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Thema: Leuchtreaktion bei Heuss-Marken

  1. #1
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    Leuchtreaktion bei Heuss-Marken

    Hallo,
    neulich habe ich mal einen Teil meiner Dauermarken der Heuss-I- und Heuss-II-Serien unter die Quarzlampe gelegt. Es waren insgesamt sicher mehrere Tausend Stück. Dabei ist mir etwas aufgefallen, das ich mir aus der normalen Katalog-Literatur nicht erklären kann:
    1. rund 95% der untersuchten Marken zeigen keine Papierreaktion und leuchten nicht. Das war zu erwarten.
    2. rund 0,5% (oder etwas weniger) sind "lumogen", leuchten also herrlich gelblich.
    3. der Rest leuchtet in unterschiedlicher Intensität leicht bis stärker bläulich, ist aber nicht lumogen und tritt auch mit Stempeln vor 1960 auf.

    Daher meine Frage: ist dieser Effekt bekannt? Wurden schon vor 1960 optische Aufheller ins Papier gebracht - da es auch bei postfrischen Marken auftritt, schließe ich einen evtl. Einfluss von Untergrundpapier ziemlich aus? Sind diese Unterschiede irgendwo katalogisiert?
    Ich bin versucht, in meiner alten (und wenig gepflegten) Bund-Sammlung eine neue Kategorie einzufügen.

    Vielen Dank schon mal!
    Gruß
    W.

  2. #2
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    Zitat Zitat von Welwitsch Beitrag anzeigen
    Hallo,
    neulich habe ich mal einen Teil meiner Dauermarken der Heuss-I- und Heuss-II-Serien unter die Quarzlampe gelegt. Es waren insgesamt sicher mehrere Tausend Stück. Dabei ist mir etwas aufgefallen, das ich mir aus der normalen Katalog-Literatur nicht erklären kann:
    1. rund 95% der untersuchten Marken zeigen keine Papierreaktion und leuchten nicht. Das war zu erwarten.
    2. rund 0,5% (oder etwas weniger) sind "lumogen", leuchten also herrlich gelblich.
    3. der Rest leuchtet in unterschiedlicher Intensität leicht bis stärker bläulich, ist aber nicht lumogen und tritt auch mit Stempeln vor 1960 auf.

    Daher meine Frage: ist dieser Effekt bekannt? Wurden schon vor 1960 optische Aufheller ins Papier gebracht - da es auch bei postfrischen Marken auftritt, schließe ich einen evtl. Einfluss von Untergrundpapier ziemlich aus? Sind diese Unterschiede irgendwo katalogisiert?
    Ich bin versucht, in meiner alten (und wenig gepflegten) Bund-Sammlung eine neue Kategorie einzufügen.

    Vielen Dank schon mal!
    Gruß
    W.

    Die Heusswerte zu 5,7,10,15,20,25,30, und 40Pf. gibt es auch auf fluoreszierendem Papier. Hier steht hinter der Katalognummer noch ein kleines „y“

    Natürlich ist dies die falsche Antwort. Richtig ist: Wenn Marken mit Waschpulver vom Papier gelöst wurden, nahmen sie auch die Weißmacher dieser Mittel auf. Persil lässt grüßen.
    Geändert von Manfred (14.02.2017 um 09:31 Uhr) Grund: Zu schnell gelesen

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    http://www.bdph.de/forum/showthread....Aufheller+1955

    01.09.2016, 20:00 #54

    Zitat Zitat von bm-franz Beitrag anzeigen
    Hallo Jurek,

    Dem Postwertzeichenpapier wurde in Deutschland erstmals Fluoreszenzfarbstoff in Form eines optischen Aufhellers (leuten unter UV weiß) bei der Sondermarke zum 150. Todestag Friedrich v. Schiller (MiNr. 210). Es folgten noch vereinzelt Werte bis Herbst 1956 (MiNr. 216, 221, 228, 232-233, 234 und 243-246). Ab 1. August 1960 wurden von den Postämtern im Raum Darmstadt erstmals Postewertzeichen der Dauerserien Heus I und II ausgegeben, die für die automatische Briefaufstellung auf fluoreszierendem Papier (leuchten unter UV gelb) gedruckt waren. Quelle: Briefmarkenkunde von Ludwig Tröndle Seiten 107 und 108.


    http://www.bdph.de/forum/attachment....7&d=1472752745

    Gruß, bm-franz
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    Zitat Zitat von ReintjedeVos Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für diesen Hinweis. Es gab also optische Aufheller schon vor der Fluoreszenz im Papier, so ab Mitte der 50er Jahre, wenn ich das richtig deute. Dann hielte ich es für richtig, diese auch bei den Heuss-Marken als Papier-Variante zu katalogisieren, denn die Reaktion unter der Quarzlampe ist absolut eindeutig.

    Und Übrigens: Ich habe im Leben noch nie eine Briefmarke mit Persil oder sonst einem Waschmittel abgelöst, sondern verwende stets nur ein warmes Wasserbad. Außerdem hatte ich mitgeteilt, dass auch postfrische Marken die Reaktion zeigen. Es muss also letztlich am Papier selbst liegen. Eine Aufnahme aus dem Albumkarton schließe ich auch aus, da ich ausschließlich schwarze Alben verwende und dann doch wohl nicht nur 5% der Marken den Aufheller zeigen würden, sondern alle.

    Vielen Dank nochmals!
    Gruß
    W.

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