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Thema: Prüfstempel Herr "BOTHE"

  1. #1
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    Prüfstempel Herr "BOTHE"

    Vielleicht kann mir ein Sammler oder Experte des Sammelgebietes Deutsches Reich - Kolonien zur folgenden Frage eine Antwort geben?

    Ich habe bei einer Auktion Briefmarken des deutschen Kolonialgebietes Samoa ersteigert. Die deutschen Schiffsmarken haben den Aufdruck GRI der Britischen Besatzung.

    Auf der Rückseite befindet sich jeweils ein Prüfstempel von "BOTHE".

    Meine Frage: Warum fehlt das BPP und warum ist er in der Farbe rot?

    Es handelt sich zum großenTeil um Briefstücke. Ist der Stempel echt und ist er von dem Prüfer des BDPh Herrn Bothe?

  2. #2
    Registrierter Benutzer
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    Wer Stempel fälschen kann, der kann auch Prüfzeichen fälschen. Könnte jedoch echt sein, auch wenn BPP fehlt. Muss man aber prüfen lassen.

    Stelle doch einfach Bilder von einigen Marken hier ein, dann erhältst Du gratis einige grobe 'Expertenmeinungen'. Das ist wichtiger als irgend ein Name hinten drauf. Kann ich jederzeit mit meinem Drucker, natürlich auch in rot.

    Danach kanns Du entscheiden, ob du die Marken prüfen lässt oder nicht.

    mfg
    hibiscus

  3. #3
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Hans Bothe war Prüfer (auch BPP) für Deutschland und Kolonien (incl. GRI), ist verstorben. Sein Prüfstempel wurde auch gefälscht.
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  4. #4
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    @herpalo:

    Hier kannst Du Dir den "Bothe BPP" ansehen: http://www.filatelia.fi/experts/namesa.html - Bevor am Signum gezweifelt wird, solltest Du versuchen, die Echtheit der Marke selber zu bestätigen. Erweist sich die Marke nach Deinen Recherchen als gefälscht, dann ist auch das Prüfsignum falsch.

    Noch eines zum BPP, der ist noch nicht soooo alt. Es gibt also Prüfer, die sowohl vor dem BPP geprüft haben, als auch BPP-Mitglied waren. Herr Bothe gehört m.W. dazu. Auch die Farbe des Signums war nicht vorgeschrieben.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  5. #5
    Ostafrikasammler Avatar von Harald Krieg
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    Wie Lars und Aleks schon schrieben war Herr Bothe ein Kolonialprüfer - dazu noch ein sehr kompetenter und seine Prüfungen sind auch heute noch annerkannt.

    Er prüfte und signierte bereits bevor der BPP existierte, daher ist ein Bothe Signum auch ohne "BPP" durchaus normal.

    Das Prüfzeichen von Bothe wurde und wird auch immer wieder mal gefälscht, wie auch die Signaturen (fast?) aller anderer Prüfer auch. Meistens aber genauso schlecht, wie die Fälschung selbst und mit Vergleichmaterial zu erkennen.

  6. #6
    Registrierter Benutzer
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    Hallo,
    ich habe mich erst vor Kurzem hier im Forum angemeldet und "arbeite" mich daher erst langsam durch die verschiedenen Beiträge. Dieser Beitrag ist nun schon fast 8 Jahre alt, aber ich bin der Meinung das es hierzu noch einen Aspekt gibt der bisher nicht genannt wurde, aber hinreichend bei den Sammlern der Deutschen Auslandspostämtern/Deutschen Kolonien bekannt ist.

    Es ist natürlich richtig das (leider) auch der Prüfstempel "Bothe" (ohne oder mit "BPP") gefälscht wurde oder auch noch gefälscht wird - da gibt es nichts dran zu rütteln!!!

    Der "rote" Prüfstempel "Bothe" weißt aber eine sehr große "Besonderheit" auf - die verwendete Tinte ist wasserlöslich und verschwindet im Wasserbad ohne irgendwelche Rückstände zu hinterlassen. Dieser Umstand wurde schon bei frühesten Treffen der Berliner Kolonialphilatelisten in Berlin durch Herrn Bothe selbst bekanntgegeben. Die älteren Mitglieder der ArGe Deutsche Kolonien können sich noch lebhaft an die daran anschließenden Diskussion erinnern und haben das u.a. an die "jüngeren" Mitglieder (wie auch viele andere Anekdoten) weitergegeben. Man fragt sich jetzt unwillkürlich -> Warum? Die Begründung: Der rote Prüfstempel (meist ohne BPP) wurde von Herrn Bothe immer dann verwendet, wenn er sich nicht absolut sicher war ob das zur Prüfung vorgelegte Stück in allen Punkten "echt" war. Man muss bedenken, das es z.Z. in der durch Herrn Bothe geprüft wurde noch nicht alle Gebiete derart gut erforscht waren wie es zum heutigen Tage der Fall ist. Durch die Maueröffnung wurden z.B. Unterlagen zugängig, die bei der Post der ehem. DDR eingelagert waren, die wertvolle Informationen enthielten, teilweise dahingehend das manche bis Dato als gesichert geltende Fakten in ein ganz neues Licht stellten. Manchmal musste auch das Eine oder Andere gänzlich geändert werden. Das "Schöne" daran war nun, das wenn sich etwas ergeben hat, die alte Signatur/Stempelabdruck entfernt werden und nun durch einen neuen schwarzen Prüfstempel ersetzt werden konnte.

    Ich möchte diesen roten "Prüfstempel" von Herrn Bothe auf keinen Fall verteufeln oder als minderwertig abtun, sondern hier nur mal kurz aufzeigen warum, weshalb, wieso ..........! Eine Nachprüfung durch einen heute für das jeweilige Gebiet zuständigen BPP Prüfer halte ich für ratsam. In sehr vielen Fällen haben sich solche Stücke fast immer als echt erwiesen, aber bei dem gerade hier geschilderten Fall -> Aufdruck GRI der Britischen Besatzung - gab es viele lange Gesichter, als die Marken nach einer Prüfung als "falsch" deklariert und entsprechend gekennzeichnet wurden.

    Manchmal reicht es schon einen erfahrene Sammler der Gebiete einfach mal den Stempel in einem guten Foto/Scan zu zeigen und schon hier kann dann die Spreu vom Weizen getrennt werden. Die Arge der Deutschen Kolonien als auch ihre Mitglieder sind da oft sehr hilfsbereit und "werfen" gerne mal einen Blick auf solche Stücke - eine eingehende Prüfung durch eine Prüfer des BPP ersetzt das aber auf keinen Fall!!!!!!

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