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Thema: 1875 - 1882 (Ende Wappenausgaben)

  1. #21
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Inlandsganzsache 1880, weitergeleitet nach Antwerpen

    Nachtaxierte Postkarten und Briefe haben es mir ja schon immer angetan: Diese Inlandspostkarte wurde 1880 von Luxemburg nach Antwerpen/Belgien nachgesandt. Der Inlandstarif von 5 Centimes wurde um 5 Centimes aufgestockt. Besonders interessant wird die Postkarte durch den Transitstempel "Pays-Bas par Anvers" (Niederlande über Antwerpen), den ich so auf einem luxemburger Beleg noch nicht gesehen habe.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  2. #22
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Bahnpoststempel "Luxembourg par Namur"

    Dies ist einer der selteneren Bahnpoststempel mit Luxemburg-Bezug. Eigentlich kein "richtiger" Luxemburger-Stempel, sondern aus Belgien, führt er doch die Landesbezeichnung im Text.
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  3. #23
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Allemagne par Bruxelles

    Hier ein weiterer belgischer Bahnpoststempel auf einer luxemburger Ganzsache, allerdings mit der Bezeichnung "Deutschland über Brüssel". Der Stempel ist mir so noch nie begegnet und trifft die Herkunftsbezeichnung nicht ganz. Ob es sich hier um einen falsch sortierten Beleg handelt, oder ob das Usus war, würde mich sehr interessieren.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  4. #24
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    Da ist definitiv etwas verkehrt gelaufen, Usus war das ganz sicher nicht.

    Normal wäre es gewesen, wenn die Karte per Eisenbahn über Bastogne nach Brüssel gereist wäre. Deutsches Gebiet hätte sie dann nicht berührt.

    Alternativ hätte die Karte per Eisenbahn noch Richtig Norden über Troisvierges und Gouvy nach Lüttich und von dort weiter nach Brüssel gelaufen sein können. Dies ist sehr unwahrscheinlich und deutsches Gebiet wäre wieder nicht berührt worden. Letzteres hätte nur passieren können im Falle einer Zuleitung über St.Vith und das macht überhaupt keinen Sinn.

    Lange Rede, kurzer Sinn - sehr mysteriös!

    Ulli

  5. #25
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Wanderstücke...

    Diese herrliche Karte wird seit Jahren wie sauer Bier angeboten: http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll...ayphotohosting - mir gefällt an dem Stück nicht, dass der breite Ausgleichszahn der Lokalsausgabe nicht sichtbar ist und der Verwendungszeitraum viel besser zur Haarlemer-Ausgabe passt.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  6. #26
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Vianden - Obersgegen 1882

    Ein schöner Rücken kann auch entzücken... Glasklarer Einkreisstempel "Vianden", rückseitig nachverwendeter Preussenstempel "Obersgegen" als Grenzeingangsstempel. Obersgegen ist nur 4 KM von Vianden entfernt, es fand ein Postaustausch statt.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  7. #27
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    Hallo Lars,

    sehr schöne Karte und, da ich die Gegend kenne, sicher sehr selten (Obersgegen ist heute noch ein Kaff, von dem ich noch nie einen Stempel gesehen habe!).

    Da wundert es schon, dass man sich nicht verbal ausgetauscht hat (über die Zollstraße bei Roth gibt und gab es ja die direkte Verbindung).

    Danke fürs zeigen sagt bayern klassisch

  8. #28
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Bayern Klassisch,

    vielen Dank für das Kompliment! Der nachverwendete Preussen-Stempel "Obersgegen" ist m.W. nicht sehr selten (seit 1857 im Einsatz).

    Auf das Stück habe ich aus einem Grund geachtet: Der Viandener Postkutschenvorfall von 1870. Nach einer gewonnenen Schlacht im 1870/71er-Krieg fuhr ein preussischer Postillon mit fähnchengeschmückter Postkutsche in Vianden ein. Das fanden die oft französisch gesinnten Viandener nicht so lustig und verprügelten ihn und sperrten ihn ein. Ausländische Flaggen zu hissen ist in Luxemburg bis heute verboten, wenn die Nationalflagge nicht daneben hängt.

    Das ganze kochte bis zu Bismarck hoch, der sehr sauer wurde. Ende vom Lied, der Postillon wurde freigelassen, aber die Postverbindung erst einmal unterbrochen. Eine Entschädigung wurde gefördert, die Übernahme der Post und der Eisenbahn. Die Eisenbahnen kamen nach dem Krieg tatsächlich unter preussische Regie.

    Erst sechs Jahre später wurde die Postkutschenverbindung Vianden - Obersgegen - Neuerburg wieder aufgenommen, vorher gab es nur einen Fussboten.

    Der Artikel erschien u.a. in den Heften der ArGe NDP. Es lohnt sich also, als Postgeschichtler über die Ländergrenzen hinaus zu schauen und sich "fremdes" Wissen einzuverleiben.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  9. #29
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Bahnpoststempel "Luxembourg par Ambt. Brux. Arl." 1880

    Die 10 Centimes-Auslandspostkarte war das postalische "Arbeitspferd" von 1880. Die Rückseiten der Karten nach Belgien sind wegen der Bahnpoststempel interessant. Die deutschen Bahnpoststempel mit Luxemburg-Bezug aus dieser Zeit sind weitaus seltener. Der Einkreisstempel "LUXEMBURG" war zu der Zeit schon erkennbar abgenutzt.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  10. #30
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    Hallo Lars,

    "Es lohnt sich also, als Postgeschichtler über die Ländergrenzen hinaus zu schauen und sich "fremdes" Wissen einzuverleiben."

    Meine Rede.

    Gut, dass du die tollen Hintergrundinfos hast; das macht die Sache noch spannender.

    Bei dem kleinen Ort obersgegen (und nichts bedeutenden drum herum) kann ich mir aber kaum vorstellen, dass Stempel nicht selten sein sollen.
    Wenn es in einem Katalog anders stehen sollte, dann trau ihm nicht!

    Danke fürs zeigen der prima Stücke sagt bayern klassisch

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