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Thema: Fälschungs-"Politik"

  1. #11
    ;-) Avatar von Kjell
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    Der Senf hat sehr gemundet. Ich werde die Familienpackung des Maassen-van-Loo-Senfs erwerben, sobald sie fertig ist.

    CU
    Kjell

  2. #12
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    Thema : Fälschungen

    Lieber Herr Maassen,

    ich denke, hier muß ich doch 'mal eine Lanze für die Sammler brechen.

    Ich stimme Ihnen nicht zu, einer großen Zahl von Sammlern Überheblichkeit zu unterstellen !
    Mit unserem Hobby ist es so wie mit jedem Anderen. Es gibt solche und andere Sammler. Der Großteil der Sammler hat Freude daran, seine Sammlung in den Michel-Hauptnummern zu vervollständigen, egal wie. Die Zahl der akribischen Sammler steht wohl im gleichen Verhältnis wie die Zahl der Fußballvereins-Mitglieder zu den Fußballfans.
    Selbstverständlich haben Sie Recht wenn Sie sagen, daß nur ein gutes Literatur-Studium und (notfalls) eine kompetente Prüfung einer Marke vor Fälschungen schützt. Andererseits macht es "Otto-Normal-Sammler" auch wenig aus, wenn in seiner Sammlung eine verfälschte Marke zu finden ist. Es sei denn, er sammelt Briefmarken als Geldanlage. Da ist er aber sowieso auf dem Holzweg. Wohlgemerkt, ich rede hier nicht von den betrügerischen Angeboten, in denen bewußt falsche Marken zu horrenden Preisen verkauft werden sollen. Dies ist eine Straftat, und gesondert zu betrachten.

    Die Herren Prüfer des BPP sollten eigentlich froh sein, daß es so ist ! Wenn in der jetzigen Situation eine Prüfsendung bei Herrn Schlegel z.B. schon 6 Monate dauert, wie lange soll der Kunde denn dann warten ?
    Auch die Experten, wie ich aus sicherer Quelle weiß, fallen zuweilen auf gut gemachte Fälschungen herein. Von dem normalen Sammler schweigen wir hier besser ganz.

    Wir Briefmarkensammler sollten über jeden Sammlerfreund froh sein. Garantiert er uns doch einen Fortbestand unseres Hobby's !

    Freundliche Grüße bitte auch an Herrn van Loo,

    Michael Schmiedl

  3. #13
    guy69
    Gast
    @top ;-) Genau so ist es !!

  4. #14
    Neusaar-Sammler Avatar von T. Maywald
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    Hallo, Lars
    zu Deinem Punkt 5. Wir von der ArGe Saar haben dies an unserer letztjährigen Herbsttagung besprochen. Von Axel Braun BPP kam dazu ein klares "Das ist Betrug!"

    Gruss
    Torsten

  5. #15
    Neusaar-Sammler Avatar von T. Maywald
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    Lieber Herr Maassen

    Ich bin mit einigen Ihrer Argumente nicht einverstanden. Insbesondere stösst mir folgende Aussage auf: Eine Signatur ist nur "gültig" am Tag der Prüfung!
    Nehmen wir an, ein Käufer hat eine - 1965 für rd. 10 DM erworbene Marke - damals prüfen lassen. Beim Verkauf wird er die Prüfkosten wieder hereinholen wollen. Nun wurde bei jedem Handwechsel in den letzten 50 Jahren die Marke wieder "frisch" geprüft und bei jedem Handwechsel wurden die Kosten für die neuerliche Prüfung addiert. Spätestens nach dem 5. Handwechsel ist die Marke nur noch zu einem Preis verkäuflich, der die Unkosten nicht mehr deckt.

    Die einzigen, die von Ihrer Aussage profitieren, Herr Maassen, sind die Prüfer von VPP und BPP. "Gemolken" werden - wie auch von anderen Seiten - die Sammler, die durch diverse Literatur und ständig wiederholte Litanei getrieben werden, immer höheren Qualitätsanforderungen an die Objekte zu stellen. Der Freude am Sammeln, an der eigenen Sammlung (nicht immer über den Zaun auf Nachbars Rasen schauen) und natürlich am Bieten sollte m.E. bei unserem Hobby im Vordergrund stehen.

    Den Sammler als überheblich und neunmalklug (!) zu disqualifizieren und abzutun ist m.E. wirklich unterste Schublade. Für wen schreiben Sie Ihr Buch? Für Bibliotheken und Profis?
    Für den Sammler, vielleicht? Falls die Zitate: "Die Überheblichkeit der Mehrzahl der Sammler" und "Nur, was man nicht braucht, sind Sammler, die immer meinen, sie wären neunmal klug" auf dem Klappentext stehen, dürfte es bei dieser Gruppe kaum einen Käufer finden. Sollte ein Rezensent hier Ihren Beitrag gelesen haben, dürfte dies den Verkaufszahlen des Buches ebenfalls nicht zuträglich sein.

    Torsten Maywald

  6. #16
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Zitat Zitat von T. Maywald Beitrag anzeigen
    Lieber Herr Maassen

    Den Sammler als überheblich und neunmalklug (!) zu disqualifizieren und abzutun ist m.E. wirklich unterste Schublade. Für wen schreiben Sie Ihr Buch? Für Bibliotheken und Profis?
    Für den Sammler, vielleicht? Falls die Zitate: "Die Überheblichkeit der Mehrzahl der Sammler" und "Nur, was man nicht braucht, sind Sammler, die immer meinen, sie wären neunmal klug" auf dem Klappentext stehen, dürfte es bei dieser Gruppe kaum einen Käufer finden. Sollte ein Rezensent hier Ihren Beitrag gelesen haben, dürfte dies den Verkaufszahlen des Buches ebenfalls nicht zuträglich sein.

    Torsten Maywald
    Thorsten,

    Du hast hier eine 12 Jahre alte Diskussion hervorgekramt.

    Wolfgang Massen hat nicht den Sammler als überheblich und neunmalklug abgetan sondern "nur" die Mehrzahl. Und da hat er leider recht.

    Welcher "Normalsammler" wobei das nun wieder ein Dehnbarer Begriff, interessiert sich für Fälschungen? Er ist glücklich die Lücken in seinem Vordruckalbum zu füllen und das möglichst billig! Das ist in der Schweiz scher nicht anders als in Deutschland oder dem Rest der Welt!
    Mitglied bei:
    BDPh, APS, RPSL (FRSPL), SG-Lateinamerika, FG Indien, AROS, NTPSC, ONEPS, COPAPHIL etc...

    Sammelgebiete:

  7. #17
    Registrierter Benutzer Avatar von Altsax
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    Zitat Zitat von T. Maywald Beitrag anzeigen
    Die einzigen, die von Ihrer Aussage profitieren, Herr Maassen, sind die Prüfer von VPP und BPP. "Gemolken" werden - wie auch von anderen Seiten - die Sammler, die durch diverse Literatur und ständig wiederholte Litanei getrieben werden, immer höheren Qualitätsanforderungen an die Objekte zu stellen.
    "Gemolken" werden die Sammler nicht von denen, die zu ihrer Aufklärung beitragen, sondern von denen, die von ihrer Unwissenheit profitieren!

    Für mich ist es ein unbegreifliches Phänomen, daß dieselben leute, die keinen Fön kaufen, ohne Testberichte studiert, Beratungsgespräche mit Fachhändlern geführt und Preisvergleiche angestellt zu haben, Hunderte von Euros für Fälschungen ausgeben, die sie bei etwas Informationsbemühungen hätten selbst erkennen können.

    Ob man das dann Überheblichkeit, Neunmalklugsein, Selbstbetrugstendenz oder wie auch immer nennt, spielt keine Rolle.

    Altsax

  8. #18
    Registrierter Benutzer
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    Sehr geehrter Sammlerfreund Torsten Maywald,
    ich finde es sehr schade, wie Sie hier ihre Meinung, auch nach so langer Zeit kundtuen.
    Diese Art von Schreiberei halte ich gelinde gesagt für unangemessen..
    Herr Maassen und viele Andere beschäftigen sich seit vielen Jahren mit der Philatelie und alle diesen Menschen, die der Philatelie schaden.
    Übrigens, ich bin froh, dass es Sammler gibt, die ihr Wissen in Form von Literatur rausgeben. Nicht nur für den "Fachmann" sondern auch für den "Normalsammler".
    Sicherlich kann man sich treffen Ärgern über so manche Betrüger, aber man sollte sich dann auch nicht alles gefallen lassen und diese Leute dingfest machen.
    Hiermit meine ich dann auch, nachdem alles bewiesen ist, Ross und Reiter benennen, wie es vor vielen Jahr schon mal üblich war.
    Ich könnte mir vorstellen, dass es hilfreich sein könnte und einiges vom Markt verschwinden wird, oder wenigstens nicht mehr so offen angeboten wird.
    Übrigens, ich glaube einem "richtigen Philatelisten" ist es nicht egal ob er seine Lücken mit Fälschungen gefüllt hat, ich glaube hier lässt er dann besser einfach eine Lücke in der Sammlung.
    Vieleicht können Sie ja mal im Zürcher Oberland darüber nachdenken.
    Ansonsten wünsche ich Ihnen noch eine schöne Restosterzeit und freundliche Grüße

  9. #19
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
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    Hallo Torsten,

    als BPP-Prüfer kann ich nur die Meinung von Wolfgang bestätigen. Wer eine Marke zum Prüfen schickt, der erhält billige Marken mit einer Signatur versehen zurück (ab ca. 150 Euro werden im BPP Kurzbefunde, Befunde und Atteste ausgestellt). Wenn er sie weiterverkauft, dann hat der Käufer angesichts der vielen Signaturfälschungen das Problem, dass er nicht weiss, ob die Signatur und damit die Prüfung "echt" ist. Wenn er sich in seinem Sammelgebiet auskennt, ist das kein Problem. Dann kann er die Marke selbst zumindest ein Stück weit beurteilen.

    Meine Erfahrung hat aber gezeigt, dass es schon reicht, "signiert" zu schreiben, und die Sammler schalten das Hirn aus. Wenn ein Zettel bei der Marke ist, wird jedes Geschreibsel sofort zum "Attest".

    Die Prüfer profitieren überhaupt nicht. Denn vielen Sammlern reicht eine Signatur selbst auf ganz teuren Marken aus, um von der Echtheit überzeugt zu sein. Sobald aber ein erfahrener Händler oder Sammler die Marken ansieht, kommt die überraschende Erkenntnis, dass vieles gefälscht wurde und man teures Geld für wertlose Marken ausgegeben hat.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars
    www.bdph.de und www.arge-belux.de

  10. #20
    Registrierter Benutzer Avatar von Jens
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    Moin,

    Zitat Zitat von Bodo A.v.Kutzleben Beitrag anzeigen
    Nicht jeder ist ein Betrüger, aber Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und zur Not kann man/Frau ja auch erfahrene Sammler auf einem Tausch fragen, was sie vor der einen oder anderen Marke halten. Dafür sind Vereine auch gut, denn sie helfen jedem Sammler/innen gerne.
    Das ist ansich genau der Punkt, der mich von solchen Verkaufsplattformen fern hält. Natürlich bieten sie für kleine Werte eine Chance. Aber die menschliche Komponente fehlt daran


    Gruss

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