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Thema: Druckarten, Farbe, Papier und sonstige Herstellungseigenschaften

  1. #31
    Gabriele Dickel Avatar von kartendruck
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    Zitat Zitat von Jurek Beitrag anzeigen
    Hallo Gabi,

    irgendwie gibt es (wie es scheint) gewisse Unklarheiten/Missverständnisse zwischen uns?
    Du meinst: "Ich weiss nicht, wie ich das besser erklären könnte ---"
    Wieso meinst du das besser erklären zu müssen was du hier gut geschrieben hast? Was du schreibst kann ich sehr gut nachvollziehen! Das ist eben so.
    Nur mir ging es nie darum alle Filter auf einmal zu benutzen…

    Grüße!
    Hallo Jurek,

    dass Du alle Folien gemeisam verwendest, habe ich nicht angenommen
    Es ging mir nur darum, allgemein Körperfarbe und Lichtfarbe zu erklären, als "Synonymbegriffe" von subtraktiver und additiver Farbmischung.
    Das geht (für mich) mit schwarz-weiß und positiv-negativ am einfachsten ...

    Dieser kleine "Themenausflug" hat mir Spaß gemacht und war Anlaß dazu, mich mit alten und modernen Farben näher zu beschäftigen.

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    Jetzt lasse ich euch aber in Ruhe und schau wieder Ansichtskarten an (demnächst bekomme ich zwölf, eventuell seltsame, neue )

    LG, Gabi
    "bzw. ... oder alles kann von zwei Seiten betrachtet werden ..."

  2. #32
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Jurek,

    mal ketzerisch!

    Daher bitte um genaue Erklärung, warum GENERELL bei Odr.-Ausgaben (so bei DDR Briefmarken), seit geraumer Zeit die früher geprüften und natürlich auch im MICHEL katalogisierten DD nicht mehr geprüft werden und im MDS auch nicht aufzufinden sind?
    Man will GELD verdienen! Und das kann man weil die Sammler Freakshows lieben! Eine Schmitztdruck welche sehr oft vorkommt ist die Zeit der BPP nich wert. Drucktechnische Erklärung suchen kostet Zeit oder ist oft unmöglich und mit zu viel Spekulation verbunden...

    Wenn bei Bogendruck ein Bogen nicht mitgeht zu Bedruckung und der nächtse sowohl bedruckt wird aber auch die Abklatsch bekommt [von Gegendruckwalze] dann kann bei übereinander legen die Abklatsch eine [teilweise] zweite Abdruck geben auf die vorige Bogen! Und Doppeltdruck ist da! Ein bisschen unsaubere Druck vielleicht aber da.

    Reine Spekulation natürlich...

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  3. #33
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Mit was in Wikipedia geschrieben steht kann ich als Philatelist NICHTS anfangen und m.E. ein Drucker auch nicht

    Der Schmitz ist ein Fehler in der Druckabwicklung, der sich in Form eines verschmierten Abdruckes und unscharfen Druckbildes äußert.

    Neben anderen gibt es die Walzenschmitz und Zylinder- oder Zurichteschmitz. Beim Walzenschmitz rutschen die Farbauftragswalzen auf den Führungsschienen beispielsweise durch Öl oder Fett auf den Walzen oder durch unterschiedliche Durchmesser, sodass die Umfangsgeschwindigkeit der Walze geringer oder höher ist als die der darunter hinweggehenden Form. Ursache des Walzenschmitz ist meist eine zu hohe Abnutzung der Walzen oder Laufringe, sodass sich die Durchmesser unterscheiden. Die Walze wird also am Umfang zwangsweise schneller oder langsamer als der Schmitzring gedreht und schiebt somit über die Form statt auf ihr abzurollen. Dadurch wird die Farbe nicht durch Spaltung sondern durch Abschmieren übertragen und die Form nicht gleichmäßig eingefärbt. In Extremfällen wird die Farbe regelrecht wieder abgerieben, und die Form bleibt blank.

    Bogenschmitz, auch Druckabwicklungsschmitz genannt, kommt zustande, wenn der Aufzug zu stark oder zu schwach ausgeführt wurde. Der Bogen wird dann mit einer Relativgeschwindigkeit ungleich Null über die Form gezogen oder gestaucht (Abwicklungsfehler).

    Flugschmitz oder Fallschmitz wird durch ein nicht straffes Aufliegen des Bogens auf dem Gegendruckzylinder oder einem zu welligen Auflagenpapier verursacht.

    Zahnstreifenschmitz entsteht durch ausgelaufene Zylinderlager oder falsches Greifen der Zahnradpaarungen des Antriebs.

    Schmitz erscheint im Druckbild als Kantenablagerung der Druckfarbe an einer Seite der Buchstaben oder Bilder. Die Lage der Schmierkante ist dabei parallel zur Drehachse von Tiegel oder Zylinder und vorrangig am Walzenanlaufpunkt. Auch treten sichtbare Höhendeformationen im gedruckten Schriftbild auf als Verzerrung in Laufrichtung.

    Schmitz unterscheidet sich vom Schmieren dadurch, dass er nicht auf bogenlose oder unzureichende Druckzurichtung (Kraftzurichtung) zurückzuführen ist und immer an derselben Stelle und auf dem gesamten Druckbild auftritt.

    Im Tiefdruck ist Schmitz meist durch unscharfe und mitunter doppelte Konturen erkennbar. Hier tritt der Fehler vor allem durch wellig liegende Papierbogen, schwankende Papierbahnen, nicht gleichmäßig ausgerichtete Presseure und fehlerhafte Abwicklung zwischen Gegendruck- und Druckformzylinder auf.

    Schmitz zerstört auf Dauer die Walzen und führt zum vorzeitigen Formverschleiß. Er kann durch genaue Einhaltung der Aufzugshöhen und eine genaue Einstellung der Farbwalzen abgestellt werden.
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  4. #34
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Danke Gabi für deine sehr interessante Darstellung dieser Farbvergleiche von anno dazumal (1896) und heute.
    Du schreibst interessante Sachen und ich fände es schade, wenn du wegen meiner Missverständnisse dich von hier zurückziehen würdest.

    Bin an anderer Stelle aber auch gespannt auf deine neue Karten, die wohl in gewissen weise "seltsam" sind, wie du schreibst! Bin gespannt (wie ein Drahtseil!)

    Beste Grüße!

  5. #35
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Werter Rein,

    Abklatsch vom Abklatsch schaut jedenfalls schwach aus…

    Ich möchte hier die DDR-MiNr. 557 mal vorstellen:

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    Davon dann ein "Schmitzdruckaufdruck", aber mehr von der Aufdruck-Schrift als von Zahlen, auch wenn das m. E. gleichzeitig erfolgte.

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    Irgendwie scheinen die roten Odr.-Punkte aber von der grauen Farbe nicht betroffen zu sein.
    Wie würdest du das dann bitte erklären?

    Beste Sammlergrüße!

  6. #36
    DDR Spezial, bis MiNr.745 Avatar von Jurek
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    Nach wie vor frage ich mich, wie ist das praktisch möglich, dass die rote Farbe den "Schatten" überdecken kann?
    Das (in recht wenigen Exemplaren so bekannt) schaut quasi so aus als ob zuerst auf weißem Papier der Überdruck zu Testzwecken erfolgte, als eine quasi Probe in schwacher grauer Farbe. Dann wurden die Probedruckbögen mit dem Bild der Briefmarke überdruckt, die das Unterdruck dann t.w. überdeckte, und danach kam der Überdruck wieder drauf, diesmal mit schwarzer Farbe, welche diesmal auch die rote überdeckt.
    Eine Art "Textdrucksandwich"??? Ich kann mir das nicht (anders) erklären.

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  7. #37
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Das ist ja nun ein schönes Beispiel für den klassischen Doppelbilddruck. Bei dem schwarzen Überdruck mit voller Farbe werden die roten Punkte klar überdeckt, bei dem doch sehr viel schwächeren leichten Grau des Doppelbildes gibt es eben keine Überdeckung.
    Ich denke, das ist ganz logisch und normal.

  8. #38
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    Sehe ich alles falsch??

    Ein schwarzes Bild in Doppeldruck- da sehe ich 2 schwarze Bilder neben einander; bei Doppeltbilddruck AUCH!

    Was ist das Unterschied???

    Soll eine Bild zweimal gedruckt sein dann ist mindestens Bogendruck benutzt UND die beide Bilder sind ganz gleich - unterschiedlich positionieert...

    Sind die Bilder nicht genau dieselbe - schwachere Farbe z. B. - dann ist bei Bogendruck alles möglich und kann man die Maschinebau Spezialisten da zu rufen usw. Bei Rollendruck sind die Erklärungen viel beschränkter - Geflatter des Gummituches?! Aber bei Rollendruck ist Doppeldruck NIE möglich.

    Wie ich eher geschrieben habe sind die Rollenoffset-maschine gar nicht so lange in Gebrauch!

    Offset in Rollendruck bei die DDR ganz gar nicht benutzt! Mindestens nicht für Briefmarken! Und seit wann bei Bund???
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  9. #39
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    Laut Zerbel:

    Platten- und Zylinderherstellung haben sich grundsätzlich gewandelt. Zur jeweils optimalen
    Umsetzung einer Reinzeichnung war früher eine Vielfalt an Druckverfahren anzutreffen:

    Buchdruck mit Bogen- und Rotationsmaschinen (die Sammler sagen: Platten- und
    Walzendruck)
    Letterset (oder indirekter Hochdruck)
    Rastertiefdruck
    Stichtiefdruck
    Offsetdruck (damals nur Bogendruck) und
    die Kombination von Stichtiefdruck mit Offsetdruck (Sammler sagen: „Quantz-
    Maschine”).1)

    Die Konstruktion und Bauweise von Druckmaschinen ist kaum noch vergleichbar mit denen
    vor 20 Jahren.

    1) Die Bezeichnung „Quantz-Maschine” wurde seinerzeit von der Arbeitsgemeinschaft „Forschung Deutsche
    Bundespost” e.V. im Bund Deutscher Philatelisten (AGF) geprägt, denn die AGF hat als erste philatelistische
    Arbeitsgemeinschaft darüber in AGF-Runschau Nr. 14 und Nr. 17/1974 berichtet. Diese Druckmaschine war damals
    das „Non-plus-ultra”.


    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  10. #40
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Jurek,

    wo ist die Aufdruck??

    Gruss, Rein
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