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Thema: Briefmarke versichern und verschicken

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Briefmarke versichern und verschicken

    Hallo zusammen,

    ich bin kein langjähriger Sammler, bin aber durch ein altes Familien-Album und einen Flohmarkt-Fund (USA Dublettenalbum mit 80 Seiten) darauf gekommen. Nun bin ich seit Wochen dabei und schaue fast jeden Abend Briefmarken an. Daher habe ich mich hier angemeldet und werde mich sicher mit vielen Fragen immer wieder mal melden .

    Bei den USA-Marken stoße ich nun auf das Problem, dass es in Deutschland ja keine Prüfer gibt. Das habe schon andere Sammlern in versch. Foren erwähnt, aber ich fand nirgendwo eine Lösung. Klar, es liegt nahe, die Briefmarke "einfach" in die USA zu schicken. Nur da stellen sich mir folgende Fragen, die ich gerne hier im Forum stelle:
    - hat jemand Erfahrung mit dem Versand in die USA? Eignet sich hier normaler Brief besser, oder Päckchen (zum "Verstecken")?
    - wie heißt die Versandart bei der Post, wenn man versichern will? Wertbrief international?
    - mal ganz blöd weitergedacht: wenn der Brief abhanden kommt, erhält man ja den Versicherungsbetrag. Wenn das so einfach ist: Wäre das dann nicht ein Geschäftsmodell, dass ich einfach an einen Freund irgendwo im Ausland ständig Wertbriefe ohne Inhalt verschicke und zu 10.000 EUR versichere und hoffe, dass mal ein Brief abhanden kommt? (ich habe das nicht vor, aber das drängt sich einem doch auf)

    Viele Grüße
    stamperix

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    So doof sind die bei der Post nicht.
    Das Dumme dabei ist nämlich, dass die Post 2% Versicherungsgebühr verlangt und sicher nicht jede 50ste Sendung verschwindet. Für die Post wäre das also ein tolles Geschäft, der Möchtegern-Betrüger wäre aber sicher bald pleite.
    Kein Geschäftsmodell mit Gewinnaussichten!
    Besser in Postaktien anlegen, da ist die Rendite vorhanden.

  3. #3
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    Hallo fricke,

    ok, dann hat sich das als Geschäftmodell in der Tat erledigt. Ich muss wohl selbst noch etwas mehr recherchieren über Wertbriefe.

    Aber ich hatte hier im Forum den Beitrag hauptsächlich eröffnet, um Erfahrungen zum Briefmarken-Versand nach USA zu erhalten. Also welche Art Brief und wie die Ausfallrate so ist. Ansonsten würde sich das Thema "USA sammeln" doch komplett erledigen, wenn man keine der etwas selteneren Marken prüfen lassen kann?

  4. #4
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    Wertbriefversand (Bis Euro 500 Versicherungssumme) passt schon , die Post wird sich aber herausreden bei Verlust dass Briefmarken und andere Wertgegenstände von der Versicherung ausgeschlossen sind.

    Lies Dir mal die AGB der Post zu Wertbriefen (Und E-Briefen) mal genau durch!
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  5. #5
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    Danke auch dir.
    Ich habe mal auf der Post-Seite geschaut, zwar keine AGB, aber ein PDF gefunden. Aber dort heißt es auch:
    Für den Nachweis eines Schadens benötigen wir bspw. eine Kopie der Originalrechnung, Wertgutachten oder Belege zum Erwerb der Sache.

    Meintest du das mit dem Problem mit Briefmarken? Wenn ich eine US-Marke habe, die noch nicht geprüft wurde, habe ich natürlich noch kein "Wertgutachten". Also kann ich den Wert im Nachhinein (nach Verlust) ja gar nicht nachweisen? Also hat sich der Versand von wertvollen Briefmarken auf dem Postweg doch erledigt? Das würde ja auch für den Versand innerhalb von Deutschland gelten.

  6. #6
    Weltenbürger Avatar von Rainer Fuchs
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    AGB = Allgemeine Geschäftsbedingungen!

    Die sagen:
    https://www.deutschepost.de/content/...17.pdf#page=28

    Höchstbeträge
    An Wertvolle Gegenstände (außer Bargeld) können Sie bis zu einem festgelegten Höchstbetrag versenden.


    Die Deutsche Post unterscheidet Valoren der Klasse I und II.

    Zulässige Wertgegenstände im internationalen Briefversand
    Wertvolle Gegenstände (Valoren Klasse I) sind bis zu einem tatsächlichen Wert von 5.000 EUR pro BRIEF INTERNATIONAL1) zulässig.
    Höhere Werte als 5.000 EUR pro BRIEF INTERNATIONAL sowie Bargeld und andere Zahlungsmittel sind generell unzulässig.
    Die nachfolgend aufgeführten Wertpapiere und anderen Wertgegenstände (Valoren Klasse II) sind bis zu einem tatsächlichen Wert von 500 EUR pro BRIEF INTERNATIONAL) zulässig:
    Wertpapiere, d. h. bank- und geldwerte Papiere, für die im Schadensfall keine Sperrung sowie kein Aufgebots- und Ersatzverfahren durchgeführt werden kann und die leicht auf Dritte übertragbar sind, z. B.:
    n Briefmarken (inländische und ausländische)
    n Dividendengutscheine (auch entwertete)
    n Gewinnanteilscheine
    n Eintrittskarten und Fahrkarten (übertragbar)
    n Gutscheine; Coupons (auch entwertete)
    n Schecks, deren Einlösung garantiert ist, und Blankoreiseschecks
    n Steuerbanderolen, Zinsscheine (auch entwertete)

    Sonstige Wertgegenstände
    n Scheckkarten
    n Kreditkarten
    n gültige Telefonkarten (in- und ausländische)
    n Pay-TV-Karten
    n Edelmetalle (neu, gebraucht oder defekt),
    z. B. Gold, Silber, Platin, als Barren, Goldnuggets, Gold- und Silbermünzen oder Draht aus Edelmetall
    n Schmuck (z. B. aus Perlen, Korallen, Bernstein)
    n verarbeitetes Zahngold
    n Uhren
    n Edelsteine
    n Kunstgegenstände, Gemälde und Antiquitäten, Unikate und sonstige Kostbarkeiten (z. B. Sammlerobjekte, die einen Sammlerwert besitzen, wie Briefmarken, Münzen, Figuren)

    Briefmarken bis zu einem Wert von 500 Euro können also versandt werden..., wie das dann aber mit der Wertfeststellung bei ungeprüften Sachen ist kann ich auch nicht sagen, ich vermute aber dass zunächst nur Dein Kaufpreis, nicht der evtl. hlhere Wert wenn die Marke geprüft ist berücksichtigt wird.
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  7. #7
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    Danke für den AGB-Ausschnitt, die Liste war auch im PDF enthalten. Also sind Briefmarken ohnehin nur bis 500 EUR versichert, was bei echten Raritäten ja nicht ausreichen dürfte. Außerdem fehlt oft der ursprüngliche Kaufpreis, z.B. wenn man Kiloware oder ein ganzes Album für 20 EUR gekauft hat. D.h. auch die 500 EUR erhält man dann nicht zurück. Ein versicherter Versand scheint hiermit ausgeschlossen.

    Ich finde das schon erstaunlich: Die USA sind so ein großes Sammelgebiet, aber es scheint unklar zu sein, wie man überhaupt Marken prüfen lassen kann, ohne einen unversicherten Briefversand nach NY zu riskieren. Gibt es evtl. andere Möglichkeiten? (Service von dt. Auktionshäusern, Kurierdienste?)

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von fricke
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    Im internationalen Verkehr sind ungültige Sammlermarken bis 25.000€ zulässig, im nationalen komischerweise nicht.
    Für Deine blaue Mauritius reicht es nicht, aber für die "billigen" Marken mit einigen Tausend wert aus den USA schon.

  9. #9
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    Hallo, meinst du hierbei einen Versand mit der Deutschen Post? Wenn ja, wäre ich für einen Link dankbar. Der Wertbrief international erlaubt nach meinem Verständnis nach nur bis 500 EUR und erfordert einen Wert-Nachweis bei Verlust. Wie soll man bei ungeprüften Marken den Nachweis erbringen, dass diese Marke drin war?

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von philophilia
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    Hey stamp,

    ich denke mal, dies ist der entsprechende Link : https://www.dhl.de/content/de/de/pri...e-inhalte.html
    Im internationalen Versand sind außerdem bis zu einem Wert von 25.000 EUR zulässig:
    Schmuck (z. B. aus Perlen, Korallen, Bernstein), Uhren Edelsteine
    Kunstgegenstände, Gemälde, Antiquitäten, Unikate und sonstige Kostbarkeiten (z. B. Sammlerwertgegenstände wie ungültige Sammlerbriefmarken, -münzen [ohne Edelmetallanteil], -banknoten und -telefonkarten

    Im geschäftlichen Bereich versendet man ja auch oft wichtige Dokumente, wie zB Konnossemente im Original etc.

    Dafür nutzt man typischerweise Kurierdienste, teurer, aber schneller und zuverlässiger als Postversand, für die USA bietet sich meiner Meinung nach FEDEX an, wg sehr kurzer Laufzeiten. Mir persönlich ist in über 25 jahren kein einziger Verlust zu Ohren gekommen, aber ich kenne jetzt nicht die genauen Geschaeftsbedingungen für Wertsendungen dort, muesste man sicherheitshalber mal erfragen.

    LG R.
    Sammelgebiete : DR 1933-1945 - GG - B&M - Besetzte Gebiete & Danzig -
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