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Thema: Bleisulfidschäden durch Vordruckalbum

  1. #1
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    Bleisulfidschäden durch Vordruckalbum

    Ich habe gerade in der Philatelie Dezember 2007 den Artikel Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken gelesen. Ich bewahre meine Marken bereits seit langen Jahren in Vordruckalben mit PVC-Folie auf. Um ehrlich zu sein, ich lese jetzt zum erstenmal davon, daß dadurch Schäden an den Marken hervorgerufen werden können.
    Sollte ich sicherheitshalber die Alben leerräumen?

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von mur
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    @Siegfried Spiegel: Der Artikel war doch sehr deutlich.....oder?

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von sudetenphilatelie
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    Bleisulfidschäden durch Vordruckalben

    Bezog sich das Risiko nicht nur auf klassische Ausgaben von 1870 -1875, da damals Farben mit hohem Bleianteil verwendet wurden? Wenn ich den Autor richtig verstanden habe, sind andere Briefmarken bisher davon nicht tangiert.

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von mur
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    @sudetenphilatelie: Für ganz bestimmte Sammler hat der Autor seine Ausführungen sogar mit bunten Bildern geschmückt.
    Was ich ausdrücken will: Man kann sich auf der Basis dieser sehr gründlichen Ausführungen seine Meinung bilden, man kann den Ausführungen Glauben schenken und man kann es sein lassen. Auch kann man als Sammler seine Marken fest zwischen PVC-Folien einpressen, aber man darf bitte nachher nicht jaulen.
    Jetzt mit leichtfertigen, inhaltlosen Postings die Erkenntnislage zu vernebeln wird dem Autor, der uneigennützig und zum Wohle vieler Sammler und ihrer Werte viel Geld ausgegeben hat, nicht gerecht.
    Mit Sammlergruß mur
    Geändert von mur (24.11.2007 um 15:24 Uhr)

  5. #5
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @siegfried spiegel:

    Das Thema ist m.W. Ende der Neunziger schon aufgetaucht bzw. diskutiert worden. Leider liegt mir der neue Artikel noch nicht vor.

    Fakt ist, Plasitk altert. Und Marken verändern sich nachweislich in dieser Umgebung. Dazu gab es Untersuchungen vom APS und der RSPL bzw. British Library. Ich kann nur wieder auf den Artikel von David Beech verweisen: http://www.rfrajola.com/mercury/mercury.htm bzw. http://www.rfrajola.com/mercury/DB1.pdf Auch im Forum wurde darüber schon ausführlich diskutiert (Suchfunktion mit Stichwort "Feuser" nutzen).

    Ich bewahre Altdeutschland im "einfachen" Einsteckalbum weiss auf. Das ist die Konsequenz, die ich aus der Diskussion gezogen habe.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  6. #6
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    Meine Briefmarken hebe ich nur in Steckalben auf. Bessere Stücke bzw. Marken die ich oft entnehme wegen der Plattierung etc. stecke ich extra noch in Klemmstreifen. Das sollte, wie ich gelesen habe, ok sein. Wie steht es mit Optima- Hüllen von Leucht**** aus? Die benutze ich für Belege, weil man die Vorder- und Rückseite gut betrachten kann. Aus welcher Art Plastik bestehen die den? Sind die auch kritisch?

  7. #7
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    Danke Lars,
    dass ist eine hilfreiche Antwort und ein guter Hinweis. Ich wusste nicht, dass darüber schonmal diskutiert wurde. Habe jetzt die Artikel von damals durchgelesen.

  8. #8
    Altd. BADEN + Deutschland Avatar von sodrei
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    ich habe meine Altdeutschen Marken ...

    Hallo Sammlerfreunde,
    ich habe meine Altdeutschen Marken und hier besonders
    meine Badener nach dem ersten Bericht 2003 in der Philatelie aus
    einen solchen Folienalbum eines großen norddeutschen Herstellers
    herausgetan und habe diese nun

    in Einsteckbücher - inklusive den Briefen.

    Vielleicht nicht ganz üblich (vorallem ) die Briefe scheint mir aber
    erstmal das BESTE und vorallem bei wachsenden Sammlungen auch
    sehr einfach.

    Die Marken waren nur einige wenige Monate in den Folienblättern und öfters "bewegt". Also in der kurzen Zeit konnte ich natürlich keine Veränderung feststellen


    Ich persönlich bin auch der Meinung, dass man wohl Briefmarken vor
    1900 lieber nicht in solche Folienblätter/Hüllen lange Zeit stecken sollte.

    Besten Grüße

    sharp_4

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Oisch
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    Bleisulfidschäden durch Vordruckalbum

    Hier noch ein Link zu einem Beitrag von W. Maassen zu dem Thema

    http://www.sammlerstube.net/biblioth...telie/034.html

    Ich befürchte seitens der einschlägigen Albenhersteller ist hier in absehbarer Zeit keine Lösung oder Hilfestellung zu erwarten, da

    a) die erstellten Gutachten durchaus im Sinn der eigenen Interessenslage interpretierbar sind

    b) die in erster Linie betroffene Klientel der Sammler "klassischer Marken" für den Albenhandel wohl umsatzmäßig nicht die Rolle spielt, wie die Sammler von Marken und Belegen der "nachklassischen Epoche". Und deren Sammlerstücke sind nach heutigem Kenntnissstand (!) bei Verwendung weichmacherfreier PVC-Folien nicht gefährdet (??? - siehe aber Artikel von H.Zerbel in der neusten Philatelie Nr. 366 S. 41 ff).

    Mein persönliches Fazit:

    Ich werde wohl meine Bayern-Marken und Belege wieder aus den Klarsichthüllen auslagern. Erstmal in ein klassisches Einsteckalbum und in Pergmaminhüllen und später ... ???

  10. #10
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    Geschädigte Vorhanden ?

    1. Lob an Herrn Feuser

    Zunächst finde ich es sehr lobenswert, dass sich Herr Feuser
    uneigennützig unter Einsatz eigener finanzieller Mittel der Sache angenommen
    hat und die Warn- und Hinweispflichten der Hersteller, zuminest vorsorglich
    wahrgenommen hat.

    2. Schädigung möglich aber nicht nachgewiesen


    Vorsorglich deshalb, da das Gutachten (kenne leider nur
    die Zitatstelle in der Philatelie) ja nicht zu ganz eindeutigen Ergebnissen gekommen ist, aber eine Schädigung für möglich aber nicht sicher nachweisbar gehalten hat. Deshalb ist die Haltung der Hersteller aus deren Unternehmersicht nachvollziehbar. Sonst können die gleich ihre Produkthaftpflichtversicherung anrufen.

    3. Mögliche Produkthaftung der Albenhersteller


    Nur eines ist klar, in der Sache geht es nicht nur um die Hinweispflicht, sondern auch um die möglicherweise Geschädigten. Für die Albenhersteller gilt natürlich auch die Produkthaftung nach dem Produkthaftungsgesetz, wenn durch die Alben Marken zerstört worden sein sollten. Den der Hersteller haftet u.a. für

    Konstruktionsfehler
    Materialfehler
    Hinweis- und Instruktionsfehler


    Interesanter wäre deshalb zu wissen, ob es nicht Sammler gibt, die unter den geschilderten Aufbewahrungsbedingungen Marken haben, von denen Sie
    glauben und erkenne können, dass diese sich verändert haben. Zudem sollten Zeugen die jahrelange Aufbewahrungsweise bestätigen können.

    4. Geschädigten steht möglicherweise ein Schadenersatzanspruch nach
    § 1 ProdukHaftG zu


    Dann könne Sie darüber nachdenken, ob Sie einen Schadenersatzanspruch
    geltend machen können.

    5. Rechtsschutzversicherung


    Nach § 23 und 2a ARB ist dieser Bereich bei vorhandensein einer Rchtssschutzversicherung vom Rechtsschutz mitumfasst.

    6. Prozessrisiko


    Es muss jedoch deutlich sein, dass bislang ein Nachweis nicht erbracht ist
    und lediglich ein gewisser Verdacht besteht, der auch im Langzeittest widerlegt werden kann. Wobei für mich das Argument, dass auch früher
    Farbveränderungen vorkamen nicht trägt, da dies andere Ursachen gehabt
    haben wird und zeigt, dass die Marken, unter gewissen Bedingungen Farbveränderungen aufweisen.

    Aber eines ist klar, zur Sicherheit müssen die Marken natürlich anders aufbewahrt werden.

    Helmut Knapp
    Geändert von Helmut2006 (28.11.2007 um 16:14 Uhr)

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