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Thema: SBZ Sammler aufgepasst

  1. #21
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Sehr gut nach 5 Jahre etwa zu merken! Aber etwas zu sehen zu haben wäre noch schöner! Also, Marko!

    Gruss, Rein

  2. #22
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    Hallo Rein,

    aber gerne doch.

    Das erste Postwertzeichen der OPD Schwerin erschien am 28. August 1945. Es handelte sich um eine Freimarke zu 12 Rpf, mit welcher das Porto für einen Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g abgedeckt wurde. Die Auflage betrug 7.000.000 Stück. Auf dem Postwertzeichen findet sich keine Herkunftsbezeichnung (Mecklenburg-Vorpommern/Deutsches Reich).

    Anhang 26566
    Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 gvom 03. September 1945 aus Klütz nach Drebkau.

    Anhang 26567
    Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 04. September 1945 aus Schwerin nach Leipzig.

  3. #23
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    Das zweite Postwertzeichen der OPD Schwerin zu 6 Rpf erschien am 31. August 1945. Mit diesem wurde das Porto für eine Inlandspostkarte im Fernverkehr abgedeckt. Die Auflage betrug 6.996.000 Stück. Auch auf diesem Postwertzeichen findet sich keine Herkunftsbezeichnung.

    Anhang 26568
    Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 22. September 1945 aus Ludwigslust nach Grabow.

    Anhang 26569
    Inlandpostkarte im Fernverkehr vom 25. Oktober 1945 aus Sternberg.
    Geändert von Briefmarkentor (28.06.2013 um 14:37 Uhr)

  4. #24
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    Eine drittes Wertstufe erschien am 06. Oktober 1945 mit dem Postwertzeichen zu 8 Rpf, welches das Porto für einen Inlandsbrief im Ortsverkehr bis 20 g abgedeckte. Die Auflage betrug 2.000.000 Stück. Erstmals erschien auf diesem Postwertzeichen die Landesbezeichnung Mecklenburg-Vorpommern.

    Anhang 26570
    Inlandsbrief im Ortsverkehr bis 20 g vom 15. Oktober 1945 aus Wismar.

    Anhang 26571
    Inalndsbrief im Ortsverkehr bis 20 g vom 05. November 1945 aus Wismar.
    Geändert von Briefmarkentor (28.06.2013 um 22:15 Uhr)

  5. #25
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    Neben den drei Briefmarken wurden durch die OPD Schwerin Ganzsachen zu 6 Rpf herausgegeben.

    Anhang 26572
    Anhang 26573
    Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 30. August 1945 aus Schwerin nach Berlin.


    Anhang 26574
    Anhang 26575
    Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 26. September 1945 aus Hoppenrade über Güstrow nach Eisenberg.
    Geändert von Briefmarkentor (28.06.2013 um 22:18 Uhr)

  6. #26
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    Der aufmerksame Leser wird bemerken, das mit den drei vorhandenen Wertstufen zu 6, 8 und 12 Rpf eine Reihe von Portostufen gar nicht abgedeckt werden konnten. Als Beispiel sei hier die Inlandspostkarte im Ortsverkehr genannt, deren Porto 5 Rpf betrug. Bedingt durch diesen Mangel an möglichen Frankaturmöglichkeiten kam es zwangsläufig zu Überfrankaturen.

    Anhang 26576
    Inlandspostkarte im Ortsverkehr vom 17. September 1945 aus Schwerin. 1 Rpf überfrankiert.

    Anhang 26578
    Drucksache bis 20 g mm vom 28. Dezember 1945 aus Güstrow nach Berlin. 3 Rpf überfrankiert.

    Eine andere spannende Frage, die über das blosse Sammeln der Postwertzeichen der sowjetischen Besatzungszone hinausgeht lautet wie folgt: Gab es einen Postverkehr in der Zeit zwischen der bedingungslosen Kapitulation und der Herausgabe der ersten Postwertzeichen und wie sah dieser aus.

    Eine weitere Frage folgt beim betrachten verschiedenster Stempelabschläge: Wurden diese Stempel auch unmittelbar vor der Kapitulation verwendet? Bedingt durch diese Frage hat sich meine Sammlung auf das Jahr 1944 vorverlagert.

    Anhang 26577
    Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 17. Dezember 1945 aus Torgelow nach Schwerin. Verwendet wurde ein Altstempel mit defektem Datumswerk.
    Geändert von Briefmarkentor (28.06.2013 um 22:20 Uhr)

  7. #27
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    Kommen wir zu der Frage, ob es in der Zeit zwischen der bedingungslosen Kapitulation und der Herausgabe der ersten Postwertzeichen der OPD Schwerin einen Postverkehr gab und wie dieser aussah.

    Zunächst muss man wissen, dass das Land Mecklenburg westlich der Linie Insel-Poel, Wismar, Bad-Kleinen, Schwerin, Plate, Ludwigslust bis zur Elbe in Höhe der Stadt (Festung) Dömitz erst durch amerikanische, danach bis zum 30. Juni 1945 durch britische Truppen besetzt war. Der östliche Teil Mecklenburgs, ab dem 1. Juli 1945 ganz Mecklenburg und der im Deutschen Reich verbliebene Teil Pommern war sowjetisch besetzt.

    Der Postverkehr kam zunächst vollständig zum erliegen. Eine erste lokal beschränke Aufnahme des Postverkehrs fand ab dem 16. Mai 1945 in der Stadt Schwerin statt. Grundlage war die Anordnung des Oberbürgermeisters vom 15. Mai 1945. Danach war:

    - Das Versenden von Postkarten an Schweriner Bewohner unbeschränkt zulässig.
    - Briefe durften an Schweriner Bewohner durch Behörden und Ärzte gesandt werden, ebenso an Behörden und an Ärzte.
    - Eine Frankierung der Postsendungen erfolgte nicht.

    Dieser Postdienst wurde wahrscheinlich kurze Zeit später wieder beendet. Im Buch "Mecklenburg-Vorpommern. Die Stempel der Postämter, Zweigpostämter und Poststellen 1945-1952" von Hans-J. Richter spricht der Autor von sechs bekannten Belegen aus dieser Zeit.

    Anhang 26579
    Inlandspostkarte im Ortsverkehr vom 19.05.1945 aus Schwerin

  8. #28
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    Ab dem 14. Juni 1945 wurde auf Weisung der britischen Militärregierung ein beschränkter ziviler Postverkehr innerhalb der Provinz Schleswig-Holstein, Hamburg und des britisch besetzten Teils Mecklenburgs zugelassen.

    Zugelassen waren:
    - Nur offene Postkarten
    - Die Gebühr für alle Postkarten betrug 6 Rpf.
    - Diese durften nur in lateinischer Schrift geschrieben werden. Deutsche Buchstaben waren nicht zulässig.
    - Sie durften keine Auskünfte bezüglich der Bewegungen oder Stellung von Truppen, militärischen Lagern oder militärischen Einrichtungen enthalten, einerlei ob alliierte oder deutsche.
    - Die Anschrift musste deutlich auf der rechten Hälfte der einen Seite der Postkarte geschrieben sein.
    - Auf der linken Hälfte der Postkarte, derselben Seite wie die Anschrift, musste des Name und die volle Anschrift des Absenders vermerkt sein.
    - Mitteilungen durften nicht auf der Vorderseite, sondern nur auf der Rückseite der Postkarte geschrieben sein.
    - Die Post stand unter der Zensur der alliierten Militärregierung.

    Hierfür wurden im Juni 1945 von der Schweriner Druckerei W. Sandemeyer Ganzsachen für den britisch besetzen Teil Mecklenburgs produziert.

    Anhang 26580
    Inlandspostkarte im Ortsverkehr vom 18. Juni 1945 aus Schwerin.

    Anhang 26583
    Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 20. Juni 1945 aus Schwerin nach Flensburg.
    Geändert von Briefmarkentor (28.06.2013 um 22:23 Uhr)

  9. #29
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    Ab dem 25. Juni 1945, 8 Uhr genehmigte die britische Militärregierung die Wiedereröffnung des Postdienstes zwecks Beförderung von Briefen bis 500 Gramm für

    a) amtliche oder Verwaltungszwecke
    b) Handels- und Industriezwecke einschließlich Bankgeschäfte
    c) Finanzdienste der Reichspost

    Das Porto betrug dabei für

    12 Rpf für Briefe bis zu 20 g
    24 Rpf für Briefe von 20 g bis 250 g
    40 Rpf für Briefe von 250 g bis 500 g

    Quelle: Postgeschichtliche Blätter Hamburg "Die Wiederaufnahme des zivilen Postdienstes in der britisch-besetzten Zone Deutschlands im Jahre 1945"

    Rein theoretisch war damit eine Verwendung der Postwertzeichen für die amerikanische und britische Zone auf dem Gebiet Westmecklenburgs möglich.

    Anhang 26584

  10. #30
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    Nachdem Westmecklenburg am 01. Juli 1945 durch die Sowjets besetzt wurde, verhängte die sowjetische Militäradministration (SMA) eine Postsperre bis zum 09. Juli 1945.

    Nach Ablauf dieser Postsperre wurden die Ganzsachen aus dem britisch besetzten Teil Mecklenburgs, teilweise mit Überdruck in russischer Sprache genutzt. Ansonsten wurde auf Barfreimachung zurückgeriffen.

    Ein einheitlicher Beginn des Postverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern unter sowjetischer Besatzung lässt sich nicht bestimmen. Vielmehr erfolgte die Wiederaufnahme nach den örtlichen Gegebenheiten.

    Anhang 26587
    Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 10. Juli 1945 aus Schwerin nach Berlin.

    Anhang 26627
    Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 06. September 1945 aus Kirchdorf nach Anklam.

    Anhang 26588
    Inlandsbrief im Fernverkehr bis zwanzig Gramm vom 04. August 1945 aus Spandowerhagen nach Boldekow.

    Anhang 26589
    Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 24. August 1945 aus Torgelow nach Groß Walmstorf mit Barfreimachung.
    Geändert von Briefmarkentor (30.06.2013 um 17:20 Uhr)

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