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Thema: Unterschied Buchdruck (Bdr) - Lettersetdruck (Ldr)

  1. #1
    Ungarn+Schwed. / Bund+DDR Avatar von levélbélyeg
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    Unterschied Buchdruck (Bdr) - Lettersetdruck (Ldr)

    Hallo zusammen,

    wer wäre so gütig, mir zu erklären, wie ich die beiden o.g. Druckarten unterscheiden kann? Ich habe zwar schon mögliche Marken miteinander verglichen, kann aber keine Unterschiede erkennen (oder die Marken sind alle der gleichen Druckart, wobei bei einer Menge von über 800 Stück zumindest eine andere dabei sein sollte.. oder ich bin einfach blind und sehe es nicht. )

    Oder wäre jemand so nett und könnte mir jeweils ein - gerne beschädigtes - Muster schicken, damit ich etwas zum Vergleich habe?

    Vielen Dank im Voraus!
    Grüsse
    levélbélyeg --+[ Hauptgebiete: Ungarn und Schweden | Nebengebiete: Bund und DDR ]+--

  2. #2
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    Bei dem Thema kann (leider) nur auf die Einführung im Michel verweisen:
    Bdr.: hier gibt's Quetschränder an Schrift & Linien, rückseitig ist oft eine leichte Prägung sichtbar
    Ldr.: hier sind die Ränder klarer, eine Prägung existiert nicht.
    Da Bund nicht mein Sammelgebiet ist, habe ich damit allerdings keine eigenen Erfahrungen gesammelt.
    Außerdem gibt's hinter den Nummern 913ff im Michel-Deutschland-Spezial eine Abbildung in starker Vergrößerung. Falls der bei dir nicht vorhanden ist, schau doch mal bei einem Sammlerfreund oder in einer öffentl. Bibliothek rein.
    Aufgrund des Urheberrechtes will ich hier nicht in voller Länge & wortwörtl. zitieren & erst recht keinen Scan einstellen, ich bitte das zu entschuldigen und hoffe, dir damit schon ein bißchen zu helfen.
    Mit Sammlergruß
    der reichswolf
    Geändert von reichswolf (01.08.2006 um 18:48 Uhr)

  3. #3
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    Idee Anderer Lösungsansatz

    ... nicht, weil ich was gegen den MICHEL hätte, sondern einfach deswegen, weil er mir an dieser Stelle keine Klarheit verschafft hat.

    Problem Bdr/Ldr: lange Zeit habe ich keinen Unterschied sehen können - eben auch mit der s/w-Vergrößerung im MICHEL nicht. Selbst gestandene Briefmarkenhändler, die vom Lebensalter her noch keine Linsentrübung haben können, sagten mir: "Ich habe es aufgegeben. Lege ich zwei Marken nebeneinander, habe ich zwei verschiedene Druckarten. Lege ich die dritte dazu, dann habe ich drei verschiedene Druckarten - und die gibt es ja überhaupt nicht." Bei mir trat eher der Effekt ein: es waren immer alle Marken in der gleichen Druckart. Das ist zwar theoretisch möglich, aber praktisch ab einer gewissen Anzahl eher unwahrscheinlich.

    Auf einer Internet-Seite einer Marburger Briefmarkenhändlerin wurden mir dann die Augen geöffnet (leider ändert sie die Tipps regelmäßig, so dass dieser Tipp jetzt dort nicht mehr nachzulesen ist). Es funktioniert folgendermaßen: Eigentlich braucht man nur eindeutige Vergleichs-Stücke - also Briefmarken, die garantiert Ldr oder garantiert Bdr sind.
    Dazu besorgt man sich das BUND-Markenheftchen Nr. 22 in der Ausgabe I (Buchdruck, Schnittmarkierung [das ist der kleine Farbstreifen am oberen Rand des Heftchen-Blattes links] schwarzviolett) und in der Ausgabe II (Lettersetdruck, Schnittmarkierung gelblichgrün). Sinnvollerweise beide postfrisch, damit kein Stempel irgendwelche Merkmale trübt. Die Investition ist finanziell leicht zu verkraften und durch die Schnittmarkierungen sind die MHs auch immer auseinander zu halten.

    Und nun heißt es, ein bisschen experimentieren: es gibt Leute, die behaupten, unter einer 2 bis 3fach vergrößernden Lupe sähe man die Unterschiede am besten. Ich selbst sehe es besser unter einem 20fach Mikroskop. Egal wie: die beiden Hefte miteinander vergleichen, die Unterschiede selbst wahrnehmen.

    Und bei fraglichen Marken dann: zusammen mit dem einen Heft unter die Vergrößerung, zusammen mit dem anderen Heft unter die Vergrößerung - und irgendwann ist jede Marke zugeordnet. Nur Mut, mit der Zeit gewinnt man den "richtigen Blick".

    MfG
    Jörg

  4. #4
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    Und noch 'ne Ergänzung

    Bei gestempelten Marken kann die Jahreszahl im Stempel weiterhelfen:
    Ldr gibt es bei vierseitig gezähnten Marken erst ab 1987
    Ldr gibt es bei geschnittenen Marken erst ab 1990

    MfG
    Jörg

  5. #5
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    Guter Tip, Jörg!
    Hier noch einer: Wenn ich die Abbildung im Michel richtig deute, müßte eigentlich ein guter Scanner auch helfen, weil mir der Buchdruck minimal breitere Buchstaben auf den Marken zu zeigen scheint. Dann müßte man mit entsprechenden Programmen doch eigentlich diese Abweichungen auf dem Scan, und seien sie noch so gering, messen können. Probiert habe ich das noch nicht, aber mir ist hier im Forum ein Scanner für genau solche Zwecke schon von erfahrenen Sammlern empfohlen worden. Und vielleicht ist ja ein Scanner vorhanden, aber kein Mikroskop.
    PS: Kann die Kritik am Michel gut nachvollziehen, ist auch nicht die einzige Stelle, an der ich mich fühlte, als ich zum erstenmal drauf stieß .
    @ levélbélyeg: Halte uns doch über evtl. Ergebnisse auf dem laufenden...

  6. #6
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    Lupe reicht nicht aus.

    Bei der Bestimmung von modernen Druckarten hilft nur noch ein nicht zu starkes Stereo-Mikroskop - das ist teuer!!!
    Die alten erfahrenen (???) Briefmarkenhändler sollte man außen vor lassen. Deren Erfahrungen liegen größtenteils im Handel von Zubehör und weltweiten Neuheiten und selten in der Spezialisierung.

    Aber mit einem Scanner - die liegen heute wohl so um 100 € - in Verbindung mit dem guten Bildbearbeitungsprogramm (Corel, Adobe u.a.), das vom Kauf an auf einem Computer sein sollte, erreicht man phantastische Vergrößerungen.

    Die Arbeit damit kann zur Sucht werden.

    Üben - üben - üben ...

    Tip: Zuerst hatte ich Drucker und Scanner von verschiedenen Firmen. Das lief ganz gut. Jetzt habe ich beides von einer Firma. Das läuft ideal. (hp)

  7. #7
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    Frage Wozu habe ich mir bloß das Mikroskop gekauft?

    Ja, besten Dank @jörgensen!

    Mit 2400 dpi eingescannt kann man bei einfacher Vergrößerung mit dem Einfachst-Grafik-Programm IrfanView (Freeware) die Unterschiede zwischen den Druckarten erkennen - also, genau geschrieben: sogar ich kann es.

    Dass ein Stereo-Mikroskop teuer ist, weiß ich, seit ich es extra dafür angeschafft habe. Dass ich es dafür eigentlich gar nicht gebraucht hätte, weiß ich jetzt auch. Einziger Trost: MH und zu untersuchende Marke sind schneller unters Mikroskop gelegt als auf den Scanner - das heißt, das Legen an sich geht ungefähr gleich schnell, aber der Scanner braucht halt zum Aufwärmen und vor allem für die 2400 dpi ...

    Schönen Abend noch!
    Jörg

  8. #8
    Ungarn+Schwed. / Bund+DDR Avatar von levélbélyeg
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    Zitat Zitat von reichswolf
    Bei dem Thema kann (leider) nur auf die Einführung im Michel verweisen:
    Bdr.: hier gibt's Quetschränder an Schrift & Linien, rückseitig ist oft eine leichte Prägung sichtbar
    Ldr.: hier sind die Ränder klarer, eine Prägung existiert nicht.
    Da Bund nicht mein Sammelgebiet ist, habe ich damit allerdings keine eigenen Erfahrungen gesammelt.
    Außerdem gibt's hinter den Nummern 913ff im Michel-Deutschland-Spezial eine Abbildung in starker Vergrößerung. Falls der bei dir nicht vorhanden ist, schau doch mal bei einem Sammlerfreund oder in einer öffentl. Bibliothek rein.
    Aufgrund des Urheberrechtes will ich hier nicht in voller Länge & wortwörtl. zitieren & erst recht keinen Scan einstellen, ich bitte das zu entschuldigen und hoffe, dir damit schon ein bißchen zu helfen.
    Mit Sammlergruß
    der reichswolf
    Hallo Reichswolf!

    Vielen Dank für Deine prompte und interesante Antwort. Ich habe mir zwar die Erklärungen in einem älteren Michel Spezial schon durchgelesen und gerade deshalb begann ich an meiner Sehkraft und/oder meinem Verstand zu zweifeln, da für mich alle Marken identisch aussahen. Doch bevor ich den Optiker meines Vertrauens konsultieren wollte, dachte ich eher mal ans Forum. Immerhin scheint es so zu sein, dass ich nicht der einzige bin, der mit der Erkennung der Unterschiede erhebliche Schwierigkeiten hat!

    Urheberrecht etc.: Vollstes Verständnis!
    Grüsse
    levélbélyeg --+[ Hauptgebiete: Ungarn und Schweden | Nebengebiete: Bund und DDR ]+--

  9. #9
    Ungarn+Schwed. / Bund+DDR Avatar von levélbélyeg
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    Zitat Zitat von Jörg
    ... nicht, weil ich was gegen den MICHEL hätte, sondern einfach deswegen, weil er mir an dieser Stelle keine Klarheit verschafft hat.

    Problem Bdr/Ldr: lange Zeit habe ich keinen Unterschied sehen können - eben auch mit der s/w-Vergrößerung im MICHEL nicht. Selbst gestandene Briefmarkenhändler, die vom Lebensalter her noch keine Linsentrübung haben können, sagten mir: "Ich habe es aufgegeben. Lege ich zwei Marken nebeneinander, habe ich zwei verschiedene Druckarten. Lege ich die dritte dazu, dann habe ich drei verschiedene Druckarten - und die gibt es ja überhaupt nicht." Bei mir trat eher der Effekt ein: es waren immer alle Marken in der gleichen Druckart. Das ist zwar theoretisch möglich, aber praktisch ab einer gewissen Anzahl eher unwahrscheinlich.

    Auf einer Internet-Seite einer Marburger Briefmarkenhändlerin wurden mir dann die Augen geöffnet (leider ändert sie die Tipps regelmäßig, so dass dieser Tipp jetzt dort nicht mehr nachzulesen ist). Es funktioniert folgendermaßen: Eigentlich braucht man nur eindeutige Vergleichs-Stücke - also Briefmarken, die garantiert Ldr oder garantiert Bdr sind.
    Dazu besorgt man sich das BUND-Markenheftchen Nr. 22 in der Ausgabe I (Buchdruck, Schnittmarkierung [das ist der kleine Farbstreifen am oberen Rand des Heftchen-Blattes links] schwarzviolett) und in der Ausgabe II (Lettersetdruck, Schnittmarkierung gelblichgrün). Sinnvollerweise beide postfrisch, damit kein Stempel irgendwelche Merkmale trübt. Die Investition ist finanziell leicht zu verkraften und durch die Schnittmarkierungen sind die MHs auch immer auseinander zu halten.

    Und nun heißt es, ein bisschen experimentieren: es gibt Leute, die behaupten, unter einer 2 bis 3fach vergrößernden Lupe sähe man die Unterschiede am besten. Ich selbst sehe es besser unter einem 20fach Mikroskop. Egal wie: die beiden Hefte miteinander vergleichen, die Unterschiede selbst wahrnehmen.

    Und bei fraglichen Marken dann: zusammen mit dem einen Heft unter die Vergrößerung, zusammen mit dem anderen Heft unter die Vergrößerung - und irgendwann ist jede Marke zugeordnet. Nur Mut, mit der Zeit gewinnt man den "richtigen Blick".

    MfG
    Jörg
    Hallo Jörg!

    Vielen Dank für diesen hilfreichen Tip. Also werde ich demnächst bei der grossen eBucht Ausschau nach diesen MHs halten, damit ich passendes Vergleichsmaterial habe. Nicht dass ich BRD wirklich intensivst sammeln würde, aber da ich nun den Unterschied gelesen habe, ist es doch die Neugierde, die mich reizt. Unter anderem auch deshalb, da ich von dem 300 Pfg.-Wert der "Burgen und Schlösser" noch mehrere Bündel gefunden habe und mir einfach nicht vorstellen kann, dass alle die gleiche Druckart aufweisen.
    Grüsse
    levélbélyeg --+[ Hauptgebiete: Ungarn und Schweden | Nebengebiete: Bund und DDR ]+--

  10. #10
    Ungarn+Schwed. / Bund+DDR Avatar von levélbélyeg
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    Zitat Zitat von jörgensen
    Lupe reicht nicht aus.

    Bei der Bestimmung von modernen Druckarten hilft nur noch ein nicht zu starkes Stereo-Mikroskop - das ist teuer!!!
    Die alten erfahrenen (???) Briefmarkenhändler sollte man außen vor lassen. Deren Erfahrungen liegen größtenteils im Handel von Zubehör und weltweiten Neuheiten und selten in der Spezialisierung.

    Aber mit einem Scanner - die liegen heute wohl so um 100 € - in Verbindung mit dem guten Bildbearbeitungsprogramm (Corel, Adobe u.a.), das vom Kauf an auf einem Computer sein sollte, erreicht man phantastische Vergrößerungen.

    Die Arbeit damit kann zur Sucht werden.

    Üben - üben - üben ...

    Tip: Zuerst hatte ich Drucker und Scanner von verschiedenen Firmen. Das lief ganz gut. Jetzt habe ich beides von einer Firma. Das läuft ideal. (hp)
    Scheint sich wohl doch gelohnt zu haben, dass ich erst neulich auf Adobe Photoshop CS 2 upgraded habe und ein Heidelberg-Scanner steht hier ohnehin. Sollte also eigentlich brauchbares Ausgangsmaterial für eine Analyse per Scanner sein und ich bin gespannt, ob ich nach der Beschaffung passender MHs (s. Post von Jörg) auch wirklich einen Unterschied erkennen kann. Ich werde es euch auf jeden Fall wissen lassen - und Dich ggf. nochmals nerven, ob Du nicht Vergleichsscans online stellen kannst, am besten mit kleinen Pfeilen an den entscheidenden Stellen für die wirklich Blinden unter uns (mich eingeschlossen)
    Grüsse
    levélbélyeg --+[ Hauptgebiete: Ungarn und Schweden | Nebengebiete: Bund und DDR ]+--

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