Umfrageergebnis anzeigen: Wieviel des in die Sammlung investieren Geldes kann beim Verkauf realisiert werden?

Teilnehmer
68. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • 0-20%

    17 25,00%
  • 21-40%

    20 29,41%
  • 41-60%

    9 13,24%
  • 61-80%

    10 14,71%
  • 81-100%

    1 1,47%
  • über 100%

    11 16,18%
Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 41

Thema: Briefmarke- Die Aktie des kleinen Mannes

  1. #11
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
    Registriert seit
    08.2003
    Ort
    L-6315 Beaufort
    Beiträge
    8.417

    Geldanlage im allgemeinen und Briefmarken im Speziellen

    @katze52 und @ThomasK_7

    Ihr beide vergesst eines, und das hat mir mal ein Abteilungsleiter Wertpapierberatung vor 13 Jahren verraten, als wir eine hübsche Abenddiskussion über Optionsscheine und Aktien hatten:

    Es geht nicht nur um die Rendite, die prozentuale Wertsteigerung, sondern auch, und das trifft wunderbar bei der Philatelie zu, um LUSTGEWINN!

    Ein paar grundsätzliche Worte: Ich habe schon mit allen, und ich betone ALLEN möglichen Wertpapier- und Derivativanlagen Geld verloren. Und auch gewonnen, allerdings nicht genug um die Verluste aufzuwiegen. Mittlerweile habe ich dort meinen Weg gefunden, aber der Weg dahin war schmerzhaft, hat aber auch Spass gemacht.

    Mit Aktien und Rentenpapieren kann man viel Geld verdienen, aber auch verlieren. Pauschale Aussagen wie "Aktien und Renten schlagen immer Briefmarken" sind falsch. Die richtigen Aktien und Renten schlagen fast alles ausser einem Lottogewinn, die zu finden, ist aber fast so schwierig, wie einen Sechser im Lotto zu bekommen.

    Wer sich mit Briefmarken wegen der Rendite beschäftigt, ist schon auf dem Holzweg und wird sehr wahrscheinlich ein finanzielles Fiasko erleben. Wer es wegen dem Spass und der Freude macht, kann nicht verlieren. Kleines Beispiel:

    Vor 20 Jahren war postfrisch der letzte Schrei. Heute sind postfrische Posthornsätze Massenware, die für einen Bruchteil der alten Preise gehandelt werden. Danach kamen die rundgestempelten Marken aus dem Bedarf, es geht weiter mit sauberen Belegen, mit seltenen Portostufen usw. Vielleicht sollte man antizyklisch handeln, und wieder die postfrischen Posthornsätze kaufen?

    Das schöne am Sammeln ist, dass man sich nicht auf ein Thema festlegen muss. Schmeisst die Kataloge über Bord, da steht nicht viel sinnvolles drin. Jeden Tag wird ein neues, spannendes Thema geboren, wo man mit wenig Geld und viel Forscherdrang rangehen kann.

    Witzigerweise entsteht mit zunehmendem Wissen auch die Möglichkeit, Geld mit seinem Material zu verdienen. Habt Ihr mal überlegt, Euer Wissen zu publizieren? Ein Amerikaner hat sich die Mühe gemacht (bin zu faul, den Namen herauszusuchen, Google könnte es wissen) und die Platten der 3 Cent von 1857 zu komplettieren. Bevor er sich drangemacht hat, war das ein Pfennigwert, als er fertig war und seine Forschungsergebnisse in einem Buch veröffentlichte, wollte auf einmal jeder es ihm nachtun und seine Marken waren Gold wert.

    Ist jetzt ein bisschen vereinfacht, aber die ausgetretenen Pfade nachzulatschen und der Herde hinterher zu rennen, das bringt es nicht. Die Rosinen findet man woanders. Ist bei Aktien und Anleihen übrigens genauso...

    Sodele, das war das Wort zum Sonntag, jetzt dürft Ihr mich schlagen!


    Beste Grüsse aus Luxemburg!

    Lars

  2. #12
    alle Welt gestempelt
    Registriert seit
    09.2003
    Ort
    Hohenstein-Ernstthal
    Beiträge
    151

    Re: Geldanlage im allgemeinen und Briefmarken im Speziellen

    Original geschrieben von deckelmouk
    Pauschale Aussagen wie "Aktien und Renten schlagen immer Briefmarken" sind falsch.
    Nein sie sind richtig, denn man kann und muss den Durchschnittswert bilden! Ansonsten bräuchten wir niemals über irgendetwas disskutieren wollen, weil immer und überall Dein Argument eine allgemeinverbindliche richtungsweisende Aussage blockieren würde.

    Die richtigen Aktien und Renten schlagen fast alles ausser einem Lottogewinn, die zu finden, ist aber fast so schwierig, wie einen Sechser im Lotto zu bekommen.
    Es sind nicht die richtigen Aktien/Festanleihen die das vollbringen, sondern die durchschnittlichen!!
    So lange das nicht begriffen wird, ist eine weitere sachliche Auseinandersetzung in meinen Augen wenig sinnvoll.


    Im übrigen sind wohl alle hier im Forum wegen dem Spaß an der Sache bei der Philatelie, aber wenn schon einer mal nach der "Aktie" fragt, wollte ich auch darauf sachlich begründet antworten (-> kein grüner Zweig).

    Sodele, das war das Wort zum Sonntag, jetzt dürft Ihr mich schlagen!
    **und drauf hau**

  3. #13
    www.arge-belux.de Avatar von Lars Böttger
    Registriert seit
    08.2003
    Ort
    L-6315 Beaufort
    Beiträge
    8.417

    Noch was Grundsätzliches

    ThomasK_7:

    Dann formuliere ich meine Aussage mal um:

    Der Durchschnittswert ist nicht aussagekräftig weil er eine theoretische Grösse ist! Gehen wir mal von der Realität aus: Wer hätte 1949 geahnt, welche Werte im DAX von 1987 stecken würden, als dieser das erste Mal berechnet wurde? Wer konnte sich die 100 Aktien aus dem FAZ-Index kaufen? Wie hätte ich die Währungsabwertung der ausländischen Börsen abgefangen? Welchen Index ziehe ich heran?

    Es tut mir leid, auf theoretischer Basis hast Du (vielleicht) recht. Aber wenn es um die praktische Umsetzung ging, da hinkt der Vergleich gar fürchterlich. Für einen Normalanleger bzw. Sammler war die Abbildung eines Durchschnitts nicht möglich, er konnte sich allerdings die ganzen Neuemissionen am Schalter kaufen. Dazu kommt, dass durch die Notwendigkeit von ständiger Neuinvestion, immerhin gab es jedes Jahr neue Marken. Also muss ich als Alternative jedes Jahr neu investieren, da fand der Kauf auch teilweise zu relativ hohen Kursen statt, die meine Rendite verwässerten.

    Witzigerweise wurde der Boom bei den Briefmarken in den 70er Jahren dadurch angefacht, das Salomon Brothers eine Studie veröffentlichten, die Briefmarken als inflationsresistent beschrieben. Damals rückten Briefmarken in den Blickpunkt von Spekulanten, die zu der bekannten Blase führte.

    Über das Thema Geldanlage sind schon hunderte Bücher geschrieben worden, und ich habe einen guten Teil davon gelesen. Das Problem bestand immer darin, dass Theorien in der Vergangenheit immer funktioniert haben. Das lässt sich leider in den seltensten Fällen auf die Zukunft übertragen.

    Briefmarken sind nur dann eine Geldanlage, wenn man viel Fleiss und Phantasie einsetzt, sich nicht vom Markt und Marktteilnehmern beeinflussen lässt und sein "Ding" durchzieht.

    So, und jetzt kommst Du!


    Beste Grüsse aus Luxemburg!

    Lars

  4. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von Michael
    Registriert seit
    06.2003
    Ort
    bei Hamburg
    Beiträge
    677

    Cool Wissen publizieren

    Ich misch mich mal in Eure Diskussion über die Geldanlage ein, um einen Aspekt von Lars aufzugreifen:
    Witzigerweise entsteht mit zunehmendem Wissen auch die Möglichkeit, Geld mit seinem Material zu verdienen. Habt Ihr mal überlegt, Euer Wissen zu publizieren? Ein Amerikaner hat sich die Mühe gemacht (bin zu faul, den Namen herauszusuchen, Google könnte es wissen) und die Platten der 3 Cent von 1857 zu komplettieren. Bevor er sich drangemacht hat, war das ein Pfennigwert, als er fertig war und seine Forschungsergebnisse in einem Buch veröffentlichte, wollte auf einmal jeder es ihm nachtun und seine Marken waren Gold wert.
    Tatsächlich kann man solche Wege auch bei neuen Sammelgebieten gehen!
    Ich versuche z.B. immer fleißig "meine persönliche Definition einer Bund-Sammlung" unter das Volk zu bringen. Dabei geht es u.a. darum, dass z.B. Saar-Marken mit dem "richtigen" Stempeldatum Eingang in eine solche Sammlung finden können. Und publizieren tue ich das auch! Und zwar hier .

    Nun weiß ich mittlerweile, dass ich diesen Teil meiner Sammlung vielleicht gar nicht zusammen bekomme?
    Wenn nun aber auch andere Sammler daran interssiert sind, entsteht vielleicht sogar ein neues Marktsegment, in dem man eine Chance hat die fehlenden Stücke zu bekommen und wo zu passenden Preisen gehandelt wird.

  5. #15
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    02.2011
    Beiträge
    645
    Ein nettes Thema aus den ganz alten Tages des Forums.

    Ich schätze, dass mit meiner Sammlung 21-40% des investierten Kapitals zu realisieren wären. Weshalb? Weil viel Material eines Gebietes, welches in Sammlerkreisen ein Nischendasein fristet, an einen kleiner werdenden Kreis solventer Interessenten gebracht werden müsste.

    Daraus lässt sich aber wunderbar ein neues Thema ableiten. Welche Möglichkeiten haben Sammler großer und durchaus werthaltiger Sammlungen, diese möglichst vollständig und zu für beide Seiten fairen Preisen an Interessenten zu bringen? Gerade in den letzten Jahren tauchte zu meinem Sammelgebiet viel Material und mehrere umfangreiche Sammlungen auf, welches a) der Markt nicht vollständig aufnehmen konnte und b) der interessierte Sammler in so kurzer Zeit finanziell nicht stemmen kann.
    Geändert von Briefmarkentor (04.03.2016 um 11:43 Uhr)

  6. #16
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
    Registriert seit
    06.2004
    Ort
    Himmelstadt
    Beiträge
    2.917
    Ich habe bei über 100 % abstimmt, dies zumindest bei einiger meiner Gebiete da die Werte da in den vergangen Jahren für viele Stücke stark gestiegen sind. Ich denke es kommt auch immer darauf an wann man seine Sammlung veräußert.
    Mitglied bei:
    BDPh, APS, RPSL (FRSPL), SG-Lateinamerika, FG Indien, AROS, NTPSC, ONEPS, COPAPHIL etc...

    Sammelgebiete:

  7. #17
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
    Registriert seit
    10.2006
    Beiträge
    1.302
    Ich sammle zum Spaß - sehr spezialisiert - aber es ist mir klar, dass auch ich damit teilweise viel Geld in den Sand setze.
    Wenn ich aber mit Vordruckalbum sammle, ist normalerweise bereits beim Kauf nicht nur das Geld für das Alben-Material weg sondern auch das für die Marken , wenn sie nicht postgültig bleiben.
    Dazu kommt, dass die Zahl der "Normalsammler" weiter stark sinkt während die Zahl der Spezialisten relativ stabil bleibt oder sogar in den letzten Jahren gestiegen ist.
    Das sollte uns aber doch den Spaß nicht verderben. Fast jedes Hobby kostet Geld, warum muss denn bei uns etwas herausspringen?

    Wenn ich kein Geld verlieren möchte, darf ich eben nur Raritäten sammeln, bei welchen die Zahl der kapitalkräftigen Interessenten die Zahl der vorhandenen Stücke weit übersteigt.
    Ich habe eben einen alten Michel Spezial von 1989 gefunden, in dem der Posthornsatz mit 6000 DM notiert ist. Das ist deutlich mehr als die 2200 € im letzten Katalog. Außerdem dürfte der erzielbare Prozentsatz beim Verkauf geringer sein als damals. Es gibt eben doch relativ viele Posthornsätze und eine rapide sinkende Zahl von Interessenten. Aber ein Teil des Wertes ist ja noch da.

    Nehmen wir aber z.B. eine Notopfermarke Nummer 7, also eine echte Rarität, von der es etwa 100 Stück geben könnte. Allein die ARGE hat etwa 90 Mitglieder und in jedem erweiterten Vordruckalbum ist ein Platz für diese Marke.
    Bedarf also einige Tausend.
    1989 hatten wir einen Katalogwert von 250 DM, heute einen von 5000 € und die Auktions-Endpreise der letzten Jahre für Einzelmarken lagen fast alle über 3000 €. (60% und mehr!!) Gesunken ist der Wert also die letzten 25 Jahre offensichtlich nicht.
    Bei Unikaten verhält es sich teilweise noch krasser. Da ist ein Einkauf vor 10 Jahren inzwischen oft auch 10mal soviel wert.

    Aber wir sammeln doch normalerweise nicht um zu spekulieren, sondern weil wir Freude am Hobby haben.
    Geändert von fricke (04.03.2016 um 17:52 Uhr)

  8. #18
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    01.2004
    Beiträge
    19
    Hallo,

    vor einigen Tagen stellte ein Gruppenmitglied in einer "Briefmarken-Gruppe" bei Facebook eine ähnliche Frage, nämlich "Was sollte man sammeln, wenn man den Spaß an den Marken mit einem gewissen Wertzuwachs verbinden möchte?". Ich habe dazu einen Kommentar gepostet, welcher sehr auf Zustimmung gestossen ist:

    "Erstens gilt die Regel: Je mehr Wissen und Forschergeist der Sammler in seine Sammlung investiert, um so mehr Wert hat diese auch. Das mag für die länderspezifische Sammlung (mir fällt da gerade eine Spezialsammlung Kettensprenger Jugoslawien ein, Verkaufspreis ca. 1000 % Katalogwert der enthaltenen Marken) wie auch für top beschriftete und gegliederte Motivsammlungen gelten. Zweitens sollte man sich Gebiete suchen, die in Deutschland relativ unpopulär sind (und deshalb preiswert zu bekommen), aber im Ausland durchaus gern gesammelt werden. Musterbeispiel wäre (wenn auch eigentlich keine Briefmarken) eine gute Sammlung Fiscalmarken der USA oder von Canada oder Australien. Zukünftig werden solche Marken sicher teurer, momentan liegen die Stückpreise meist bei 0,10-1,00 €. Welche Gebiete sind heute noch günstig, aber in der Zukunft sicher im Wert steigend? Z.B. Mongolei ** / Beleg und Nordkorea ** / Beleg, aber auch Vietnam ** / Beleg. Massengestempelte Marken dieser Gebiete sind dagegen uninteressant. Was ist sonst noch interessant, aber momentan noch relativ günstig? Eine Berlinsammlung ab ca. 1961 mit ausschließlich BERLIN-Bedarfsstempeln, klingt einfach - ist es aber nicht. 90 % aller Berlinmarken tragen Bundstempel oder Versandstellenstempel. Oder mal ein Sammelgebiet aus dem Papierkorb: BRIEFZENTREN.  Früher konnte man es aus dem Papierkorb sammeln, viele Versuchsstempel tauchten auf, keiner beachtete sie. Heute bringt eine sehr gut gepflegte Sammlung mind. 4-stellige Preise, damals alles aus dem Papierkorb.   Als sehr günstige, aber wertstabile Sammelgebiete empfehle ich immer Stempelsammlungen, z.B. von Gebieten des I. oder II.WK, aber auch die Stempel kleiner Staaten. Bei Stempelsammlungen zählt beim Verkauf auch wieder Wissen und Vollständigkeit, der Katalogwert der Marken tritt in den Hintergrund."

    Es geht also bei dem Aspekt des prozentualen Erlöses bei Verkauf der Sammlung vordergründig um angewandtes WISSEN, ordentliche bis überdurchschnittliche QUALITÄT und weltweites INTERESSE für das Gebiet, sind diese Aspekte gut erfüllt, dann sind auch Verkaufserlöse weit über 100% des Einstandes die Regel.

    Beste Grüsse,
    Torsten

  9. #19
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
    Registriert seit
    10.2006
    Beiträge
    1.302
    Schon sammle ich Mongolei und Nordkorea - oder einfacher: ich schmeiß mein Geld gleich in den Papierkorb.

  10. #20
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    10.2011
    Beiträge
    488
    Naja,
    man kann auch Polo spielen, Golfen, Segeln..,
    da fragt keiner nach pekundärer Rendite...

    Wenngleich vorstehender "Vorschlag" (selbst) bei mir kein Wohlwollen findet.

Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Die ERSTE 3D-Briefmarke der Welt?
    Von Jurek im Forum Österreich
    Antworten: 61
    Letzter Beitrag: 12.07.2010, 10:13
  2. Die Fernfahrt des LZ 4
    Von administrator im Forum Exponate-Online
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 16.01.2009, 20:47
  3. Briefmarke des Jahres 1990
    Von Sarah im Forum Bund
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 01.12.2008, 11:49
  4. Die Briefmarke
    Von Michaela im Forum Philatelistische Literatur
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 02.05.2008, 18:58
  5. Die Entstehung einer Briefmarke
    Von Michael im Forum Technische Fragen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 21.08.2003, 12:08

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •