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Thema: Stempel im Angebot

  1. #41
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    >>Natürlich nur wenn ich ihn absolut legal erwerben könnte (also ohne den Verdacht, dass er irgendeiner Poststelle gestohlen worden sein könnte)…<<

    Das ist sehr fraglich! Denn Poststempeln sind normalerweise IMMER Eigentum der Post und als amtliche Entwertungsuntersilien, sind sie nicht für Dritte zugelassen, ausgenommen besondere Genehmigung seitens der Postdirektion. …
    Aber privat zum Verkauf sind sie überhaupt nicht zugelassen!
    Alte Stempel werden entweder gelagert, oder im Postmuseum aufbewahrt, oder auch vernichtet. Aber nie kommen sie normal und legal in den Privatbesitz.
    Ich kenne jemanden, der einen Stempel hat…, aber der war ein hohes Tier bei der Post, und der hütet selber das wie seinen Augapfel. Verkaufen tut er das nicht.

    Ich weiß das auch, weil ich selber mit dem Chef eines Postamtes darüber sprach, als er die Poststempel der Filiale bekam, die geschlossen wurde. Er hatte sie in befristeter Verwahrung, um für philatelistische Zwecke das letzte Datum des Postamtes abzustempeln…, aber dann musste er alles in die Zentrale zurückschicken!
    Alles andere ist auf illegalen Weg erworbenes Zeug (genauso wie die Phasedrucke), genauso, wie manchmal passiert, dass eingeschriebene- oder Wertbriefe (selten aber doch) mal „verloren“ gehen!

  2. #42
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    Zitat Zitat von Lolo!
    Warum werden bei Käufern solcher Stempel eigentlich immer gleich krumme Dinger vermutet? Auch der Kaufpreis von 250,- Euro lässt mich das nicht vermuten.
    Weil diese Stempel nicht auf legale Weise verkauft werden. Es ging immer eine Straftat (Diebstahl, Unterschlagung, Fundunterschlagung) voraus. Ein Erwerber muß dies wissen und von einem Kauf Abstand nehmen, auch wenn er keine unlauteren Absichten haben sollte.

  3. #43
    Registrierter Benutzer Avatar von Lolo!
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    Zitat Zitat von Philex
    Weil diese Stempel nicht auf legale Weise verkauft werden. Es ging immer eine Straftat (Diebstahl, Unterschlagung, Fundunterschlagung) voraus. Ein Erwerber muß dies wissen und von einem Kauf Abstand nehmen, auch wenn er keine unlauteren Absichten haben sollte.
    Da hast Du mich nicht richtig verstanden. Selbstverständlich sind der Kauf und Verkauf von Poststempeln illegal. Davon habe ich aber gar nicht gesprochen. Ich sprach aber von den Absichten, die ein Käufer solcher Stempel hegt. Hier im Beitrag wird ja jedem Käufer gleich die Absicht unterstellt, er wolle sich ein paar wertvolle Briefmarken bzw. Belege selbst stempeln. Sicher gibt es den einen oder anderen Käufer, der diese Absichten hat, aber es gibt eben auch solche Käufer, die einen solchen Stempel einfach nur zu Sammelzwecken besitzen wollen. Ob der Erwerb nun legal oder illegal ist, hat zunächst einmal gar nichts damit zu tun.

    Abgesehen davon, bezweifle ich, dass JEDER Käufer weiß, dass der Erwerb illegal ist. Wahrscheinlich weiß es noch nicht einmal jeder Verkäufer.

  4. #44
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Das Problem bei dem Ganzen sehe ich darin, dass durch solche &#246;ffentlich (von den unter der Hand zu schweigen!) verkauften Stempel (die nat&#252;rlich bei den BPP, die das ja beobachten und archivieren), Alarmglocken l&#228;utern!, - wird UNABH&#196;NGIG der Absichten des K&#228;ufers, bei entwerteten Briefmarken aus dieser Zeitperiode (die bes. wertvoller O als ** sind), schon quasi bei dem gerinsten Verdacht vorausgesetzt, dass etliche der Stempel nun FALSCH sind / sein k&#246;nnen (auch wenn sie echt sind, denn schlie&#223;lich etliche der Falschstempel sind echt, nur entweder auf „falschen“ Marken [nicht aus der Zeit] oder &#252;berhaupt zur&#252;ckdatiert… ).
    Nat&#252;rlich hat der Pr&#252;fer (im Bund PP) gewisse M&#246;glichkeiten die Stempelfarbe (denn Schwarz ist nicht immer schwarz mit dem entsprechenden "Fettgehalt" und Glanz und Alterung und…) zu untersuchen …, aber bei einem Originalstempel ist das oft auch unm&#246;glich, und das schadet unheimlich den Sammlern, da man dann nur bei echt gelaufenen Belegen das noch als ECHT gelten lassen k&#246;nnte…
    W&#252;rde z.B. ein bis dato nicht (dem BPP und ArGe) bekannter echter Stempel der Infla-Zeit auf den Markt kommen..., was meint ihr, wie sich das auf die Markenpreise entwickeln k&#246;nnte (besonders wenn dann ein entwerteter Bogen auftauchen w&#252;rde)...
    Nat&#252;rlich muss man nicht immer schwarz sehen und das Schlechteste voraussetzen, besonders bei neueren Stempeln...
    Aber bei &#228;lteren und unabh&#228;ngig der Absichten des K&#228;ufers, wer wei&#223;, was alles damit der Verk&#228;ufer und/oder Verk&#228;ufer des Verk&#228;ufers angestellt hatte... ???

    Seid ihr da einer anderer Meinung? …

  5. #45
    Noeppes
    Gast

    Frage

    Ich habe da mal eine 'Zwischenfrage'.

    Unbeachtet der Tatsache das diese Art von Stempeln, egal welchen Landes oder welchen Zeitraumes, einen immensen Schaden anrichten können.

    Die Stempel der Deutschen Bundespost sind ja durchweg Dienstsiegel und haben amtlichen Charakter. Dürften also auch nicht (unter keinen Umständen) legal in den 'freien' Markt gelagen. Egal ob Stempel der Kaiserzeit, des Deutschen Reiches oder der Bundespost etc.

    Wie verhält es sich mit den Stempeln der 'privatisierten' Post?
    Diese dürften doch rechtlich 'nur' private Stempel sein. So wie eben jeder Firmenstempel der privaten Briefdienste. Diese könnten dann ja legal auf den Markt kommen. Auch der Post AG dürfte dies doch so ziemlich egal sein (mal abgesehen vom Wert der entwendeten->gestohlenen Stempeln u.ä.) fürchte ich. Da diese ja mit dem Verkauf von ungestempelten Marken Geld einnimmt und keinen Verlust erleidet wenn jemand diese zuhause 'entwertet' ohne die entsprechende Gegenleistung einzufordern.

    Sind das nicht auch zwei verschiedene rechtliche Aspekte die unterschieden werden müssen.
    1. das, in JEDEM Fall illegal in den Handel gekommene Dienstsiegel. Hier müsste doch der Staat/staatliche Institution sofort reagieren.

    2. der 'entwendete' oder sogar gefundene (wenn man schon Polizeiakten in Müllcontainern finden kann) Privatstempel. Dies setzt doch ein Handeln der Post AG voraus. Also z.B. eine Anzeige wegen Diebstahls, wenn dies nicht von dritten getan werden kann.

    Oder sehe ich dies falsch?

    Noeppes

  6. #46
    Registrierter Benutzer Avatar von Coki
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    Ist halt die Frage, ob normale Post-Stempel der DPAG heute nur noch zur Entwertung genutzt werden oder noch zur "Beglaubigung" von Dokumenten, zb. Einlieferungsbelegen. In meiner örtlichen Postfiliale hat letzteres meiner Beobachtung nach der Computer übernommen.

    Gruss,

    Coki

  7. #47
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    Auch die schlichte "Entwertung" mit einem Poststempel ist eine Art Beglaubigung. Bescheinigt wird die Tatsache der postalischen behandlung einer Sendung, was für Beweiszwecke (rechtzeitige Absendung!) wichtig sein kann. Nur auf der losen Marke entfällt diese "Beglaubigung", weil sie keine Verbindung mehr mit einem postalischen Vorgang für eine bestimmte Postsendung hat. Ist die Entwertung ein wertbildender Faktor für die Marke, erfolgt durch die Benutzung eines falschen oder missbräuchliche Verwendung eines echten Stempels eine Täuschung des Erwerbers im Sinne des Betruges. Zum echten Poststempel gehört mithin auch die Befugnis seiner Verwendung.

  8. #48
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    Zitat Zitat von Lolo!
    Da hast Du mich nicht richtig verstanden. Selbstverständlich sind der Kauf und Verkauf von Poststempeln illegal. Davon habe ich aber gar nicht gesprochen. Ich sprach aber von den Absichten, die ein Käufer solcher Stempel hegt. Hier im Beitrag wird ja jedem Käufer gleich die Absicht unterstellt, er wolle sich ein paar wertvolle Briefmarken bzw. Belege selbst stempeln. Sicher gibt es den einen oder anderen Käufer, der diese Absichten hat, aber es gibt eben auch solche Käufer, die einen solchen Stempel einfach nur zu Sammelzwecken besitzen wollen. Ob der Erwerb nun legal oder illegal ist, hat zunächst einmal gar nichts damit zu tun.
    Das habe ich schon richtig verstanden. Wenn ein Waffennarr illegal ein Pistole kauft, will er ja auch keinen erschießen.

    Nochmals: Die unlautere Absicht wird dem Käufer deshalb unterstellt, weil er den Stempel illegal erwirbt. Er macht was Illegales - also will er mit dem Stempel auch was Illegales machen!


    Zitat Zitat von Lolo!
    Abgesehen davon, bezweifle ich, dass JEDER Käufer weiß, dass der Erwerb illegal ist. Wahrscheinlich weiß es noch nicht einmal jeder Verkäufer.
    Das kann ich mir nicht so recht vorstellen!

  9. #49
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Die Vielfalt des Missbrauchs neuer Poststempel ist enorm und bezieht sich nicht bloß auf die Postsendungen!
    Mein Sparbuch z.B. bei der P.S.K. =(Postsparkasse), da wird der eingezahlter Betrag mit Kugelschreiber reingeschrieben und mit dem Poststempel bestätigt… (Ich wohne allerdings am A… der Welt!).

  10. #50
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    @philex:
    Bei der Hehlerei, um die es sich in den allermeisten Fällen handelt, kommt es auf eine Verwendungsabsicht für illegale Zwecke nicht an. Strafbar ist das Ankaufen usw. in Bereicherungsabsicht, die schon vorliegen kann, wenn der Sachwert dem eigenen Vermögen einverleibt wird.
    hier einfach mal der Gesetzestext:
    "§ 259 Hehlerei
    (1) Wer eine Sache, die ein anderer gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat erlangt hat, ankauft oder sonst sich oder einem Dritten verschafft, sie absetzt oder absetzen hilft, um sich oder einen Dritten zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Die §§ 247 und 248a gelten sinngemäß.
    (3) Der Versuch ist strafbar."
    Das Ankaufen löst einen sog. "Anfangsverdacht" aus, der die Staatsanwaltschaft zum Einschreiten verpflichtet.

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