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Thema: Eisenbahnmarken!!!

  1. #21
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    Hallo Ralph,
    die Katalogreihe von Martin Erler Katalog der Stempelmarken von Deutschland kannst Du in der Bibliothek des Deutschen Technikmuseums einsehen und auch einzelne Seiten daraus kopieren. Die Frachtmarken sind in Bd.17.
    Alles Gute
    Peter (auch BSK)

  2. #22
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    Infos zur Eisenbahnmarken der Lübeck Büchener Eisenbahn

    Hallo,

    einige Infos aus der umfangreichen Artikelserie Eisenbahmarken der ArGe Fiskalphilatelie


    Name:  Lübeck Büchener Brix  teil 3   1000.jpg
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    Name:  Lübeck Büchener0Brix  teil 3    1000.jpg
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    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern Fiskal

  3. #23
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    Hallo @Vastrapur, vielen Dank für die Informationen, ich wollte ohnehin in den Ferien mal wieder ins Technikmuseum gehen. Dann werde ich auch einen Abstecher in den Lesesaal der Bibliothek machen.

    Hallo @ Bayern Fiskal, vielen Dank für den Artikel, die Marken mit dem Lok-Motiv der LBE sind wirklich sehr hübsch.
    Viele Grüße aus Berlin, Ralph

  4. #24
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    Eisenbahnmarken Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer und Lübeck-Büchener Eisenbahn

    Hallo,

    Marken der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn


    Name:  Elmshorn Eisenbahn Marke 700.jpg
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    Name:  Elmshorn Eisenbahn xa.jpg
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    sowie der Lübeck-Büchener Eisenbahn


    Name:  Lübeck-Bücherer Eisenbahn 700.jpg
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    Mit freundlichen Grüßen

    bayern Fiskal

  5. #25
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    Artikelserie über Eisenbahnmarken

    Hallo,

    Infos zu den deutschen Eisenbahnmarken (aus dem Rb der ArGe Fiskalphilatelie)

    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (1).jpg
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    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (2).jpg
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    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (3).jpg
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    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (4).jpg
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    Inhalt als Text

    Die deutschen Eisenbahnmarken
    von F. Jünke (+) vorgestellt von Horst Brix und Hans Renn
    Vielen Dank an unser Mitglied Herr Brix der uns diese auch nach 30 Jahren interessanten Artikel mit ergänzenden Informationen zum Eisenbahnmarken-Katalog zur Verfügung stellte.

    Dieser und folgende Artikel von F. Jünke wurden vorgestellt im "Der Eisenbahnmotivsammler"
    (EMS) dem Mitteilungsblatt der Internationalen Motivgruppe Eisenbahnwesen.

    Von 1876 bis zum Ende des 2.Weltkrieges waren in Deutschland wie in vielen anderen Ländern
    Eisenbahnmarken in Gebrauch. Die älteste wurde von der Hessischen Ludwigs Eisenbahn Gesell*schaft ausgegeben, der damals bedeutendsten Privatbahn Deutschlands, die auch als Mainz-
    Ludwigshafener Bahn bekannt war. Am 1.2.1897 ging sie in das gemeinsame Eigentum von
    Preussen und Hessen über, wobei die in Preussen gelegenen Strecken der Eisenbahndirektion
    Frankfurt/Main, die in Hessen gelegenen der E. Dir. Mainz der neu gebildeten Kgl. preuss. und
    grossh. Hess. Eisenbahn unterstellt wurden. Es ist daher gerechtfertigt, die Geschichte der deut*schen Eisenbahnmarken mit den Marken dieser Bahn zu beginnen .


    1. Eisenbahnmarken der preussischen - hessischen Eisenbahnen.
    a) 1876 führt die Hessische Ludwigsbahn nach dem Vorbild der englischen Eisenbahnen für die Beförderung von Paketen Marken ein; es werden zwei Wertstufen zu 20 bzw. 80 Pfennig herge*stellt. Beide Marken sind quadratisch und kommen ungezähnt und in verschiedenen Zähnungen vor. Auf beiden Marken ist in einem kreisrunden Prägestempel. die Wertziffer angegeben, wäh*rend der Name der Gesellschaft bei dem 20 Pf .Wert = Typ I (Abb.1) in vier Randleisten, bei dem 20 Pf. Wert = Typ II (Abb.2 (Hier in der Farbe der 2. Ausgabe) in einem Doppelkreis um die Wertziffer steht. Der Raum zwischen dem Kreis und den Randleisten bzw. dem Markenrand ist mit Flügelrädern ausgefüllt. Bei Typ I ist in den Ecken die Wertziffer wiederholt. Beide Marken sind in einfarbigen Steindruck lachsfarben gedruckt. Bei der 2. Ausgabe wurden die Typen aus*gewechselt und unterschiedliche Farben eingeführt: 20 Pf. = blau, 80 Pf. = karminrot. Als am 1.4.1897 die HLEG von der Preuss.- Hess. Staatseisenbahn übernommen worden war, wurden die Marken in den bisherigen Muster mit der Inschrift:"Kgl. Preuss. Grossh. Hess. Eisenbahnverwal*tung - Mainz "(Abb.2) bzw. Frankfurt " weiter ausgegeben.

    Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3
    b) 1900 wurden für die beiden Direktionsbezirke gemeinsam Marken in neuem Muster (Abb.3) ausgegeben. Diese Marken waren von der Reichsdruckerei in zwei farbigen Buchdruck herge*
    © ArGe Fiskalphilatelie, Heft 53 12 © ArGe Fiskalphilatelie, Heft 53
    stellt: 20 Pf. blau auf braunoliv 80 Pf. braunrot auf orange; dazu kam nun ein 30 Pf. Wert dun*kelgrün auf hellgrün. Seit 1906 wurden die Marken auf Papier mit Wasserzeichen "Kreuze und Ringe" gedruckt.
    c) Im Jahre 1903 unternahm die preussische Eisenbahn .Verwaltung zweimal Probeversuche zur Einführung des Markensystems bei allen Eisenbahn-Direktionen für die Versendung jeder Art von Stückgut. Der 1.Versuch wurde in der Zeit vom 1.3. bis 30.4.03 in 8 verschiedenen Direkti*onsbezirken, der 2. Versuch ab 1.9.03 in den Direktionsbezirken Cöln und Breslau durchgeführt. Für beide Versuche wurde das gleiche neue Muster (Abb. 4) mit der Inschrift: "Kgl. Preuss. Staatseisenbahnen" verwendet. Die Marken wurden von der Reichsdruckerei im Buchdruckver*fahren hergestellt, wobei die Wertbezeichnung = Wertziffer + Währungsbezeichnung (Pf = Pfen*nig, M = Mark) jeweils in dunklerem Farbton als der Markengrund und gedruckt wurde.


    Abb 4 Abb. 5
    Die beiden Ausgaben unterscheiden sich in der Zahl, teilw. auch in der Farbe der Werte. Da die Versuche erfolgreich verliefen, wurde das Markensystem am 1.9.1904 bei allen preuss. und hess. Direktionen mit der Inschrift "Preuss. Hess. Staatseisenbahn" (Abb.5) eingeführt. Im einzelnen wurden ausgegeben:
    Wert 1. Versuch 2. Versuch endgültige Ausgabe
    1 Pf gelbbraun - -
    2 Pf viiolettbraun - -
    5 Pf braunrosa karmin karmin
    10 Pf blaugrau - -
    20 Pf kamin - -
    30 Pf grün grün grün
    40 Pf - orange rot orange rot
    50 Pf violett violett violett
    60 Pf blau blau blau
    70 Pf - rotbraun rotbraun
    80 Pf - gelborange gelborange
    90 Pf _ olivbraun olivbraun
    1 M grau grau grau
    2 M grün - grün
    5 M gelborange - gelborange
    10 M olivbraun - -
    -------------------------------
    Ab 1906 bis 1912 wurden die Marken auf Papier mit Wz "Kreuz und Ringe" gedruckt. Nach 1906 wurden folgende Ergänzungswerte ausgegeben:10 Pf grau (1912), 20 Pf braun (1912), 25 Pf grün (1909),3 M blau (1920), 4 M braun (1920), 10 M olivbraun ( 1912) .
    d) Am 1.6.1905 wurden für den Expressgutverkehr in den Direktionsbezirken Frankfurt/Main und Mainz die unter c aufgeführten Frachtmarken mit dem schrägen schwarzen Aufdruck "Ex*pressgut" (Abb.6) ausgegeben . Im Umlauf waren die Werte zu 5,25,30,40,50,60 ,70,80,30 Pf und 1 M.

    Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8
    e) Am 1.7.1907 wurde allerdings nur im Direktionsbereich Mainz für die Beförderung des Reise*gepäcks eine Gepäcksmarke zu 20 Pf in neuem Muster (Abb.7) eingeführt, die von einer Privat*druckerei im Steindruckverfahren in den Farben braunrot und grünlichgelb gedruckt war.

    1909 hörte die Verwendung der Paket- (b) , Express- (d) und der Gepäckmarke (e) auf; die Frachtmarken (c) wurden nun für jeglichen Verkehr benutzt.
    f) Nach dem Ende des 1.Weltkrieges wurden für das kommissarisch besetzte Abstimmungsgebiet in Oberschlesien Frachtmarken mit dem waagrechten schwarzen Aufdruck: "C.G.H.S." = Com*mission Gouverment Haute Silesie (Abb. 8) verwendet.


    Nach dem Zusammenschluß der deutschen Staatsbahnen in der Deutschen Reichsbahn wurde am 30.4.1921 die Markenverwendung eingestellt.
    g) Auf den preuss. Strecken in dem von Frankreich besetzten Saargebiet wurde die Verwen*dung von Frachtmarken schon am 30. 6 . 1920 eingestellt. Die dort vorhandenen Bestände an Eisenbahnmarken wurden ab 1. 5. 1921 mit französischen Wertüberdruck (Abb. 9) zur Kontrolle der erhobenen Lagergebühren bei den amtlichen Gepäck.- Aufbewahrungsstellen verwendet.1922
    wurden anstelle dieser Behelfsausgaben, Marken in neuem Muster (Abb.10) mit der Inschrift: "Eisenbahndirektion des Saarlandes" eingeführt. Es kamen in Umlauf Werte zu 50 cts (centimes) grau, 20 cts violett, 1 Frc (Franc) grün und 2 Frc gelb. Die Währungsangabe ist rot. Seit 1924 erhielt jede Marke in der unteren linken Ecke eine Kontrollzahl.


    Abb. 9 Abb. 10
    Mit der Wiedereingliederung des Saarlandes endete die Verwendung dieser Marken.
    2. Eisenbahnmarken der übrigen Staatsbahnen
    Nachdem der Eisenbahnverkehrsverband 1904 bei allen ihm angeschlossenen Verbandsbahnen das Markenverfahren zur Verrechnung des Portos für den wechselseitigen Frachtverkehr eingeführt hatte, führten sämtliche Staatsbahnen in Deutschland spätestens zum 1.1.1905 eigene Marken ein.
    A. Das Deutsche Reich, dem damals nur die Reichseisenbahnen in Elsass-Lothringen gehörten, wählte dabei ein Muster, das bald als "Reichsmuster" von vielen anderen Bahnen übernommen wurde. (Abb.1).

    Abb.1 Das obere Drittel der Marke enthält die Bahnbezeichnung; in dem darunter verbleibenden Quad*rat das durch verschnörkelte Striche von dem Kopf teil getrennt ist, ist ein Flügelrad über verzier*tem Untergrund abgebildet. Darüber befindet sich die Wertangabe. Die Marken der Reichseisen*bahnen wurden auch bei der Wilhelm- Luxemburg-Eisenbahn und bei verschiedenen Privatbah*nen in Elsass-Lothringen verwendet.
    (Abb. 2)






    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern fiskal
    Geändert von Bayern Fiskal (06.01.2017 um 13:54 Uhr)

  6. #26
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    Hallo,

    weitere Infos

    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (5).jpg
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    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (6).jpg
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    Als Text

    B. Gleichzeitig mit den Marken der Reichseisenbahnen wurden von der Reichsdruckerei Marken für die preußische Militäreisenbahn (Berlin-Jüterbog) gedruckt, die sich von dem Reichsmuster nur dadurch unterscheiden, das der Trennungsstrich zwischen den Markenteilen gerade ist. Wäh*rend bei den ·Reichseisenbahnmarken die Bahnbezeichnung und die Wertangabe jeweils in ei*nem dunkleren Ton als ·die Grundfarbe der Marken gedruckt sind, sind bei der preußischen Mili*täreisenbahn beide schwarz (Abb. 2).

    Abb. 2
    C. Bayern lehnte sich bei den Marken für seine Staatsbahnen zwar an das Reichsmuster an. Sie unterscheiden sich aber von dem Reichsmuster einmal durch die Aufteilung der Marke (beide Teile sind gleich groß); außerdem ist das Flügelrad anders . gezeichnet. (Abb.3); nach der Revo*lution wurde die Bahnbezeichnung geändert (Abb. 5). Bis 1909 waren für die linksrheinischen Staatsbahnen, die "Pfälzischen Eisenbahnen", besondere Marken im Gebrauch (Abb. 4).

    Abb. 3 Abb. 4 Abb. 5
    Bei der Abb. 4 handelt es sich um eine im Erler Katalog nicht gelistete Marke ohne Wasserzeichen.
    D. Sachsen hatte schon am 1.1.1904 Marken im Muster der preußischen Staatsbahnen ausgegeben (Abb.6), die aber schon am 1.10.1904 durch Marken im

    Reichsmuster abgelöst wurden

    Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8
    Nach der Revolution erhielten die Marken eine neue Bahnbezeichnung ( Abb.8).
    E. In Württemberg waren bereits im Jahre 1877 bei den Staatsbahnen Marken eingeführt wor*den, die aber nicht als Belege für die Vorausentrichtung der Beförderungsgebühr, sondern als Quittung für die Entrichtung der Gebühr für das amtliche Wiegen der Beförderungsgüter dienten und "Waggeld-Marken" genannt wurden (Abb. 9 ) .

    Abb. 9

    Am 1.4.1904 wurden Frachtmarken in einem eigenen Muster (Abb. 10/11) ausgegeben, die 1917 für den "Expressgutverkehr" mit einem entsprechendem Aufdruck versehen wurden (Abb.12).



    MFG

    Bayern Fiskal

  7. #27
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    Infos zu deutschen Eisenbahnmarken

    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (7).jpg
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    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (8).jpg
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    Daten als Text

    1921 erschien für die Schweizer Stationen noch eine Ergänzungsmarke mit der Bezeichnung "Reichseisenbahnen" (Abb. 16), da zu dieser Zeit die badischen Staatsbahnen wie alle übrigen deutschen Staatsbahnen vom Reich übernommen worden waren.


    1904 gab Baden für die deutschen Stationen Frachtmarken in einem an das Reichsmusterange*lehnten Muster (Abb.17) aus, die hier die Expressgutmarken ablösten. Nach der Revolution wur*de in dem Druckstock dieser Marken die Bezeichnung "Grossh, " durchgebalkt (Abb.18).
    1916 wurden für den Expressgutverkehr zusätzliche, als "Wertmarken" bezeichnete Marken so*wohl in deutscher als auch in Schweizer Währung ausgegeben (Abb.19-21), die der Verrechnung zusätzlicher Gebühren dienten.
    G. Oldenburg verwendete für seine Staatsbahnen das Reichsmuster (Abb.22).Für die nach der Revolution (Abb.23) bzw. nach Übernahme der Bahnen durch das Reich (Abb.24) unter neuer Bezeichnung aufgelegten Serien wurde die preußische Variante des Reichsmusters gewählt (vgl. oben Abb. 8.)
    H. Diese preußische Variante des Reichsmusters hatte auch Meck1enburg Schwerin für die Marken seiner Staatsbahn , der Großh. Meckl . Friedrich Franz Eisenbahn, gewählt (Abb. 25).
    1919 wurde noch ein Ergänzungswert unter der Bezeichnung: "Mecklenburg-Schwerinsche Lan*deseisenbahn" ausgegeben (Abb. 26).




    MfG

    Bayern Fiskal

  8. #28
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    deutsche Eisenbahnmarken

    Hallo,
    Infos zu deutschen Eisenbahnmarken


    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (9).jpg
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    Als Text:
    DDie übrigen deutschen Staaten hatten auf eigene Staatsbahnen verzichtet. Entweder hatten sie das Recht auf eigene Bahnen anderen Staaten (insbesondere den preußisch- hessischen Staatsbahnen) übertragen oder sie beteiligten sich an dem Kapital privater Eisenbahngesellschaften (Braun*schweigische Landes- Eisenbahn, Westfälische Landes - Eisenbahn usw.) . Mit dem Übergang der Betriebsführung aller deutschen Staatesbahnen auf das Reich hörte die Markenverwendung bei den Staatsbahnen am 30 . 4.1921 auf.

    3. Eisenbahnmarken der Privatbahnen im Reichsmuster
    Neben einigen Staatsbahnen übernahmen auch die meisten Privatbahnen das von de Reichsdru*ckerei für die Reichsbahnen in Elsass- Lothringen eingeführte Muster (Reichsmuster) bzw. die für die preussische Militäreisenbahn verwendete Variante.

    Während aber die für die Staatsbahnen hergestellten Marken in diesem Muster ebenfalls von der Reichsdruckerei gedruckt waren und daher stets das gleiche Bild bieten, sind bei den Privatbah*nen die verschiedensten Abwandlungen vorhanden, wie die Auswahl der Abbildungen zeigt . Das ist vor allem darauf zurückzuführen , dass von den Bahnen verschiedene Druckereien mit der Herstellung der Marken beauftragt wurden . Daneben haben diese Druckereien im laufe der Zeit häufig ihre Drucktypen geändert und vielfach auch die Bahnen den Drucker gewechselt. Es ist üblich, die Marken nach ihrer Druckerei in "Braunschweiger-, Kölner-, Lübbener usw. Druck " zu unterscheiden.



    Mfg

    Bayern Fiskal

  9. #29
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    Deutsche Eisenbahnmarken

    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (10).jpg
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    Als Text

    Hier ist jedoch nicht der Platz, die Eigenarten aller Druckereien darzustellen; das muß Aufgabe eines Kataloges bleiben. Es sei nur auf folgende besonders auffällige Merkmale hingewiesen. Der "Bodenwerder Druck" hat zeitweilig sehr breite Zifferntypen (Abb. 2)

    Abb. 2
    Der "Lübbener Druck" , der als einziger die preussische Variante des Reichsmusters ( gerader Trennungsstrich zwischen den beiden Markenfeldern) benutzt hat , fällt durch eine besonders schillernde Gestaltung des Markengrundes im Wertfeld (Verzierungen um das Flügelrad ) auf (Abb. 3 und 4) .

    Abb. 3 Abb. 4
    Obwohl auch bei den Privatbahnen grundsätzlich Firma und Wertziffer entweder wie beim Reichsmuster in einem dunkleren Ton der Grundfarbe oder wie bei der preussischen Variante in schwarz gedruckt worden sind , gibt es hier auch wieder verschiedene Abweichungen. So kommt es vor, dass Firma und Wertziffer unterschiedliche Farben aufweisen, in wenigen Fällen werden sogar andere Farben (braun, weiß ) für diese Druckteile verwendet . Für die verschiedenen Mar*kenwerte werden grundsätzlich unterschiedliche Farben verwendet , die in der Regel bei allen Bahnen für die gleichen Werte gleich sind , wenn auch die Farbtöne sehr stark differieren.

    Mfg

    Bayern Fiskal

  10. #30
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    Deutsche Eisenbahnmarken

    Hallo,

    Name:  Eisenbahn Teil 1 bis 3 (11).jpg
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    als Text


    Nur die Kleinbahn Friedeberg - Alt Libbehne verwendete bei ihren in den Jahren 1911 bis 1916 ausgegebenen Marken für alle Werte die gleiche rote Farbe.

    Da die Marken wegen ihrer Mehrfarbigkeit in zwei, teilweise sogar in drei Durchläufen gedruckt worden sind, sind "Kehrdrucke" nicht selten, bei denen Finnenname und Wertziffern nicht an der für sie vorgesehenen Stelle, sondern in dem verkehrten Markenfelde eingedruckt worden sind. (Abb. 5).
    Abb. 5
    Die Zahl der Markenwerte ist entsprechend dem unterschiedlichen Bedarf bei den einzelnen Bah*nen sehr unterschiedlich. Ursprünglich war der Höchstwert auf1 Mark festgesetzt . Im Zuge der Geldentwertung wurden jedoch später auch höhere Werte gedruckt , wobei für die "Markwerte" recht verschiedene Druckarten gewählt wurden (Abb.6- 11) .




    Mit freundlichen Grüßen

    Bayern Fiskal

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