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Thema: Bund - Jahrgang 2012 - jenseits der Kataloge

  1. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von Ben 11
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    Rein,

    ich habe erstmal die Vorderseite betrachtet. Schau Dir die Bilder an! Herausgerissene Farbe und zu tief gestanzt sind Produktionsprobleme !

    Die Rückseite betrachte ich später, die ist etwas ... kompliziert.

    Gruß, Ben.
    stay curious.

  2. #12
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    Ben,

    die Vorderseite ist kein Problem!

    Ich versuche schon seit Zeiten die Hintenseite zu benachdrucken

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  3. #13
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    Hallo Rein, @All,

    die Vorderseite ist kein Problem!
    ... wirklich nicht? Dabei scheint sie doch nicht so einfach zu sein, wie man im Deutschland-Spezial 2016 nachlesen kann.

    Zitat Seite 1236: "Aufgrund verschieden stark aufgetragener Cartax- und Sicherheitslacke weisen Madonna und Kind unterschiedlich stark glänzende und verschieden stark fluoreszierende Gesichts- und Halspartien auf. Eine eindeutige Abgrenzung der Varianten ist jedoch nicht möglich, eine differenzierte Katalogisierung wird daher nicht vorgenommen."
    Ich weiß nicht genau, welche Varianten der Katalog hier abgrenzen möchte und habe selbst noch keine gefunden. Die Merkmale der Marken, nass- oder selbstklebend ist dabei egal, sind eigentlich sehr gut zu erkennen.

    Der 4-Farben Offsetdruck beginnt mit Gelb auf 0°, setzt mit Cyan auf 75° und Magenta auf 15° fort und schließt mit Schwarz auf 45° ab (die Winkelangaben sind wieder auf die Senkrechte bezogen). Der Abstand der Rasterpunkte beträgt 0,1 mm, die entstehenden Rosetten sind gut erkennbar. Die schwarze Schrift ist nicht gerastert. Ein Lehrbuchmäßiger Druck sozusagen.
    Eine Lackierung mit Dispersionslack über die gesamte Marke ist vorhanden, wobei die schwarze Schrift der Länderkennung, der Jahreszahl und des Wertes ausgelassen werden. Zusätzlich gibt es eine zweite Lackierung mit UV-Lack (ein Lack, der unter UV-Licht im Druckprozess schnell trocknet), die über den Gesichtern der Madonna und des Kindes, sowie Teilen des Oberkörpers der Madonna liegt. Eine s.g. Spot-Lackierung.

    Name:  Madonna.jpg
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    Unter UV-Beleuchtung ist die gelbe Fluoreszenz im Papier schön zu sehen. Auch die Spot-Lackierung auf den Gesichtern und dem Oberkörper ist gut erkennbar. Welche Bedeutung sie jedoch hat, scheint unklar.
    Der Dispersionslack über der gesamten Marke trägt das grün fluoreszierende IR-Merkmal. Auf der Blockausgabe ist das gut erkennbar. Während die weiße Schrift unten und rechts auf der Marke ebenfalls grün fluoreszieren, reagieren die schwarzen Schriften der Länderkennung, der Jahreszahl und des Wertes nicht auf IR-Licht.

    Auch die Spot-Lackierung über den Gesichtern und dem Oberkörper reagiert nicht auf IR-Licht, während UV-Licht ungehindert passieren kann. Und so ist diese Lackierung ein IR-Blocker und stellt ein strukturiertes (negatives) Sicherheitsmerkmal dar. Man könnte das zusätzlich auch als Codierung der Wertangabe verstehen.

    Eine sehr schöne Marke, deren originale Vorlage ich mir auch immer wieder gern ansehe.
    Viele Grüße und ein philatelistisch spannendes Neues Jahr wünscht
    Ben.
    stay curious.

  4. #14
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    Ben,

    Eine Lackierung mit Dispersionslack über die gesamte Marke ist vorhanden, wobei die schwarze Schrift der Länderkennung, der Jahreszahl und des Wertes ausgelassen werden. Zusätzlich gibt es eine zweite Lackierung mit UV-Lack (ein Lack, der unter UV-Licht im Druckprozess schnell trocknet), die über den Gesichtern der Madonna und des Kindes, sowie Teilen des Oberkörpers der Madonna liegt. Eine s.g. Spot-Lackierung.
    Woher weisst du dass es eine überall anwesende Lackierung [Firnis?] gibt? Oder siehst du es einfach?? Und warum ist schwarz ausgeschlossen?

    Eine an bestimmte Stelle angebrachte Lackierung wäre vielliecht sichtbar!?

    Wozu das alles???

    Sind 10 Jahre nach die Einführung der Euro noch solche Sicherheits Additiven noch nötig?

    Kennst du die Benutzung von solche Lackierungen früher als 2002? Auf den gefrästen Zanders Papiere????

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  5. #15
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    Hallo Rein, @All,

    Woher weißt du dass es eine überall anwesende Lackierung [Firnis?] gibt? Oder siehst du es einfach?? Und warum ist schwarz ausgeschlossen?
    An manchen Marken kann man die Lackierung gut sehen, wenn man die Marke flach gegen das Licht hält. So ist z.B. bei den "Edelsteinen" aus 2012 eine doppelte Lackierung vorhanden. Die Oberfläche der Steine glänzt unterschiedlich stark. Bei den "Harzer Schmalspurbahnen" sind die weißen Balken auf der Marke nicht lackiert. Während das Bild und der obere grüne Balken glänzen.

    Da bei der "Madonna" die 4 Offsetfarben auch außerhalb der Marke im Block und dem Markenheft weitergeführt werden und nur innerhalb der Marke das IR-Merkmal auftritt, liegt die Schlussfolgerung einer "Firnis-all-over" nahe.

    Eine an bestimmte Stelle angebrachte Lackierung wäre vielleicht sichtbar!?
    Ja. Siehe die "Madonna" und auch die "Edelsteine" aus 2012. Bei den "Edelsteinen" wird mit einer Lackierung auf bestimmten Flächen gestalterisch gearbeitet. Die Fläche des Steins trägt auch das IR-Merkmal.

    Wozu das alles??? Sind 10 Jahre nach die Einführung der Euro noch solche Sicherheitsadditiven noch nötig?
    Neben dem Sicherheitskriterium kann man solche Merkmale auch zur Erkennung der Portorichtigkeit verwenden.

    Kennst du die Benutzung von solche Lackierungen früher als 2002? Auf den gefrästen Zanders Papiere????
    Die Anwendung von Dispersionslack beim Drucken ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Der Lack schützt die Farbe z.B. gegen mechanischen Abrieb oder wird gestalterisch verwendet. Marken der DDR haben einen deutlichen Lacküberzug. Die Marken des Bundes vor 2002 habe ich mir so genau nicht angesehen. Ich gehe aber davon aus, dass man eine solche Lackierung auch hier findet.

    Viele Grüße
    Ben.
    Geändert von Ben 11 (28.12.2017 um 13:39 Uhr) Grund: korrigiert.
    stay curious.

  6. #16
    www.Briefmarken-Museum.de Avatar von Wanderer
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    Moin @Ben und @Rein, als bekennender Mitleser gefallen mir Eure Analysen!

    Der Begriff Spot-Lackierung ist sehr schön und die Technik der partiellen Lackierung wird zur Veredelung von Druckereiprodukten z.B. Buchdeckeln bei Taschenbüchern gerne eingesetzt. Die von Euch erforschte Marken und herausgefunden Fakten sind toll, die maschinelle Steuerung und Kontrolle der Millioenhaften Briefsendungen ist weit vorangeschritten. Sehr Weit. Da die Konkurrenz nicht schläft, wird dies garantiert noch weiter entwickelt werden ..... also da kann sich die heutige philatelistische Jugend noch mit beschäftigen und auch neue Erkenntnisse en Gros bei Lackierungsvariationen sammeln.

    Ein weiteres philatelistisches Universum, das zur Spezialisierung einlägt.

    Danke für diesen Einstieg und das Ende der Fahnenstange sehe ich auch noch nicht ..... Glückauf!
    Mit Sammlergruß & Glückauf
    Jochen

    Besucht doch mein Briefmarken-Museum

  7. #17
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    Eine an bestimmte Stelle angebrachte Lackierung wäre vielleicht sichtbar!?
    Ja. Siehe die "Madonna" und auch die "Edelsteine" aus 2012. Bei den "Edelsteinen" wird mit einer Lackierung auf bestimmten Flächen gestalterisch gearbeite
    Die Spot-Lackierung ist zu sehen bei die Madonna! Das stimmt. Und bei die Edelsteine schon SEHR gut!

    Aber die überall Dispersion-Lackierung???? Ich weiss das in die 80-er Jahre bei uns ALLE in Offsetdruck hergestellte Sondermarken eine zusätzliche Firnis-Schicht hatten aber das war nur zu sehen an die Bogenränder!

    Gruss, Rein
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  8. #18
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    Weissdruck unter 45 Grad!

    [/QUOTE]
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  9. #19
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Ben,

    Eine Lackierung mit Dispersionslack über die gesamte Marke ist vorhanden, wobei die schwarze Schrift der Länderkennung, der Jahreszahl und des Wertes ausgelassen werden.
    Es ist mir noch immer nicht klar! m.E. gibt es KEINE over-all Dispersionslackierung! Die Spot-Lackierung geht weiter als die Gesichten usw....

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  10. #20
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    Guten Abend Rein,

    folgende Überlegungen für eine Lackierung "all-over":
    1. die Rasterlinien der Offsetfarben setzen sich ohne Unterbrechung im angrenzenden Block fort.
    2. das IR-Merkmal ist nur auf der Marke (auch auf der weißen Schrift) zu sehen. Jedoch nicht auf der grauen Schrift von Wertziffer, Länderbezeichnung und Jahreszahl.
    3. das IR-Merkmal ist außerhalb der Marke nicht zu sehen. - Wegen 1. kann das IR-Merkmal also nicht in einer Farbe sein.
    4. das IR-Merkmal ist in der Spot-Lackierung nicht zu sehen.


    Die Spot-Lackierung geht weiter als die Gesichten usw
    Lass Dich nicht durch das Glänzen der dunklen Farben täuschen!

    Beschaffe Dir einen IR-Laser-Pointer. Gabi hat alle Angaben dazu von mir bekommen. Ihr könnt Euch ja auch zusammentun und 2 Stück kaufen.
    Viele Grüße
    Ben
    stay curious.

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