Der spanischen Tagespresse (El País vom 28.07.2016) ist folgende (für die Angeklagten) tröstliche Meldung zu entnehmen: Der spanische Staatsgerichtshof (Audiencia Nacional), der elf der angeklagten Afinsa-Manager am 27.07.2016 zu teilweise sehr hohen Freiheitsstrafen verurteilt hatte, hat den Antrag der Staatsanwaltschaft abgelehnt, die fünf Hauptangeklagten bereits vor Rechtskraft des Urteils in Haft zu nehmen. Diese bleiben daher bis zum Abschluss des von ihren Verteidigern angekündigten Revisionsverfahrens auf freiem Fuss. Der Staatsgerichtshof begründete seine Entscheidung damit, dass bei den Verurteilten keine Fluchtgefahr bestehe, da sie über einen festen Wohnsitz in Spanien, familiäre Bindungen und eine Arbeitsstelle verfügen. Auch das hohe Alter einiger Verurteilter - der Firmengründer Albertino de Figueiredo ist bereits 84 Jahre alt - spreche gegen eine Fluchtgefahr. Weiter spreche auch der schlechte Gesundheitszustand der Verurteilten, zwei der Verurteilten sollen an Krebs erkrankt sein, für eine Haftverschonung.

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