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Thema: Desinfektionspost

  1. #1
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    Desinfektionspost

    Liebe Sammlerfreunde,

    auf der website disinfectedmail.org entsteht ein Forum, auf dem sich Sammler aus aller Welt zum Thema Desinfektionspost austauschen können. Die Nutzung des Forums ist kostenlos. Über eine rege Beteiligung würde ich mich freuen.

    Beste Grüße

    André Thomas

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von philophilia
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    Für Laien wie mich, die davon noch NIE etwas gehört hatten :- )

    http://www.philapedia.de/index.php/Desinfektionspost


    LG R.
    Sammelgebiete : DR 1933-1945 - GG - B&M - Besetzte Gebiete & Danzig -
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  3. #3
    Setubal
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    Hallo philophilia,

    danke für den von Dir eingestellten Link.
    Es ist aber nur ein Teil an Informationen zur Desinfektionspost.
    In dem Artikel, zu dem der Link führt, steht als Beginn der Desinfektionspost das Jahr 1830. Leider ohne Bezug auf ein oder mehrere Länder.
    Hierzu möchte ich anmerken, dass in Portugal lt. Verfügung "für Briefe aus von Krankheiten bedrohten oder befallenen Gebieten" bereits ab 1816 eine Desinfektion vorgeschrieben war. Aus dem Ausland eintreffende Briefe aus besagten Gebieten mußten in Lissabon angelandet werden und wurden im Caza de Saude do Port de Belem (Haus der Gesundheit in Belem) in Quarantäne genommen. Die Quarantäne war je nach Herkunft gestaffelt und betrug zwischen 10 und 50 Tagen. Bedingt durch die Verbindungen in die bestehenden, bzw. ehemaligen Kolonien Portugals, bestand die Gefahr der Einschleppung von Krankheiten unterschiedlichster Art. Hierzu zählte die Lepra aus Südamerika, die Malaria aus Afrika und auch das Gelbfieber aus vielen Teilen der Erde. Zur Bestätigung wurde auf den Briefen das Siegel des Hauses der Gesundheit abgeschlagen. Ab 1818 wurde ein eigener Stempel eingesetzt. Es war ein Oval mit den innenliegenden Buchstaben G.M. = Guarda Mor (Haupt Wache). Der Stempel ist in verschiedenen Farben belegt, die die Art der Desinfektion kennzeichnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Setubal

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von philophilia
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    Hallo Setubal,

    Vielen Dank für Deine Ausführungen.

    Auf den zweiten Blick habe ich dann auch gesehen, dass der Link suboptimal war, gehört er doch auch noch zu einer kommerziellen Seite, aber es ging mir nur um die Begriffserklärung überhaupt und dann hatte auf die Schnelle nichts Besseres gesehen.

    Ich kann immer nur wieder staunen, wieviel Detail- und Fachwissen hier auf so vielen Gebieten versammelt ist.
    Aber deshalb habe ich mich ja auch hier angemeldet :- )

    Beste Grüsse
    R.
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  5. #5
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    Vielleicht nützliche Informationen zu Desinfektions-Stationen:

    http://www.philaseiten.de/cgi-bin/in...ST=5886&page=0

    Schöne Grüsse, Richard
    Richard Ebert Philaseiten AG, 88299 Leutkirch
    Datenbanken Philastempel, Inflaseiten, Philawert, Briefmarken-Atteste
    Mitglied BDPh, AIJP (Internationaler Verband der Philatelie Journalisten)

  6. #6
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    Wie Setubal bereits geschrieben hat, beschränkt sich die Desinfektion von Postsendungen nicht auf ein bestimmtes Jahr. Verordnungen hierzu sind schon aus dem 15. Jahrhundert bekannt. Auch in Deutschland war zu Pestzeiten die Desinfektion gang und gäbe. Oft sind diese Briefe jedoch schwer zu identizieren, da die Spuren einer Essigdesinfektion dem eines feucht gewordenen Briefes ähneln können. Guy Dutau, der gerade sein Buch zur Desinfektion von Briefen in Frankreich veröffentlicht hat, mißt in solchen Fällen die oft vernachlässigte Analyse des Briefinhaltes eine besondere Bedeutung bei. In Deutschland kamen 1805 (Gelbfieberepidemie in Spanien und Italien) und 1831/32 (Choleraepidemie in Europa) sowie in Cuxhaven von 1814 bis ca. 1852 (Quarantaine für Schiffe) zum Einsatz. Auf der Seite des Studienkreises Desinfektionspost ( disinfectedmail.org ) gibt es neben dem Forum zum Austausch auch eine Galerie mit sehr interssanten Ausstellungsseiten.

    Beste Grüße
    André

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