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Thema: Die richtige Darstellung und Unterbringung eines Exponats

  1. #1
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    Reden Die richtige Darstellung und Unterbringung eines Exponats

    Die Bewertung eines Exponats haengt auch und gerade von der Qualitaet seiner Darstellung und Unterbringung ab. Allerdings liegt die richtige Bewertung oftmals im Auge des Betrachters. Und dieser Betrachter mag mitunter geneigt sein, dem allgemeinen Mainstream zu folgen.

    Meinem ästhetischen Empfinden entspricht es etwa, Briefe, Marken und Einheiten etc. in schwarzen Hawid-Taschen unterzubringen bzw. einzuschweissen. Nicht etwa bringe ich die Briefe auf farbigem Karton mit Fotoecken unter. Ich hoere jetzt schon die Protagonisten aufschreien, dass solche Trauerraender auf einer Ausstellung nichts verloren haetten. Aber abgesehen davon, dass derlei in keinem Ausstellungsreglement dieser Welt zu lesen ist, empfinde ich eine solche Einlassung als Bevormundung. Niemand muss ausstellen, aber ohne Toleranz wird der Backbone der organisierten Philatelie - das Ausstellungswesen - weiter an Beliebtheit verlieren.Und das kann doch nicht gewollt sein, zumal dem Inhalt der Hawid-Taschen und deren Beschriftung die entscheidende Bedeutung zukommen sollte, ohne selbst Anlass fuer Diskussionen oder Punktabzuege zu geben.

  2. #2
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Christoph,

    willkommen im Forum.

    Es ist sicher so dass die Bewertung von Exponaten wie Du schreibst subjektiv vom Auge des Betrachters abhängt, wie Du auch schriebst gibt es keine Regel die schwarze Ränder verbietet. Alles was ich die letze Zeit öfters sah ist dass die Ausstellungsregeln von Ausstellungen generell helle Blätter vorschreiben.
    Bei der Präsentation gibt es maximal 5 Punkte Bewertung, OK, 1 Punkt mehr oder weniger kann den Unterscheid zu einer höheren Bewertung machen, 4 Punkte sind aber meist drin..., ich hab auch immer nur 4 Punkte erhalten...., bei nur 3 Punkten musst Du schon was massives falsch machen.

    Ich glaube auch nicht dass das Ausstellungswesen (weiter???) an Beliebtheit verliert. Im Gegenteil, Ausstellungen gibt es gar viele, und die haben in der Regel keine Probleme die Rahmen mit Exponaten zu füllen.

    Warum zeigst Du nicht etwas von Deinen Sammlungen?
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  3. #3
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    Lieber Rainer,

    vielleicht sind gestern die berühmten Pferde ein wenig mit mir durchgegangen. Helle Kartonfarbe ist eine Selbstverständlichkeit und wegen eines Punktes muss in der Tat niemand einen Aufstand machen.

    Bislang habe ich stets nur als begeisterter Besucher verschiedene Ausstellungen besucht, nachdem ich dies zuletzt in den 70/80er Jahren des letzten Jahrhunderts gemacht habe. Mein Eindruck ist schon, dass jedenfalls die Besucherzahlen und auch die Begeisterung im Vergleich zu damals ruecklaeufig ist. Auf der anderen Seite war es schon aufgrund des technischen Fortschritts nie einfacher, eine Ausstellungssammlung vorzubereiten. Eben a diesem Grund will ich es jetzt auch einmal versuchen - allerdings fehlen noch einige Stuecke.

  4. #4
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Lieber Christoph,

    Glückwunsch zu Deiner Entscheidung es auch einmal mit einer Ausstellungssammlung zu versuchen. Welche Gebiete / welches Gebiet sammelst Du denn das Du dann ausstellen möchtest.

    Es gibt hier im Forum eine ganze Reihe von Diskussionen zu Gestaltung inklusive technischer Hinweise, Papier (Format), Hüllen, Drucker etc., des weiteren sind eine ganze Reihe erfahrener Aussteller hier vertreten die sicher mir Rat beiseite stehen.

    Es stimmt aber dass die Zuschauerzahlen bei den Ausstellungsräumen nicht berauschend sind, das hat aber nichts mit der Aufmachung sondern eher mit dem Sammlerverhalten zu tun. Sammler interessieren sich mehr für die Händlerangebote als für die ausgestellten Sammlungen selbst. Schade, aber an den Ausstellern oder den Regeln liegt das sicher nicht. Aber auch dazu gibt es diverse Diskussionen hier im Forum.
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  5. #5
    Setubal
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    Hallo Christoph,

    Glückwunsch zu Deinem Entschluß ein ausstellungsfähiges Exponat aufzubauen.
    Viel Erfolg auf den Ausstellungen, die Du dann hoffentlich besuchen wirst.
    Ich wünsche Dir allerdings auch die nötige Gelassenheit, die Bewertungen, die Du erhalten wirst, zu "würdigen" - zu respektieren.

    Mal eine neugierige Frage am Rande....
    Wie wird denn Dein Exponat heißen ?
    ... was wirst Du zeigen ?
    ... brauchst Du Hilfe ? (Ratschläge? Vorschläge? ...kein Beistand zur Beschaffung von Material !)

    Setubal

  6. #6
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    Vielen Dank fuer die ebenso schnellen wie warmherzigen Antworten. Natuerlich benoetige ich Rat, auch wenn ich bereits gewisse Ideen entwickelt habe. Besonders hilfreich waren und sind die diesbezüglichen Veröffentlichungen von Postiljonen zum Thema.

    Die Verwendung von Freimarken in Hamburg bis zum 31. Dezember 1867 ist meine Leidenschaft. Dabei bin ich mir bewusst, dass meine Vorgaenger lange Schatten werfen und sich auch der aktuelle Bundesausstellungsleiter einen grossen Namen mit diesem Sammelgebiet gemacht hat.
    Geändert von Christoph P. (20.06.2017 um 23:21 Uhr)

  7. #7
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Hallo Christoph,

    Auch wenn ich mit Deutschen Sammelgebieten nichts am Hut habe so weiß ich doch dass Hamburg ein sehr herausforderndes Gebiet ist. Ich freue ich jetzt schon auf das was Du uns hier hoffentlich zeigst.
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  8. #8
    Setubal
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    Hallo Christoph,

    bei der Auswahl des Gebietes, das wir zeigen wollen, sind wir ja frei.
    Ich meine damit nicht nur das Thema, sondern vielmehr in Bezug auf Deine pauschale Anfrage, auch in der Wahl dessen, was wir zeigen.
    Anders sieht das aus, wenn wir etwas im Wettbewerb präsentieren und uns
    a. den Regeln stellen müssen und
    b. uns dem Vergleich mit anderen Ausstellern stellen.
    Kommt natürlich auch noch
    c. möglichst das Interesse, dem Sachverstand und dem Geschmack der Juroren stellen.

    Aus meiner Erfahrung habe ich deswegen von meinem Thema 2 Versionen erstellt:
    1. Ein Wettbewerbsexponat
    2. Ein Ausstellungsexponat

    Zu Punkt 1 gibt es natürlich viele Anmerkungen, die sich nicht nur aus den Ausstellungsregeln ergeben.
    Meist langweilig, weil: Nutzung des zur Verfügung stehenden Platzes, also möglichst 2 Briefe auf einer Seite (schwierig, wenn das entscheidende Merkmal auf der Rückseite angebracht ist).
    Texte so kurz wie möglich und so lang wie nötig. Schriftgröße so gewählt, dass auch "sehschwache" Betrachter alles lesen können. Vermeidung von möglichen kritischen Anmerkungen zu Verschönerungen, die nicht mehr in Mode sind (Trauerränder bedingt durch Hinterlegen von dunklen Hintergründen).

    Punkt 2 ist ganz einfach zu erklären: Ich zeige alles, was zum Thema oder zum gezeigten Beleg paßt. Hier nehme ich mir die Freiheit, ein Exponat zu präsentieren, welches Besucher ansprechen soll. Vom Material, von den Informationen, von der Präsentation.

    Ich weiß, dass dies natürlich mit "einem Haufen Arbeit" verbunden ist, aber, es macht mir einfach Spaß die Resonanz der Betrachter zu sehen, die bei meiner Art der Präsentation auch etwas lernen konnten und etwas "mitbekommen" haben:
    Nämlich, das Philatelie etwas sehr lehrreiches und interessantes sein kann!, wenn es entsprechend aufgemacht und anschaulich ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Rolf- Dieter

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