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Thema: 1875 - 1882 (Ende Wappenausgaben)

  1. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von bayern klassisch
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    @Ulli und deckelmouk

    Das sehe ich genauso. Also kann man mit kleiner Münze wahre Schätze heben.

    Wenn ich nicht zu tief in Bayern drin wäre, wer weiss, was ich sammeln würde...

    Jedenfalls machen eure Schätze Lust auf mehr. Das war eine Aufforderung.

    Grüsse von bayern klassisch

  2. #12
    Württemberg
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    Zitat Zitat von Ulli D. Beitrag anzeigen
    Einerseits: Ich habe alle drei spottbillig für rund 50 - 75 Prozent der Michel-Bewertung (aktuell 70,- EURO) erworben. Andererseits: Ich kenne Sammler, die ohne zu Zucken 500 EURO ausgeben würden.

    Wo die Wahrheit liegt, kann ich zwar auch nicht sagen - realistisch ist der Michel-Katalog in der Bewertung aber sicher nicht. Übrigens ist die Karte im luxemburgischen Prifix sogar nur mit 37,50 EURO bewertet.

    Ulli
    @Ulli D

    Ich kenne Sammelgebiete, da gibt es höchstens 5 ernsthafte Sammler, die das Gebiet komplett haben wollen. Sind dann von einer Ganzsache nur 3 Stück bekannt, dann gehen die Preise extrem nach oben. Pro Stück zahlt man dann schon mal zwischen 300.- und 500.- Euro oder auch mehr. Gibt es davon 10 bekannte Stücke, dann geht der Preis rapide in den Keller, obwohl die Dinger auch noch selten sind.
    Bei Stückzahlen von 30 bekannten Stücken und mehr kann man dann getrost von Massenware sprechen und die Preise liegen bei ca 20.- bis 40.- Euro.

    Gruß

    wuerttemberger

  3. #13
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    @ Württemberger

    Ich bin mit Dir grundsätzlich völlig einig.

    Was man allerdings nicht unterschätzen sollte, ist die für hiesige Verhältnisse schier unfassbare "Sammlerdichte" in Luxemburg (36 Vereine in der FSPL) und - aus welchen Gründen auch immer - ein ungewöhnliches Interesse in den USA für dieses Sammelgebiet, was sich regelmäßig in bemerkenswerten Bietergefechten widerspiegelt. Mit 10 Karten ist die Nachfrage jedenfalls bei weitem nicht zu befriedigen.

    Gruß

    Ulli

  4. #14
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    Heute noch einmal ein – wie ich finde – postgeschichtlich recht interessanter Beleg.

    Zum Hintergrund:
    Aufgrund der Zugehörigkeit zum Zollverein und zum deutsch-österreichischen Postverein war Luxemburg in der Mitte des 19.Jahrhunderts stark östlich orientiert und gab deshalb in der Folge bis zum 20. April 1876 nur Postkarten zu 5 Centimes für das Inland und zu 6 Centimes (= ½ Silbergroschen) für das Deutsche Reich heraus. Jedoch waren bereits ab 1875 auch Postkarten in das übrige Ausland (Belgien sogar schon 1871) zugelassen. Entsprechende Postkarten mit dem entsprechenden Porto von 12½ Centimes fehlten – es hieß also, entweder Postkarten zu 5 und 6 Centimes „auffrankieren“ oder nach anderen Lösungen suchen.

    Im vorliegenden Fall wurde am 1. April 1876 ein Probedruck eines alten Korrespondenz-Formulars von Anfang 1874 verwendet, mit einer 12½ Centimes versehen und nach England – einer damals durchaus nicht alltäglichen Destination – geschickt.

    Ulli
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  5. #15
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Salut Ulli,

    Wahnsinnsbeleg! Du hast nur vergessen zu erwähnen, dass klare Abschläge des "Petit Francais" vom "Gare de Luxembourg" auch zu den selteneren Entwertungen gehören.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars ( - Grün vor Neid!)

  6. #16
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Ganzsache mit Zusatzfrankatur

    Bei dem folgenden Stück war Ulli D. nicht ganz glücklich mit mir... - Die Ganzsache wurde mit einer Vier-Centimes-Marke der sog. Lokalausgabe auffrankiert und damit das Porto von 10 Centimes nach Belgien dargestellt. Das Porto für Inlandspostkarten betrug 5 Centimes, das Sonderporto nach Deutschland 6 Centimes.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
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  7. #17
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    Eine kleine Spielerei mit der Entwicklung des Ganzsachen-Portos zwischen Luxemburg und dem Deutschen Reich - dargestellt mit Postkarten, die allesamt nach Metz im deutsch besetzten Teil von Lothringen gelaufen sind.

    Seit Einführung der Korrespondenz-Karten in 1870 belief sich das Porto aufgrund 6 Centimes, was ½ Silbergroschen entsprach.

    Hier eine Karte vom 4. August 1877 von Wasserbillig nach Metz, mit violettem Ankunftstempel „IN METZ EINGEGANGEN“.
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  8. #18
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    Hier eine Karte vom 17. Februar 1878 von Remich nach Metz mit dem gleichen Ankunftstempel, jetzt aber in schwarz.

    Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits seit längerem Irritationen zwischen Luxemburg und dem Deutschen Reich im Zusammenhang mit der Auslegung und Anwendung des Postvertrages vom 19. Juni 1872. Einer der Gründe war der, dass das Deutsche Reich bei Doppelkarten (die zu 1 Silbergroschen = 12½ Centimes verkauft wurden) 6½ Centimes zustanden und Luxemburg lediglich 6 Centimes.
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  9. #19
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    Am 1. Mai 1878 traten mit dem neuen deutsch-luxemburgischen Postvertrag auch die Bestimmungen des Weltpostvertrages in Kraft, nach der jedes Land die von ihm erhobenen Gebühren behält.

    Luxemburg nutzte in diesem Zusammenhang auch gleich die Gelegenheit, und erhöhte das alte Präferenzporto für das Deutsche Reich von 6 Centimes auf das UPU-Porto von 12½ Centimes.

    Hier eine Karte vom 24. März 1879 von Esch-sur-Alzette nach Metz, wieder gleicher Ankunftstempel.
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  10. #20
    Luxemburg-Sammler Avatar von Ulli D.
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    Bereits am 1.April 1879 wurde das Porto von 12½ auf ein allgemeines Auslandsporto in Höhe von 10 Centimes reduziert. Man beachte, dass die Auslandskarten ab 1879 ein neues Kopf-Muster mit „UNION POSTALE UNIVERSELLE. (WELTPOSTVEREIN)“ aufweisen.

    Die nachfolgende Karte ist gelaufen am 11. März 1881 von Luxemburg-Stadt nach Metz, altbekannter Ankunftstempel.

    Alles in allem war es zwar nur eine nette Spielerei, diese Karten zusammenzutragen, aber dann alle zu haben, war auch ein „mörderisches“ Vergnügen.

    Herzliche Grüße

    Ulli
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