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Thema: Sammelgebiet BUND - Quo Vadis?

  1. #1
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    Sammelgebiet BUND - Quo Vadis?

    Hallo alle:-)

    Mich würde einmal die Meinung anderer zum Sammelgebiet Bund als Ganzes interessieren
    (wird das überhaupt noch gesammelt?)

    Also wohin ich sehe, ich finde nichts Positives.

    Und dabei habe ich noch die glorreichen Zeiten erlebt, als sich auf Briefmarkenmessen
    die Sammler in 5 Reihen hinter den Verkaufsständen drängelten, wenn es da noch
    eine Neuheit gab, die bei der Post schon ausverkauft war.
    Und als der Posthornsatz bis in die Nähe der 10.000 DM-Marke explodierte.

    - Die Neuheiten der Euro-Zeit sind schnöde Frankaturware

    - Über die 40 Jahre von 1960 bis 2000 breitet man am besten gnädig den Mantel des Schweigens

    - Aber auch die sog. "guten" Anfangsjahre sind meines Erachtens alles andere als gut.

    In jedem Auktionskatalog findet man massenhaft postfrisch Sammlungen ab 1949

    Bei ebay kann man postfrische Posthornsätze dutzendfach kaufen - auch tief- oder tiefstgeprüft oder mit Fotoattest.

    Und fast vom Hocker gefallen bin ich, als ich dort gerade einmal nach der Michelnummer 139 gesucht habe.
    um zu sehen, wieviele Marienkirchen gerade bei ebay eingestellt sind. Es sind sage und schreibe 719 Stück!!!

    Und bei delcampe findet man auch noch etwa 300.

    Trotz des Preisrückganges seit dem Höchststand sind diese Marken m.E. immer noch weit überbewertet.

    Der Posthornsatz müsste nach den angebotenen Stückzahlen weniger als 100,- Euro kosten
    Und Marienkirche und Co. wären dann etwas für die Krabbelkiste.

    Anders kann ich das nicht mehr sehen.
    Aber vielleicht belehrt mich jemand eines Besseren - ich wäre dankbar dafür!

    Gruß anka:-)

  2. #2
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    Das Sammelgebiet Bundesrepublik Deutschland macht auch weiterhin Spaß. Versuche doch einmal, von jeder Briefmarken ein Stück in Luxusqualität mit einem sauberen und zentrischem Stempelabschlag zusammenzutragen. Oder dokumentiere die Entwicklung der Portostufen und Versendungsformen auf Belegen.

  3. #3
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    Hi Briefmarkenkontor

    Danke, da hast Du sicher recht.

    Aber ich bin in einem Alter, in dem ich irgendwann auch ans Verkaufen oder vererben denken muß

    Und da sehe ich dann die ganzen Kartons in den Auktionen, die alle ein Lebenswerk eines Sammlers
    enthalten und dann für einen Appel und ein Ei einen Käufer finden (oder garnicht)

    Und deshalb bin ich vielleicht auch irgendwo zu wertorientiert,
    um mich noch einmal auf so etwas wie eine Stempelsammlung Bund zu motivieren.
    Ich hab da einfach immer diese Regalwände und Kartons in den Auktionen im Kopf.

    Neben dem Wert der Briefmarken hat mich immer auch die Psychologie des Marktes interessiert.
    Welche Mechanismen machen es, dass eine Briefmarke einmal Unsummen kostet und
    auf dem Markt kaum zu finden ist und ein paar Jahrzehnte später will niemand mehr
    einen Bruchteil für die gleiche Marke bezahlen und auf dem Markt sieht man sie massenhaft?

    Schließlich fallen die Preise nicht vom Himmel, sondern sind reines Menschenwerk

    In den 60er und 70er Jahren waren sich zum Beispiel alle Sammler und die Medien einig:
    Briefmarken können niemals im Wert fallen, denn sie werden ja nicht nachgedruckt und
    werden deshalb nicht mehr

    Da war man sich ganz sicher, denn die Marken sind seit 20 Jahren nur im Wert gestiegen
    und so ungefähr wird es auch weitergehen . fallen können sie jedenfalls auf keinen Fall.
    Niemand hat das damals anders gesehen.

    Nun ja, ich bin da vielleicht etwas krumm gestrickt - Wenn es um den reinen Spass an der
    Freude geht hast Du natürlich recht.

    Gruß anka

  4. #4
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    Wahrscheinlich ist die Spekulation um die Preisentwicklung von Briefmarken das größte Unglück, welches unserer gemeinsamen Freizeitbeschäftigung widerfahren konnte.

    Wir beschäftigen uns mit Gegenständen, die millionenfach, zum Teil milliardenfach produziert wurden und erwarten daraus Wertsteigerungen bzw. wenigstens einen Werterhalt. Ich pflege mehrere kostenintensive Freizeitbeschäftigungen. Bei allen verbrenne ich Geld, habe aber Spaß. Weshalb sollte es ausgerechnet bei Briefmarken anders sein?

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Anka,

    Gerade jetzt macht mir da Beobachten/Untersuchen der Bund-Briefmarken sehr viel Spass da noch sehr viel nicht untersucht worden ist!

    Ob es um Weissdrucke geht oder um Rasterunterschieden - fast keiner hat sich damit beschäftigt in 70 Jahre Zeit!

    Und das Papier!

    ich möchte mal hier nicht wieder Feinde machen ....

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  6. #6
    www.Briefmarken-Museum.de Avatar von Wanderer
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    Idee Klasse statt Masse

    Hallo @all, etwa 75% meiner Sammlungen sind dies Jahr über zwei Auktionshäuser a) Hildesheim und b) Braunschweig von mir liquidiert worden.

    Heute ist der letze Abrechnungsbrief aus Hildesheim eingetroffen, es ist alles verkauft und ich bin zufrieden wie lange nicht mehr.

    Das Sammeln hat freiwillig einen Anfang und ein Ende, das letzte Hemd hat keine Taschen.

    Über die langjährige Arbeit mit Briefmarken bin ich zu vielen -Erkenntnissen gekommen, wünsche das auch allen Mitlesern - es we itete den Horizont und dieser Prozess ist das Wertvollle gewesen, nicht die rein materielle - finanzielle Aspekte.

    Für bestimmte Charaktere ist der idealistische Anteil und nicht der Mammon der eigentliche Gewinn.

    Jedes Briefmarken Teilgebiet hat Vorzüge und Nachteile, that is all - das "Baden" in Mainstream-Kollektionen genauso, wie das Entdecken von Kuriositäten, div. Stempeln und vieles mehr.

    Wünsche allen Mitlesern in diesem Sinne ebenso viel Freude beim Kaufen und Verkaufen diverser Ware - unsere Sammel-Generation hat die große Auswahl - der professionelle Handel spiegelt im auf und ab der Preise den Markt m.E. gut wieder.
    Mit Sammlergruß & Glückauf
    Jochen

    Besucht doch mein Briefmarken-Museum

  7. #7
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    Tja, es gibt verschiedene Motivationen für alle Sammeltätigkeiten.

    Ganz ohne den Blick auf die Wertentwicklung etwas zu sammeln ist natürlich möglich
    und aller Ehren wert.

    Aber wenn das Standard wäre, gäbe es das Briefmarkensammeln wohl nicht.
    Nur wegen der schönen bunten Bildchen? - die könnte man sich kostenlos auch aus
    den bekannten Zeitschriften ausschneiden - da gibt es zum Teil sogar schönere *g*

    Und dann bräuchte man auch keine Kataloge mit Preisangaben, wenn das ohnehin
    keinen interessiert.

    Niemand kann mir sagen, dass er eine Briefmarke für z.B. 300,- Euro ersteigert,
    ohne im Hinterkopf auch eine Wertvorstellung zu haben.

    Dass das Briefmarkensammeln unmittelbar mit dem Wertgedanken zu tun hat
    (für den einen mehr für den anderen weniger) kann man ganz leicht nachprüfen.

    Man muß eine Briefmarke nur jemand zeigen, der mit dem Sammeln überhaupt nix
    am Hut hat, aber seine erste Frage wird kommen wie aus der Pistole geschossen:

    Was ist die wert?

    Noch nie wurde eine blaue Mauritius gekauft, weil das so ein schönes Bildchen ist.
    und noch nie wurden 80 Mio für einen Van Gogh bezahlt aus reinem Kunstgenuss.

    Das setzt sich fort bis herunter zu uns Normalsterblichen

    Glaub ich *g*


    @Rein,
    das ist natürlich ebenfalls aller Ehren wert,
    aber die Zahl der Sammler, die sich mit Rasterunterschieden und solchen
    Sachen fast schon wissenschaftlich beschäftigt, dürfte im Promillebereich liegen
    und widerspricht damit meiner These bezüglich des Wertgesichtspunktes
    bei der Mehrzahl der Sammler nicht

  8. #8
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    Zitat Zitat von Wanderer Beitrag anzeigen

    Heute ist der letze Abrechnungsbrief aus Hildesheim eingetroffen, es ist alles verkauft und ich bin zufrieden wie lange nicht mehr.
    Wanderer,

    damit bestätigst Du alles, was ich gesagt habe.

    Du bist zufrieden wie lange nicht mehr - und warum?

    Weil der Preis gestimmt hat!!!

    Da haben wir's wieder - die Sache mit dem Wert und dem Preis *g*

  9. #9
    www.Briefmarken-Museum.de Avatar von Wanderer
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    Hei @Anka, die Antwort ist philosophischer Natur - warum ist nicht durch akribische Analyse von Verlust oder Gewinn bestimmt - ich kann natürlich nur von meiner persönlichen Erfahrung berichten - es spielen auch psychologische Faktoren eine Rolle - z.B. die Liquidation den "Erben" zu überlassen.

    Den Zeitpunkt der Liquidation noch selber zu erleben, war/ist für mich ein Teil von einem Lebensziel. Jetzt ist die Verantwortung für den Gesamtbestand nicht mehr auf meinen Schultern - das macht mich a) frei und b) fröhlich .... das jahrelange "gegeire", berechnen und bewerten ist für den verkauften Part erledigt ..... das betrachte ich u.a. als lustvollen Zeitgewinn ..... und verbringe seit der Einlieferung ins Auktionshaus lustvoll den Tag, wie ab sofort sich meine Zukunft neu ausgestalten läßt.

    Generell kann ich sagen, dass es m.E. nicht korrekt ist, diese Abtrennung der gesammelten Substanz komplett einem anderen Familienmitglied zu überlassen, dass keine Bewertung mangels Kennis und von Katalogarbeit hat.

    Wir ältere Sammler haben so schön viele Beiträge zu genau dieser Ahnungslosigkeit im Forum als Standardanfrage von Erben gelesen und kommentiert.

    Konsens in dieser Wertermittlungsfrage von mehreren Mitgliedern ist nicht immer gegeben, aber das macht das Mitlesen und Nachvollziehen der Argumentation über einen größeren Zeitraum so wertvoll.

    An dieser Stelle danke ich dem BDPh für die Ermöglichung des Erfahrungsaustausches über viele Jahre. Den Moderatoren gilt ebenfalls mein Dank an dieser Stelle, die diese Wertermittlungsdiskussion i.d.R. permanent als Pflichtlektüre mitlesen.

    Das *g* von @Anka gefällt mir uneingeschränkt und ich antworte sinngemäß: "Weitersammeln $$$$ = es lohnt sich !
    Mit Sammlergruß & Glückauf
    Jochen

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  10. #10
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    Zitat Zitat von Wanderer Beitrag anzeigen

    Generell kann ich sagen, dass es m.E. nicht korrekt ist, diese Abtrennung der gesammelten Substanz komplett einem anderen Familienmitglied zu überlassen, dass keine Bewertung mangels Kennis und von Katalogarbeit hat.

    Wir ältere Sammler haben so schön viele Beiträge zu genau dieser Ahnungslosigkeit im Forum als Standardanfrage von Erben gelesen und kommentiert.

    Hi Wanderer:-)

    Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu.

    Die Sache hat nur einen winzigen Haken: Ich weiß nicht wann ich sterbe!

    Noch bin ich ganz "rüstig" und habe noch einige Jährchen vor,
    aber es kann auch blitzschnell gehen, wie ich schon an einigen Schulkameraden gesehen habe.
    Und dann kann ich es meinen Erben nicht ersparen.

    Wie auch immer, ich wünsche Dir eine recht lange fröhliche und beschwerdefreie Zeit,
    nachdem jetzt ja die schweren Bürde dieser doofen Briefmarken von Deinen Schultern gefallen ist.

    Ciao :-)

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