@Fricke,

ups, kleiner Sturm im Wasserglas - ich hoffe doch, Du konntest dennoch gut schlafen. Mit Deiner Argumentation liegst Du natürlich vollkommen richtig. Rein hat das ja schon bekräftigt.

Dankenswerterweise hast Du mit den 3% Schrumpfung eine greifbare Zahl geliefert. Ich konnte diese verwenden, um eine Extremsituation zu skizzieren. Formuliert habe ich meine Überlegungen im Konjunktiv, also der Wahrscheinlichkeitsform. Oder besser: der Unwahrscheinlichkeitsform (Konjunktiv II). Das bedeutet, ich formuliere eine unmögliche oder unwahrscheinliche Bedingung für einen Sachverhalt, den ich selbst anzweifle. Ich zeige also, wie absurd der Gedanke eigentlich ist, dass die Druckmaschine an der Schrumpfung der Kant-Marken einen Anteil hat. In meinem letzten Satz habe ich das ja nochmal deutlich gesagt.

Also Alles Gut?

Bei Rollenpapieren ist die Faserrichtung des Papiers ist herstellungsbedingt immer in Papierlaufrichtung ausgerichtet. In Faserrichtung kann das Papier höhere Zugkräfte aufnehmen, als quer zu dieser. Deshalb steht die Dehnrichtung des Papiers (im Beispiel die Schrumpfung der Marken) immer senkrecht zur Faserrichtung. Die Faserrichtung des Papiers kann man zum Beispiel mit Feuchtigkeit überprüfen (das ist sicher bekannt).
Wenn Rein jetzt sagt, dass die Papierlaufrichtung (Faserrichtung) waagerecht ist, dann liegt die Marke beim Druck sozusagen auf der Seite.

Wir kennen das zum Beispiel bei s.g. tète-bèche Pärchen, wie diesen "Wilding" Marken. Man hat die Ausrichtung gewählt, um die Schalterbogen auf der Rolle zu unterscheiden.
Name:  TeteBeche.jpg
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Im Gegensatz dazu ist die Papierlaufrichtung bei diesen "Machin" Marken senkrecht. Auch das als Mittel der Bogentrennung in der Rolle.
Name:  10p_Chambon senkr.jpg
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Viele Grüße
Ben.