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Thema: Eisenbahnmarken!!!

  1. #31
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    Deutsche Eisenbahnmarken

    Hallo,

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    Als Text

    Außer bei den Lenz'schen und den pommerschen Privatbahnen, über die noch besonders berichtet wird, wurde das Reichsmuster von folgenden Privatbahnen verwendet:


    Altenaer Schmalspurbahnen, Altona- Kaltenkirchener Eisenbahn, Bentheimer Kreisbahn , Bergheimer Nebenbahnen, Braunschweigsche Landes - Eisenbahn, Braunschweig Schöninger Eisenbahn , Brohltal-Eisenbahn , Brölthaler Eisenbahn, Cöln- Bonner Kreisbahnen , Crefelder Eisenbahn , Cronberger Eisenbahn, Dahme- Uckroer Eisenbahn ,Dessau- Wörlitzer Eisenbahn , Nebenbahn Diedenhofen - Mondorf , Kreisbahn Eckernförde - Kappeln, Eisern- Siegener Eisenbahn, Elmshorn- Barmstedt- Oldesloer Eisenbahn , Eutin- Lübecker Eisenbahn, Freien Grunder Eisenbahn, Kleinbahn Friedeberg N/M - Alt Libbehne, Genthiner Kleinbahn, Georgsmarienhütten Eisenbahn, Gera-Meuselwitz- Wuitzer Eisenbahn , Gernrode- Harzgeroder Eisenbahn , Halberstadt - Blankenburger Eisenbahn , Kerkerbachbahn, Königsberg- Cranzer Eisenbahn , Kremmen- Neu Ruppin- Wittstocker Eisenbahn , Kleinbahn Lin*gen - Berge - Quakenbrück, Löwenberg - Lindow-Rheinsberger Eisenbahn, Mecklenburgische Friedrich-Wilhelm- Eisenbahn, Meppen- Haselünner Ei*senbahn, Mödrath- Liblar- Brühler Eisenbahn, Niederlausitzer Eisenbahn, Nordhausen- Wernigeroder Eisenbahn, Oberrheinische Eisenbahn Gesell*schaft, Paulinenaue- Neu Ruppiner Eisenbahn, Prignitzer Eisenbahn , Rinteln Stadthagener Eisenbahn, Rosheim - St. Nabor Eisenbahn, Ruppiner Eisen*bahn, Stendal Tangermünder Eisenbahn, Süddeutsche Eisenbahngesellschaft, Teutoburger Wald- Eisenbahn, Vorwohle- Emmerthaler Eisenbahn, Westfäli*sche Landes Eisenbahn, Wittenberge- Perleberger Eisenbahn, Kleinbahn Ziesar- Grosswusterwitz, Zschipkau- Finsterwalder Eisenbahn.
    Zu erwähnen ist noch, dass die Oberrheinische Eisenbahngesellschaft ( Abb.12, Ausg. 1912) seit dem Jahre 1922 Marken in einem wesentlich kleineren Format ausgegeben hat (Abb. 12a ) , bei denen sehr ungewöhnliche Werte vorkommen.

    Die Kleinbahn Lingen- Berge- Quakenbrück (Abb. 13) führte die Markenverwendung auch auf ihren Kraftverkehrslinien ein, wobei sie die hier verwendeten Marken durch ein mit Handstempel aufgedrucktes Ei kennzeichnete (Abb.13a).

    Abb. 13 Abb. 13a
    Literatur: H. Düsterbehn, Katalog der deutschen Eisenbahnen, 1918,1940,1950
    Anmerkung der Redaktion: die Marken sind nicht maßstabsgerecht dargestellt, sondern vergrößert, damit die Merkmale der Markenzeichnung zu erkennen sind. An dieser Stelle auch ein Dank an Herr List, der uns Eisenbahnmarken Scans zur Verfügung gestellt hat.




    MfG

    Bayern Fiskal
    Geändert von Bayern Fiskal (12.01.2017 um 10:08 Uhr)

  2. #32
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    Deutsche Eisenbahnmarken

    Hallo

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    alsText

    Die deutschen Eisenbahnmarken (2.Teil)
    von F. Jünke (+) vorgestellt von Horst Brix und Hans Renn
    4. Marken der Lenz'schen Privatbahnen
    Die Firma Lenz & Co GmbH, die bis 1899 in Stettin, danach in Berlin ihren Sitz hatte, war eine der größten Betriebsführungsgesellschaften der deutschen Privateisenbahnen. Sie hatte in Stettin (bis 1910), Berlin, Altona, Breslau und Halle/ Saale Bezirksverwaltungen eingerichtet.
    Schon vor der allgemeinen Einführung von Eisenbahnmarken in Deutschland hatte sie für den Expressgutverkehr bei vier von ihr betriebenen Kleinbahnen (Alsener Kreisbahnen, Bleckeder Kreisbahn, Göttinger Kleinbahn und Kleinbahn Kiel-Schönberg) Marken in eigenem Muster ein*geführt (Abb.1).
    Abb.1 Göttinger Kleinbahn
    Hier sei daran erinnert, dass der Begriff "Kleinbahn" nicht von der Spurweite der Bahn abhängt, sondern bedeutet, dass es sich zwar um eine öffentliche Eisenbahn handelt, die aber für den all*gemeinen Verkehr von geringerer Bedeutung ist.
    Der "Expressgut-Verkehr" ist der Transport von Gütern, welche sich zum Transport im Packwagen eignen, ohne Reisegepäck zu sein.
    1905 führte die Firma Lenz bei allen von ihr betriebenen Kleinbahnen Expressgutmarken ein, die sie von einer Lübbener Druckerei in der preußischen Variante des Reichsmusters drucken ließ (Abb.2).
    Abb. 2 Seit 1907 wurde die Lübbener Druckerei durch eine Hamburger ersetzt, die längere und schmale*re Zifferntypen verwendete (Abb. 3).
    Abb. 3 Abb. 4
    Bei Neuauflagen ab 1910 setzte die Druckerei auf den oberen Ecken des Firmenfeldes zusätzlich die Wertziffer ein (Abb. 4).
    Die verschiedenen Typen der Lenz'schen Expressgutmarken finden sich nicht bei allen von ihr betriebenen Kleinbahnen, da einige erst zu einem späteren Zeitpunkt in die Betriebsführung ü*bernommen wurden, andere vorzeitig aus ihr ausschieden. Außerdem wurde bei den einzelnen Bahnen eine neue Serie erst dann in Auftrag gegeben, wenn die ältere verbraucht war.
    Die im folgenden Absatz hinter dem Namen der Bahn angegebenen Ziffern zeigen an, wel*che der vier Typen bei ihr vorkommen. Während von der 1.Type nur 10- und 20- Pfennig-Marken, von der 2. und 3.Type teilweise auch 30-Pfennig- Marken im Umlauf waren, wurden von der 4.Type auch noch andere Werte bis zu 2 Mark gedruckt. Die bei den einzelnen Bahnen vorkommenden Werte können hier nicht aufgezählt werden. Für die gleichen Werte waren je*weils bestimmte Farben vorgesehen (so: 10-Pfennig grün, 20-Pfennig rot, 30-Pfennig blau usw.); die Farben schwanken aber vielfach, so z.B. bei rot von Zinnober bis rosa.

    Lenz'sche Expreßgutmarken wurden bei folgenden Bahnen verwendet:
    Alsener Kreisbahnen (Typ1-4), Anklam - Lassaner Klb. ( 2), Bleckeder Kreisbahn (1- 4),
    KIb. Bunzlau - Neudorf (2- 4), Klb. Bunzlau- Modlau (4), KI. Casekow - Penkun/Od. (2- 3),
    Klb. Cüstrin- Kriescht (2- 3), Deminer KIb. ( 2- 3) , Klb. Deutsch Krone -Virchow ( 2- 3),
    Eulengebirgsbahn (2- 4), Frankenstein -
    Münsterberger-Nimptscher Kreisb.(2), Franzburger
    Kreisbahnen (2-3), Franzburger Südbahn (2- 3) , Genthiner Klb. (2), Görlitzer Kreisb. (2-3),
    Göttinger Klb. (1, 3,4), Gostyner Kreisbahn( 2- 3) , Greifenberger Kleinbahnen (3) , Greifenha*gener Kreisbahnen (2) - sowie für ihre Teilstrecken besonders: Finkenwalde - Klb.. Schönfeld (3) und Greifenhagen - Wildenbruch (3), Greifswald - Jarmener KIb. (2-3), Klb. GreifS;lald - Wol*gast(2- 3), Klb . Grünberg - Sprottau (3), KIb.
    Guttentag Vossowaka (4) , Halle - Hettstedter Ei*senbahn ( 2- 4), KIb . Jauer - Maltsch (2- 3), Kiel - Schönberger Eisenbahn (1-4), KIb. Kiel - Se*geberg (3- 4), Klb. Kirchbarkau - Preetz - Lütjenburg (}:4), Kolberger Kleinbahnen (2-3), Klb. Lissa - Guhrau - Steinau (4), Neisser Kreisb. (3), Klb. Neustadt - Prüssau (2- 3), Ohlauer Klb. (3),
    Klb. Putzig - Krockow (2-4), Randower Klb. ( 2- 3), Ratzeburger Klb. ( 2- 4), Regenwalder Kleinbahnen ( 2- 3), Rügensche Kleinbahnen (2-3), Saatziger Kleinbahnen (2- 3). Schleswiger Kreisb. (2- 3), Stolper Kreisb. ( 2- 3), Stolpetalbahn ( 2-3), Strausberg - Herzfelder Klb. (2), Klb. Ziesar - Großwusterwitz (2).

    Für die von ihr betriebenen Nebenbahnen (das sind Eisenbahnen von allgemeiner Bedeutung, für die gewisse Betriebserleichterungen gegenüber den Hauptbahnen zugelassen sind) schloss sich die Firma Lenz & Co dem vom Eisenbahn- Verkehrsverband erlassenen Bestimmungen über die Markenverwendung im Wechselverkehr
    mit den übrigen Verbandsbahnen an, verwendete aber für alle von ihr betriebenen Nebenbahnen jeweils nur Marken von einer dieser Bahnen; zunächst wurden Marken der "Kremmen - Neu - Ruppin - Wittstocker Eisenbahn" (Abb.5) nach deren Ausscheiden aus der Lenz'sehen Betriebsführung (1906), Marken der "Liegnitz - Rawitscher Ei*senbahn" verwendet (Abb. 5).
    Abb. 5 Abb. 6
    Diese Marken wurden in einer Lübbener Druckerei in der preußischen Variante des Reichsmus*ters gedruckt.



    MfG

    Bayern Fiskal

  3. #33
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    Deutsche Eisenbahnmarken

    Hallo

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    Als Text

    Während der kommissarischen Besetzung des oberschlesischen Abstimmungsgebietes kamen bei der dort gelegenen "Neustadt-Gogoliner Eisenbahn" Marken der "Liegnitz - Rawitscher Eisen*bahn" und zwar sowohl des alten (Abb. 8) als auch des neuen Musters (Abb. 9)mit dem Aufdruck "C.G.H. S." (Commission de Gouvernement Haute-Silesie /C.G.H.S.) zur Verwendung.

    Abb. 8 Abb. 9
    Zu den Lenz'schen Nebenbahnen gehörten außer den bereits erwähnten Bahnen die "Butzbach - Licher Eisenbahn", "Greifswald - Grimmener Eisenb.", ''Mühlhausen - Ebelebener Eisenb.", "Ruppiner Eisenb." (bis 1913) und "Stralsund- Tribseeser Eisenbahn". Diese Frachtmarken wur*den bei Bedarf auch von den Lenz'schen Kleinbahnen verwendet.
    Einmalig in der Welt sind die von der Firma Lenz & Co. bei den von ihr betriebenen Bahnen verwendeten "Benachrichtigungsmarken", durch die die Vorausentrichtung der Gebühr für die Benachrichtigung des Empfängers einer Frachtsendung durch die Bestimmungsstation belegt wurde . Hierbei wurden unterschiedliche Wertstufen für die Benachrichtigung "durch die Post" (Brief) und "durch Fernsprecher" verwendet. Grundsätzlich wurden bei allen Lenz'schen Bahnen Marken in einem einheitlichen Muster gebraucht (Abb.10), nur die "Halle-Hettstedter. Eisen*bahn" hatte Marken in einem eigenen Muster (Abb. 11).

    5. Die Marken der pommerschen Bahnen

    1910 beschloss der Provinzialverband der preußischen Provinz Pommern, die von der Firma Lenz & Co GmbH Stettin-Berlin gebauten und betriebenen Bahnen innerhalb des Provinzgebietes in eigene Betriebsführung zu übernehmen. Der Verband errichtete zu diesem Zweck in Stettin eine Kleinbahnabteilung, auf die dann 1916 der Lenz'schen Bahnen übertragen wurden, worauf die Firma Lenz & Co ihre Bezirksverwaltung Stettin schloss und die nicht von dem Provinzialverband übernommenen Bahnen ihrer Bezirks*verwaltung Berlin zuordnete. Die Provinzialverwaltung verwendete zunächst die Lenz'schen Marken weiter; als sie aber auch die bisher von ihren Eigentümern selbst betriebenen Naugardner- und Pyritzer Kreisbahnen in ihre Betriebsführung übernahm, bei denen bis dahin keine Marken im Gebrauch waren, ließ sie bei einer Stettiner Druckerei für diese Bahnen in dem damals üblichen Muster 3 der Lenz'schen Bahnen drucken. Da diese Druckerei aber andere Typen (vor allem Blocktypen für die Ziffer) verwendete, unterscheiden diese Marken sich doch deutlich von den Lenz'schen Marken (Abb.1).

    Abb. 1
    Sobald bei den übrigen Bahnen der Provinzialverwaltung die Lenz' sehen Marken aufgebraucht waren, wurde der Neudruck ebenfalls der Stettiner Druckerei übertragen. Dabei wurden nun auch mehr Markenwerte in Umlauf gebracht, als es bei Lenz & Co üblich war. Die Markwerte wurden zunächst in Pfennigen (Abb. 2), später auch in Mark (Abb. 3) gedruckt



    MfG

    Bayern Fiskal
    Geändert von Bayern Fiskal (16.01.2017 um 14:36 Uhr)

  4. #34
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    Deutsche Eisenbahnmarken

    Hallo,

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    Text

    Während alle übrigen deutschen Bahnen das Markenverfahren spätestens während der Hochinfla*tion des Jahres 1923 aufgegeben haben, wurden für die pommerschen Bahnen noch bis zum Ende des 2.Weltkrieges Marken verwendet. .So ist es zu erklären, dass es bei den übrigen deutschen Bahnen nur wenige Inflationsmarken gibt, während die pommerschen Bahnen in dieser Zeit eine wahre Meisterschaft in der Herstel*lung von Behelfsausgaben entwickelten.So wurden mit Handstempeln auf vorhandene Marken zusätzliche Ziffern eingesetzt, durch Über*stempelung der Pfennig Angabe mit "M" oder "Mk" die Währung verändert oder durch Durch*streichen der Mark-Angabe Markwerte wieder in Pfennigwerte umgewandelt (Abb. 4-7).


    Nach der Stabilisierung der Währung wurden wieder Marken im alten Muster gedruckt, wobei Anfangs keine Währungsangabe erfolgte später die Bezeichnung "Pfennig" neben "Reichspfen*nig" wechselt (Abb. 8-11).

    Einzelne pommersche Bahnen gingen teilweise schon seit dem Jahre 1925 dazu über, auf den
    Marken unter dem Wort "Expreßgut" die Zahl des Jahres einzudrucken
    (Abb.12).

    Abb.12
    Die letzte Markenausgabe stammt aus dem Jahre 1941 (Abb.13), in dem alle pommerschen Bah*nen zu der Körperschaft des öffentlichen Rechts "Pommersche Landesbahnen" vereinigt wurden, die dann den Betrieb selbst führte.

    Abb.13
    Im Laufe der 30er-Jahre hatten einige Bahnen auch auf ihren Kraftverkehrslinien das Markenver*fahren eingeführt. Hierfür wurden dieselben Marken mit dem Zusatz "Kraftverkehr" unter dem Firmennamen ausgegeben .Es kamen hier nur drei Werte und zwar: 20 Pfennig rot, 30 Pfennig grauoliv und 30 Pfennig gelb zur Verwendung (Abb.14- 16).

    Mfg

    Bayern Fiskal

  5. #35
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    Hallo,

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    Text
    Die "Mecklenburg - Pommersche Schmalspurbahn", die mit ihrem Schienenbetrieb sich nicht an dem Markenverfahren beteiligt hatte, führte im Jahre 1931 für ihre Kraftverkehrslinien, die an das pommersche Netz angrenzten, ebenfalls Marken ein, die sie bei der Stettiner Druckerei im Muster der pommerschen Marken drucken ließ. Auf diesen fehlen aber die Jahreszahl des Drucks (Abb. 17).

    Abb.17
    Als 1910 der größte Teil der in Pommern gelegenen Privatbahnen von der Firma Lenz& Co an den Provinzialverband übertragen wurde, schied auch die "Stolper Kreisbahn" aus der Lenz'schen Betriebsführung aus; sie wurde aber nicht in die Betriebsführung des Provinzialverbandes über*nommen, sondern von dem Kreis Stolpe betrieben. 1919 übernahm sie auch die Betriebsführung der "Stolpetalbahn" von dem Kleinbahnamt der Pro*vinz. 1929 wurden beide Bahnen unter der Firma "Stolper Kreisbahnen" vereinigt. Beide Bahnen hatten auch nach ihrem Ausscheiden aus der Lenz'schen Betriebsführung die Lenz'schen Marken beibehalten.1924 wurden für beide Bahnen in einem sehr einfachen Muster auf Papier mit eingedrucktem Flügelrad neue Marken zu 0, 40,0,50 und 0,60 RMk ausgegeben, von denen die 0,50 RMk- Werte 1941 in 0;40 oder 0, 60 RMk-Werte durch entsprechenden Handstempelaufdruck geändert wurden (Abb. 18 - 20).

    Abb.18



    6. Die Marken der ostdeutschen Eisenbahnen

    Wie in Pommern so war auch in West- und Ostpreußen Friedrich Lenz die treibende Kraft für den Bau von Neben- und Kleinbahnen. Er überließ zwar die Finanzierung der Bahnen den interessier*ten Gemeinden und Gemeindeverbänden, die auch Eigentümer der Bahnen wurden. Die Betriebs*führung aber ließ er grundsätzlich der dafür besonders geschaffenen "Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft AG in Königsberg/ Ostpreußen" (O. E.G.) einer Tochtergesellschaft der Firma "Lenz & Co Berlin" übertragen.
    Die O.E.G. schloss sich dem Markenverfahren für den Transport von Frachten an. Zunächst gab sie nur Marken unter ihrem abgekürzten Firmennamen im Kleinformat mit einem sehr einfachen Muster heraus, dass bei der 2.Auflage etwas verfeinert wurde (Abb.1 u. 2).

    Abb. 1 Abb. 2 Kein Vorlagestück in Farbe, wer kann weiterhelfen
    Später gab sie daneben für einzelne Bahnen - teilweise gemeinsam für benachbarte Bahnen be*sondere Marken aus, so für die Insterburger Kleinbahnen (Abb. 3 u. 4).



    MfG

    Bayern Fiskal

  6. #36
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    Hallo

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    Text

    Die Königsberger Kleinb. und Wehlau- Friedländer Kreisbahnen (Kgb.Kl.W.Fr. Kr.) (Abb. 5 6),



    Abb. 5 Abb. 6 Die Samlandbahn und Fischhausener Kreisbahn(Sl .B. Fh.K.B.) (Abb.7 u. 8).

    Abb. 7 Abb. 8 die Marienwerder Kleinbahn (M. Kl .B.) (Abb. 9) und die Memeler Kleinbahnen (Abb. 10).



    Abb. 9 Abb. 10 (Wer hat ein Belegstück?)
    Die "O.E.G.-Marken" blieben danach im Gebrauch bei den nebenbahnähnlichen Kleinbahnen: Elchniederungsbahn, Heydekrug - Kolleschen, Lycker Kleinbahnen, Ortelsburger Kleinbahn, Rastenbüxger Kleinbahnen, Schlossberger Kleinbahnen, Tharau - Kreuzburg, Tilsit - Pogegen - Schmalleningken, Treuburger Kleinbahnen, Wöterkeim - Schippenbeil. Die besonderen Marken wurden in verschiedenen Zeichnungen gedruckt, wobei nur die letzte Ausgabe für die Königsberger Kleinbahn und Wehlau- Friedländer Kreisbahnen etwas aufwendi*ger gestalteten (siehe Abb. 6). Für die erst später in die Betriebsführung der O.E.G. übernommenen Bromberger Kreisbahnen und die Königsberg - Cranzer Eisenbahn wurden dagegen großformatige Marken eingeführt. Die Bromberger Kreisbahnen benutzten dabei ein eigenes Muster (Abb.11) während die Königsberg - Cranzer Eisenbahnen das Reichsmuster benutzte (Abb.12).



    Die Lage der ostdeutschen Eisenbahnen ergibt sich aus der abgedruckten Karte.

    Literatur: H. Düsterbehn, Katalog der deutschen Eisenbahnen, 1918,1940,1950
    Anmerkung der Redaktion: die Marken sind nicht maßstabsgerecht dargestellt, sondern vergrößert, damit die Merkmale der Markenzeichnung zu erkennen sind.
    An dieser Stelle auch ein Dank an Herr List, der uns Eisenbahnmarken Scans zur Verfügung gestellt hat.

    Der Eisenbahnmarken Katalog von Deutschland kann bei der ArGe bestellt werden. Auf ca. 460 Seiten sind die Marken der alten Eisenbahnlinien abgebildet und bewertet

    Katalog Band 17 Erler/Jünke 1999 deutsch/englisch, 628 Seiten Preis: 40,00 €

    Kontakt: ArGeFiskalphilatelie@web.de



    MfG

    Bayern Fiskal

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