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Thema: Bleisulfidschäden - Betroffene Marken/Abhilfe

  1. #241
    Registrierter Benutzer Avatar von PhilaSeiten.de
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    Zitat Zitat von Artessa Beitrag anzeigen

    Sobald das Gutachten vorliegt und gerichtlich bestätigt wurde, wird der betroffene Hersteller die Kosten für das Gutachten plus weitreichenden Schadenersatz an alle Geschädigten zahlen müssen.
    Hallo Artessa,

    ich fürchte so einfach wird das nicht sein. Ein für die Geschädigten erstrittenes Gutachten muss anschliessend in Prozessen von jedem Geschädigten einzeln und gerichtlich für seine geschädigten Marken und Belege nachgewiesen werden. Freiwillige Schadenersatzzahlung über viele Millionen Euro wird es nicht geben. Die Geschädigten werden zunächst weitere Kosten mindestens für Fachanwälte und Gerichte vorschiessen müssen und mit weiteren Gegengutachten für jeden einzelnen Fall rechnen müssen.

    Schöne Grüsse, Richard
    Richard Ebert Philaseiten AG, 88299 Leutkirch
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    Mitglied BDPh, AIJP (Internationaler Verband der Philatelie Journalisten)

  2. #242
    Registrierter Benutzer Avatar von Altsax
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    Zitat Zitat von Ben 11 Beitrag anzeigen
    Solange das Bestreben mit diversen Gutachten darauf gerichtet ist, Schuldige auszumachen, um Schadensersatz geltend machen zu können, werden sich die Fronten nur verhärten. Gutachten bewirkt Gegengutachten und es ändert sich gar nichts.

    Geht es nicht darum, mit den Herstellern zusammenzuarbeiten, um eine Lösung zu erzielen?
    Hallo Ben,

    das, denke ich, ist der Schlüssel zu einer Lösung.

    Man darf sicherlich unterstellen, daß den Albenherstellern die Problematik, auch die für ihren Ruf und ihr Geschäft, durchaus bewußt ist. Ließen sich Schadensersatzforderungen durchsetzen (was ich wegen der Komplexität der Schadensursachen und der daraus folgenden Beweisprobleme nicht glaube), könnte das wegen der immensen Schadenssummen deren Existenzgefährdung bedeuten. Insofern ist nachvollziehbar, daß sie mit allen Mitteln verhindern möchten, daß die Hart-PVC-Folien als ursächlich für die Schäden identifiziert werden.

    Ziel muß es folglich sein, einerseits den Kausalzusammenhang zwischen Folienunterbringung des gefährdeten Sammelgutes unter bestimmten Umweltverhältnissen nachzuweisen und andererseits den Albenherstellern eine gesichtswahrende Problemlösung zu ermöglichen.

    Selbstverständlich ist das unbefriedigend für all diejenigen, die bereits Schäden erlitten haben. Es nützt aber doch nichts, weitere 10 oder mehr Jahre über Internetforen etc einen begrenzten Sammlerkreis aufklären zu können, wenn die große Masse auf diese Weise nicht erreicht wird.

    Es nützt auch nichts, hinsichtlich der Untätigkeit des BDPhs Motivanalyse zu betreiben. Es müssen Wege gesucht werden, mit den Albenherstellern und nicht gegen sie Lösungen zu finden. Sollte sich tatsächlich ergeben, daß ein unangreifbares Gutachten nur zu Kosten in der genannten Größenordnung erhältlich wäre, müssen eben Laborversuche Nachweise erbringen, die Publikationen auf besser als bisher wissenschaftlich abgesicherter Basis ermöglichen.

    Beste Grüße

    Altsax

  3. #243
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    Zitat Zitat von woma Beitrag anzeigen
    kurz und knapp: "Obergutachten" des Bundesamtes für Materialprüfung (Ergebnis einer Anfrage): Über 100 000 Euro für einen Langzeitversuch bei Tests mehrerer Folien (über mehrere Jahre). Okay, wer spendet und sponsert?
    Hallo woma,

    inzwischen habe ich einige Informationen über die grundsätzliche Problematik eines "unangreifbaren" wissenschaftlichen Gutachtes bekommen: Es geht dabei darum, äußere Einflüsse, die ebenfalls eine Bleisulfidreaktion auslösen können, sicher auszuschließen. Dazu zählt bereits das, was nach Dr. Martin Luther niemals aus einem verzagten A... kommen würde. Der Versuch muß also unter Rein(st-?)raumbedingungen ablaufen, was nach Angabe nicht überall darstellbar ist, ohne andere Versuche zu blockieren.

    Konntest Du inzwischen an die kopien des Gutachteangebotes kommen?

    Beste Grüße

    Altsax

  4. #244
    Württemberg
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    @Altsax

    Lass Dir keinen Bären aufbinden.

    Gruß

    wuerttemberger

  5. #245
    Registrierter Benutzer Avatar von Altsax
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    Zitat Zitat von wuerttemberger Beitrag anzeigen
    Lass Dir keinen Bären aufbinden.
    Hallo wuerttemberger,

    Du bist nicht der Einzige, der so reagiert. Die von mir sinngemäß wiedergegebene Aussage stammt jedoch von einem ernstzunehmenden Ordinarius für organische Chemie, der sich mit der Problematik unter Einsichtnahme in die zahlreichen mir zur Verfügung gestellten Gutachten auseinandergesetzt hat.

    Er hält die den Gutachten zugrundeliegenden Versuche methodisch für ungeeignet, eine Aussage über die Folien als Schadensursache zu machen. Den selben Vorwurf würde sich aber jeder einhandeln, der, nachdem er im Versuch Bleisulfidschäden nach Folienunterbringung festgestellt habe, die Frage nicht eindeutig mit "ja" beantworten könne, ob zusätzlicher Chemikalieneinrag augeschlossen worden sei. Das gelte vor allem vor dem Hintergrund, daß entsprechende Schäden bereits vor Existenz von Folien dokumentiert worden seien.

    Für mich klingt das plausibel. Daß nicht jeder Chemiker durch Kleinstmengen verursachte Effekte ernst nimmt, hat mir vor Jahren übrigens einmal ein Freund erzählt, der nach der Promotion in Chemie noch ein Pharmaziestudium anhängte: Vieles habe sich ja geähnelt, aber den Umgang mit diesen winzigen Stoffmengen habe er erst lernen müssen.

    Letztlich darf man bei aller Diskussion die Zielsetzung nicht vergessen: Wir wollen erreichen, daß die Albenhersteller den Hart-PVC-Schutzhüllen Warnhinweise in Bezug auf deren Schadenspotential beilegen. Da sie dazu aus welchen Gründen auch immer nicht bereit sind, nützt es nichts vorhandenen Gutachten ein weiteres angreifbares hinzuzufügen. Ich versuche jedenfalls weiter, jemanden zu finden, der das anbieten kann.

    Beste Grüße

    Altsax

  6. #246
    Super Moderator Avatar von Claus Wentz
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    Hallo Altsax,

    bitte am Ball bleiben - gelegentliches "Störfeuer" ignorieren.

    Beste Grüße
    Claus Wentz

  7. #247
    Schrottliebhaber Avatar von Cyberschrott
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    Damit der Thread (und das wichtige Thema) nicht absacken, zeige ich mal einen Fund aus einer kürzlich erworbenen Sammlung.

    Die Marken von Südaustralien Two Pence (Perkins/Bacon) der durchstochenen Ausgabe (Originalfarben eine Palette von blassrot bis leuchtend orange) sind alle stark gefährdet.
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    "Obskur penetranter Diffamierer Andersdenkender"

  8. #248
    Schrottliebhaber Avatar von Cyberschrott
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    Und noch eine hinterher...
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  9. #249
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    Bei den deutschen Gebieten gibt es Gruppen besonders gefährdeter Marken, z.B. alle in der Preußischen Staatsdruckerei / Reichsdruckerei orangen (+ blau + rot) Marken.

    Da die meisten Ausgaben der Britischen Kolonien bei De La Rue in London gedruckt wurden: Gibt es auch hier "Faustregeln" auf die man achten sollte? Die beiden Beispiele sind ja schon deutlich ...

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