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Thema: Retourbriefe

  1. #1
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Retourbriefe

    Ein weiteres Gebiet, dass ich unabhängig von meinen Hauptgebieten verfolge, sind Retourbriefe. Die Briefgesichter mit den ganzen Nebenstempeln, postalischen Vermerken, Aufklebern usw. sind einfach fantastisch. Die Gründe für eine Retoure sind vielfältig, in der Regel hängt es damit zusammen, dass die Empfängeradresse falsch ist. In Kriegszeiten kann es natürlich auch passieren, dass der Empfänger bereits gefallen ist. Nichts ist trauriger, als so einen Brief oder eine Postkarte zurück zu bekommen.

    Dieser kleine Brief konnte nicht zugestellt werden, da die Adresse nicht bekannt war bzw. der Empfänger dort nicht wohnte. Der Brief bekam einen passenden Aufkleber verpasst und einen "Retour"-Stempel. Die Stempel mit den Nummern "1" und "2" müssten vom Briefträger bzw. Postbeamten stammen. Es musste genau dokumentiert werden, wer die Rücksendung veranlasst hatte - immerhin hatte der Absender im voraus für die Postleistung bezahlt.

    Beste Retoursammlergrüsse!

    Lars
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  2. #2
    Homo philatelicus hisp. Avatar von buzones
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    Daumen hoch

    Sehr schönes Thema, Lars!

    Hier ein farbenfrohes, modernes Stück aus meiner Sammlung: Unzustellbare Drucksache aus Benisa (Alicante) 13.7.92 nach Pembory (Kent) mit zwei Aufklebern der Roayl Mail, angebracht am 31.7.92. Rücksendung per surface mail.



    Wenn ich noch 'n bisschen grabe, finde ich noch mehr.

    Beste Philagrüße
    Ralf


  3. #3
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Ralf,

    sehr schönes Stück! In den nächsten Tagen werde ich auch noch ein bisschen "graben".

    Beste Grüsse!

    Lars

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Erdinger
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    Dann will ich auch mal ...

    1900 von Dorfen nach München und wieder retour.

    Beste Sammlergrüße,
    Dietmar
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    Alle baten helpen, zeiden de muggen en pisten in de zee.
    Flämisches Sprichwort

  5. #5
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    Traurige Briefe

    Hallo Lars
    Ich habe hier einen dieser traurigen Briefe aus dem ersten Weltkrieg. Der Brief an den Landsturmmann Ernst R. wurde am 3.10.1916 mit dem handschriftlichen Hinweis "vermist" versehen und an den Absender, die Ehefrau des R. zurück geschickt.
    In dem darunter liegenden Brief vom 17.11.1916 schildert ein Kamerad, aus englischer Kriegsgefangenschaft wie R. verwundet und gestorben ist.

    Sammlergrüße
    Manfred
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  6. #6
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Auch hier hätte ich was, allerdings etwas recht frühes...
    Name:  sluzewo.jpg
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    Der Brief ist am 10.6.1843 aus Marienwerder(poln. Kwidzyn) über das preussische Grenzpostamt Thorn mit der Reit-Post No. II nach Służewo gegangen. Dort 2-zeiliger Eingangsstempel des polnischen Grenzpostamtes Służewo v.17.Juni in Rot., rückseitig Grenzübergangsportostempel ‚Porto Zagr./Gr.’. Da der Brief in Służewo nicht zugestellt werden kann - der Briefträger schreibt "Der Advocat ist nicht bekannt ... zurückschicken" - wird er trotzdem mit der Fahrpost No. VI am 21.6. nach Warschau weitergeleitet, dazu der Ausgangsstempel von Służewo vom 21.Juni. Von dort - handschriftlich Warschau 26.6. - wird der Brief retourniert und über Thorn (25.7.) wieder nach Marienwerder gesandt. Ankunftsstempel Marienwerder 29.7. und 31.7.

    Bei den Taxvermerken habe ich resigniert.

    Michael
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  7. #7
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Adressat verstorben - 2005

    Dies ist mein modernstes Beispiel. Der Empfänger ist verstorben, der Briefträger hat einen handschriftlichen Vermerk auf den Brief gemacht. Da die Adresse vorhanden war, musste der Brief zur Ermittlung des Absenders nicht geöffnet werden. Leider... - das hätte noch mal einen schönen Klebestreifen gegeben.

    Beste Retourbriefsammlergrüsse!

    Lars
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  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von mur
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    @deckelmouk: Leide ich unter Verfolgungswahn, oder ist das Ding da unten ein Hakenkreuz?

    Mein Beispiel für Retour"brief" habe ich heute zufällig beim Aufräumen gefunden.
    Ein Schulmädchen hatte aus einem Kalenderblatt eine Postkarte gebastelt. Sie mißt 130x130 mm und ist damit genau 5 mm breiter als eine Postkarte sein darf. Konsequenz: Die Postkarte hätte im Großbrief - mit 3,00 DM frankiert - verschickt werden müssen. Der Empfänger "Funkuhr" -Bargeld lacht- hat sich logischerweise geweigert, das "Strafporto" zu bezahlen und so ging die Karte zurück an den Absender. Bargeld lachte hier nur für die DPAG: 3,00 DM Briefporto und 1,00 DM Nachentgelt, wobei 1,00 DM schon mit der Briefmarke abgegolten waren.
    Mit Sammlergruß mur
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  9. #9
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    @deckelmouk: Leide ich unter Verfolgungswahn, oder ist das Ding da unten ein Hakenkreuz?
    Verfolgungswahn - Ja.
    Ganz schön dreist, einem Zusteller, der damals wohl noch nicht lebte, die Nutzung von Hakenkreuzen zu unterstellen. Man(n) entlarvt sich selbst, wenn man nicht aufpasst.

    Michael
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  10. #10
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Zitat Zitat von mur Beitrag anzeigen
    @deckelmouk: Leide ich unter Verfolgungswahn, oder ist das Ding da unten ein Hakenkreuz?
    @mur:

    Ja. Ich hätte doch dazuschreiben sollen, dass ich eine Karte aus dem 1. Weltkrieg habe, auf der das Kreuzsymbol genau gleich aussieht. Ich stelle das Bild heute Abend ein.

    Ansonsten schönes Stück! Aus der Ecke "Annahme verweigert" kann ich auch noch das ein oder andere beitragen.

    Beste Retourbriefsammlergrüsse!

    Lars

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