiet "Deutsche Notmaßnahmen ab 1945" zu beschäftigen. Zugleich wird Ihnen die Gelegenheit geboten, sich mit den Verantwortlichen und Fachleuten der Arbeitsgemeinschaft in Verbindung zu setzen, um so auf Wunsch weitere Informationen über die verschiedenen Aufgaben und Themen zu erhalten.

Die Briefmarken und Briefe nach 1945 können erst richtig verstanden werden, wenn man sich mit der damaligen Post und den Zeitverhältnissen beschäftigt. Als der Krieg im Mai 1945 zu Ende ging, stand auch die Post vor gewaltigen Problemen. In weiten Teilen Deutschlands waren Verkehrsverbindungen unterbrochen und Straßen, Brücken, Eisenbahnen zerstört.

Darüber hinaus fehlten vielerorts so grundsätzliche Dinge wie Räumlichkeiten, Betriebsmittel, Formulare, Stempel usw. – und natürlich postgültige Briefmarken. Detaillierte Befehle und Gesetze der Militärregierungen, Verbote und Beschränkungen bei den Postsendungen sowie die Zensur der Besatzungsmächte behinderten die Post und Postbenutzer zusätzlich.
Auch die Grenzen zwischen den von vier verschiedenen Besatzungsmächten besetzten deutschen Gebieten waren besonders in den ersten Monaten nach Kriegsende kaum überwindlich und änderten sich häufig.

Diese Verhältnisse und ihre Auswirkungen auf die Post zu erkunden und zu beschreiben ist eine spannende Beschäftigung für unsere Arbeitsgemeinschaft. Dazu gehört auch, welche Vorschriften der Post für die eingelieferten Sendungen eigentlich in normalen Zeiten galten und was nach 1945 anders war: Welche Sendungen bis zu welchem Gewicht waren ab wann und wohin zugelassen? Wie hoch waren die Gebühren? Was mußte der Postbenutzer beachten, damit die Post und die Zensur die Briefe nicht zurückschickte? Welche Briefmarken waren wo gültig? Welche Postleitzahlen gab es damals, wann änderten sie sich und warum?

Zur Vertiefung der Grundkenntnisse gehören - neben Gesetzen, Verordnungen, Verfügungen und Lexika - auch die von der Arbeitsgemeinschaft veröffentlichten Sonderschriften und Rundbriefe sowie die von einzelnen Mitgliedern im Eigenverlag herausgegebenen Handbücher, z. B. über die Wiederaufnahme des Postverkehrs nach der Besetzung 1945.
Dieses Hintergrundwissen hilft, die Sammelstücke erst richtig zu verstehen und zu würdigen. Das macht viel Spaß. Auch so manche Seltenheit bei den Sammelstücken stellt sich dadurch heraus. Und zusätzlich helfen die Kenntnisse der damals geltenden Vorschriften usw., Mache und Fälschungen zu erkennen und uns somit vor Schaden zu bewahren.

Unsere Chronik

Ihren Ursprung fand die Arbeitsgemeinschaft 1969 mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft "Deutsche Lokalausgaben 1945 - 1948".

1973 erfolgte die Fusion mit der Arbeitsgemeinschaft "Bar- und Teilbarfrankaturen, Zonen-, Währungs- und Postkriegsbelege nach 1945". Ab 1974 firmierte sie bis 1995 unter dem Namen "Deutsche Lokalausgaben und Notmaßnahmen, Währungs- und Postkriegsbelege e.V." - besser bekannt unter dem Namen "Arge LOKNOT".

Parallel zu dieser Arbeitsgemeinschaft arbeiteten in der Poststempelgilde "Rhein-Donau" die Studiengruppe "Barfrankaturen" und "Notentwertungen", die im Oktober 1976 als selbständige Arbeitsgemeinschaft "Deutsche Barfrankaturen und Notentwertungen ab 1945" im "Bund Deutscher Philatelisten e.V." anerkannt wurde.

Die Aufgabenbereiche der beiden Arbeitsgemeinschaften überschnitten sich zum Teil. Die Folge war, dass viele Philatelisten Mitglied in beiden Arbeitsgemeinschaften waren und einen Zusammenschluss wünschten. Dieser erfolgte 1995 unter gleichzeitiger Gründung der heutigen Arbeitsgemeinschaft "Deutsche Notmaßnahmen ab 1945 e.V.".

Kontakte

Die Herstellung von Kontakten zu gleichgesinnten Sammlern ist eins der wesentlichen Ziele, die sich die Arbeitsgemeinschaft gestellt hat. Hierzu können Diskussionen mit den Autoren der Rundbriefartikel beitragen, der direkte Kontakt mit der Leitung der Arbeitsgemeinschaft und nicht zuletzt ein Gedankenaustausch auf den jährlich stattfindenden Mitgliedertreffen. Nicht selten werden auf diesem Wege neue Anregungen für das eigene Sammeln vermittelt.

Grundsätzlich sollte eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft "Deutsche Notmaßnahmen ab 1945 e.V." für jeden Sammler, der die Marken, Ganzsachen und Briefe aus der Zeit von 1945 bis 1948 sammelt oder sich allgemein mit der deutschen Nachkriegspostgeschichte befaßt, ein "Muß" sein. Der Jahresbeitrag beträgt nur 20,00 €.
Die Ansprechpartner der Arbeitsgemeinschaft finden Sie im Internet unter der Website „www.deunot.de