Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 22

Thema: Falsche Phasendrucke DDR

  1. #1
    DDR von A-Z Avatar von Lumpus2000
    Registriert seit
    06.2006
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    372

    Falsche Phasendrucke DDR

    Es häufen sich leider Auktionen mit folgenden DDR-Phasendrucken:





    Ganz rechts jeweils die echte Marke von mir eingefügt ... Die Phasendrucke sind leider alle FALSCH!
    In den jeweiligen Auktionen nätürlich nur kleine Bilder, so das man NICHTS erkennen kann ...

    Fälschungen erkennt man meistens an folgenden Merkmalen:
    -Fehlende Gummierung
    -Oft reinweißes „normales“ Papier
    -Der Druck ist unsauber / verschwommen
    -Die Farbgebung weicht leicht bis stark von der Original-Marke ab

    Vor dem Erwerb oder Mitbieten immer den Verkäufer per Mail ausfragen! Meistens reicht die Frage nach der Gummierung

    Bei den echten Phasendrucken kommt pro Druckphase eine Farbe hinzu, so das man am Ende die fertige Marke hat, halt nur ungezähnt (Endphase), ganz Rechts wieder zum Vergleich die fertige gezähnte Marke, hier ein paar echte :



    Den Unterschied erkennt man leider meistens erst wenn man die Marken "in der Hand hält"

  2. #2
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
    Registriert seit
    09.2005
    Beiträge
    2.331
    Kannst du erkennen, mit welcher Technik das hergestellt worden ist? =(ob z.B. Farblaserdruck / Farbkopie oder Offsetdruck …?).

    Selber habe ich keine Phasendrucke. Bis jetzt habe ich gedacht (ohne mich damit extra näher zu beschäftigen), dass die Marken sowieso ohne Gummi gibt, die man erstmal druckt. Erst wenn der Druck fertig ist (und getrocknet ist), wird das (damit das im Druck durch rel. Feuchtigkeit nicht zusammenklebt, - denn wer weiß wie z.B. eine Offsetdruckmaschine funktioniert…) erst dann gummiert, danach perforiert, beschnitten etc.
    Ist dem nicht so? Hast du also Anfangs-Phasedrucke mit Gummi?

    Und die untere Reihe schaut auch für mich etwas „komisch“ aus (auch wenn ich kein Drucker bin), da es gibt normalerweise eine gewisse Reihenfolge beim Druck (Cyan, Magenta, Yellow, Black), und das Porträt müsste wohl zusammen mit der Schrift aufgedruckt sein? … No ja, aber da kenne ich mich nicht aus…

    Sachen gibt’s! … Ja, leider wird immer wieder gefälscht was das Zeug hält, um sich an Gutgläubigen zu bereichen!

  3. #3
    DDR von A-Z Avatar von Lumpus2000
    Registriert seit
    06.2006
    Ort
    Hamburg
    Beiträge
    372
    Hallo Jurek,
    auch die ersten Phasen haben schon eine Gummierung.
    Über die Reihenfolge beim Druck kann ich dir leider beim besten Willen nichts sagen, ich denke mal das zwischen Marke 3 und 4 noch eine fehlt ... sonst wäre ja Lila und die Inschriften in einem Zug gedruckt worden ... man muß halt nehmen was man bekommen kann
    Hier nochmal ein Beispiel mit schön vielen Phasen:


    Nochmal zu den falschen Phasendrucken:
    Die ersten beiden Reihen (denke ich) sind per "PC-Drucker" hergestellt worden, man sieht unter der Lupe viele Pixel.
    Die in der dritten Reihe sind "professioneller" hergestellt, Pixel fallen nur im Gebäude bei Fenster und Türen auf, alle anderen Farben sind "einheitlich". Also die Rottöne (Kirche und Hintergrund) nicht aus rot mit ein paar schwarzen Pixeln in der Farbintensität verändert (wie z.B. PKW und LKW, da ergibt sich der Farbton aus rot mit verschieden vielen schwarzen Pixeln ... wie beim "heimischen drucken" halt)

    Viele Grüße
    Swen

  4. #4
    Noeppes
    Gast
    Hallo,

    also die Gummierung muss vor dem Druck angebracht worden sein da die flüssige Gummierung ansonsten das Papier so verformt das eine genaue Zähnung unmöglich wird. Die Reihenfolge der Farben, bei obigen Schiller-Beispiel zumindest, ist eigendlich Erfahrungssache da dort offenbar sogenannte Schmuckfarben (oder einfach: fertig angeriebene Farbtöne, ansonsten hätte man ja auch nur vier 'Phasen') benutzt wurden. Dafür gibt es keine festen Regeln.

    Noeppes

  5. #5
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
    Registriert seit
    09.2005
    Beiträge
    2.331
    Danke Swen für die interessanten Darstellungen!
    Du spezialisierst dich ganz schön! Gerne hätte ich auch mal deine DDR Sammlung gesehen…


    @Noeppes
    Da ich ein ‚Ausländer’ bin (dessen Muttersprache Polnisch ist) der die deutschen Sprache nicht genug mächtig ist, - möchte ich dich fragen (vielleicht auch umso Verständlicher für die Anfänger hier unter uns?), was bedeutet vereinfacht ausgedrückt deine Aussage:
    also die Gummierung muss vor dem Druck angebracht worden sein da die flüssige Gummierung ansonsten das Papier so verformt das eine genaue Zähnung unmöglich wird.“?

    Da kommt Druck und Zähnung fast wie in „einem“ Arbeitsgang…?
    Ich verstehe deine Begründung so: Zuerst wird ein (unbedrucktes) Papier (Papierbahn bzw. -Rolle, oder zugeschnittene Bögen?) gummiert. DANACH wird es bedruckt. Das erfolgt deswegen, weil sich das Papier verformt und genaue Zähnung nicht möglich wäre…
    Also was hat jetzt Gummierung und Druck mit Perforation zutun? Denn soweit ich das weiß, die Perforation erfolgt als letzter Schritt (vor dem Endbeschnitt und Kontrolle). Oder?
    Außerdem wenn du von Verformung des Papiers schreibst, wie kann das dann zusammenpassen? Denn wenn die (wie du wohl meinst?) flüssige Gummierung, die VOR DEM DRUCK aufgebracht wird, das Papier verformt, wie kann man präzise Mehrfarbendrucke herstellen? Oder meinst du, dass das „gleichzeitig“ erfolgt? Das kann wohl auch kaum VOR dem Druck möglich sein ohne davor zu trocknen!(?)

    No ja die ‚Ausländer’! Vielleicht kannst du mir bitte das noch genauer erklären?

    Unten 2 „gestohlene“ Bilder (darf man das überhaupt?) kopiert aus Interessanten Faltblatt der österr. Staatsdruckerei (aber ohne © Zeichen), wo einiges interessante Schrittweise über die Herstellung von österr. Briefmarken geschrieben steht…

    Apropos: Warst du derjenige, lieber Noeppes (oder wer?) der ein Artikel (über Farben / Druck, oder so was?) schreiben wollte, den du(?) hier im Forum mal erwähnt hast? Leider habe ich das vergessen… Mich täte das interessieren…
    Da siehst du, dass ich nicht nur ein ‚Ausländer’ bin (ich bezeichne mich als Erdenbürger) der nicht alles versteht, sondern auch leider vieles vergießt! …

    G r ü ß e !
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken   

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von mur
    Registriert seit
    07.2005
    Beiträge
    914
    @jurek: Du solltest Dir bei Gelegenheit dieses Buch zulegen:
    Ludwig Tröndle, Briefmarkenkunde - Das Handbuch für den Philatelisten, Mosaik Verlag 1982. In diesem Buch werden Deine Fragen leicht verständlich beantwortet. Es hat ein Stichwortverzeichnis und ist außerdem auch für den nicht deutschen Muttersprachler lesbar. Es ist regelmäßig bei eBay für wenig Geld zu kaufen. Eigentlich eine Pflichtlektüre, weil viele Grundinformationen zu Breifmarken gegeben werden.
    Mit Sammlergruß mur

  7. #7
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
    Registriert seit
    09.2005
    Beiträge
    2.331
    Danke mur

  8. #8
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    10.2003
    Beiträge
    149

    Drucken

    Wenn man auf einer Einfarbenmaschine die vier Farben nacheinander druckt, z.B. beim Offsetdruck, dann ist die Reihenfolge meist Cyan, Yellow, Magenta, Black.
    Bie Vier- oder Mehrfarbenmaschinen fängt man meist mit der schwarzen Farbe an, dann hat man eine "sichtbare" Standkontrolle.
    Im Briefmarkendruck ist die Reihenfolge sowieso immer anders, denn hier handelt es sich um kombinierte Offset-/Tief- oder auch Buchdruckmaschinen*, bzw. es sind spezielle Mehrfarbenmaschinen. Und die Farben bestehen meist aus speziellen Tönen, manchmal buis zu 8 und mehr verschiedenen Farben.
    Gruß Hesse
    * nicht zu vergessen Letterset, ein Hochdruckverfahren auf Offsetmaschinenbasis

  9. #9
    Noeppes
    Gast
    @Jurek

    Mal wieder in aller Kürze

    Also die Gummierung ist eine wasserbasierende Flüssigkeit und wird normalerweise in sogenannten Streichmaschinen auf das Rollenpapier gebracht. Dann erfolgt die Trocknung UND ein "gegenbrechen" der Papierbahn. Damit wird die Verformung und das Rollverhalten des Papieres nahezu vollständig beseitigt.
    Je nach Druckmaschine werden dann Rollen- oder Bogenmaterial daraus hergestellt die anschließend bedruckt und perforiert werden.

    Wird die Gummierung (WASSER!) nach dem Druck auf das Papier gestrichen so würde es sich verformen -> dehnen/wellen...
    Käme dann noch das Gegenbrechen so werden die Marken bestimmt unterschiedlich lang/breit.

    Ich hoffe ich habe das verständlich geschrieben

    Noeppes

    Ach ja das mit den Farben... folgt meinem derzeitigem Aufsatz der sich mit der Farberkennung... befasst. Nur beruflich bin ich in letzter Zeit im Stress. Ist aber nicht vergessen!!
    Steht dann als nächstes auf meiner Liste

  10. #10
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
    Registriert seit
    09.2005
    Beiträge
    2.331
    Danke gestresster @Noeppes für deine Infos!

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Phasendrucke DDR
    Von 1867 im Forum DDR
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 25.06.2014, 08:23
  2. Falsche DDR-Landesbezeichnung
    Von dietbeck im Forum DDR
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 15.11.2013, 21:29
  3. DDR falsche Probedrucke/Phasendrucke
    Von Lumpus2000 im Forum Fälschungen
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 10.08.2006, 06:34
  4. Falsche Qualitätsbeschreibungen
    Von Philex im Forum Technische Fragen
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 08.08.2004, 20:33
  5. Falsche Stempel
    Von SaschJohn im Forum Stempelkunde
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 04.07.2003, 20:07

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •