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Thema: Ansichtskarten und Edeldruckverfahren in monochrom und mehrfarbig

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Gabriele Dickel Avatar von kartendruck
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    Ansichtskarten und Edeldruckverfahren in monochrom und mehrfarbig

    Hallo,

    ich habe mich in diesem Forum angemeldet, weil hier auch Philokartie und die Heimatphilatelie angesprochen bzw. besprochen werden.

    Zu meinen (momentanen) Hauptinteressen gehören die Edeldruckverfahren, die in schwarzweiß für Ansichtskarten verwendet wurden.
    Diese Druckarten werden heutzutage als Druckkunst betrachtet, in SW z.B. der Lichtdruck, in Farbe natürlich die Lithografie.

    Bevor ich jetzt einfach anfange, Bilder hochzuladen: Gibt es hier überhaupt Teilnehmer, die sich allgemein für Druckgeschichte interessieren?

    Das Thema scheint, zumindest in anderen BM-Foren, nicht gerade attraktiv zu sein.

    Viele Grüße, kartendruck

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Juergen
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    Herzlich Willkommen

    Hallo kartendruck,

    herzlich willkommen im Forum.
    Es gibt hier einige Sammler die jenseits aller "Haupt"-Sammelgebiete interessante Beiträge einstellen.
    Wichtig finde ich, daß nicht nur in einer Bilderflut erscheint, sondern das auch Wissen vermittelt wird.
    Egal ob dies allgemeines Fachwissen ist (was in Deinem Sammelgebiet vermutlich nur ein Drucker hat),
    oder eigene Forschungsergebnisse.
    Bei den Beiträgen würde ich nicht nur auf die Rückmeldungen achten, sondern auch darauf wie oft
    diese aufgerufen werden, was ja auch ein deutliches Zeichen für Interesse ist.

    Viele Grüße

    Juergen

  3. #3
    Gabriele Dickel Avatar von kartendruck
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    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für den Willkommensgruß , das ist sehr nett.
    (die Anzahl der Aufrufe ist "schlagartig" gestiegen, nachdem ich einen Avatar hinzugefügt hatte.)
    In einem "neuen" Forum beobachte ich ja auch die Reaktionen)

    Ich bin leider kein Drucker und habe auch nicht dieses Fachwissen. Da muß ich mich auf irgendeine Art "durchstoppeln".
    Aber es ist sooo beeindruckend, was schon mit der analogen Drucktechnik vollbracht wurde, und natürlich mit gehärteter Gelantine

    Auf Wikipedia sind schon Beschreibungen der verschiedenen Drucktechniken zu finden. Auch bei Druckereien findet man Hinweise.

    Aber manchmal ist das für unkundige Menschen recht schwierig, zu einem Ergebnis zu kommen.

    Dazu sende ich mal Bilder mit, könnte das ein Pigmentdruck (Kohledruck) sein?

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    Du siehst, im Moment habe ich eigentlich mehr Fragen als Antworten.

    Viele Grüße, kartendruck

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Lichtdruck ist wahrscheinlicher!?
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  5. #5
    Gabriele Dickel Avatar von kartendruck
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    Hallo,

    bevor ich weitere Ausarbeitungen vorstelle:
    beim nickname "kartendruck" habe ich in meinen Klarnamen hinzugefügt (falls mich mal jemand zitieren möchte )

    Die Vorgeschichte der ganzen SW-Druckarten ist die Fotografie, mit der echte Tonwerte dargestellt werden konnten.
    Zu Anfang waren Fotos nicht wiederholbare Einzelstücke. Schnell kam der Wunsch auf, dass ein Foto auch reproduziert werden kann.
    In der Drucktechnik entstanden einige verschiedene Verfahren, die versuchten, die fotografischen Tonwerte nachzubilden.
    Erst später, mit der Erfindung vom Negativ-Positiv-Verfahren, konnte ein Bild wirklich vervielfältigt werden.

    Die alten SW-Postkarten zeigen dabei die Entwicklungsstufen der Halbtondrucke als Bilder.

    Den Pigmentmentdruck betrachte ich als Vorstufe vom Negativ-Positiv-Verfahren.
    Das Foto selbst wurde auf einem wachsgetränkten feinen Papier als Einzelstück hergestellt.
    Danach wurde Gelantine mit Pigmenten vermischt, auf ein neues Blatt Papier gleichmäßig aufgetragen und lichtempfindlich gemacht.
    Dann wurde die Wachspapierfotografie auf das Pigmentgelantinepapier gelegt und dem Tageslicht ausgesetzt.
    Je mehr Licht nach der chem. Gerbung auf die Pigment-Gelantine traf, desto wasserunlöslicher wurde sie.
    In der unlöslichen Gelantine blieben die Pigmente erhalten.
    Also entstand eine Kontaktkopie von der Wachspapier-Fotografie auf dem Pigment-Gelantine-Papier.

    @ReintjedeVos , die Karte ist kein Lichtdruck, die Tonwerte im Bild sind nicht durch "Runzelkörner" strukturiert.

    Viele Grüße, Gabi

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Gabi,

    ich bin sehr froh dich wieder zu sehen in einem Forum!

    Ich selber habe auch mehrere Karten zu Seite gelegt um weiter zu studieren, meistens weil die in Rakeltiefdruck hergestellt waren!

    Mach weiter so!

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Gabi,

    mit wieviel DPI hast du deine Skans gemacht?


    Die Bildschirm-Ausschnitte sind OK [96dpi] aber vielleicht kannst du eas noch scharfer!?

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Zitat Zitat von kartendruck Beitrag anzeigen
    Hallo Jürgen,

    vielen Dank für den Willkommensgruß , das ist sehr nett.
    (die Anzahl der Aufrufe ist "schlagartig" gestiegen, nachdem ich einen Avatar hinzugefügt hatte.)
    In einem "neuen" Forum beobachte ich ja auch die Reaktionen)

    Ich bin leider kein Drucker und habe auch nicht dieses Fachwissen. Da muß ich mich auf irgendeine Art "durchstoppeln".
    Aber es ist sooo beeindruckend, was schon mit der analogen Drucktechnik vollbracht wurde, und natürlich mit gehärteter Gelantine

    Auf Wikipedia sind schon Beschreibungen der verschiedenen Drucktechniken zu finden. Auch bei Druckereien findet man Hinweise.

    Aber manchmal ist das für unkundige Menschen recht schwierig, zu einem Ergebnis zu kommen.

    Dazu sende ich mal Bilder mit, könnte das ein Pigmentdruck (Kohledruck) sein?

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    Du siehst, im Moment habe ich eigentlich mehr Fragen als Antworten.

    Viele Grüße, kartendruck
    Aus Wikipedia:

    Historisches Verfahren

    Das Pigmentdruckverfahren, (auch Kohleverfahren oder Kohledruck genannt) zählt zu den Edeldruckverfahren. Es basiert darauf, dass Gelatine, wenn man sie mit einem chromsauren Salz (Kaliumdichromat oder Ammoniumdichromat) dem Licht aussetzt, in Wasser unlöslich ("gegerbt") wird. Ist ihr ein Farbstoff (Pigment) beigemischt, so halten die unlöslich gewordenen Stellen diesen mechanisch zurück. Weil als Pigment oft Kohlenstaub verwendet wurde, ist für dieses Verfahren auch der Name Kohledruck gebräuchlich.

    Überzieht man Papier mit einer Mischung aus in Chromat gebadeter Gelatine und belichtet es unter einem Negativ, so kann man durch Auswaschen mit heißem Wasser ein Bild erhalten. Da aber die Wirkung des Lichts an der Oberfläche beginnt und sich mehr oder weniger tief durch die Dicke der lichtempfindlichen Schicht erstreckt, so werden unter den im Licht unlöslich gewordenen Stellen noch einzelne unmittelbar auf dem Papier liegende Gelatineteilchen löslich bleiben, welche sich in heißem Wasser lösen und den darüberliegenden "Halbtönen" ihren Halt rauben.

    Um dieses zu vermeiden, hebt man das auf der Oberfläche der belichteten Schicht liegende, anfangs unsichtbare Bild durch einen Umdruck ab. Für diesen Zweck presst man ein Stück mit gegerbter Gelatine überzogenen Papiers auf - das sogenannte Übertragspapier. Dieses klebt dann auf der Oberfläche fest. Behandelt man jetzt die zusammengepressten Papiere mit heißem Wasser, so werden alle nicht vom Licht getroffenen Stellen gelöst; das erste Papier, welches nur als Träger der lichtempfindlichen Gelatineschicht diente, löst sich ab, und die Bildstellen, die aus unlöslich gewordener farbiger Gelatine bestehen, haften am Übertragspapier.

    Ist das Übertragspapier mit einer feinen Harzschicht eingerieben, so ist die Haftung nur locker. Presst man anschließend ein zweites Stück Gelatinepapier auf, so haftet das Bild auf der zweiten Fläche stärker als auf der ersten und kann so zum zweiten Mal übertragen werden. Das beim ersten Übertrag erhaltene "Pigmentbild" ist verkehrt, d. h. es erscheint als Spiegelbild des Gegenstandes; das zweimal übertragene Bild ist dagegen seitenrichtig.

    Man kann diese Pigmentbilder auch auf Glas übertragen und erhält dadurch transparente Fensterbilder. Weil die Bilder aus lichtechtem Pigment bestehen, bleichen sie nicht aus wie die Silberbilder, sind jedoch mechanisch leicht verletzbar.

    1903 bis 1911 brachte die Neue Photographische Gesellschaft Berlin-Steglitz zur Herstellung von Aufsichts- oder Durchsichtsbildern das weiterentwickelte NPG-Pigmentverfahren auf den Markt.
    Gabi,

    so weit ich diese Text verstehe geht es hier nicht um ein Druckverfahren! Die NPG habe ich schon hieroben erwähnt ...


    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

  9. #9
    Gabriele Dickel Avatar von kartendruck
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    Hallo Rein,

    (Beitrag #239)... was sind eigentlich die Edeldruckverfahren? ...
    Meine Betrachtung zu Edeldruckverfahren:
    - Gute Lithographien wurden kunstvoll erstellt, in verschiedenen kombinierten Maltechniken. Die frühen Farbdrucke zeigen ein sehr gutes Farbverständnis. Dabei entstanden durch den Druck gewünschte Mischfarben. Jetzt meine ich nicht die Standard-"Gruß aus ..."-Karten, die sehe ich nicht als kunstvoll an.

    Bildbeispiel:Name:  zzz18970926.jpg
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    - Lichtdruck "Zeichnen mit Licht" finde ich, wenn sauber ausgeführt, auch kunstvoll. Es war eine frühe Möglichkeit, mit einem Fotonegativ ein Fotoabzug nachzubilden und zu drucken.

    Bildbeispiel:Name:  zzz19281123.jpg
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    Welche Edeldrucke wirklich auf Postkarten vorkommen weiß ich nicht.

    Als ich dieses Thema startete, wußte ich nichts darüber, nur dass die (monochromen) Bilder viele Unterschiede haben.
    Auch die Autotypie-Raster sind interessant. SW-Raster mit Lithographie, Buchdruck oder Rakeltiefdruck als Farbzudrucke.
    "Kochkrater" entstehen durch differenzierte Pigmentmischungen, nur um Farben "lebhafter" zu gestalten.

    Das alles finde ich im Vergleich zum Offsetdruck schon herausragend.

    Viele Grüße, Gabi
    P.S.: Ansichtskarten nach Herstellern zu sammeln ist für mich bestimmt keine Option
    Geändert von kartendruck (25.05.2017 um 00:34 Uhr) Grund: bildverteilung

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von ReintjedeVos
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    Gabi,

    "Kochkrater" entstehen durch differenzierte Pigmentmischungen
    Nein, durch zu heiss gemachte [gekochte] Strichsubstanz!

    Fotoabzüge - nicht nur die industrielle aber auch die chemisch unstabilere - sind m.E. keine Drucke! Sehr interessantes Material doch! Aber kein Druck!

    Ich habe die Herausgeber nur explizit genennt weil diese stark verbunden waren mit patentierte photographische Verfahren. Und daher auch Phantasienamen benutzten... Und das alles könnte man unter Edeldruck bezeichnen obwohl es das nicht war

    Gruss, Rein
    "Wenn man sich immer an die vorgegebenen und die unausgesprochenen Forenregeln hält, dann ist ein Verbleib in irgendwelchem Forum auch kein Problem."

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