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Thema: Luftpost Bremen - Teheran 1937 - via Stockholm

  1. #1
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    Luftpost Bremen - Teheran 1937 - via Stockholm

    Hallo,

    dieser Luftpostbrief ging von Bremen (24. 7. 37) via Stockholm (25. 7. 37) und ??? (1. VIII. 37) nach Teheran.

    Kann bitte jemand den Leitweg erklären? Etwa über Stockholm nach Moskau - und dann wie weiter??

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    Danke im Voraus!

    pbr
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  2. #2
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Hallo Peik,

    mich wundert der Weg über Stockholm schon, damals gab es m.W. nach doch mehr oder weniger direkte Luftpostverbindungen von Deutschland nach Iran. War es evtl. ein Irrläufer? Dafür würde aber ein Vermerk auf dem Brief fehlen.
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  3. #3
    Super Moderator Avatar von Claus Wentz
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    Ich habe reichlich Belege Deutschland nach Persien/Iran und umgekehrt, doch einen derartigen Laufweg kann ich nicht belegen. Wie R.F. schon bemerkte, es wird sich gewiß um einen Irrläufer handeln (im falschen Postsack gelandet).

  4. #4
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    Danke, die übrigen Leitwege sind mir bekannt. Den Leitweg über Moskau habe ich so spät nicht mehr nachweisen können. Dann ist "Irrläufer" eine gute Erklärung.

    Freundliche Grüße

    pbr

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von saintex
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    Hallo pbr,

    mit ihrer Vermutung „Irrläufer“ liegen unsere Super Moderatoren falsch. Die Leitung der deutschen Luftpost nach Teheran über Stockholm und Moskau entsprach Ende Juli 1937 einer der für Luftpost aus Deutschland nach Teheran zur Verfügung stehenden Beförderungsmöglichkeiten, auf die in der vom Reichspostministerium herausgegebenen Luftpostliste Ausgabe August/September 1937 auf den Seiten 11 und 54 ausdrücklich hingewiesen wurde, allerdings für diesen Leitweg mit der Anmerkung „ Benutzung der Luftpost bringt im allgemeinen keinen Vorteil“.
    Hintergrund des ungewöhnlichen Leitweges über Stockholm war, dass die deutsch-russische Luftverkehrsgesellschaft DERULUFT ihre Linienflüge auf der Strecke Berlin-Moskau zum 31.März 1937 eingestellt hatte, nachdem die sowjetischen Regierungsstellen aus politischen Gründen nicht mehr zu einer Weiterführung des Luftverkehrs mit dem Deutschen Reich auf der Strecke Berlin-Moskau bereit waren. Statt dessen trat die sowjetische Luftverkehrsgesellschaft Aeroflot 1937 in einen Poolverkehr mit der schwedischen Fluggesellschaft Aero Transport A.B. („ABA“) auf der Strecke Stockholm – Moskau mit Zwischenlandungen in Riga und Welikije Luki [1] Der Erstflug auf der Strecke Stockholm-Riga-Moskau fand am 1.7.1937 statt [2], damit hat Dein Luftpostbrief vom 24.7.1937 den Erstflug nur knapp verpasst.

    Quellen
    [1] Der deutsche Luftverkehr 1925-145 – auf dem Weg zum Weltverkehr, Bonn 1999 Seiten 220-221)
    [2] ]Örjan Lüning, Luftpostens historia i Norden, Stockholm 1975 Seite 142

    MfG
    Wolfgang

  6. #6
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Hallo Wolfgang,

    vielen Dank für die Aufklärung zu dem Beleg und dem Seitenhieb auf die Supermoderatoren. Auch wir können nicht alles wissen.

    Mit der Erklärung zur Route stellt sich bei mir die Frage woher die Postsortierter denn wussten in welchen Postsack der Brief gelegt werden musste damit er die Route nahm? War keine Leitweganweisung vorgeschrieben/notwendig? Bei den von mir gepflegten Gebieten war das eigentlich immer notwendig!
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  7. #7
    Super Moderator Avatar von Claus Wentz
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    Hallo Wolfgang,

    vielen Dank für die Aufklärung. Ansonsten schließe ich mich den Ausführungen von Rainer an.

    Beste Grüße
    Claus Wentz

  8. #8
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    Zitat Zitat von saintex Beitrag anzeigen
    Hallo pbr,

    mit ihrer Vermutung „Irrläufer“ liegen unsere Super Moderatoren falsch. Die Leitung der deutschen Luftpost nach Teheran über Stockholm und Moskau entsprach Ende Juli 1937 einer der für Luftpost aus Deutschland nach Teheran zur Verfügung stehenden Beförderungsmöglichkeiten, auf die in der vom Reichspostministerium herausgegebenen Luftpostliste Ausgabe August/September 1937 auf den Seiten 11 und 54 ausdrücklich hingewiesen wurde, allerdings für diesen Leitweg mit der Anmerkung „ Benutzung der Luftpost bringt im allgemeinen keinen Vorteil“.
    Hintergrund des ungewöhnlichen Leitweges über Stockholm war, dass die deutsch-russische Luftverkehrsgesellschaft DERULUFT ihre Linienflüge auf der Strecke Berlin-Moskau zum 31.März 1937 eingestellt hatte, nachdem die sowjetischen Regierungsstellen aus politischen Gründen nicht mehr zu einer Weiterführung des Luftverkehrs mit dem Deutschen Reich auf der Strecke Berlin-Moskau bereit waren. Statt dessen trat die sowjetische Luftverkehrsgesellschaft Aeroflot 1937 in einen Poolverkehr mit der schwedischen Fluggesellschaft Aero Transport A.B. („ABA“) auf der Strecke Stockholm – Moskau mit Zwischenlandungen in Riga und Welikije Luki [1] Der Erstflug auf der Strecke Stockholm-Riga-Moskau fand am 1.7.1937 statt [2], damit hat Dein Luftpostbrief vom 24.7.1937 den Erstflug nur knapp verpasst.

    Quellen
    [1] Der deutsche Luftverkehr 1925-145 – auf dem Weg zum Weltverkehr, Bonn 1999 Seiten 220-221)
    [2] ]Örjan Lüning, Luftpostens historia i Norden, Stockholm 1975 Seite 142

    MfG
    Wolfgang
    Vielen Dank, Wolfgang!

    Jetzt freue ich mich umso mehr über diesen Brief

    Freundliche Grüße


    pbr

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