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Thema: Stichtiefdruck nach dem 2. WK

  1. #1
    Gabriele Dickel Avatar von kartendruck
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    Stichtiefdruck nach dem 2. WK

    Hallo,

    beim "erforschen" von Druckverfahren ist es sehr interessant, vergleichbare Einzelheiten zu betrachten. Auf Briefmarken gibt es ja die Wertangaben
    Die sind eigentlich das Uninteressanteste beim Gesamtbild eines Wertzeichens.
    Mit den heutigen Möglichkeiten per Computer lassen sich die Wertziffern ganz gut vergleichen, z.B. um eine Druckart genauer zu betrachten und zu hinterfragen.
    Meiner Meinung nach kann der Stichtiefdruck sehr unterschiedlich aussehen und wirken.

    Name:  _e.jpg
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    Kann von der Darstellungsweise als Druckbild auf die Herstellungsweise der Druckplatte geschlossen werden?

    Bis wann wurden Stichtiefdruckplatten für Briefmarken von Kupfer- und Stahl-Stechern manuell gestochen?
    War die technische Entwicklung beim Stichtiefdruck vergleichbar mit der Entwicklung beim Rakeltiefdruck?
    (chemische Ätzung, elektronische Gravur)

    Viele Grüße, Gabi
    "bzw. ... oder alles kann von zwei Seiten betrachtet werden ..."

  2. #2
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    Gabi,

    Stichtiefdruck ist schon von Anfang ab durch die Bankote Druckereien [meistens in die V.S.] mit überwiegend mechanisch hergestellte Platten benutzt worden [Pantograph].

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  3. #3
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Hallo Gabi,

    Stichtiefdruck nach dem 2. WK“ = meinst du das nur bezogen auf deutsche Briefmarken oder allgemein? -(zumal du nur "Nr." angibst).

    Leider ist für mich nicht immer leicht an entsprechende Informationen auch dazu zu kommen.
    Im Gegensatz zum RaTrd. welcher mal wie quasi eine „Modeerscheinung“ kam und wieder ging, ist StTdr. seit eh (Kupferdruck) und je die besondere edle Druckart.

    Ich weiß nicht jetzt so genau wie das bei den Deutschen Ausgaben ist (habe mich zu wenig noch damit beschäftigt), aber die Österreicher sind stolz auf ihre Errungenschaften auf dem Gebiet und verwenden oft den StTdr. Aber schon seit gewisser Zeit (weiß ich nicht seit wann) sticht da kein Mensch mehr in Stahlplatten herum! Das macht man jetzt einfach schnell und präzise wie auch kostengünstig mit energetischem Licht!
    Eigenentwicklung der österreichischen Staatsdruckerei ist die so genannte „Etch-Art“. Bei diesem übernimmt der Laser die Arbeit des Gravierers.
    Daher vermehrt wenn, dann wird eher Odr. in Verbindung mit StTdr. verwendet, und kaum mehr bei modernen österr. Briefmarken nur StTdr.-Ausgabe.
    Die moderne und fachmännische Bezeichnung solcher Druckarten bei österreichischen Briefmarken nennt man: „Kombinationsdruck Offset-Stich / Etch-Art by OeSD“.
    Also so was wie „geätzte[?] Type von der Österreichischen Staatsdruckerei“ oder so was. (?)

    Beste Grüße!

    P. S.
    Noch als Nachtrag: Jetzt gefunden auf http://www.bsvdonau.bplaced.net/file...-2-2015web.pdf (donau-post 2/2015)
    Was ist „Etch-Art“?
    In letzter Zeit wurden etliche österreichische Briefmarken mit einer neuen Art des Stichtiefdruckes gestaltet. „Etch-Art by OeSD“ ist eine Eigenentwicklung der Österreichischen Staatsdruckerei. Bei dieser Art des Stichtiefdruckes wird das Markenbild nicht mehr vom Stecher mit der Hand in die Stahlplatte gearbeitet, sondern mittels Laser-Technologie. Dabei entscheidet nicht mehr der Stecher über Tiefe und Breite der Linienführung, sondern der Entwerfer des Bildes selbst. „Etch-Art by OeSD“ kann im Stichtiefdruck oder im Kombinationsdruck mit Offset- oder Rastertiefdruck umgesetzt werden (z.B. Wiener Pauken).
    Siehe nun auch: http://www.briefmarken-forum.com/t7058-etch-art
    Geändert von Jurek (09.09.2017 um 07:25 Uhr)

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Zitat Zitat von kartendruck Beitrag anzeigen
    Hallo,



    Bis wann wurden Stichtiefdruckplatten für Briefmarken von Kupfer- und Stahl-Stechern manuell gestochen?
    War die technische Entwicklung beim Stichtiefdruck vergleichbar mit der Entwicklung beim Rakeltiefdruck?
    (chemische Ätzung, elektronische Gravur)

    Viele Grüße, Gabi
    Ganze Druckplatten wurden wohl nie von Hand gestochen.
    Gestochen wurde normalerweise nur eine Marke und das Bild (mit der Molette) dann auf die Druckplatte übertragen.

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Zitat Zitat von fricke Beitrag anzeigen
    Ganze Druckplatten wurden wohl nie von Hand gestochen.
    Gestochen wurde normalerweise nur eine Marke und das Bild (mit der Molette) dann auf die Druckplatte übertragen.
    Oder galvanische redupliziert ...

    Aber Teile eine Briefmarke sind ausnahmsweise doch bei alle in einer Platte von Hand gestochen z.B. bei die 50ct Belgien 1921 kleine Montenez!

    Pro Platte 150 Mal ist die Schraffierung rund die Nennwert anders
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Das ist ja interessant. Sind das dann nicht alles Retuschen?

  7. #7
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Das Wort „Retusche“ hat für mich Bedeutung von ausbessern; verbessern.
    Wird beim Nachgravieren eines zusätzlich neuen Motives dazu (wie der Zahl),
    was in diesem Sinne gemacht?

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Der Begriff Retusche im Bereich der Philatelie ist hinreichend definiert. (z.B. Michel Spezial 2017 Seite 14)

  9. #9
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Ich habe noch die Ausgabe 2015, wo es immer noch auf der Seite 14 das erklärt wird.
    Nun ja, zum welchen Zweck macht man eine Retusche? = Bessere Bildwirkung; Schäden, Abnützungen, Druckschäden beseitigen…
    Unter „Bessere Bildwirkung“ verstehe ich ein vorhandenes Bild auszubessern.
    Aber was hat das mit was ganz neues hinzufügen zu tun? Das ist (bzw. war) eben nur so meine Frage am Rande.

    Sei es, wie es sei, jedenfalls zur Gabi Aussage: In der Regel wurden eben ganze Druckplatten nie von Hand gestochen – wie du schriebest, auch die von Rein gemeinten nicht – sondern dort wurde je ein Teil davon nur (zum schon dem meist Vorhandenem) hinzugefügt, was sicher sehr selten vorkommt. Egal jetzt ob retuschiert oder neu eingestochen.

    Danke und beste Philagrüße!

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Zitat Zitat von fricke Beitrag anzeigen
    Der Begriff Retusche im Bereich der Philatelie ist hinreichend definiert. (z.B. Michel Spezial 2017 Seite 14)
    Wieso hinreichernd??

    Nachgravierungen oder Ausbesserungen einer ganzen Druckplatte oder einzelner Klischees werden oft vorgenommenn, wenn der Stecher durch Überarbeitung eine bessere Bildwirkung erzielen oder ursprünglicher Gravurfehler sowie Abnutzungserscheinungen und Druckschäden beseitigen will.

    Nicht im Falle Belgien!
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

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