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Thema: Infos über Potschta

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Elite-Sammler
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    Infos über Potschta

    Da ich mehr über die Potschta Ausgabe 1945 in der OPD Dresden erfahren möchte und ich schon einige Literatur dazu gekauft habe und dennoch Fragen offengeblieben sind, hoffe ich dass diese mir hier beantwortet werden können.

    1. Wie wurde der Druckbogen aufgeteilt (Klischeemater)?

    2. In der Spezialliteratur "Die Geschichte der Postwertzeichen Ostsachsens" von Paul Friedrich schildert, dass der Drucker Birkner erst mit dem Ölfarbendruck gedruckt habe und erst dann auf Wasserfarben zurückgreifen musste, als die Ölfarbe aufgebraucht war. - Im Michel jedoch steht, dass die Wasserfarbe zuerst kam und durch die schlechte Qualität (viele Bögen klebten zusammen) wurde mit Ölfarben gedruckt. Welche Aussage stimmt nun?

    3. Gibt es außerdem Quellen, auf denen man sieht, welche Stempel zu dieser Zeit benutzt wurden, bzw. welche nachgestellt wurden?

    4. Gibt es noch irgendwo Originaldokumente über die Plattenabschleifung oder Ähnlichem?

    5. Gibt es Literatur zu Feldmerkmalen oder Plattenfehlern, die nicht im Michel verzeichnet sind?

    Ich hoffe auf eine Antwort,
    mfg
    Elite-Sammler

  2. #2
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    Da Du schon andere Literatur besorgt hast, kann Dir das Folgende schon bekannt sein.

    Die Ausführung im Michel, dass zuerst mit Wasserfarben gedruckt wurde und warum diese dann nicht zum Verkauf kamen erscheint mir logischer.
    Die gleiche Schlussfolgerung lässt sich aus der Darstellung im DDR Universalkatalog (transpress) ziehen. Als Erläuterung zur Wasserfarbenausgabe steht dort. Zitat "Aus technischen Gründen nicht von der Post abgenommen, daher kein Schalterverkauf." Ich schließe daraus, dass der Wasserfarbendruck nichts taugte und dann mit Ölfarbe gedruckt wurde. Die umgekehrte Variante erscheint mir nicht wahrscheinlich, da lt. Universalkatalog die Ölfarbenausgabe am Erscheinungstag zurückgezogen wurde. Es gab also keine Veranlassung danach noch mit Wasserfarbe zu drucken.

    Im Universalkatalog wird noch etwas zum Stempel gesagt, das im Michel nicht ganz so steht. Zitat: "Verkauf nur beim Postamt Dresden A 16. Am Erscheinungstag auf Veranlassung der zuständigen SMA zurückgezogen. Am Schalter des Postamtes A 16 war zu dieser Zeit der Stempel mit dem Kennbuchstaben e und der Uhrzeit 12 in Gebrauch. Andere Stempel = GS"
    Gruß Peter
    Ich will den alten Kaiser Wilhelm wiederhamm!

  3. #3
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    Mir erscheint auch die Erklärung im Michel nachvollziehbarer. Allerdings weiß ich nicht, wie man sicher Öl- von Wasserfarbe unterscheiden kann, wenn man kein Vergleichsmaterial hat. Gibt es da einen Tip?

  4. #4
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    Die Ölfarbe wird ein wenig unter einfallendem Licht "glänzen".
    Wasserfarbe kommt dagegen immer etwas "stumpfer" daher.
    Gänzlich ohne Vergleichsmaterial, wird man wohl so seine
    Schwierigkeiten bekommen.
    Siehe auch: Kruschel Auktionskatalog Nr. 41 Teil 2.
    Geändert von 1867 (06.09.2007 um 11:24 Uhr)
    ... Literatur spricht viele Bände ...

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Phileicht
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    Potschta mit Stempel Dresden A16 e

    ... so kann das aussehen mit dem Kennbuchstaben -e-

    Der Brief ist BPP-geprüft, gehört nur leider nicht mir. Wenn jemand so einen hat und abgeben möchte, bitte eine PN an mich.

    Grüßle Rainer
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  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Elite-Sammler
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    Vielen Dank für die ersten Antworten,
    zu der Unterscheidung zwischen Öl- und Wasserfarbe kann ich noch etwas hinzufügen:
    Beim flüssigen Farbauftrag des Wasserfarbendrucks (1.Quartal der Auflage) ist die Markenfarbe krapprot und das Mittelstück stark verschwommen bis hin zum vollem Mittelstück. Beim sparsamen Farbauftrag des 2.Quartals hingegen erscheint das Mittelstück scharf heraus und die Markenfarbe ist hellrot (rötlich). Bei quarzigem Farbauftrag des Öldrucks (3.Quartal der Auflage) erscheint die Markenfarbe bordeaux (Mittelstück dabei oft verschmiert). sowie bei sparsamen Farbauftrag (4.Quartal der Auflage) die Markenfarbe hellrot (orangelich) wird, und das Mittelstück scharf ausgeprägt ist.

    Da ich schon des Öfteren von der sog. Rudelsburg-Sammlung (Kruschelauktion Nr.41 Teil 2) gehört, sie jedoch nie zu Gesicht bekommen habe, wollte ich in die Runde fragen, ob Sie mir jemand ausleihen könnte?
    Bitte dann mit PN an mich wenden.
    Geändert von Elite-Sammler (06.09.2007 um 12:30 Uhr)

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von 1867
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    Du hast Post.
    Eingetütet iss schon.
    Geändert von 1867 (06.09.2007 um 12:03 Uhr)
    ... Literatur spricht viele Bände ...

  8. #8
    Deutschland 1933 - 1949 Avatar von Kontrollratjunkie
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    Eine Unterscheidung der beiden Drucke ist eigentlich nur mit Vergleichsstücken möglich. Man lege beide Marken nebeneinander, dann ist alles klar.
    Die Farben sind wirklich krass unterschiedlich und auch die Papiere sind unterscheidbar.
    Aber wie schon gesagt wurde, ohne Vergleichsmaterial ist das ein bisserl schwierig..........

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Elite-Sammler
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    Daumen hoch

    Habe jetzt einen sehr ausführlichen Bericht von Herrn Ströh erhalten, indem das meiste wunderbar erklärt wird.
    Vielen Dank an die eifrigen Schreiberlinge mit ihren Antworten.

  10. #10
    Deutschland 1933 - 1949 Avatar von Kontrollratjunkie
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    @Elite-Sammler

    Also der Bericht würde mich auch sehr interessieren, und sicher viele andere User auch.
    Könntest Du den nicht bitte zur Verfügung stellen ?

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