Umfrageergebnis anzeigen: Wieviel des in die Sammlung investieren Geldes kann beim Verkauf realisiert werden?

Teilnehmer
68. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • 0-20%

    17 25,00%
  • 21-40%

    20 29,41%
  • 41-60%

    9 13,24%
  • 61-80%

    10 14,71%
  • 81-100%

    1 1,47%
  • über 100%

    11 16,18%
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Ergebnis 21 bis 30 von 41

Thema: Briefmarke- Die Aktie des kleinen Mannes

  1. #21
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Zitat Zitat von fricke Beitrag anzeigen
    Schon sammle ich Mongolei und Nordkorea - oder einfacher: ich schmeiß mein Geld gleich in den Papierkorb.
    Wobei die Russische Post in Ulan Bator oder die ersten Jahre von Nord Korea auf Bedarfsbrief schon eine Herausforderung sind und mit Sicherheit auch beim Verkauf nach einigen Jahrzehnten eine guten Profit abwerfen werden.
    Mitglied bei:
    BDPh, APS, RPSL (FRSPL), SG-Lateinamerika, FG Indien, AROS, NTPSC, ONEPS, COPAPHIL etc...

    Sammelgebiete:

  2. #22
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    Mongolei vor 1960 und/ oder auf Brief ist schon ein anderes Terrain.
    Imr letzten "BMS" wuden sogar die ersten Blöcke profimässig gesucht.
    Noch besser Tannu Tuwa....

  3. #23
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Mongolei ist nicht ohne, wenn man die Artikel in der philatelie sieht.
    Die Preise für älteres Material sind explodiert.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
    Suche für eine Dokumentation der Zensurmaßnahmen 1981/82 in Polen weitere Mitstreiter.
    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


  4. #24
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    Zitat Zitat von fricke Beitrag anzeigen
    Ich sammle zum Spaß - sehr spezialisiert - aber es ist mir klar, dass auch ich damit teilweise viel Geld in den Sand setze.
    Wenn ich aber mit Vordruckalbum sammle, ist normalerweise bereits beim Kauf nicht nur das Geld für das Alben-Material weg sondern auch das für die Marken , wenn sie nicht postgültig bleiben.
    Dazu kommt, dass die Zahl der "Normalsammler" weiter stark sinkt während die Zahl der Spezialisten relativ stabil bleibt oder sogar in den letzten Jahren gestiegen ist.
    Das sollte uns aber doch den Spaß nicht verderben. Fast jedes Hobby kostet Geld, warum muss denn bei uns etwas herausspringen?

    Wenn ich kein Geld verlieren möchte, darf ich eben nur Raritäten sammeln, bei welchen die Zahl der kapitalkräftigen Interessenten die Zahl der vorhandenen Stücke weit übersteigt.
    Ich habe eben einen alten Michel Spezial von 1989 gefunden, in dem der Posthornsatz mit 6000 DM notiert ist. Das ist deutlich mehr als die 2200 € im letzten Katalog. Außerdem dürfte der erzielbare Prozentsatz beim Verkauf geringer sein als damals. Es gibt eben doch relativ viele Posthornsätze und eine rapide sinkende Zahl von Interessenten. Aber ein Teil des Wertes ist ja noch da.

    Nehmen wir aber z.B. eine Notopfermarke Nummer 7, also eine echte Rarität, von der es etwa 100 Stück geben könnte. Allein die ARGE hat etwa 90 Mitglieder und in jedem erweiterten Vordruckalbum ist ein Platz für diese Marke.
    Bedarf also einige Tausend.
    1989 hatten wir einen Katalogwert von 250 DM, heute einen von 5000 € und die Auktions-Endpreise der letzten Jahre für Einzelmarken lagen fast alle über 3000 €. (60% und mehr!!) Gesunken ist der Wert also die letzten 25 Jahre offensichtlich nicht.
    Bei Unikaten verhält es sich teilweise noch krasser. Da ist ein Einkauf vor 10 Jahren inzwischen oft auch 10mal soviel wert.

    Aber wir sammeln doch normalerweise nicht um zu spekulieren, sondern weil wir Freude am Hobby haben.
    ___________________

    Tach alle - ich bin jetzt da

    Ganz neu, aber ein paar Sachen auch loswerden möcht:

    Das mit den Raritäten ist so eine Sache.

    Der Posthornsatz galt auch mal als Rarität *lach* - aber sonst wären damals nicht diese Wahnsinnpreise gezahlt worden.

    Und der Nothilfeblock gehörte in den 70er/80er Jahren zu den ganz großen
    deutschen Raritäten, die jeder Sammler kennen muß.
    Wenn ich mich recht erinnere, wurden die auf Auktionen so zwischen 10.000 und 20.000 DM
    zugeschlagen - aber es gab eben kaum welche.

    Heute kann man allein bei ebay immer so um die 20 Stück bewundern,
    die für wenige hundert Euro verkauft werden (wenn überhaupt).

    Es gibt da eben diese teuflische Gesetzmäßigkeit, die für alle Sammlermärkte gilt:

    Bei steigenden Preisen wollen alle kaufen, aber es verkauft keiner, weil er ja nächstes Jahr
    noch viel mehr dafür bekommt. Man sieht die Marken einfach nicht mehr und das heizt die Preise noch
    weiter an. Ein sich selbst verstärkender Regelkreis, oder einfach gesagt ein Teufelskreis
    nach oben.

    Umgekehrt läuft das Spiel, wenn die Preise fallen. Da will jeder verkaufen, weil er ja nächstes
    Jahr noch weniger bekommt, aber keiner will kaufen.
    Das erhöht das Angebot und die Preise fallen noch schneller
    - wieder dieser Teufelskreis, nur diesmal nach unten.

    Das mit den Raritäten ist also wirklich so eine Sache:

    Ganz lustig ist die Sache mit den sog. "guten" 50er Jahren bei Bund Sammlungen
    Von der Marienkirche habe ich vor ein paar Jahrzehnten Preise um die 500,- DM gesehen.

    Bei ebay habe ich kürzlich nach der Mi.-Nr. 139 gesucht, um zu sehen, wieviele davon angeboten
    werden. - Es waren 641 Marienkirchen zu bestaunen, für die aber anscheinend immer noch
    so 20 - 30 Euro bezahlt werden. - unglaublich für mich.

    Die 2 Mio Druckauflage gibt es m.E, weitgehend immer noch, denn Zuschlagsmarken wurden
    in den 50er Jahren niemals für den reinen Postversand verwendet - nur für Sammlerbriefe.
    Kurzum es handelt sich meiner Meinung nach hierbei um reine Massenware.

    Sodala, das war mein Senf dazu - jetzt müsste mir nur noch jemand sagen, was genau die "Raritäten"
    der Zukunft sind, damit ich mir ein paar zulege, bevor die nächste Blase beginnt *g*


    Ciao alle:-)

  5. #25
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Ich sprach von Raritäten und nicht von Standardware
    wie Blocks oder Sätzen, die es zu Tausenden gibt und die man in jedem Laden kaufen kann. Das sind doch keine Raritäten!
    In meinem Sammelgebiet sind Raritäten Stücke von welchen maximal 50-100 bekannt sind.
    Geändert von fricke (03.11.2016 um 14:12 Uhr)

  6. #26
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    Ja, das hab ich schon verstanden,

    aber wußte man in den 70er Jahren, dass es so viele Nothilfeblocks gibt?

    Ganz und gar nicht, man war der Meinung, dass es davon nur noch ganz ganz wenige
    hundert Stück geben mag.

    Und die Zahl der noch vorhandenen Stücke sagt nicht unbedingt etwas über Ihren
    Wert aus.

    Ich bin überzeugt, dass es weltweit eine ganze Menge Briefmarken gibt, von denen
    es viel weniger als 500 Stück gibt, und trotzdem sind sie nix Wert, wenn es sich
    um ein ganz verschrobenes Sammelgebiet handelt, das kaum jemand sammelt,
    und das keine alte Sa... interessiert.

    Viel entscheidender ist die Zahl der Sammler und der möglichen Käufer
    Es gibt Beispiele mit 4 Mio Stück, die aber zu wenig waren, sodaß sich der
    Preis in kurzer Zeit verzehnfacht hat (Greifvögel 1973).
    Jaja, ich weiß eine kurzfristige Spekulation, die natürlich wieder zusammengebrochen ist,

    Aber das nur als Beispiel, dass die Anzahl der vorhandenen Marken nicht entscheidend ist,
    sondern die allgemeine Stimmung und die Stimmung der Sammler.

  7. #27
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    Noch ein kleiner Nachtrag zum Sammelgebiet Bund:

    Da hat die Post ihren eigenen Markt kaputt gemacht.

    Man kann noch alle Jahrgänge aus der EURO-Zeit bei der Postphilatelie Weiden bestellen.

    Aber warum sollte man Briefmarken in den Schrank stellen, die man auch noch in
    10 Jahren einfach bestellen kann, und was hätte das noch mit Sammeln zu tun?

    Die Phantasie, die jedes Sammelgebiet braucht, dass zumindest theoretisch Wertsteigerungen
    möglich sind, ist damit dahin.

    Sammlergegenstände, die der Hersteller zeitlich unbegrenzt anbietet,
    sind per Definition keine Sammlergegenstände mehr!

    Meines Wissens hat Weiden fast keine Abonnenten mehr, dass die diese Praxis
    trotzdem unverdrossen beibehalten, ist nach meiner Meinung kein einfacher Managementfehler mehr

    ... sondern blanker Dilettantismus.

    So jetzt geb ich aber Ruh .... vorerst *g*

    Ciao:-)

  8. #28
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Das ist so eine Sache mit den Zahlen.

    Wer in den 70er-Jahren glaubte, dass es vom Nothilfeblock nur noch einige 100 Stück gibt - bei einer Auflage von 38.500 Stück, die fast ausschließlich in Sammlerhänden landete - war einfach ... na ja , keine Beleidigungen!

    Dass fast 80.000 Abonnenten fast keine mehr sind, kann ich auch nicht nachvollziehen. Es gibt eben Leute, die Vordruckalben füllen - und Spaß daran haben! Notfalls kann man die €-Marken ja noch verkleben.
    Es gibt eben auch Ästheten, die wegen der Schönheit sammeln und denen der Wert schnurz ist.

    Zu den Raritäten:
    Z.B. bei einer Wohnungsbaumarke mit kopfstehendem Aufdruck weiß ich, dass es nur 2 Typen mit je 3-5 bekannten Stück gibt - eine Rarität, die alle 10-20 Jahre mal auftaucht.
    Und wenn ich die ersteigere, mache ich normalerweise nichts kaputt, im Gegenteil: eine tolle Kapitalanlage.
    Selbst eine Notopfer 1X mit etwa 50 bekannten Stück (allein die Arge hat über 90 Mitglieder) wird ihre derzeit 1000€ pro Stück wahrscheinlich noch verbessern.

    In fast allen anderen Sammelgebieten ist das ganz ähnlich.
    Geändert von fricke (03.11.2016 um 18:02 Uhr)

  9. #29
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    Tja, wenn Du meinst.

    Der Nothilfeblock mit 38.500 Druckauflage stammt aus dem Jahr 1933.

    Da gab es dann noch so ein kleines Zwischenereignis, ich glaube man nennt es 2. Weltkrieg
    nach dem halb Deutschland in Trümmern lag - darunter sicher auch ne Menge Nothilfeblöcke.

    Jedenfalls konnte man in der Euphorie der 70er Jahre denken, dass da nicht mehr allzuviele übrig sind.

    Vielleicht bist zu noch zu jung, um das selbst mitbekommen zu haben.
    Aber bis Anfang der Achtziger Jahre war jedem völlig klar, dass Briefmarken
    niemals im Wert fallen können. Es werden ja nicht mehr und die letzten 3 Jahrzehnte
    sind sie immer nur im Preis gestiegen.

    Fallende Preise für Briefmarken kam im damaligen Denken einfach nicht vor.

    Heute im nachhinein weiß natürlich jeder Doofi, wieviele von den damaligen Raritäten
    es wirklich gibt, weil man sie jeden Tag zuhauf sieht. Aber damals hat man sie eben
    nicht gesehen, weil sie nicht zum Verkauf kamen.

    Und was die 80.000 Abonnenten betrifft kann ich nur sagen: Donnerwetter!

    Ich war im Jahr 2001 auf einer Briefmarkenmesse da hat in einem Vortrag ein Mitarbeiter
    der Post mit stolzgeschwellter Brust gesagt, dass sie jetzt 1 Mio Abonnenten hätten.
    Wenn das gestimmt hat (man muß mit Zahlenangaben der Post ja immer vorsichtig sein),
    Dann hat es diese Firma innerhalb von 15 Jahren geschafft 92 % ihrer Abonnenten
    zu verlieren, und die verbliebenen 8 % darf ich dann im Vergleich schon mit "fast keine mehr"
    bezeichnen.

    ...glaub ich *g*

  10. #30
    Forums-Administrator Avatar von Michael Lenke
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    Wenn da Abonnenten der Bund-ETBs dabei waren, da kann man sich vorstellen, warum die nicht mehr Abonnenten sind. Komplett in 14 Ordnern für 42 € verkauft. Schon etwas teuer für Einlegekarton. Das waren die Aktien des kleine Mannes, dem clevere Marketingleute das Himmelreich versprochen haben.

    ml
    Wehr fähler findet, daf si behaltn.
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    Krakauer Aufdruckmarken eine umfangreiche Dokumentation mit Schlitzohrenparade.


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