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Thema: BUND 1974 - Kant 90 Pfg - existieren verschiedene Formate ?

  1. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Papierlaufrichtung waagerecht d.h. Ausdehnung bz. Verkürzung im Höherichtung...
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  2. #12
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    Das einfachste Indiz ist doch der Stempel. Wären die Marken bereits mit unterschiedlicher Grösse an die Schalter gekommen, müssten trotzdem die Poststempel gleich gross sein (kleine und grosse Marken warden immer mit dem gleichen Tagesstempel gestempelt).

    Nun kann man durch Ausmessen feststellen, dass der Stempel aus Grömitz etwas grosser als der aus Stuttgart ist. Das past zum Grössenunterschied der Marken. Dieser muss also durch das Ablösen und Pressen (!) verursacht sein.

    (P.s. Marken brauchen zum Trocknen keinen tonnenschweren Anpressdruck).

  3. #13
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Bei Notopfermarken haben wir Papierschrumpfungen bei gestempelten Marken bis etwa 3% festgestellt - auch ohne Pressung und Backofen. Wegen der kleinen Marken messen wir das nur waagrecht.

    Die von unserem "Papier-Guru" Rein ins Gespräch gebrachte Laufrichtung könnte bei den Kant-Marken auch ihre Bedeutung haben. Ich messe den rechten 4er-Block breiter als den linken.
    Sollten hier verschiedene Laufrichtungen vorliegen und das Papier links in der Breite und das rechts in der Höhe geschrumpft sein?

  4. #14
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Zitat Zitat von fricke Beitrag anzeigen
    Sollten hier verschiedene Laufrichtungen vorliegen und das Papier links in der Breite und das rechts in der Höhe geschrumpft sein?
    Das kann ich mir bei den modernen Marken nicht vorstellen. Die werden doch alle auf Rollen und nicht auf vorgeschnittene Drückbögen gedruckt.

  5. #15
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    Wer etwas physil. Kenntnisse besitzt, weiß daß Lignin & deren Derivate "arbeiten"...
    Wurde auch schon Entsprechendes erläutert (Rein..)
    Geändert von Skatbernd (30.08.2016 um 17:10 Uhr)

  6. #16
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    ...will heißen, man kann das org. Material beliebig verändern.
    Durch nicht vorgesehene physilal. Einflüsse- Feuchtigkeit/ Wärme- Schrumpfung.
    Übermäsiges UV-Licht- Ausbleichen....usw.
    Gefragt ist der Originalzustand ohne Manipulationen...

  7. #17
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Zitat Zitat von Harald Krieg Beitrag anzeigen
    Das kann ich mir bei den modernen Marken nicht vorstellen. Die werden doch alle auf Rollen und nicht auf vorgeschnittene Drückbögen gedruckt.
    Da ist was dran. Dass die Zehnerbogen einmal längs und einmal quer auf die Papierbahnen gedruckt wurden, kann ich mir auch nicht vorstellen. Der Unterschied in der Breite ist ja auch minimal und vielleicht ein Sehfehler meinerseits.

    Was mich auch irritiert ist, dass hier immer von Dehnungen des Papiers die Rede ist.
    Ich habe bisher nur Schrumpfungen (durch Wässerung und Trocknung) festgestellt.
    Geändert von fricke (30.08.2016 um 20:00 Uhr)

  8. #18
    Registrierter Benutzer Avatar von Ben 11
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    Guten Abend,

    Ich bin etwas verwundert: Ihr rechnet Portogebühren auf Kommastellen genau, analysiert Stempel bis in die Details, sorgt Euch um die Farben und richtige Lagerung Eurer Schätze, aber über die Herstellung der bunten Zettel wisst Ihr wenig.

    Zitat Jürgen Kraft: Die Marke ist im Walzenstichtiefdruckverfahren hergestellt. Da kann schon einmal ordentlich Zug auf der Rolle sein. Man muss sich ungefähr vorstellen, vorne hängt eine große Rolle Papier, hinten kommen Schalterbogen, verpackt zu 100 Stück heraus. Das Papier ist nicht gerade nass beim bedrucken, aber schon etwas feucht.
    Mal abgesehen, davon dass es Walzenstichtiefdruckverfahren nicht gibt, weil die Tiefdruckform auf Zylinder gearbeitet wurde, kann eine Rollenmaschine zwar drucken, die Bahn auch perforieren und möglicherweise auch querschneiden und die Bögen dann ablegen. Die Stapel auf 100 Stück abzuzählen und zu verpacken konnte sie 1974 nicht. Ich gehe eher davon aus, dass die Maschine von Rolle auf Rolle gedruckt hat (einschließlich der Perforation) und alle weiteren Arbeitsschritte separat erfolgten.

    Zitat Fricke: Papierschrumpfungen bei gestempelten Marken bis etwa 3% festgestellt
    Wenn man die Schrumpfung der Marken (die ca. 21mm breit sind) mal theoretisch auf eine Bahnbreite von 1m hochrechnet, kommt man auf ca. 30mm Einschnürung. Die Papierbahn wäre nah am Zerreißen. Zum Glück gibt es mit einer Tänzerwalze vor jedem Druckwerk ein Ausgleichssystem, dass die Bahnspannung relativ konstant hält. Bei einer Einschnürung oder Dehnung während des Drucks müsste man Passerverschiebungen feststellen können.

    Zitat Harald Krieg: Die werden doch alle auf Rollen und nicht auf vorgeschnittene Drückbögen gedruckt.
    Nein, das Gegenteil ist heute eher der Fall. Die Offsettechnologie ist aufgrund der geringen Kosten gerade für kleinere Auflagen sehr gut geeignet. Viele Wertpapierdruckereien arbeiten heute im Bogenoffset. Selbst Stichtiefdruck (z.B. Frauen der deutschen Geschichte) wird auf Bogen hergestellt. Rakeltiefdruck als typische Rollenanwendung gibt es heute nicht mehr bei Briefmarken.

    Geht nochmal zurück auf Start, und sucht eine andere Ursache. Die Druckmaschine war es nicht, aus wenn sie vielleicht schon etwas älter war.

    Viele Grüße
    Ben.
    stay curious.

  9. #19
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Zitat Zitat von Ben 11 Beitrag anzeigen
    Guten Abend,

    Ich bin etwas verwundert: Ihr rechnet Portogebühren auf Kommastellen genau, analysiert Stempel bis in die Details, sorgt Euch um die Farben und richtige Lagerung Eurer Schätze, aber über die Herstellung der bunten Zettel wisst Ihr wenig.


    Wenn man die Schrumpfung der Marken (die ca. 21mm breit sind) mal theoretisch auf eine Bahnbreite von 1m hochrechnet, kommt man auf ca. 30mm Einschnürung. Die Papierbahn wäre nah am Zerreißen. Zum Glück gibt es mit einer Tänzerwalze vor jedem Druckwerk ein Ausgleichssystem, dass die Bahnspannung relativ konstant hält. Bei einer Einschnürung oder Dehnung während des Drucks müsste man Passerverschiebungen feststellen können.

    Viele Grüße
    Ben.
    Ich bin nicht nur verwundert - ich bin total verwirrt.

    Ich bade gestempelte Briefstücke in etwas Wasser, löse Marke oder Einheiten ab, trockne sie und stelle häufig fest, dass sie im Verhältnis zu postfrischen Exemplaren etwas geschrumpft sind.
    Da dachte ich, dass unser Papierfachmann Rein etwas dazu sagen kann.

    Was das aber mit Einschnürung, Tänzerwalzen, Bahnspannung, oder gar Passerverschiebungen zu tun haben soll und warum da eine Papierbahn reißen soll und wie überhaupt die gestempelten Marken in die Druckmaschine kommen sollen, kapiere ich leider nicht.
    Und wozu soll ich die Schrumpfung auf eine Bahnbreite von 1m hochrechnen. Wahrscheinlich bin ich zu alt für solche komplizierten Gedankengänge.

    Ich schlafe mal drüber - vielleicht klappt es morgen.
    Geändert von fricke (30.08.2016 um 23:45 Uhr)

  10. #20
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Ben,

    die Dehnung oder Schrumpfung geht QUER auf die Papierlaufrichtung also keine Angst dass das Paper zerrissen wird! Und die Papierlaufrichtung ist WAAGERECHT!

    Fricke hat recht!

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

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