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Thema: Sammlung nix Wert?

  1. #1
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    Sammlung nix Wert?

    Ich will meine Briefmarkensammlung verkaufen und habe mich deswegen telefonsich an ein bekanntes Auktionshaus gewandt. Dort wollte man telefonisch wissen, um welches Gebiet und mum welche Jahrgänge es sich handelt. Ich habe so gut es ging das dargestellt, worauf mir mitgeteilt wurde, dass das ganze 100 Euro wert sein und mit Ihnen nicht ins Geschäft zu kommen sei.
    Allerdings habe ich 1983 die damalige Sammlung anhand von verschiedenen Bewertungsbüchern eine Bewertung vorgenommen und bin damals mindestens auf einen Wert von 150.000 DM gekommen. Was ist jetzt richtig?


    rolli

  2. #2
    Alles von Eschwege Avatar von Dietemann
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    Hallo Rolli,

    also wenn das Auktionshaus den Wert auf 100 € taxiert, dann ist das schon mal gut.

    Eine genauere Antwort ist natürlich leichter, wenn Du die Beschreibung ebenfalls veröffentlichst.

    Grundsätzlich hatte ich ein ähnliches Problem, daher weiß ich:
    Die Katalogpreise von 1983 waren um einiges höher als heute.
    Katalogpreise sind immer erheblich höher als die Marktpreise,
    Marktpreise erzielt man nicht, wenn man über einen Händler oder Auktionshaus verkaufen möchte, denn die müssen ja auch leben,
    Wenn Du 100.000 Briefmarken im Katalogwert von 1 € hast, dann heißt das, dass diese Marken fast jeder hat und es sehr schwierig wird einen Käufer dafür zu finden.

    Ebay ist ein Haifischbecken, aber schau doch dort einmal, was Sammlungen und Einzelmarken bringen, die Deinen entsprechen. das gibt zumindest einen Anhaltspunkt. (Wobei auch dort Fantasiepreise gefordert werden, also nicht den Wunsch des verkäufers beobachten, sondern die tatsächlich verkauften, geht mit beobachten)

  3. #3
    der gestempelt-Sammler
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    Zitat Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Ich will meine Briefmarkensammlung verkaufen und habe mich deswegen telefonsich an ein bekanntes Auktionshaus gewandt. Dort wollte man telefonisch wissen, um welches Gebiet und mum welche Jahrgänge es sich handelt. Ich habe so gut es ging das dargestellt, worauf mir mitgeteilt wurde, dass das ganze 100 Euro wert sein und mit Ihnen nicht ins Geschäft zu kommen sei.
    Allerdings habe ich 1983 die damalige Sammlung anhand von verschiedenen Bewertungsbüchern eine Bewertung vorgenommen und bin damals mindestens auf einen Wert von 150.000 DM gekommen. Was ist jetzt richtig?


    rolli

    Um welche MArken und Gebiete handelt es sich und in welchem Zustand sind die Marken? Im Groben kann man sagen, das die Marken der letzten 50-60 Jahre einen sehr geringen Handelswert haben. Auch ungebrauchte/gefalzte Marken "gehen" sehr schlecht.

  4. #4
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    Erste Einschätzung

    Hallo rolli,

    als selber "Frischling" (seit 01.02. hier) heiße ich Dich auch erstmal herzlich willkommen... gute Entscheidung, sich hier anzumelden, man wird hier echt täglich schlauer... eigene Erfahrung

    Frage zu Deinem vor Jahren ermittelten Sammlungswert... hast Du den Katalog durchstöbert und dann zusammengezählt: 1.Marke katalogwert 10 Pfg., 2.Marke auch 10, dritte 50, vierte ne Mark usw. ??

    1. Dann kommt man zwar auf gigantische Summen, leider darf man die Katalogwerte in diesem Niedrigpreis-Segment nicht für bare Münze nehmen (im wahrsten Sinne des Wortes), weil in der Realität keine Nachfrage herrscht... sprich: jeder hat diese gewöhnlichen Marken (sog. Massenware) selber dutzendfach, tlw. tausendfach bzw. kann sie sich billigst beschaffen (z.B. 1 kg Bund Tagesware für ... keine Ahnung 5 Euro... dann haste die gängigen Werte gleich Hunderte Male auf einen Schlag)... einzeln kaufen tut die halt niemand... und von daher sehen auch Händler dort keinen Markt...

    2. Oder: setzt sich der Hauptbetrag aus "besseren" Stücken zusammen, gebe zu, das ist jetzt schwer, am Katalogwert ne Preisgrenze festzumachen... aber z.B. Bund Anfang 50er Jahre sind in guter Erhaltung durchaus gesuchte Werte, um jetzt mal EIN Beispiel zu nennen)

    3. Erhaltung... saumäßig entscheidend... bereits kleine Fehler in der Erhaltung (natürlich Zähnung, aber auch Stempelqualität) haben gigantische Abschläge des angegebenen Katalogpreises zur Folge...

    4. geprüft oder ungeprüft... wieder ein Beispiel: Inflationsmarken Deutsches Reich gestempelt MÜSSEN echt geprüft sein, um den Katralogwert überhaupt zugrunde legen zu können... dort gibt es Unmengen an Falschstempeln (aus damaliger Zeit schon und von bösen Buben heute), weil halt viele Marken aufgrund der rasanten Preisentwicklung damals schnell verfallen unbd postfrisch liegengeblieben sind und die in der kurzen Frankatur-Zeit echtgelaufenen Stücke entsprechend wenig und gesucht sind... da versuchen sich einige halt zu bereichern, indem sie billige postfrische kaufen, falsch abstempeln und teuer verkaufen wollen. Ohne aktuelle (! weil leider auch Prüfsiegel immer wieder gefälscht werden) Prüfung eines BPP-Prüfers wird man diese Marken heute nicht mehr los.

    5. Vielleicht nochmal zur Verdeutlichung: Katalogwerte sind nicht unnütz, sie geben auf jeden Fall sehr gut das Wertverhältnis der Matrken untereinander wieder, ansonsten kommt es halt auf die betreffenden Marken an, wie nah der Katalogwert am Markt ist...

    Das sind so erste Gründe... kenne jetzt nicht Deinen Wisenshintergrund (also sorry, wenn ich Dir hier evtl. banales Bekanntes erzähle), aber zu all den Themen kannst Du über die Suchfunktion hier tolle Diskussionen finden (also Massenware, Katalogschlager (=überbewertete Notierungen), Infla-Marken, geprüft etc. etc. etc.) - ist 'n Tip, den ich auch schon bekommen habe und selber immer wieder baff bin, was ich dann aus solchen Diskussionen alles an Know-How mitnehme....

    Kannst natürlich gerne weitere Detailfragen stellen - sollte ich an meine Wissensgrenzen stoßen, gibt es hier ganz viel kluge Köpfe, die übernehmen können

    Beste Sammlergrüße,
    Sven

  5. #5
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Rolli,

    herzlich Willkommen im BDPh-Forum!

    Es kann natürlich auch sein, dass das Auktionshaus kein Interesse hatte und Dir deshalb einen Abwehrpreis genannt hat. Aber es gibt auch Gebiete, die drastisch an Wert verloren haben: DM-Bund postfrisch ab 1969 ist kaum noch in grossen Mengen handelbar.

    Aber wie es schon die Kollegen sagten, ohne Details oder Bilder wird es sehr schwierig, eine Aussage zu treffen.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  6. #6
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    Hallo und vielen Dank,
    die Sammlung enthält vorgedruckte Ordner ab 1870 und weitere Ordner für Berlin und die BRD bis 1983, sowie alle Ersttagsbriefe ab 1973. Es sind ganze Sätze drin, die damals 15.000 DM im Michelkatalog kosteten, aber auch teure Einzelmarken, und besonders aus der Zeit des Deutschen Reiches vor 1933 auch Fehldrucke und bekannte Fälschungen, die ebenfalls sehr teuer sein sollen.
    Ich finde es jedenfalls sehr unseriös wenn am Telefon jemand eine solche Aussage trifft.

    rolli

  7. #7
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    rolli

    Bitte die Marken scannen und hier zeigen, dann können wir dir mehr dazu sagen (Damit es nicht zuviel wird, nur die Sätze und Einzelmarken, von denen du meinst, daß sie teuer wären).
    Vorsorglich besorge dir bitte bei Karstadt oder im Fachhandel eine Briefmarkenpinzette (kostet nicht viel).
    Falls die Marken tatsächlich teuer sein sollten, wäre es eine Schande, diese dadurch zu verhunzen, daß man mit den Fingern den Gummi berührt.

  8. #8
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @rolli:

    Wenn eine der Fragen "sind die teuren Stücke geprüft" lautete, und die Antwort "nein" war, dann ist die Antwort nachvollziehbar. Ersttagsbriefe ab 1973 werden zumeisst für Cent-Beträge verkauft. Fehldrucke sollten auch alle geprüft bzw. attestiert sein. Wertvolle Fälschungen sind im Prinzip ein Widerspruch in sich (Propagandafälschungen ausgenommen). Aber wie gesagt, ohne Bild ist das immer nur Raterei.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  9. #9
    Registrierter Benutzer
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    Wertvolle Fälschungen sind im Prinzip ein Widerspruch in sich (Propagandafälschungen ausgenommen).
    Und was ist mit Sperati und Co? Man kann zwar diese "Marken" ablehnen, aber den Handelswert wegzudikutieren dürfte schwierig sein. Allerdings sind das natürlich die ganz großen Ausnahmen, aber evtl. hat @rolli ja Fälschungen dieses Kalibers...

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von 1867
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    Für meine teuerste Fälschung habe ich seinerzeit so ca. 300 DM
    ausgegeben. Verkauft habe ich allerdings auch schon 2 für
    jeweils 500 €. Dies war den Käufern auch jeweils bewußt, sie
    waren trotzdem froh über ihren Erwerb.
    Also so ganz wertlos sind sie nicht.
    Aber deckeldings hat völlig Recht mit seiner Aussage. Es ist ein
    Widerspruch in sich.
    Ein Trabbi war ja auch nur ne Mercedesfälschung ...
    Geändert von 1867 (09.02.2007 um 22:02 Uhr)
    ... Literatur spricht viele Bände ...

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